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Chronische Sinusitis/ Probleme mit einseitig verstopfter Nase

v%ivienx82 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Leser,

ich habe, wie so viele hier, ebenfalls ein Problem mit meiner Nase. 2009 hatte ich bereits eine große OP, bei der die Nasenscheidewand begradigt, die Nebenhöhlen saniert (mehrere Zysten) und die Nasenmuscheln verkleinert wurden. Bei mir lag das Hauptproblem in den Bronchien, da diese immer sehr verschleimt waren. Da ich vorher schon Probleme mit meiner Nase hatte, lief der zähe Schleim von der Nase in die Bronchien. Ich war deshalb häufig heiser und hatte eine belegte Stimme. Der HNO (mit einem eigentlich guten Ruf) versicherte mir damals, dass dieses Problem mit der OP behoben wäre und ich dann auch kein Kortisonnasenspray mehr bräuchte. Tatsächlich wurde es danach auch ein wenig besser, aber die Beschwerden waren nie ganz weg. Anfang 2011 hatte ich dann eine sehr hartnäckige Erkältung mit starkem Schnupfen, die 3 Monate anhielt. Seitdem schwillt mein rechtes Nasenloch immer zu, was ich noch nicht einmal vor der OP hatte. Probleme, Luft durch die Nase zu bekommen, hatte ich eigentlich nie (jedenfalls nicht so auffällig).

Komischerweise wurde im Jahr 2011 und Anfang 2012 nie was relevantes von den HNO Ärzten (Chefärzte in einer Klinik!) gesehen. Nun war ich aber vor ein paar Tagen gerade bei einer HNO-Ärztin, die meinte, dass meine Nasenmuscheln angeschwollen seien und meine Nasenschleimhaut gräulich/bläulich aussehen würde. Das hat mich total geschockt. Nun nehme ich seit einem Monat wieder ein Kortisonnasenspray (Topinasal) abends ca. 2 Sprühstöße in jedes Nasenloch. Mich würe das ganze ja noch nicht mal so stören, wenn ich nicht so eingeschränkt wäre dadurch. Stimmprobleme und Halsschmerzen sind mein ständiger Begleiter. Das ist sehr deprimierend für mich.

Nun meine Frage: hat hier auch jemand ähnliche Erfahrungen mit Kortisonnasensprays und auch derartige Beschwerden davon?? D.h. Halsentzündungen durch das Kortison zb.? Ich muss es momentan leider nehmen, da sonst meine Nase rechts wieder zuschwillt. Nur es kann ja keine Dauerlösung sein, da es meinen Rachen total reizt. Ich habe in einer Woche einen Termin direkt in einer Klinik (also bei HNO-Ärzten mit operativen Erfahrungen) und wollte mich beraten lassen. Habe auch das Gefühl, als würde noch etwas in der rechten NNH sitzen (aber erst seit der langen Erkältung im Jahr 2011).

Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen nach einer NNH-OP und was hat euch geholfen? Würde mich über Antworten sehr freuen.

P.S. Meine Nasenprobleme sind nicht allergisch bedingt. Mehrere Allergietests in den letzten Jahren waren negativ. Nasendusche mit Emsersalz, Nasenöl usw. nehme ich schon.

Lieben Gruß

Vivien

Antworten
car0o?nxo


Hallo Vivien,

ich kann sehr gut nachvollziehen, wie sehr Dir die verstopfte Nase auf die Nerven geht. Ich hatte so lange ich denken kann sehr ähnliche Probleme.

Mindestens ein Nasenloch war eigentlich immer komplett dicht und durch das andere Nasenloch habe ich nie soviel Luft bekommen wie ich eigentlich gebraucht hätte. Deshalb habe ich sehr oft (vor allem auch nachts) durch den Mund geatmet.

Dazu hatte ich in der Kindheit sehr oft eine Mandelentzündung, später haben sich die Probleme eher Richtung Nasennebenhöhlenentzündung und Husten/Bronchitis verschoben.

Ab und zu hatte ich kurzzeitig ein abschwellendes Nasenspray verwendet (ist da vor gewöhnlich Kortison drin? Keine Ahnung...). Damit habe ich super Luft bekommen, wollte es allerdings nie längerfristig einsetzen, da ich mir die Nasenschleimhäute nicht endgültig zerstören wollte.

Ansonsten habe ich nur einmal bei einem sehr lang anhalten Husten ein Kortison Inhalationsspray über 3 Wochen genommen. Dabei habe ich am Anfang im Mund- und Rachenbereich Probleme mit Pilz bekommen.

Ich habe immer versucht eine Besserung durch Meersalzspray und Nasenöl zu erreichen. Leider ohne großen Erfolg.

Eine Nasendusche hat bei mir nie funktioniert. Durch die völlig verstopfte Seite habe ich nie einen Tropfen durchbekommen.

Mittlerweile kann ich allerdings etwas tolles berichten: Die Probleme bin ich etwa seit einem halben Jahr los. Ich kann es noch gar nicht so recht glauben, da ich so viele Jahre mit dem Problem gelebt habe und ich will mich auch noch nicht zu früh freuen. :-X

Die einzige Erklärung, die ich dafür habe:

Ich esse schon seit längerer Zeit kein Fleisch mehr und meide auch seit knapp 6 Monaten Milchprodukte und Eier. Die Umstellung kam hauptsächlich aus ethischer Überzeugung, weniger aus gesundheitlichen Gründen.

Erst vor kurzem ist mir bewusst geworden, dass kurze Zeit nach meiner radikalen Ernährungsumstellung die Probleme mit der verstopften Nase verschwunden sind.

Ich habe daraufhin mit meinem Arzt gesprochen und er meinte, dass das durchaus mit dem Milcheiweiß in Verbindung stehen könnte, da das bei vielen eine "verklebende" Wirkung haben kann und sich so negativ auf die Schleimhäute auswirkt.

Nebenbei sind übrigens noch meine kleineren Problemchen mit Neurodermitis zurückgegangen. Das soll möglicherweise auch an den Milchprodukte liegen.

Ich bin zumindest überglücklich, dass ich die Probleme los bin und hoffe, dass es so bleibt.

Ich will niemanden zu einer veganen Lebensweise überreden (moment... eigentlich würde ich gerne mehr Menschen davon überzeugen ;-) ), allerdings denke ich, dass es einen Versuch wert ist.

Ich weiß nicht, wie viele Milchprodukte Du so verzehrst, aber Du könntest sie ja mal für einige Zeit aus Deiner Ernährung streichen. Keine Ahnung, wie lange man sich dafür Zeit geben sollte, aber ich denke nach spätestens 2-3 Wochen solltest Du einen Unterschied spüren.

Ich würde mich zumindest sehr freuen, wenn Du auch herausfindest, woran es bei Dir liegt. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen.

Beste Grüße

Chris

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