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Wie verläuft eine Narkose?

A{melitex00 hat die Diskussion gestartet


Ich bin 12 Jahre alt und mir werden wahrscheinlich die Mandeln heraus genommen. Ich habe totale Panik vor der Narkose, da ich noch nie eine hatte. Wird das mit einer Infusion gemacht? Tut es weh eine Infusion zu bekommen? Wie fühlt es sich an einzuschlafen? Kann man sich an viel erinnern? Ist einem danach übel? Hat man danach sofort Schmerzen? Und wie läuft die Narkose überhaupt ab? Auch über Links wäre ich sehr dankbar!!!

Antworten
COorneXlia5x9


Schau mal in [[http://www.med1.de/Forum/Orthopaedie/453708/ diesen]] Faden, da gibt´s jede Menge Erfahrungsberichte zur Vollnarkose.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir berichten: Du kriegst vorher – noch im Krankenzimmer – eine Tablette, im allgemeinen Dormicum, hingelegt. Die nimmst du erst nach Aufforderung, normalerweise kurz bevor dich die Pfleger mitsamt deinem Bett abholen kommen. Dann wirst du runtergefahren bis in den Vorraum des OPs und ziehst dort auf die OP-Liege um. Den OP-Kittel hast du schon vorher im Zimmer angezogen. Die legen dir dort das OP-Tuch über. An der Stelle hat bei mir dann das Dormicum eingesetzt und es wurde einfach dunkel... und im scheinbar nächsten Moment schon wieder hell, ganz übergangslos. Nur daß ich da schon in meinem Bett im Aufwachraum lag und alles hinter mir hatte.

Manche haben unter Dormicum diesen Filmriß, manche auch nicht. Im Faden gibt es so einige, die davon erzählen, daß sie noch die Narkose "mitgezählt" haben und dann eben irgendwann auch weg waren.

Was eventuelle Spritzen angeht: du kriegst schon bei der Aufnahme im Krankenhaus einen sogenannten Zugang gelegt, ein kleines Kunststoffventil, das mit einem winzigen Schlauch in deine Armvene führt. Nur das erste Legen dieses Zugangs piekt ein bißchen, danach tut das Ding nicht mehr weh, es ist einfach nur da. Das dient später der Narkose oder auch irgendwelchen Infusionen, die dir angehängt werden, so brauchen sie dich nicht dauernd mit Spritzen zu stechen.

S_chn?öf ft%el


Hallo :)

Genau wie du war ich sehr aufgeregt wegen der narkose.

Du bekommst als erstes einen Zugang gelegt, meistens in der hand.

Ich musste damals noch lange im vor opraum liegen, also haben die mich da abgeschossen, also mitt Beruhigungsmitteln, wie gesagt, weil ich so nervös war. Dann musst du von deinem krankenbett auf die op liege und dann schieben die dich in so einen kleinen Vorraum. Dort wirst du ans ekg angeschlossen, ja und dann weiß ich nur noch wie der anästhesist mir die weiße flüssigkeit in die Hand gespritzt hat. Er fragte mich noch wohin ich in den urlaub will und ich sagte: new York und zack war ich weg. Wenn du wach wirst dauerts einen Moment bis du kapierst wo du bist und es fühlt sich eigentlich so an als hattest du geschlafen. Schlecht und so war mir danach eigentlich nicht. ;-)

CyoFrnexlia59


Ach ja, noch was, was Schmerzen angeht: ich kenne mich jetzt mit Mandel-OP nicht so aus, aber nach meiner Bauch-OP bin ich aufgewacht und mir tat überhaupt nichts weh. Heute weiß ich, daß die einem noch im OP ein starkes Schmerzmittel spritzen, damit das abgefangen wird. Du kannst auch immer um Schmerzmittel bei den Schwestern bitten, aber meistens kriegst du das sogar automatisch. Bei mir war´s Novalgin, das sie mir in kleinen Plastikbechern flüssig hingestellt haben. Ich habe das Zeug auf den Namen "rosa Wolke" getauft! ;-D

S;chnö_fftexl


Ohja bei mir wars auch keine mandelop sondern ein Knoten in der Brust, schmerzen danach hatte ich auch nicht.

Almelixe00


Danke!!! :-)

Jtuliaxnia


Oft bekommt man die Beruhigungstablette gemeinsam mit dem OP-Outfit gebracht, mit der Aufforderung, sich umzuziehen und die Tablette zu nehmen, weil es bald so weit ist. Ich würde dazu raten, sich erst umzuziehen, alles zu verstauen und den Schrankschlüssel den Schwestern zu geben, bevor du die Pille einschmeißt, denn manchmal haut die wirklich heftig ein und man schläft fast unmittelbar ein.

Bei anderen OPs beruhigte sie mich nur absolut; schoß die Angst total ab, während ich selbst eher aufgekratzt wurde. Wenn ich in diesem Zustand in Richtung OP gerollt wurde, grüßte ich im Flur immer alle Leute total freudig und unterhielt mich dann angeregt mit den OP-Schwestern und Anästhesisten.

Die Schleuse zwischen normalem Krankenhaus und OP-Bereich ist etwas seltsam, weil man aus dem Bett auf eine OP-Pritsche hinübersteigen muß und nun manchmal auch noch ein Mützchen über die Haare aufgesetzt bekommt. Dank der Beruhigungstablette ist das aber nicht unheimlich, sondern halt "etwas seltsam" und eher spannend.

Die Anästhesisten legen dir dann einen Zugang in die Handvene – tut nicht weh. Sie kleben Elektroden für das EKG auf dich drauf, bereiten Sachen vor und unterhalten sich mit dir. Sobald das OP-Team anwesend ist, wirst du in den OP-Raum geschoben und oft schon vorher abgeschossen.

Das Einschlafen fühlt sich an wie ganz normales Einschlafen.

Aufwachen ist auch ähnlich wie normales Aufwachen; bei mir kommt immer die Akustik zuerst, die Augen mache ich erst später auf.

Noch was: Wenn du gefragt wirst, ob du Schmerzen hast, und irgendetwas unbehaglich / schmerzhaft ist, dann teile denen das einfach mit. Dann gibt es Novalgin.

Amme<lai\ex00


was waren das für OPs bei dir?

J_ulia`nia


Schilddrüse vor ~10 Jahren.

2011-2012: Krebs diagnostiziert, also einige OPs: Panendoskopie+Zunge+Hals+Tracheostoma; Zunge+mehr Hals; Portimplantation; Panendoskopie+Schließen des Tracheostomas; Knotenentfernung am Hals; Panendoskopie+Herumfummeln an Stimmbändern.

Also vieles nahe an dem Bereich, wo bei dir operiert werden soll. ;-)

Ich drücke dir die Daumen für deine Mandel-OP. @:) :)*

LJivver*pooxl


Ich hab zwar vor vielen Jahren auch mal Vollnarkosen gehabt, kann mich aber nicht mehr dran erinner, weil ich noch klein war. Allerdings war ich in meiner Ausbildung einige Wochen im OP und kenne deshalb die Abläufe ganz gut.

Wie hier bereits erzählt, kriegst du das Hemdchen und eine Beruhigungstablette aufs Zimmer. Und kannst dich da dann umziehen und die Tablette nehmen. Wie die Tablette wirkt, ist immer unterschiedlich. Manche schlafen direkt ein, manchen ist einfach nur alles egal. Andere merken wieder garnichts. Bei Dormicum ist es so, dass man zwar wach ist und auch noch alles mitkriegt und redet, aber sich einfach hinterher an absolut nichts errinnern kann. Aber es gibt nicht überall Dormicum, ist von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich. Man wird dann mit dem Bett zu Op-Schleuse gefahren, steigt auf die OP-Liege um und bekommt ein Haarnetz aufgesetzt. Dann wird man in den Einleitungsraum gebracht und bekommt dort von einem Pfleger das EKG aufgeklebt, eine Bkitdruckmanschette angelegt und wird richtig hingelegt. Dann bekommt man einen Zugang in die Hand, das piekt ein bisschen, ist aber nicht sooo schlimm und das dauert auch nur Sekunden. Die eigentliche Infusion tut dann nicht mehr weh. Von Arzt bekommt man dann Schlaf/Schmerzmittel gespritzt und das nächste was man mitbekommt ist der Aufwachraum. Da kann's sein, dass man am Anfang bisschen verwirrt ist und müde, aber das ist normal. Wenn man Schmerzen hat, bekommt man auch Schmerzmittel und wenn einem übel ist, etwas gegen die Übelkeit. Nicht jedem wird nach einer Narkose schlecht, aber es kann vorkommen.

Vor der Op hat man aber auch nochmal ein Aufklärungsgespräch und bekommt vom Arzt alles erklärt.

Mqööp% Mööxp


Hallo Amelie, ich habe vor 2 Jahren die Mandeln herausgenommen bekommen.

Vor der Narkose brauchst du wirklich keine Angst zu haben. Wie es abläuft, wurde dir ja schon beschrieben, was ich noch dazu sagen wollte: Die Schwestern bzw. Pfleger im OP sind es absolut gewohnt, daß die Patienten aufgeregt und nervös sind. Ich bin inzwischen 5 oder 6x in Narkose gelegt worden, und immer waren alle total nett, gut gelaunt, haben mit mir geplaudert usw. Eine Mandel-OP haben ja auch viele in deinem Alter (ich war da mit Mitte 30 die Oma ;-)), somit sind auch alle gewöhnt, daß es für den Patienten die erste OP ist.Vertrau ihnen undlaß sie einfach machen.

Das Einschlafen fühlte sich bei mir immer erst an, als ob ich total betrunken wäre, aber ich hoffe, mit der Beschreibung kannst du mit 12 noch nix anfangen ;-)

Beim Aufwachen tut einem eigentlich nichts weh, man wacht ganz normal auf, es dauert nur etwas länger, bis man wieder richtig wach ist. Mandel-OP ist nur eine kurze Narkose, danach sollte es dir eigentlich nicht schlecht sein oder allzu schlecht gehen.

Die Woche danach wirst du allerdings Halsschmerzen haben, vor allem beim Schlucken. Dafür darfst du dir aber ganz viel Eis bestellen oder selber aus der Tiefkühltruhe holen und wenn es zu schlimm wirst, bekommst du Schmerzmittel.

Ich wünsch dir alles gut, wird schon werden @:) :)*

Mha?rulabaaxum


Man hat Dir ja wohl schon mal Blut abgenommen aus dem Arm. Mehr wird bei einer Narkose auch nicht gemacht. Ein Pieks und fäddisch. Da läuft dann das Narkosemittel ein. Und vorher bekommst eh noch die -Mir-egal-Pille.

JYolVlyH9x1


Hallo Amelie, ich hatte vor genau 2 Wochen eine Vollnarkose und kann mich noch bis in die letzte Sekunde zu 100% erinnern.

Ich musste um 6:45 schon im Krankenhaus sein, da ich meine Nasenscheidewand begradigt bekommen habe und eine verkleinerung der Nasenmuschel.

Habe mich dann am Anfang gleich umgezogen in Op-Tracht und dann gleich die Mir-Egal-Pille genommen. Anschließend bis ca. 11 uhr geschlafen und wieder aufgewacht. Mit entsetzen festgestellt das die Nase noch ganz war :-). Der Op-Raum war noch besetzt gewesen. Hab dann bis um 13 Uhr noch gewartet bis es los ging.

Sie haben mich dann in den Op geschoben wo ich dann auf den Op Tisch geklettert bin. :)

EKG angeschlossen und mit den Assistenzarzt über meinen Nachnamen lustig gemacht :D, dabei hat er mir dann das Narkosemittel gespritzt. Gleichzeitig hab ich dann eine Sauerstoffmaske aufbekommen und musste tief einatmen. Wenn jemand 10x atmen kann ist er gut aber meistens bist du vorher schon weg. Du merkst dann während dem Atmen wie solangsam deine Arme und Finger schwer werden und dann solangsam deine Atmung aussetzt(bis hier her hab ichs mitbekommen) und du dann aufhörst zu atmen. Dies ist aber ganz normal. Durch den reinen Sauerstoff, überbrücken sie die Zeit die sie brauchen um die Beatmungsmaschiene anzuschließen.

Ist aber schon ein verdammt komisches Gefühl, wenn man eigentlich Top fitt ist und das Zeugs haut dich innerhalb von 1 min in den totalen Tiefschlaf. Das ist der Grund warum ich auch niemals mit einer Narkoseärtzin zusammen sein will, obwohl Sie noch sehr attraktiv in meinen Erinnerungen ist :-D.

Nur der Zeitraum nach dem aufwachen haben Sie mir genommen, da weiß ich überhaupt nichts mehr. Nur das ich am Abend mich einmal Übergeben habe. Da war anscheinend recht viel Blut im Magen. Es sah in dem Zimmer aus wie in einem Schlachthaus :-). Die armen Schwestern. Vor Benommenheit hatte ich noch den Schwesternruf runtergeschmissen und musste ihn mir erst wieder angeln. War aber generell die 3 Tage danach sehr erschöpft, da ich ein wenig Fieber bekommen habe. Wir waren zu 4t auf dem Zimmer (schöne und lustige Männer WG). Der eine mit der Mandel Op hat dann am Abend immer Eis für die ganze Mannschaft bestellt. War super :-)

Also Angst hatte ich überhaupt keine. Die wissen was sie machen ich hatte danach überhaupt keine schmerzen.

Gruß Jolly91

n(amFe\w0exg


Hallo zusammen,

ich habe mich hier angemeldet, in der Hoffnung das angehende oder bestehende Ärzte hier auch mitlesen und sich das ein oder andere von Patienten annehmen für ihre Tätigkeit.

Ich habe da eine Erinnerung an eine Injektionsnarkose, die nicht nötig wäre! So erinnere ich mich kurz vor dem "Wegtreten" an ein Gefühl von Brechreiz und das ich meine Augen verdrehte. Ein ganz ekeliges Gefühl! Dies geschieht meiner bescheidenen Meinung nach nur, wenn das Narkotikum zu schnell gespritzt wird! Auch wenn heut zu Tage vieles in Krankenhäusern unter Stess und Zeitdruck abläuft aber die par Sekunden mehr beim Spritzen sollten Anästesisten doch bitte haben, denn so eine Erinnerung wird man nie wieder los! Man kann ein langsames, gleichmäßiges Spritzen durchaus auch üben und lernen! Da liegt immer hin auf dem OP-Tisch ein Mensch und keine Krankenversicherungsnummer die atmet!

Ich hoffe, mein Anliegen kommt bei dem ein oder anderen Arzt oder angehenden Arzt bzw. Student an.

Dankeschön!

L"aa0le1x8


Hallo,

ich habe mich damals wie du gefühlt ;-D

Ich habe mit 14 die Mandeln entfernt bekommen, nun bin ich 18.

Insgesamt hatte ich schon 6 Vollnarkosen, aber die bei der Mandel-OP ist die, die ich richtig mit erlebt häufig weil es meine 1. richtige OP war (mit 6 wurden mir Zähne entfernt, da weiß ich nichts )

Die Schilderungen der anderen decken sich mit meinen, also alles nicht so dramatisch :)^

Ich weiß, dass Dormicum manchmal Echt unberechenbar ist ;-D

Bei der Mandel-OP wusste nachher jeder, dass ich meine Mens hatte, weil ich das jedem wohl freudig erzählt hab,allerdings weiß ich das nicht mehr :=o

Bei der 3. OP wurde ich nur müde von Dormicum und nicht zur Quaselstrippe.

Nach den OPs gings mir meistens relativ gut, benommen, aber ohne schmerz.Solltest du dennoch welchem spüren, zögere nicht Bescheid zu geben.

Auch wenn mir übel wird - da gibt OP was gegenüber :)^

Was ich so faszinierend finde - die Patienten werden noch im OP aus der NaRkose geholt, sind eigentlich wach und reden mit dem Anästhesisten und hinter wissen die nichts mehr.

(Ich habe im Rahmen eines Praktikums bei OPs zusehen dürfen).

Alles Gute @:)

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