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Endoskopische Nasennebenhöhlen-OP, Wundbehandlung

PuhantasTiexnamse7x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich habe die OP letzten Dienstag von einem HNO Spezialisten in einer Belegklinik machen lassen. Der Dr. hat bei der OP die Nasenscheidewand begradigt, Polypen entfernt und die Nasenmuchel verkleinert. Am Donnerstag wurden dann die Ballons entnommen und am Freitag durfte ich das Krankenhaus verlassen.

Die ersten 2 Tage war die Nase wie üblich durch die Ballons bedingt verschlossen. Nach der Entnahme der Ballons wurde bei mir allerdings nicht abgesaugt, was mich im nachhinein etwas wundert, da das üblich zu sein scheint. Eigentlich hat auch sonst keine spezielle Wundbehandlung stattgefunden. Der Arzt meinte nur ich soll ein paar tage vorsichtig sein(nicht schnäuzen, tupfen u.s.w) und warten bis das von selber ausgeheilt ist. Ich kann leider 5 Tage nach der Op immer noch nicht richtig durch die Nase atmen.

Würde mich freuen wenn jemand dazu seine Erfahrungen mit mir teilen würde.

Hat jemand einen Tip wie man den Heilungsprozess verbessern kann.

lg Alex

Antworten
d olph!in79


Hallo,

ich bin gerade etwas irritiert. Was für Ballons waren in der Nase? Ich hatte Tamponaden in der Nase und die wurden einen Tag nach der OP gezogen. Ab dem Tag musste ich für gut 4 Wochen 2 verschiedene Salben benutzen. Eine zur Wundheilung und die andere zum Abschwellen. Ich war insgesamt 5 Tage in der Klinik und jeden Tag wurde abgesaugt. Ab Tag 5 musste ich auch noch ein kortisonhaltiges Nasenspray verwenden. In den nächsten 3 Wochen musste ich dann 2 x die Woche zum HNO zum Absaugen. Gut Luft habe ich nach gut 6 Wochen bekommen.Die komplette Heilung dauert ca. 6 Monate.

Gibt es auch keine Kontrolltermine?

Gruß *:)

P?hwantSascienahmex77


Hallo dolphin79,

danke für deine Antwort. Der Arzt hat von Nasenballons gesprochen um die Nase zu stabilisieren(Stützkonstruktion sozusagen).

Genau weiss ich auch nicht was da der Unterschied zu Tamponaden ist. Abgesaugt wurde jedenfalls nicht. Auf meine Nachfrage was zu tun ist um den Heilungsprozess zu verbessern und was man tun kann um besser Luft durch die Nase zu bekommen meinte der Doc nur ich sollte Fentrinol(abschwellende Nasentropfen) nehmen und die Nase mit Rhinomer(isoton. Meerwasser) spülen. In 12 Tagen ist der erste Kontrolltermin. Irgendwie find ich es merkwürdig das nicht abgesaugt wurde aber der Dr ist ein echt alter Hase auf seinem Gebiet. Werd wohl noch etwas abwarten ":/

lg :-)

MSonsxti


Nach meiner letzten NNH-OP (weitere Fensterung) wurde auch nichts abgesaugt. Natürlich ist nach der OP zunächst alles noch für eine gewisse Zeit stark beleidigt und auch geschwollen, so dass man nur schlecht durch die Nase atmen kann. Salzwasserspülungen und möglichst viel im Freien sein sind m.E. die sinnvollsten Maßnahmen. Jetzt im Winter kann man vor dem Aufenthalt im Freien etwas Vaseline in die Nasenlöcher geben. Damit ist die Kälte nicht unangenehm.

Ein Absaugen findet eigentlich nur bei stärkeren Nachblutungen statt. So war es nach meiner ersten NNH-OP (Begradigung des Septums und Fensterung der Kieferhöhlen). Damals wurde die Nase austamponiert. Beim Ziehen der Tamponaden blutete es derart stark, dass ich gut die Hälfte einer Nierenschale füllte. Danach wurde zweimal abgesaugt, um das geronnene Blut zu entfernen. Mehr war aber nicht nötig.

P"hantwasien ame7x7


Seit der Op sind mittlerweile 12 Tage vergangen und in 4 Tagen habe ich die erste Kontrolluntersuchung.

Was die Veränderung meiner Nase und Gesamtbefinden betrifft ist folgendes zu sagen.

Nach der OP habe ich 3 Tage lang die Nase komplett in Ruhe gelassen.

Atmen durch die Nase war unmöglich.

Ab dem 4. Tag angefangen mit isoton. Meerwasser(Rhinomer) gespült.

Sehr zäher Schleim gemischt mit Blut löst sich langsam. Nur leichte Nachblutungen.

Ab dem 5. Tag konnte ich wieder ein wenig durch die Nase atmen.

Weiterhin viel zäher Schleim mit Blut vermischt. Häufiges ausspucken.

Ab dem 7. Tag 3x täglich spülen mit Emser Meersalz Nasendusche.

8 Tage nach der OP konnte ich erstmals wieder besser durch die Nase atmen.

Der Schlaf hat sich auch etwas verbessert wodurch ich mich auch körperlich besser fühle.

Leider bleibt das freie Durchatmen bislang auf das linke Nasenloch beschränkt.

Durch das rechte Nl, das auch schon vor der OP hauptsächlich verstopft war bekomme ich immer noch wenig Luft.

Falls jemand seine Erfahrungen mit mir teilen will oder einen Tip hat, würde ich mich sehr freuen.

lg *:)

P$hanta6sisenaxme77


Nachdem nun 6 Monate vergangen sind moechte ich hier kurz meine Erfahrungen zusammenfassen.

Die Sinusitis wurde durch die OP nicht beseitigt.

Die CT Aufnahmen, die nach der OP von einem anderen HNO Arzt gemacht wurden sind, speziell was die Situation der Nasennebenhöhlen betrifft, fast identisch mit den Aufnahmen, die vor der OP gemacht wurden. Zwei weitere HNO Ärzte, die mich zur Begutachtung untersucht haben, empfahlen mir eine weitere OP durchzuführen, da die Schlüsselstelle, d.h. die Verbindung zwischen Kiefernhöhle bzw. Siebbeinhöhle und Nase nach wie vor blokiert sind.

Die Nachuntersuchung/Beratung die ich vor 4 Wochen bei dem Arzt, der die OP im Januar durchführte bekommen habe war leider mehr als dürftig. Er meinte nur lapidar: nehmen sie Kortison und haben sie Geduld.

Durch die anhaltende Blokade haben sich augenscheinlich Entzündungen gebildet, die die gleichen Beschwerden wie vor der OP(verstopfte Nase, gereizte/geschwollene Schleimhäute, Kopfschmerzen, Bindehautreizung) hervorrufen. Nur noch schlimmer, da ich mittlerweile unter einer chron. Erkältung leide, die mich an den Rand der Arbeitsunfähigkeit bringt. Ich muss nun eine 4 Wöchige Antibiotika-Kur machen und falls Nötig im Anschluss eine weitere OP über mich ergehen lassen.

Fazit:

Nicht jeder Arzt nimmt seine Verantwortung gegenüber dem Patienten ernst.

Empfehlung:

Lass dich von mindestens 3 unabhängigen Ärzten untersuchen und Befunde, Behandlungsempfehlungen schriftlich ausstellen. Auch wenn es dem klassischen Arzt-Patienten Vertrauensverhältniss widerspricht, kann es nur nützlich sein, diese Dokumente jedesmal in die Sprechstunde mitzubringen. Patient und Arzt sollten sich vor und nach der OP auf Augenhöhe begegnen können.

Warnung:

Prim. Dr. Michael Arnoldner

Head ENT Department Wilhelminenspital Stadt Wien

Confraternität, Privatklinik Josefstadt

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