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Meine Mandel-OP als Erwachsene

M<upMpiA*Mupxpi hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle, die meinen Beitrag lesen :)

Es geht um meine Mandel-OP vor 4 Wochen im Alter von 30 Jahren..ich hatte viele viele Fragen, die ich durch das Internet leider nicht oder wage beantwortet bekam..daher nun mein Beitrag, um alle, die es noch vor sich haben, unterstützend mit meinem Beitrag beiseite zu stehen! Es geht rum und es wird wirklich täglich besser!!!!! Durchhalten!!!!!

Meine Mandel-OP war am 30.04. und ich musste bis nachmittags gegen 17.00 / 17.30 Uhr warten, obwohl ich seit dem Abend zuvor nüchtern sein müsste! War blöd, aber habe ich auch geschafft. Aufgeregt war ich doch sehr, da mir vorher mitgeteilt wurde, dass die Stimme darunter leidet, alle Risiken etc... Dann endlich ging es los, bekam ja Dank der Narkose nicht viel mit ;-) Danach war mein Puls noch etwas hoch, dämmerte dann eben etwas länger im Aufwachraum. Gegen 20.00 Uhr war ich dann auf dem Zimmer und ich konnte sogar kurz meinen Mann anrufen ;-) Gegessen hatte ich nichts an dem Abend, bekam gut Schmerzmittel über den Tropf, aber sehr übel war mir - kannte ich garnicht von mir, da ich Narkosen bisher super vertragen hatte. Das Übergeben habe ich versucht bis den nächsten Morgen zu unterdrücken - wer macht das schon gerne?! Als ganz früh morgens die Schwester kam, um die Infusion zu wechseln, Blutdruck und Puls zu messen, gab sie mir gerade rechtzeitig die Spuckschüssel und es kam viel Blut, was durch die OP in den Magen gelaufen ist, später dann noch zwei Mal gebrochen...da empfahl mir die Schwester einen Vanillepudding zu essen, da mein Magen was bräuchte wegen der ganzen Schmerzmittel. Hatte erst Angst, der Pudding käme gleich wieder Retour ABER er blieb drin und dann hatte ich auch wieder Appetit und es ging mir besser :) Dank der Schmerzmittel hat man wenig bis keine Schmerzen...das bleibt aber nicht ganz so..später mehr..Man ist nur sehr schlapp! Zähne putzen die ersten Tage nicht, danach erstmal 2 Wochen ohne Zahnpasta. Den Mund/Hals habe ich täglich mehrmals mit Bepanthen Mundspülung gespült/gegurgelt. Am besten gleich einen Tag nach OP beginnen ;-) Ansonsten habe ich zwar Eis gegessen, jedoch nicht soo viel, da ich keine richtige Lust drauf hatte, man muss es auch nicht in den Mengen, wie andere immer raten! Was mir besonders gut tat und JEDEM empfehle, EISKRAWATTE, das tut gut und hilft enorm...kann man bei der Schwester jederzeit holen/wechseln! Zu Hause habe ich das weitergemacht mit Kühlkompressen, die gibt es in der Apotheke mit Bezug inkl. Klettverschluss / gleich 4 Stück zum wechseln gekauft! Eine kostet so 6 €, und kann man immer mal gebrauchen! Auch nachts tragen! Im Krankenhaus sollte ich 5 Tage bleiben, da ich mich aber vorbildlich schonte und keine Komplikationen hatte, ließ ich mich am 4. Tag morgens entlassen, da ich in meinem Zimmer alleine einging und daheim in der gewohnten Umgebung fühlt man sich doch enorm wohler. Außerdem war das Essen im Krankenhaus mies..morgens und abends ging's ja noch mit Weißbrot und Quark und Marmelade, aber mittags uagh pürierter Kram, wo man nicht wusste, was das war!!!! Also holte mich mein Mann morgens ab und nahm mich mit heim. Der Krankenhausmief an mir nervte und Duschen, Haare waschen und Fönen ist die ersten 2,5 Wochen nicht empfehlenswert, ist eklig, aber ist besser so!!! Also machte ich einen Waschlappen triefend nass mit Duschgel und wusch mich täglich ab da an die ersten 2,5 Wochen (inkl. KH-Zeit) ordentlich und machte auch die Haare so etwas erträglicher :) Manche nehmen auch Trockenshampoo aber so ging's auch! Mein Mann machte mir Nudeln mit Rührei und etwas überbackenen Käse drüber - Lecker! Viel schaffte ich jedoch nicht, da zu dem Zeitpunkt die Schmerzen langsam losgingen, die bis in die Ohren ziehen und das tut schon sehr weh - hier nahm ich immer NOVALGIN Tropfen, bekam ich schon im KH und die helfen schnell und Super!!!! Am schlimmsten war es beim essen, nachts und morgens nach dem Aufstehen, am besten sofort die Tropfen nehmen sobald es losgeht. Ansonsten nahm ich 3 x tägl. Voltaren Dispers und abends eine Magenschutztablette. Gesprochen hatte ich kaum, mehr geschrieben auf Anraten des Arztes im KH...Irrtum! Zur Nachsorge war ich 2 Tage später beim HNO-Arzt und der stellte einiges klar: ich muss reden, damit alles in Bewegung bleibt und sich dehnt, kein Duschen, Haare waschen, Fönen und baden (im KH hatten mir die Schwestern am 2. Tag nach OP gesagt, ich dürfe schon Duschen!). Auch hatte ich starke Beläge, er gab mir Cortisontabletten mit und Antibiotika (wurde im KH angefangen, hatte aber keine Tabletten mit Heim bekommen!). Und SCHONEN, SCHONEN, SCHONEN!!! Nachblutungsgefahr besteht nach OP drei Wochen!!!! Aber ich hielt mich brav an alles...jedoch hat man jeden Tag große Angst vor Nachblutungen!!! Ich überprüfte mehrmals täglich meine Spucke. Gegessen habe ich viel weiche Nudeln mit Rahmspinat oder Spinat in Gorgonzolasoße von Iglu, Eier (Spiegel oder Rühr oder Hartgekocht) alles mit Käse überbacken - nicht zuviel..aber man merkt ja, wenn es unangenehm ist. Gemüse zerdrückt mit Kartoffeln, Weißbrot mit Nutella, Hörnchen, Croissants, Fruchtzwerge, Pudding, Milchschnitte, Eis..eben alles gut Kauen...ABER keine Tomaten, Paprika, nicht scharf oder heiß essen! Bei Banane wäre ich vorsichtig, verstopft schnell den Darm und es kann durch das viele liegen zur Verstopfung sowieso kommen, Tipp hierzu weiter unten! Getrunken habe ich Stilles Wasser vermischt mit zuckerfreiem Eistee (oder pur) und Volvic Apfel und das alles ganz kalt ;-) Die Schmerzen, quasi das Ziehen bis in die Ohren, gingen mit den neuen Tabletten täglich mehr und mehr weg..Geduld ist nach so einer OP oberstes Gebot - ohne Mist!! Bringt garnichts, wenn man übertreibt, sich nicht an die Empfehlungen/Ratschläge hält, dann Nchblutungen hat und in einem Forum einem dann das Ohr vollheult, weil man wieder in der Klinik liegt und evtl. nachoperiert werden musste!!! Klar, gibt es auch arme Leute, die Nachblutungen hatte ohne Eigenverschulden, aber die höchste Prozentzahl gibt seinem Körper nicht die Zeit, die er braucht, um sich zu erholen. Habe seit der OP ein ganz anderes Körperempfinden, da das Körperchen so arbeiten muss und wieder "reparieren" muss - geht nur mit unserer Hilfe!!! Ich bin auch tägl. immer mal im Garten ein paar Schritte gegangen oder auf der Strasse (NICHT in die Sonne, Schatten ist angesagt!) Nach einer Woche war ich wieder beim HNO, da war meine OP 2,5 Wochen her und ich durfte ab da Duschen und Haare waschen (bis max. 38,5 Grad!!), baden nein, Fönen nur kühl oder lufttrocknen lassen..war ich glücklich!!!! Tomaten-Sahne-Soße wurde mir erlaubt und ab nächster Woche (nach etwa 4 Wochen) dürfte ich wieder mich an alles herantasten. Nun ist es bei mir 4 Wochen her und heute war ich das letzte Mal beim HNO. Ich habe ein Loch im Gaumensegel (Narbenbrücke), was mich nicht stört. Daher darf es bleiben, evtl. reißt es ab, falls es mich stört, muss es abgeschnitten werden...hoffe, also es bleibt nur ein kosmetischer Fehler...da ich nicht jedem mit offenen Mund entgegen laufe, ist es egal :-D Habe kaum noch Beläge, alles heilt gut und ich gehe ab nächster Woche wieder arbeiten (war 4 Wochen krank geschrieben, das habe ich auch gebraucht!). Meine erste Pizza habe ich vor ein paar Tagen gegessen und es war traumhaft :) Jetzt werde ich mich langsam an Essen, was ich bisher gemieden habe rantasten :) Und wenn ihr Fragen habt, bevor ihr googlet lieber den Arzt fragen!!!! Ach ja, wenn der Darm durch das viele liegen streikt: Holt euch LAXOBERAL Tropfen aus der Apotheke - drücken führt zu rotem Kopf und die Nachblutungen können entstehen!!!! Lieber abführen!!!! Probiert erst das Minimum an Tropfen und wenn das nichts hilft, weiter steigern...ich habe das alle 2-3 Tage gemacht. Ansonsten kann ich euch wie gesagt striktes Schonen empfehlen und jeden Tag ein paar Schritte für den Kreislauf sind vollkommen Ok! Ab der 2. Wochen bin ich schon 10 - 20 min. langsam gelaufen. Aber wenn euch etwas anstrengt, sofort Pause oder Abbrechen - ein roter Kopf ist gefährlich!!! Habe auch vor der OP Arnica-Globulin D 200 genommen 3xtgl. 5 Kügelchen am Tag vor OP beginnen und die ersten Tage ruhig weiter so nehmen (unter die Zunge und zergehen lassen), beugen Blutungen vor - auch sofort nehmen, wenn es mal blutet und Notarzt!!!

Ich denke an euch alle, drücke euch ganz fest die Daumen und wünsche euch, dass es bei euch auch so glatt läuft, wenn ihr euch strikt an alles haltet :)^

Bei Fragen zu meinen Erfahrungen stehe ich gerne zur Verfügung!

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