» »

Leben mit der Schwerhörigkeit und Hörgeräten

L`aalex18


@ glinda

Hallöchen bei unserer Ohrenbande @:) *:)

Deine Geschichte hört sich für mich echt zum Teil krass an :-o

Vor allem dieses Versteckspiel bei der Arbeit :-(

Genau da sollte man sich ja relativ wohl fühlen .

Dass zu wechselst , ist ja schon eine Rettung aus der Situation ;-)

iCh finde es aber gut, dass du das direkt dann offen legen wirst :)^

Die Leute, die dann immer noch schlecht reden, wissen gar nicht wie eine Schwerhörigkeit ist. Ich hab mir nun gesagt, dass ich die Leute einfach reden lasse.

Schließlich weiß ich ja , wie sehr mir die HGs helfen und mittlerweile stehe ich dazu und bin stolz drauf ;-)

d-jfraxnzi


@ glinda

Ich hab noch keine Kinder, warum ich schwerhörig bin weiß ich nicht. Ich würde es zwar nicht gut finden wenn die Kinder falls ich mal welche habe schwerhörig sind. An einen Test hab ich noch nicht gedacht, den mal angenohmen es ist vererbt, was bringt mir das? Ich würde trotzdem kinder haben wollen, den es ist ja möglich das es trotz vererbung nicht weiter gegeben wird an die Kinder bzw. es eine generation auslässt.

Das ist ja krass das die Rafting veranstallter sich da quer gestellt haben.

MXanoxn43


An einen Test hab ich noch nicht gedacht, den mal angenohmen es ist vererbt, was bringt mir das? Ich würde trotzdem kinder haben wollen, den es ist ja möglich das es trotz vererbung nicht weiter gegeben wird an die Kinder bzw. es eine generation auslässt.

Genau. Sehe ich auch so......würde man wegen einer Schwerhörigkeit als Schwerhöriger auf Kinder verzichten wollen? ":/

Mmh, ich denke es gibt eher Schwerhörige/Gehörlose, die nur "betroffene"Kinder haben möchten...

Gblixnda


Hallo an alle....hier sind da noch n paar mehr als ich dachte :)_

Ich muss schon ehrlich zugeben, früher war's mir auch egal ob ich ein schwerhöriges Kind haben würde oder nicht.

Aber dadurch dass ich selbst schon so oft damit an meine Grenzen gestoßen bin, gemobbt wurde, ich dauernd Mittelohrentzündungen hatte, mich selber immer mehr dafür geschämt habe, wollte ich irgendwann nicht, dass mein Kind das alles auch mitmachen muss. Dafür bin ich leider zu unsicher und habe mich deshalb entschieden, den Test machen zu lassen. Aber auch, um es einfach vorher zu wissen, dass das Kind dann hörbehindert sein würde. Andererseits können mein Partner und ich uns auch ein Leben ohne Kinder vorstellen, da wir gerne weit weg verreisen und die Zweisamkeit sehr genießen.

Ich muss dazu auch sagen, dass ich einen Freund habe, der in manchen Situationen "für mich mithört", z.B. weiß er genau, wann ich etwas von jemand anderem nicht verstanden habe, dann antwortet er quasi für mich, aber so dass es nicht auffällt und ich wieder am Gespräch teilnehmen kann. Wirklich ganz toll! x:) :-x

E}hema%liger^ Nutz,er (_#2422x30)


Phu,

ich finde es schade, dass du dich für dein schlechtes Hören schämst.

Llaa.le1x8


Ich bin ja quasi selbst noch ein Kind, aber einen Test würde ich trotzdem nicht machen.

. An einen Test hab ich noch nicht gedacht, den mal angenohmen es ist vererbt, was bringt mir das? Ich würde trotzdem kinder haben wollen, den es ist ja möglich das es trotz vererbung nicht weiter gegeben wird an die Kinder bzw. es eine generation auslässt.

Ich sehe das auch so wie die beiden.

Mein Kind könnte genauso gut ein nicht Schwerhöriges sein.

Auch wenn es schwerhörig sein sollte, kann man als Mutter mit gutem Vorbild voran gehen.

Aber Kinder sind für mich noch kein Thema, in 15-20 Jahren vielleicht ;-)

Wobei ich deine Begründung auch verstehen kann, Glinda ;-) :)_

LLaalex18


Also mit Begründung meine ich deine Angst, dass dein Kind genau so Probleme wie du haben könntest.

Meiner Meinung nach muss man aber anders an die Sache rangehen und nicht von vornerein sagen, dass man kein schwerhöriges Kind 'will'.

Das leben deines Kindes könnte auch positiv, super, ohne große Probleme verkaufen

GXli}ndWa


Ich muss aber noch betonen, dass ich eure Einstellung bzgl. Kinder hier absolut toll finde und mir wünsche würde, ich könnte auch so denken.

Aber leider habe ich nicht die Kraft dazu, das mit einem kleinen Menschen zu handhaben, weil ich es bei mir selber kaum kann.

EShemaligevr Nut ze/r (#x242230)


Aber leider habe ich nicht die Kraft dazu, das mit einem kleinen Menschen zu handhaben, weil ich es bei mir selber kaum kann.

Den Gedanken kann ich auch nachvollziehen. @:) Und ich glaube auch, dass es in diesem Falle wirklich richtig wäre, den Test zu machen.

Denn ich glaube, wenn du von vorne herein Probleme hast, allein schon wegen deiner eigenen Schwerhörigkeit, dann wirst du dich kaum auf ein schwerhöriges Kind konzentrieren können.

Glinda, darf ich dich fragen, wie du aufgewachsen bist? Wie das deine Eltern gehandhabt haben usw?

Ldaalex18


@ glinda

:)_

Vllt. ändert sich deine Einstellung (zum Kind,zur Schwerhörigkeit) und deine Handhabe damit in ein paar Jahren ;-)

Und wenn nicht, dann ist es eben so.So lange das für dich richtig erscheint, geht es ja :-)

ich finde es übrigens prima, dass es zwischen dir und deinem Freund bezüglich der Hörbehinderung so gut klappt :-)

G0linxda


Ihr seid ja alle total angenehm. :)_ Schön, dass man hier trotz der eigenen "komische " Einstellung so gut verstanden wird.

Also als ich die HGs hatte, war das Thema für meine Eltern irgendwie erledigt, es wurde nie gefragt "Wie hörst du jetzt damit in der Schule? wie ist es mit dem Fernsehen? Müssen wir nochmal was anders einstellen lassen? Haben deine Mitschüler was gesagt? Wie trägt es sich denn? "

Ich war damit relativ alleine, und vielleicht habe ich mich auch deshalb so zurückgezogen. Ich weiß noch, was meine Mutter den Abend am Telefon zu meinem Opa sagte, als wir aus der HNO-Klinik kamen und ich wusste, ich bekomme HGs " Oh neeeeiiiiiiiin, Glinda bekommt Hörgeräte" und sie war total am heulen.

Dann rief sie meine Tante an (Schwester meines Vaters) und sagte das gleiche. Daraufhin sagte meine Tante "Ich wollte es euch ja nie sagen, aber ich habe selber seit 4 Jahre Hörgeräte." Da waren alle baff.

Auf jeden Fall hat meine schwerhörige Tante selber 3 normalhörende Kinder bekommen, von daher habe ich Hoffnung, dass es bei mir auch möglich wäre.

E[hemDaliger7 Nutz~er (9#242230f)


Ich war damit relativ alleine, und vielleicht habe ich mich auch deshalb so zurückgezogen. Ich weiß noch, was meine Mutter den Abend am Telefon zu meinem Opa sagte, als wir aus der HNO-Klinik kamen und ich wusste, ich bekomme HGs " Oh neeeeiiiiiiiin, Glinda bekommt Hörgeräte" und sie war total am heulen.

Wow, und das hast du auch die ganze Zeit so vorgelebt bekommen? Dann kann ich das noch besser verstehen, dass du selbst Probleme damit hast. Ich gehe davon aus, du bist auch zur normalen Schule gegangen, wo du eben das "Sonderkind" schlechthin warst?

Durch das Internat, wo ich war, war das Thema "schlecht hören" einerseits total präsent, soll heißen: Man ist auf diese Behinderung eingangen. Die Klassen bestanden aus höchstens 10 Schüler, warens mehr, dann wurden Parallelklassen draus gemacht. Alle Klassenzimmer waren mit Teppichböden und schweren Vorhängen versehen und die rückwärtige Wand war aus Backsteinen mit Löchern, damit übermässige Schall "geschluckt wird. Auch saßen wir immer, grundsätzlich im Halbkreis, so dass jeder von jedem am Mund auch ablesen konnte, als Stütze.

Aber, dadurch dass wir alle das selbe "Problem" hatten, war das unter uns Schüler kein Thema, das einzigste was sich etwas bemerkbar gemacht hat war der Unterschied von den Schwerhörigen zu den Gehörlosen, aber auch da war mehr Zusammengehörigkeit da, als dass irgendwelche Hänseleien entstanden....

Auch habe ich von meinen Eltern bzw. von der Familie nie mitbekommen, dass es etwas "schlechtes" sei und ich glaube, darin liegt auch der Knackpunkt bei dir: Dass du es wahrscheinlich nie als normal erleben durftest, womit du dich rumschlägst....... ":/ Und daher auch die Schwierigkeiten, die Hörgeräte öffentlich zu zeigen, oder den noch aktuellen Arbeitskollegen das zu verklickern......

Und genau das finde ich so schade... ich finde es so unfair, dass du nicht die Chance hattest, trotz einem Hilfsgerät im Ohr, nicht als normal betrachtet zu werden bzw. sich als normal zu fühlen......

Ich kann mich noch erinnern, im Kindergarten, als meine Oma mich morgens bekommen hat, da haben wir dann noch zusammen gefrühstückt und dann brachte sie mich in den Kiga. Oftmals wars auch so, dass ich bei Ihr schlafen durfte..... Die Prozedur am Morgen früh, die Hörgeräte in meine Ohren zu bekommen.... Die brachte mich und meine Oma immer zum lachen.... Sie sagte, würden sie mir nicht so sehr im Alltag helfen, dann würde sie Dinger verteufeln.... Sie hats nie begriffen, dass die Passstücke "ins Ohr reingedreht" werden.... Sie hats halt immer mit "stopfen" versucht......

Aber Glinda, was mir noch einfällt: In meiner Klasse damals war ein Mädchen, deren Eltern sind beide total gehörlos. Die haben dann zuerst einen Jungen bekommen: normalhörend. Dann kam sie, als jüngere Schwester mit der selben Schwere von Hörbehinderung wie Ihre Eltern.

Aber durch den Bruder, der ja normal hörte und durch die Tante dann auch das sprechen gelernt hatte, hatte meine Mitschülerin auch das Glück, sprechen zu lernen. Sie hörte zwar extrem schlecht, hatte auch mit der Aussprache Probleme, aber sie hat es trainiert und war dann mit dem Abschluss soweit, dass sie auch die deutsche Gramatik lernte usw. Es war für sie sehr schwer bei uns in der Klasse, weil selbst wir darauf achten mussten, dass sie auf uns Aufmerksam gemacht wurde, bevor wir sie angesprochen haben. So haben wir begriffen, dass es für die Normalhörende ebenso mühseelig ist, auf uns schlechthörende zu achten......

LBa9alex18


Haben ja alle das gleiche Schicksal, wobei ich das nicht mehr großartig negativ empfinde ;-)

Wir sind hier alle lieb ;-) ]:D

Bei meinen Eltern legt sich das Thema Hörgeräte momentan.

Beim HNO war ich damals alleine bei der Besprochen des Hörtests. Es hieß vom HNO: Ja, nun kommen wir leider nicht drum rum um die Hörgeräte. Aber es gibt heute ja schon so unauffällige. Du kannst natürlich auch welche mit Totenköpfen nehmen ]:D

Ich also raus aus dem Zimmer und zu meiner Mutter , die gewartet hatte (wollte sie nicht dabei haben ;-D ). Sie konnte es nicht glauben und dachte, ich vera****e sie ;-D

Dem war aber nicht so.

Erst als die Papiere vom HNO per post kamen , haben beide Elternteile es realisiert.

Der Termin beim Akustiker , der aller erste Termin, den vergesse ich nicht.

Dieser hat auch nochmal einen Test gemacht und danach meinem Vater gezeigt , wie ich höre und wie man 'normal' hört. so haben wir beide geschaut :-o

Seit dem weiß mein Vater mehr um meine Schwerhörigkeit als meine Mutter.

Letztes JahR war ich ziemlich oft da. Aussuchen, einstellen etc. Dann waren hier komische Töne, da hat es gerauscht. Und jedes mal zum Akustiker . Klar, dass die erstmal die Schnauze voll hatten ;-D

Zu den festen Terminen alle 3 Monate kommt einer mit und wartet dann mit einer Tasse Kaffee ;-)

Finde ich ganz gut so. Schließlich muss ich ja dahin und will nicht bei Mami am Rockzipfel hängen :-) ]:D

GWlixnda


Danke für deine schöne Nachricht, Horrorvibe.

Das treibt mir ja fast schon die Tränen in die Augen.

Wenn ich die Zeit zurückdrehen und auf ein solches Internet gehen könne.....das wäre ja herrlich. Ich stelle mir das gerade so unglaublich gut vor. Vielleicht wäre dann auch was anderes aus mir geworden.

Ich bin ganz normal weiter zur Schule gegangen, als ich die HGs hatte, nach der Grundschule auch direkt aufs Gymnasium, habe aber in der 13. Klasse abgebrochen, weil es nicht mehr ging. Ich denke aber, ich kann meinen Eltern keinen Vorwurf machen, dass sie einfach alles so weiterlaufen ließen, denn sie waren einfach nicht aufgeklärt. Wir hatten da noch kein Internet etc was das erleichtert hätte. Damals dachte man "Jetzt hat sie Hörgeräte, damit kann man jetzt alles hören" und fertig. Ich habe mir in der Grundschule beim Diktat die Lippe blutig gebissen vor Konzentration und Lippen lesen. Da hieß es dann, das sei alles noch Gewöhnungssache.

Meine jüngere Schwester hört auch ganz normal. Und muss auch ehrlich sagen, wenn mein Leben bisher anders verlaufen wäre und ich mich selber als normal ansehen würde, dann wäre ein Kind jetzt für mich selbstverständlich! Denn ich LIEBE Kinder und bin deshalb auch Erzieherin (da habe ich übrigens keine Probleme mit dem Schall oder Lärm).

Meine Schwester, die jetzt schwanger ist, hat natürlich auch Bedenken, dass das Kind was von mir abbekommen haben könnte, aber das wäre für sie überhaupt kein Problem.

Manchmal frage ich mich einfach, wieso dem lieben Gott bei mir die Form zerbrochen ist, aber es gibt auch noch genug Menschen, die unheilbar krank sind und die sicher noch größere Päckchen tragen müssen.

Ich finde deine Einstellung bzgl der Hörbehinderung einfach wahnsinnig klasse und würde mir gerne eine Scheibe davon abschneiden.

Hast du in dem Internat dann richtig gewohnt und geschlafen oder warst du dort nur während der Schulzeit?

Laaalex18


Und ich sehe es auch wie Horrorvibe.

Ich glaube da liegt auch der Ausgangspunkt für deine Einstellung und auch Angst.

Ich finde es schade, irgendwie auch traurig und auch nur mich nicht richtig nachvollziehbar, dass deine Eltern das nicht so akzeptiert haben.

Schließlich ist es ein Hilfsmittel , was uns also ein Stück Zeit Lebensqualität zurück gibt (geben sollte).

Aber nun verstehe ich deine Sichtweise umso mehr :)_

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Hals, Nase und Ohren oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Schönheit und Wohlfühlen · Augen · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH