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Muskelzucken

jlayjtayjen hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

seit mittlerweile 7 Monaten plage ich mich mit immer wiederkehrenden (und dementsprechend Gott sei Dank immer wieder abklingenden) Ohrgeräuschen herum. Nach zahllosen Arztbesuchen (HNO) wurden die unterschiedlichsten Diagnosen und Therapievorschläge besprochen. Ich habe mittlerweile mit Hilfe von englischsprachigen Foren selbst(!) herausgefunden, dass der Tensor Tympani Muskel die Geräusche verursacht. Dieser rattert willkürlich wie eine Festplatte in unterschiedlicher Dauer und Intensität über mehrere Wochen. Scheinbar hat eine Aufbisschiene die letzten Monate für Ruhe gesorgt. Seit einigen Wochen rattert allerdings erstmalig der Stapedius in ähnlicher Art und Weise willkürlich. Ich kann dies mit Sicherheit feststellen, da sich Klangbeispiele eines Stapedius-Tics im Internet genauso anhören bzw. anfühlen.

Es gibt einige nennenwerte Umstände, unter denen ich das Auftreten dieser Myoklonien beschreiben (und nur gelgentlich leicht beeinflussen) kann.

- Die Geräusche sind hinsichtlich ihrer Intensität bewegungs- und lageabhängig.

Die Zuckungen des Tensor Tympani konnte ich durch Liegen auf die betreffende Seite abstellen. Sobald ich mich auf die entgegengesetzte Seite lege, ging’s durch sich langsam bis zum andauernden Rattern steigernde Geräusche wieder los. Das neuerliche Stapedius-Zucken ist davon unabhängig, stellt sich jedoch eine Zeitlang ab, wenn ich mich nach dem morgendlichen Aufstehen bewege.

- Morgens werden die Geräusche definitiv schlimmer.

- bestimmte akustische Frequenzen von aussen lösen meist das Zucken zusätzlich aus

- bei massierenden Bewegungen an Hals- und Kaumuskulatur der betroffenen Seite entsteht im Ohr eine Art dumpfes Rauschen, ähnlich des Gefühls wenn man die Augen fest zukneift. An der anderen Seite bewirkt die Massage der entsprechenden Muskulatur hingegen nichts

Die Umstände sagen meinem laienhaften Verständnis, dass Zusammenhänge exisitieren und die Ursache(n) hier zu liegen scheinen. Von HWS-Syndrom bis CMD gibt's da naturgemäß theoretisch mehrere Möglichkeiten.

Allerdings konnte mir kein Arzt langfristig helfen. HNO-Ärzte empfehlen meist die operative Durchtrennung der Muskelsehnen im Mittelohr. Eine für mich (noch?) inakzeptable Lösung, da nicht bekannt ist, wie sich der anschliessende Zustand auf das Hörvermögen auswirkt.

"Stress" ist eine in diesem Zusammenhang auch gern genannte Ursache. jedoch habe ich nicht mehr oder weniger Stress in der Zeit, in der die Geräusche NICHT auftreten?

Offen gestanden bin ich ratlos und hoffe nach der HNO-Odyssee durch Meinungen anderer Fachärzte weitere Hinweise auf mögliche Ursachen zu erhalten, auf die ich mich näher untersuchen lassen könnte. Sozusagen im Vorbeigehen hat mir ein Neurologe Clonazepam empfohlen. Der Hinweis auf Wikipedia "Es kann schon nach kurzer Anwendung zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit kommen." läßt mich jedoch davon Abstand nehmen.

Ich denke stets, dass durch die oben beschriebenen Umstände doch ein oder mehrere Ursachen da sein müssen! Warum sonst verschwinden die Geräusche zwischendurch wieder? Warum sind sie lage- und bewegungsabhängig? Warum rattert jetzt der Stapedius, statt wie sonst jahrelang der Tensor Tympani?

Zugegebenermassen ist die Situation lange nicht so dramatisch, da die Geräusche immer wieder verschwinden. Sie kehren jedoch auch immer wieder, und da dies über Wochen stets für Schlaflosigkeit, Depressionen und Konzentrationsschwächen sorgt, möchte ich das endgültig abstellen. Und zwar bitte so effektiv und fundiert, ohne dass sich sämtliche Kieferorthopäden und Zahnärzte auf mich stürzen und sich durch von der Krankenkasse nicht unterstützte CMD-Therapievorschläge bereichern, die u.U. erfolglos sein könnten.

Vielen Dank im Voraus für Fragen, Lösungsansätze usw.

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