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Verschlechterung des Tinnitus durch Mrt: Bitte um Erfahrungen

S,hiLningxsun hat die Diskussion gestartet


Hallo,

leide seit ca. fünf Jahren an einem Tinnitus auf beiden Ohren (links schwach, rechts mittelstark ausgeprägt). Ich höre ungefähr drei unterschiedliche Töne: Ein Grundrauschen (Windrauschen oder als würde ich das Blut fliessen hören), ein Hochton (der schlimmer geworden ist) und ein leichtes Grillengeräusch (Zirpen), womit alles angefangen hat.

Angefangen hat es, wie schon geschrieben, mit dem Zirpen (Grillengeräusch), welches ich aber nur nachts beim Schlafen wahrnehmen konnte. Und es hatte mich nicht wirklich gestört, da ich wirklich dachte, dass draußen Grillen vor meinem Schlafzimmer sind.

Letztes Jahr im November wurde alles irgendwie lauter auf meinem rechten Ohr (November 2012). Und seit einem Clubbesuch vor ein paar Monaten (2013), wurde der Tinnitus nochmal stärker.

Seidem trage ich Ohrstöpsel, wenn ich gewissen Lautstärken ausgesetzt werde.

Nun bin ich nochmal zum Ohrenarzt, um alles überprüfen zu lassen. Eine Hördminderung auf dem linken Ohr habe ich ebenfalls seit ca. 5 Jahren (Trage "noch" kein Hörgerät). Nun schickte mich die Ärztin zur MRT Untersuchung. War mir der Gefahr aber nicht bewusst, dass es darin wirklich sehr laut werden kann. Ich fragte vorsichtshalber nach Gehörschutz. Hätte ich nicht gefragt, hätte sie mir auch keinen gegeben. Bekam Ohropax (die ich normal nicht benutze, sondern Partyplugs von Alpine), deshalb bekam ich sie schlecht rein und wurde direkt in die Röhre geschoben. Die Gräusche waren unerträglich für meine Ohren. Natürlich habe ich es ausgehalten, aber ich wusste, wenn ich rausgeh, dass ich mit einem stärkeren Tinnitus rauskommen würde. Und dies hat sich auch so ergeben. Nun ist der Hochton auf meinem rechten Ohr noch stärker geworden und ich bin am verzweifeln. Diese blöde MRT Untersuchung soll doch so sicher sein und weiterhelfen. Stattdessen hat die Ärztin mich mit einem Tinnitus in eine Untersuchung geschickt, in der ich einer Lautstärke ausgesetzt war, die weitaus gefühlte 100db übertraf. Das kann doch nicht sein?!?!

Nun bitte ich Euch, mir mitzuteilen, wie Eure MRT Untersuchung abgelaufen ist. Speziell der Kopfhörer betreffend bzw. des Gehörschutzes. Vllt auch Tinnitus-Betroffene, die ähnliches miterlebt haben. Der Tinnitus geht mir mittlerweile auf den Sack. Der Hochton nervt sowas von! Keiner kann behaupten, man könne alles ausblenden und damit leben. Ich lebe seit 5 Jahren damit und irgendwann muss auch mal schluss sein. Dieses hochton piepsen nervt.

Danke und Gruß! :-(

Antworten
S?hin|in'gxsun


Ach, und noch etwas: Warum wird eigentlich immer der Tinnitus schlechter statt die Fähigkeit meines Hörens. Ich wünschte, ich könnte etwas weniger hören als ständig die Verschlechterung meines Tinnitus ertragen zu müssen.

jrürgYen44


Hallo Shiningsun,

ich denke schon, das bei einer MRT vom zuständigen Personal auf entsprechenden Gehör-schutz geachtet wird! Aber letztendlich hast Du als Patient (Kunde) darüber zu entscheiden wann die Untersuchung beginnt!

Ob durch die Geräuschbelastung Dein Tinnitus negativ beeinflusst wurde, kann man nicht wirklich beurteilen.

Die eigentlichen Ursachen für die Entstehung des Tinnitus liegen noch völlig im "Dunklen"

Viele Faktoren werden für den Tinnitus verantwortlich gemacht, als einzigen wirklichen Grund, lass ich persönlich "Stress" gelten. Ich bin selbst u.a. von diesem Übel befallen.

Im normalen Alltag komme ich mit dieser Lärmbelästigung im Ohr ganz gut zu recht, sobald aber im täglichem Ablauf etwas aus den Ruder läuft, werden die Ohrgeräusche merklich lauter, deshalb mein subjektiver Eindruck, es könnte primär am Stress liegen, der Spruch:" Man hat zuviel um die Ohren" hat eine realistische Bedeutung!

Zu Deiner letzten Frage:

Man ist sich heute ganz sicher, das der Tinnitus nicht im Ohr, sondern in bestimmten Hirn-Arealen generiert wird!

Als Beweis dafür: Es haben sich verzweifelte, von Tinnitus Betroffene den Hörnerv durchtrennen lassen, mit der fatalen Konsequenz, Gehör passè, Tinnitus vorhanden!

Es gibt seriöse Methoden, dieses Leiden etwas zu lindern, ein guter HNO-Arzt kann Dir sicher einige Methoden benennen.

Alles Gute

Jürgen

c&h[nyopf


Ich habe ebenfalls einen eher leichten Tinnitus und hatte ein MRT. Man gab mir nur einen Kopfhörer, der fast nichts gebracht hat (der mit dem man kommuniziert). Von anderen hörte ich nachträglich, dass es Pflicht sei, den Patienten zusätzlich Ohropax zu geben, ich hab nix gekriegt >:( . Und ich wusste auch nicht dass es so laut werden würde. Während der Prozedur habe ich mich nicht getraut abzubrechen und es war ja auch "aushaltbar" auch wenn ich wusste, dass es meinem Gehör nicht gut tut. Ich habe keine Verschlechterung durch das MRT bemerkt, aber es ärgert mich trotzdem dass man mich dem ausgesetzt hat.

LKolHa2001x0


Hey,

Erstmal, warum warst du jetzt genau beim MRT? Ich würde wirklich nur noch mit dem Kopf ins MRT, wenn unbedingt erforderlich. Tut dem Tinnitus und meiner Hyperakusis absolut nicht gut und irgendwann regeneriert sich das dann bei mir sicher auch nicht mehr. Das ist ne reine Glückssache. Ich musst aufgrund meiner HWS-Geschichte auch schon ein paar mal in die Röhre. Es war leider zwingend notwendig. Ansonsten, never ever.

kommt meine Erfahrung nach drauf an, ob du den Tinnitus mit einer ausgeprägten Hyperakusis hast oder nicht. Ich hab eine und Lärm ist für meine Ohren die Hölle. Ich geh nur sehr sehr selten in lautere Umgebung-gerade jetzt am Samstag war das wieder der Fall. Ich hatte bis heute früh leicht taube, watteartig verstopfte Ohren und der Tinnitus ist auch etwas lauter bzw. ich hab da dann immer diverse andere Geräusche mit dazu bekommen. Diese verschwinden dann aber wieder und es bleibt mein Urspurngstinnitus zurück. Aber sicher irgendwann auch nicht mehr und deswegen versuch ich Lärm so gut es geht zu vermeiden-trotz Ohrenschutz.

Zu meinen Erfahrungen: Selbst die lauteste Disko schadet meinen Ohren nicht so stark wie das MRT. Es ist einfach direkt um den Kopf und der Lärm besteht aus tiefen Tönen, die von Gehörschutz nur unzureichend abgedeckt werden können, da sie hauptsächlich auch über die Knochen in den Körper gelangen. Ich bekam immer Ohrenstöpsel angeboten, die ich aber abgelehnt haben-hatte meine eigenen dabei. Ansonsten konnt ich die Untersuchung gegen Ende kaum aushalten. Ich lag wie auf Kohlen. Doch ich wusste, wenn ich abbrechen muss ich nochmal ran. Es ging um ein sehr krasses Problem-nur ein solches bringt mich dazu in die Röhre zu gehen. Die Ausfälle, die ich danach hatte verschwanden wieder-mittlerweile ist es aber so, dass die Zeit, die es braucht um auf der Zustand davor zu kommen (sei es Disko, Konzert oder im Besonderen MRT), immer länger wird und das ist kein gutes Zeichen. Ich werde Lärm demnach noch weiter einschränken.

C'orVa- AntXonixa


Ich habe meinen Tinni das erste mal vor einem wichtigen MRT bewußt wahrgenommen, wohl der Stress durch die Angst vor einem schlechten Befund.

Leider mußte ich schon einige MRT's über mich ergehen lassen, meist Schädel und HWS, und bekam mal Kopfhörer mit scheußlicher Musik, mal Ohrstöpsel und auch mal nix auf die Ohren. Ich kann Gott sei Dank nicht sagen, dass das Geräusch dadurch lauter geworden ist. Wahrscheinlich nur Glück gehabt...

M4ad:am}eaXmas


Der BALL in der Hand des Patient darf gedrückt werden. KLINGELINGELING

m/oong~irlyx87


anfangs hab ich nie was bekommen

dann als ich im kh lag hab ich ohropax bekommen

als ich dann weg zog und nochma in die röhre musste hat man mir kopfhörer aufgesetzt mit entspannungsmusik hat zwar nicht viel gebracht aber es war angenehmer :)

LvolaJ201x0


Der BALL in der Hand des Patient darf gedrückt werden. KLINGELINGELING

Achwas...nur bringt nicht soviel, wenn man nicht ganz auf den Kopf gefallen ist-die Untersuchung muss dann wann anders wiederholt werden.

S3hini}ngsuxn


Danke für die vielen Antworten!

@ jürgen44

Die Haarsinneszellen sollen beim Tinnitus ja beschädigt sein. Die haben ja was mit dem Nervensystem zu tun. Habe auch mal gelesen, dass Paracetamol den Tinnitus vorübergehend verschwinden lassen soll. Allerdings würde ich mir nie den Hörnerv o.ä. durschneiden lassen. Dann lieber gleich Kopfschuss.

@ Lola2010

Also wahrscheinlich aus dem Grund, um einen Tumor auszuschließen. Allerdings war ich ja jetzt noch nicht mit den Ergebnissen beim Ohrenarzt. Der Arzt beim MRT sagte, dass ich keinen Tumor habe, der evtl. die Hörminderung oder den Tinnitus auslösen könnte.

Mal sehen, was der Ohrenarzt noch zu der Sache sagt. Außerdem folgt ja noch ein Test wegen der Hörminderung. Vllt brauch ich ja ein Hörgerät, welches dann den Tinnitus übertönt.

@ chnopf

Find ich einfach nur verantwortungslos. Aber schlimmer ist, dass mich mein Ohrenarzt überhaupt zur MRT Untersuchung geschickt hat.

@ MadameXmas

Naja, ich will ja nicht nerven und ständig drücken müssen. Und ich habe ja auch gehört, dass es laut werden soll. Aber hab erst während ich in der Röhre war über die Konsequenzen nachgedacht und jetzt hab ich den Salat.

Ehrlich gesagt, manchmal denke ich, dass ich glaub ich erfreut drüber gewesen wär, wenn ich einen Tumor gehabt hätte.. so hätte ich wenigstens gewusst: "Okay, der Tinnitus wird durch den Tumor ausgeslöst. Raus mit dem Ding". Es nervt einfach, dass keiner weiß, wie man diesen Tinnitus heilen kann.

Hat bei Euch wenigstens die MRT Untersuchung was gebracht? Also hat sich bei Euch etwas ergeben?

Grüße :p>

SZhininxgsun


@ jürgen44

Ich denke, dass es bei mir wegen lauter Musik entstanden ist und wegen Stress.

Hab mich immer ungeschützt in Clubs gewagt, die wirklich sehr laut waren. Und in diesem Jahr, nach einem Clubbesuch, wurde der Tinnitus ja lauter bzw. ist lauter geblieben. Leider.

Slh]inin{gsun


Ach und noch etwas: Vllt liegt es ja auch an der Wirbelsäule oder am Kiefer. Weil mir ist aufgefallen, wenn ich in "Riesen" (Die Karamellbonbons mit Schokolade überzeugen, oder wie auch immer :P) beiße bzw. drauf beiße, dann wird der Tinnitus stärker. Also der Hochton wird noch höher. Und schmerzen bzw. leichte schmerzen an der Wirbelsäule habe ich auch immer. Besonders während des Schlafens.

Naala8a5


Wenn du vermutest dass der Lärm es verschlimmert hat, dann würde ich einen kompetenten Tinnitusarzt auf ein Lärmtrauma ansprechen. Eventuell können durchblutungsförderne Mittel da noch helfen. Ich hatte vor 2 Monaten ein Lärmtrauma von einer bremsenden S-Bahn und plötzlich einen 4. Ton (ich hab sonst auch 3) Mit Infusionen ist der dann weggegangen.

Ich wünschte, ich könnte etwas weniger hören als ständig die Verschlechterung meines Tinnitus ertragen zu müssen.

Umso schlechter dein Gehör wird, umso lauter wird dir dein Tinnitus vorkommen. Ich hab ebenfalls eine Hörminderung und obwohl ich ohne Geräte zurecht komme, wurde mir nahegelegt die Hörgeräte so oft wie möglich zu tragen.

Zum einen um mittels der Umgebungsgeräusche die man ohne Hörgerät kaum mehr hört, den Tinnitus abzudämpfen. Zum anderen weil "schlecht Hören" für die Ohren und das Gehirn Stress bedeutet. Hören wir schlecht ist das Gehirn permanent gefordert ganz genau zuzuhören, fehlende Wörter zu ersetzen die man nur im Kontext richtig verstehen kann. Manche bekommen von dieser Anstrengung sogar Migräne. Ich freu mich auch nicht sonderlich mit 23 Jahren ein Hörgerät bekommen zu haben ... aber schlimmer wäre für mich garnichtmehr zu hören ... und dann nurnoch dieses Pfeifen.

Swhinixngsun


@ Nala85

Hallo Nala! Ja das stimmt schon. Auch wenn ich Ohrstöpsel trage, wird der Tinnitus lauter. Allerdings meinte ich das eher so, dass ich weniger hören will als ständig einen neuen bzw verschlechterten Tinnitus zu bekommen. Wobei sich das dann letztendlich ausgleicht..

Aber das liegt schon eine Woche mit der MRT Untersuchung zurück. Dann bringt das doch nichts mehr, oder? Außerdem kosten Infusionen doch?!?!? Oder irre ich mich? Mein Ohrenarzt meinte, dass ich das selbst zahlen müsste.

LIolao2010


Klar, kann Tinnitus auch von Halswirbelsäulenprobleme oder Kieferproblemen-Kiefergelenksproblematiken, aber auch starke Verspannungen durch z. B. Zähneknirschen oder Kieferfehlstellungen hervorgerufen werden. Bei mir so. Cranio-mandibuläre-Dysfunktion-kannst ja mal die Symptome googlen. Steht auch das mit dem Tinnitus dabei. Darüberhinaus hab ich ne Skoliose, bin dadurch verspannt und hatte schon 2 Bandscheibenvorfälle in der HWS. Sonst noch Fehlbiss und dadurch Knirscherin mit starken Verspannungen. Das Kiefergelenk liegt übrigens unmittelbar am Ohr. Durch das alles wird die Durchblutung des Innenohrs gestört. Weiter vestärkt auch Lärm den Tinnitus bei mir und ich hab auch extrem geräuschempfindliche Ohren dadurch bekommen. Bei mir hängen Tinnitus und Hyperakusis zusammen. Es ist bei mir also ein komplexes Problem, dem nicht mehr beizukommen ist.

Im MRT war ich nicht wegen dem Ohrenproblem-ich wär im Traum nicht darauf gekommen, dass es ein Tumor oder so was ist und mein Arzt auch nicht. Ich war drin wegen meinen Bandscheibenvorfällen in der HWS.

Und was das Durchtrennen des Hörnervs betrifft: In der Uniklinik Tübingen, in der ich in Behandlung war bzw. teilweise noch bin aufgrund der komplexen Problematik hat mir ein Arzt auch davon erzählt. Es ist nicht abwegig gewesen von den Menschen das zu versuchen. Er zeigte mir auch warum. In Tübingen musst du die Lautstärke deines Tinnitus bestimmen lassen und die Frequenz und auch den Ton. Er setzte mir einen Kopfhörer am Ende der Untersuchungen auf und demonstrierte mir wie laut der Tinnitus mancher Menschen ist. Der erreicht teilweise knapp 80 Dezibel. Hörnerdurchtrennung wurde früher offiziell, legal durchgeführt und viele dieser Menschen haben sich wohl auch das Leben genommen. Weißt, wenn du trotz den stärksten Schlafmitteln nicht mehr schlafen kannst, wenn du aufgrund des Lärms nicht mehr geistig arbeiten kannst...verwundert mich da eigentlich nichts mehr. Von demher: Pass auf deine Ohren auf :)z .

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