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Unerträgliche Schmerzen nach Tonsillektomie

mnr5s_ca]rtmaxn hat die Diskussion gestartet


Hallo allerseits! *:)

Am 28.10.2013 wurden mir, nachdem ich jahrelang unter ständig wiederkehrenden Mandelentzündungen gelitten hatte, die Tonsillen operativ entfernt. :[]

Am ersten Tag nach der OP nahm ich praktisch keine Schmerzen wahr. Ich lachte mir schon heimlich ins Fäustchen und war total wohlauf.

Auch am zweiten Tag, als ich das Krankenhaus verlassen durfte, ging's mir wunderbar. Wieder lachte ich mir ins Fäustchen und machte mich über die Deppen lustig, die mich vor den Schmerzen gewarnt hatten.

Am dritten Tag wurde ich sogar regelrecht leichtsinnig. Ich ass sogar Kekse und widersetzte mich den Worten des Arztes. Er hatte mir nämlich geraten, mich keinesfalls körperlich anzustrengen. Glücklicherweise passierte nichts.

Gestern, am vierten Tag, kamen dann die Schmerzen. Sie waren mit Schmerzmitteln jedoch einigermassen erträglich.

Tja, heute habe ich sogar teilweise mit Schwindelanfällen zu kämpfen, weil die Schmerzen einfach unerträglich sind. Das Schlucken tut höllisch weh und ich hätte mich ohne Schmerzmittel garantiert längst vor den Zug geworfen. Habe aber festgestellt, dass sich der weisse Belag, der sich an den Wunden gebildet hat, abgenommen hat.

Nun kommt ihr zum Zug: Ist es normal, dass die Schmerzen erst nach einigen Tagen so heftig werden? Hat der sich lösende Belag etwas damit zu tun? Einen Infekt, der mit Antibiotika behandelt werden müsste, habe ich nicht, da mein Rachen paradoxerweise zunehmend freundlicher aussieht. ":/

Wie habt ihr den ganzen Prozess erlebt?

Ich danke euch bereits im Voraus für die Antworten. @:)

Antworten
dGeviClindiZsguise


Mir hat es direkt nach der OP so richtig, richtig weh getan und das hat so etwa eine Woche lang angehalten. Allerdings war mir von den Ärzten gesagt worden, daß ich nach meiner Entlassung (also ab 3 Tage nach OP) wieder normal essen sollte, außer vielleicht sehr Scharfes etc.. Das wurde damit begründet, daß dann die Beläge schneller abgehen. In der Praxis habe ich aber noch ein paar Tage eher Weiches bevorzugt, denn ansonsten wurden eben die Schmerzen wieder stärker.

Was mir sehr geholfen hat, war das berühmte Eisessen. War erstaunlicherweise effektiver als Schmerzmittel!

mcrs_cbartmxan


Dir hat man gesagt, man könne nach drei Tagen wieder normal essen? Eine Freundin von mir behauptet aber, ihr habe man ans Herz gelegt, sie solle sich lediglich von Eis und Joghurt ernähren. ???

Ich frage mich nun, was wirklich stimmt. Ich kann mir, wenn ich so darüber nachdenke, vorstellen, dass das, was man dir gesagt hat, mehr Sinn macht, weil dadurch die die Beläge nach und nach "abgeschliffen" werden. Ich denke, das beugt Nachblutungen vor. Kinder, die stets von den Eltern in Watte gepackt werden und nie im Dreck wühlen dürfen, werden ja auch wesentlich schneller krank. :-D

EEhemaligBer !Nu+tzer &(#3257x31)


Das ist vollkommen normal das die Schmerzen nochmal stärker werden. Es macht auch Sinn sich an die Anweisung von Ärzten zu halten, die machen das ja nicht um einen zu ärgern ...

mIrs_cVartvman


Aber WARUM werden die stärker? Gut, wenn ich mir in den Finger schneide, tut's auch erst nach einigen Stunden weh, weil ja die lokale Wundinfektion hinzukommt. Gilt diese Theorie auch für den Rachenbereich? ???

Aohor,nblaEtt


Bei jeder Operation gibt es Intervalle, wo Schmerzen mal wieder heftiger werden. Meist so im 3 – 4 Tage-Takt.

Verantwortung heißt eigentlich auch die Antwort auf das bekommen, was man selbst gesät hat.

Kekse waren dann wohl nicht wirklich das Richtige.... Ich hatte nach der OP fast 3 Wochen lang SChmerzen.

mDrs_caOrtmaxn


Da hast du wohl vollkommen Recht. :-(

Wann ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit am grössten, dass es zu Nachblutungen kommt? Und: Können diese nur an der Wunde selbst auftreten? Oder besteht die Möglichkeit, dass ein Gefäss ausserhalb aufplatzt? ":/

m~rs_c}artxman


Die OP liegt nun einen Monat zurück und die Beschwerden sind vollständig verschwunden. Es sind auch keine Nachblutungen aufgetreten.

Im Nachhinein kann ich nur jedem, der mit ständig wiederkehrenden Mandelentzündungen zu kämpfen hat, empfehlen, sich die Tonsillen entfernen zu lassen. Zwar sind die ersten zwei Wochen nach der OP wirklich etwas mühsam, aber glücklicherweise gibt es Medikamente, die die Schmerzen etwas lindern. Ausserdem: Da man nach diesen zwei Wochen endgültig Ruhe vor diesen mühsamen Entzündungen hat, lohnt es sich allemal.

Man sollte sich auch nicht verrückt machen. Man sollte es einfach auf sich zukommen lassen. Ich meine, es gibt Menschen, die den postoperativen Prozess beinahe schmerzfrei erleben. @:)

E$hema#ligeBr\ Nutze7r (#3257&31)


Man sollte aber bedenken das Entzündungen trotzdem auftreten können und auch werden, nämlich in Form von Seitenstrangentzündungen und die sind nicht weniger unschön als Mandelentzündungen ;-)

S5chl!itz"auge6x7


Es ist naiv anzunehmen, man bekäme nie wieder Halsschmerzen. Der Hals kann sich ebenso entzünden wie vorher, feuerrot sein und beim Schlucken tut es immens weh. Dazu reicht eine Erkältung völlig aus....

Ich habe für solche Fälle immer Tonsiotren im Haus, bei den 1. Anzeichen genommen, artet das aber nicht aus. Aber wehe, ohne.....

mmartyN255x7


Hallo an dieser Stelle. Hier mein Erfahrungsbericht bisher. Meine OP war am 22.1.14. Heute am 5. Tag habe ich so horrormäßige Schmerzen, dass ich echt dachte ich verrecke. Die Bedeutung Schmerz hat für mich, jetzt nach dieser OP ganz ehrlich eine neue Bedeutung. Ich habe nun ein ganz neues Schmerzniveau erreicht. Mein HNO sagt, er habe vor kurzem das gleiche durch lebt und dachte wegen den Schmerzen er müsse sterben. Wirklich, so wortwörtlich sagte er es mir heute Morgen. Ich habe seit den 5 Tagen Krankenhausaufenthalt bisher keine einzige Nacht geschlafen. Tagsüber wenns hoch kommt etwa eine halbe Stunde. Das ist kein Witz! Wenn man bedenkt, dass ab und an die Schwestern ins Zimmer kommen oder sonstige Krankenhaus- Bedienstete kann man eh das schlafen vergessen. In den ersten 3 Tagen war extrem viel Schleim im Rachen, sodass ich davon nur wach gehalten wurde. Essen geht bis heute nur unter unerträglichen Schmerzen. Beim Schlucken, gähnen oder Luft holen denke ich gleich kippst du um wegen den Schmerzen. Wenns nich unbedingt zu vermeiden ist, versucht nicht zu gähnen oder dergleichen. Das bringt nur noch mehr Schmerzen. Trinken ist bei mir das schlimmste, denn bei diesen Schmerzen bei jedem Schlucken kommts mir vor als würde mir jemand ein zerbrochenes Glas komplett in den Hals werfen und mir sagen: "So jetzt schön die Glasscherben kauen" und anschließend versuchen alles mit einem Faden wieder heraus zu ziehen. Diese ganze Phase der mega Schmerzen soll laut meines Arztes noch bis nächste Woche dauern. Ergo noch 7 Tage heftigste Schmerzen. Ich weiß jetzt schon das ich sowas nie wieder haben will. Das wünsche ich keinem. Es ist einfach unerträglich!!! Und sobald sich die Kruste ab schürft wirds nochmal um einiges heftiger. Da gibts keine einzige Sekunde ohne Schmerz. Das ist dann der pure Schmerz- Alptraum. Ich kann zwar nur für mich reden, doch,Medikamente helfen dagegen bei mir null. Das heißt quälen, quälen und nochmal quälen! Und Eis essen bringt auch nich viel, das bringt nur für ein paar Minuten etwas. Der Schmerz kommt ja doch wieder. Also wer sich für eine Entfernung seiner Mandeln (Tonsillektomie) entscheiden sollte, kann dich meiner Meinung schon mal auf eine Ladung heftigster krasser Schmerzen gefasst machen. Klar der ein oder andere hats nich so schwer, prinzipiell aber ist es ein Horror- Tortur. Also ich hoffe ich konnte einigen hier an meinem Beispiel zeigen wie heftig diese OP ist und wie krass ihre Folgen sind. Alles in allem ist es natürlich besser als ständig chronisch entzündete Mandeln zu haben aber die Qualen sind nicht zu verachten. Erwachsene haben mit dem Ganzen sowieso mehr Probleme als Kinder, dass ist wissenschaftlich bewiesen. Ich bin 27 und hatte nie zuvor eine solche OP. Bin gespannt wann alles nachlässt. Wenn ich alles überstanden habe, lasse ich es euch gerne wissen. Bis dahin auch an alle meine jetzigen Leidensgenossen haltet durch und kämpft. Es ist verdammt hart aber es muss irgendwie zu schaffen sein. Gruß Marty

HUCAnd%ersen


Hallo!

Verstehe nicht warum man nicht andere Schmerzmedis bekommt, wenn es so sehr weg tut? Man weiß ja, dass die Genesung schneller und komplikationsfreier verläuft, wenn man weniger Schmerzen hat. Würde das mit dem Arzt nochmal ansprechen.

[[http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Versorgung-nach-der-OP.694.0.html]]

Gute Besserung!

NGullachtf"uen~fzehn


Unbedingt trinken, so viel wie möglich! Ich hatte auch unerträgliche Schmerzen, kein Schmerzmittel das ich nehmen durfte hat angeschlagen, bis mein Arzt mir sagte, ich solle unbedingt mindestens 2 Liter am Tag trinken! Anfangs war es die Hölle (habe nur stilles Wasser und lauwarmen Kräutertee getrunken), aber nach und nach wurde es besser. Durch die Flüssigkeit weicht der Schorf auf und es tut nicht mehr so weh!

E\in KWurSpf älz^er


Bei mir ist das zwar fast auf den Tag genau 14 Jahre her, dass die Dinger rausgekommen sind, aber ich erinnere mich noch gut daran :-/ Die Schmerzen waren zwar nie unerträglich, aber doch äußerst unangenehm und nervtötend. Vergleichbar mit einer sehr starken Angina. Mir hat aber auch mein "Allround-Dampfhammer-Schmerzmittel" Diclofenac sehr gut geholfen - nach einiger zeit hatte ich dann mehr Magen- als Halsschmerzen davon ;-D

Den ärztlichen Rat, ruhig feste und auch ein wenig kratzige Nahrung zu mir zu nehmen, habe ich damals auch bekommen; mit genau dieser Begründung:

weil dadurch die die Beläge nach und nach "abgeschliffen" werden. Ich denke, das beugt Nachblutungen vor.

Ich habe die OP im Nachhinein nie bereut. Klar hab ich auch als mal Halsschmerzen oder eher ein Kratzen im hals, aber die schweren Entzündungen mit teilweise hohem Fieber sind Vergangenheit :-)

mKrs_?cartxman


Dein Erfahrungsbericht ist ja richtig übel, marty2557. :-/ Ich hoffe, dir geht's mittlerweile wieder etwas besser. @:)

An alle: Tatsächlich wird man auch nach der OP noch von Entzündungen im Rachenbereich heimgesucht. Jedoch sind die Auswirkungen nicht mehr ganz so krass wie vorher.

Meine Erfahrung: Dank einer Erkältung, die mich vor zwei Wochen quälte, sah mein Rachen echt übel aus: Ich stellte eitrige und total entzündete Stellen fest. Das Unglaubliche: Die Entzündung verschwand von alleine, ich hatte kein Fieber und musste auch keine Antibiotika einnehmen. Mit den Mandeln wäre eine Heilung aus eigener Körperkraft unmöglich gewesen.

Wow, bin echt froh, dass diese nutzlosen Fleischklumpen weg sind. >:(

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