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Tinnitus, Tubenkatarrh und andere Symptome

J<ourn%eyiToPjaradNis#e hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vielen Dank, dass Ihr meine Diskussion angeklickt habt.

Ich bin neu hier, habe mich eben erst angemeldet, da ich mit meinen ganzen Symptomen

ziemlich verzweifelt bin und kaum noch weiter weiß.

Ich mache in den nächsten Monaten mein Abitur und bin somit noch Schülerin.

Ich weiß nicht, ob meine Vorgeschichte nötig ist, aber ich schreibe lieber zu viel als zu wenig.

Ich brauche nämlich wirklich Hilfe.

Zur Vorgeschichte:

Vor 7 Jahren hat meine Migräne angefangen, als ich auf das Gymnasium kam.

Ich wurde gemobbt und damit fing auch eine Essstörung an, die sich von 2008-2011 erstreckte . Ich war zuerst magersüchtig, sehr abgemagert und dann fing die Bulimie an. Ich erbrach mich bis zu 20 mal am Tag und konnte am Schluss kein Essen mehr bei mir behalten.

Durch eisernen Willen, durch Tabletten gegen Übelkeit und eine Mentaltherapie konnte ich wieder am Leben teilnehmen und es ging mir immer besser und besser. Im Sommer 2012 brauchte ich keine Medikamente mehr zum Essen, habe meine Weiblichkeit respektiert und würde mich als so gut wie ''gesund'' betiteln. Das Kapitel würde ich als abgeschlossen bezeichnen.

Noch anzumerken ist, dass ich seit Juni 2008 starke Nackenschmerzen/-verspannungen habe.

Im Herbst 2012 fingen immer wiederkehrende Erkältungen an, die immer ziemlich lange dauerten.

Dann kam im Frühjahr 2013 dazu, dass ich sehr schlecht hörte.

Ich dachte erst, dass ich einen Gehörschaden hätte, da ich gerne und viel und laut Musik höre.

Dann war ich beim HNO-Arzt, der hat einen Hörtest gemacht und ja, es war alles perfekt.

Also keinen Hörschaden durch laute Musik.

Er meinte, ich hätte einen Tubenkatarrh und wenn ich Glück habe, verschwindet der mit der Zeit.

Durch gewisse Allergien war ich früher auf Nasenspray angewiesen und heute brauche ich es auch noch, um Luft zu bekommen. Der HNO-Arzt meinte, dass das ganz schlimm sei und ich damit aufhören sollte.

Damals ging es mir noch recht gut, mit dem Tubenkatarrh war es nervig zu leben, aber es ging.

Ich wurde auch vernünftiger, sprich: Ich habe (trotz dessen, dass ich keinen Hörschaden habe) Musik nicht mehr mit Kopfhörern gehört und immer ein Stirnband getragen, mich so gut wie es geht, entspannt.

Im Juni ging dann alles rapide bergab: Ich hatte einen Hörsturz, der nicht wirklich behandelt wurde. Ich habe nur vom Arzt Antibiotikum verschrieben bekommen, das gar nicht geholfen hat.

Dann habe ich dieses scheußliche Geräusch zum ersten Mal gehört... Als ich versucht habe, wieder etwas zu hören (den Druckausgleich gemacht habe), hat es für ein paar Sekunden gepiept. Ich hatte schon Schweißausbrüche beim 1.Ton. Es war schrecklich....

Dann kam es nach 2 Tagen auf einmal wieder....

Aber immer nur für ein paar Sekunden...

Eine Woche später bin ich dann in Urlaub geflogen, zum 1.Mal. Beim Flug konnte ich teilweise gar nichts mehr hören und hatte ganz starke Ohrenschmerzen. Angekommen im Urlaubsland, kam sofort der Notarzt. Trommelfellentzündung. Ich habe Schmerztabletten und Schleimlöser bekommen, hat aber nicht viel geholfen. Dazu kam ab nun ein dauernder Ton im Ohr: Das ist für mich sehr zu verkraften. Der Ton ging nicht weg, bis heute nicht.

Als ich dann wieder Zuhause war, wurden mir alle Weißheitszähne entnommen.

Verdacht war, dass diese den Tinnitus initiieren.

Hat alles nichts gebracht, seitdem habe ich auch noch ganz starke Kieferbeschwerden.

Ich habe dann wieder eine Mentaltherapie (die mit sehr viel Entspannungsübungen dahergeht) angefangen, die mir mit meiner Essstörung so gut geholfen hat. Die hat auch nichts gebracht.

Dann habe ich Manuelle Therapie bekommen, hat auch nichts geholfen.

Ich habe eine Zeit lang immer mit einer Rotlichtlampe, Entspannungsübungen, Inhalationen und Autosuggestionen gearbeitet.

Leider auch vergeblich.

Ich fasse noch einmal meine Symptome zusammen:

****- Tubenkatarrh

- teilweise stechender Ohrschmerz

- starke Kopfschmerzen am Hinterkopf

- Verspannungen (Kiefer,Nacken,Hals)

- Nebenhöhlenentzündung

- Kieferschmerzen (eingeschränkte Motorik, manchmal kann ich kaum sprechen)

- Tinnitus / Ohrgeräusche (der Tinnitus ändert sich beim Druckausgleich und bei Kieferbewegungen)

- wiederkehrende Erkältungen

Der Tinnitus ist das Schlimmste für mich, mit den Schmerzen könnte ich noch leben.

Der Tinnitus hat aus mir, egal was ich versucht habe, eine ängstliche Person gemacht.

Ich habe keine Ruhe mehr, weder nachts, noch tagsüber.

Ich war vorher eine sehr sehr frohe, lebenslustige Person.

Der Tinnitus hat mir meinen Esprit geraubt.

Den ganzen Tag läuft im Hintergrund Musik, auch nachts.

Tabletten etc helfen nicht. Nur Natürliches wie Baldriantabletten und Lavendeltee helfen mir etwas, nicht ganz auszuflippen.

Aber das ist auch keine Lösung, ich bin gesundheitlich echt sehr unten und mein Notendurchschnitt in der Schule hat sich auch sehr verschlechtert (von 2,0 auf 2,7 jetzt wohl).

Ich wollte euch fragen, ob ihr einen Tipp habt oder ähnliche Erfahrungen gemacht habt?

Liebe Grüße und DANKE für's Durchlesen,

JourneyToParadise {:(

Antworten
Snchli/tzaEuge67


Es kann sein, dass die Eustach'schen Röhren inzwischen verklebt sind. Jede große Klinik kann das austesten, ob ein Druckausgleich stattfindet oder nicht. Das sieht so aus wie ein EKG, wenn es nicht durchgängig ist, ist es eine Nulllinie.

Da die Geräte in einer normalen HNO Praxis gar nicht vorhanden sind, die meisten HNO-Ärzte davon nicht mal den Anflug einer Ahnung haben, kann ich nur dazu raten, sich eine Überweisung in zum Beispiel eine Uniklinik (ich war in HH Eppendorf) geben zu lassen.

Sollte da nix durchgehen, wird das operiert. Unter Vollnarkose, dauert pro Tube ca. 3 Minuten. Man bleibt 1-2 Tage stationär. Man muß danach am Tag alle halbe Stunde den Druckausgleich machen, um die Tube offen zu halten.

Danach kann man ohne jegliche Probleme fliegen, es gibt keine Schmerzen beim Landeanflug.

Diese OP, die auch bei Tauchproblemen gemacht wird, muß manchmal wiederholt werden, die Erfahrungen/Studien zeigen das wohl so.

Ich bin innerhalb von 2 Jahren 2 x operiert, bin gerade wieder geflogen und hatte keinerlei Probleme, während ich früher eben sogar Blutungen hinterm Trommelfell hatte und vor unglaublichen Kopfschmerzen das ganze Flugzeug zusammen geschrien habe.

J.ourneyTvoPa}radisxe


Vielen Dank Schlitzauge!

Meine Tuben gehen nur auf, wenn ich Nasenspray benutze. Ohne geht kaum etwas.

Und wenn ich Nasenspray benutze, sind sie gleich wieder zu.

Weißt du zufällig, wie diese Operation genau heißt? Hört sich sehr gut an, besonders wenn man dann keine Schmerzen oder lästige Probleme beim Fliegen hat, da ich bald eigentlich aufbrechen wollte in die große weite Welt.

Das ist eine andere Operation als einfach ein Röhrchen einsetzen, oder?

LG :)=

A`kas$haJ76(7


Soweit ich weiß, kann man da eine Tubendilatation durchführen. Am besten googelst du mal danach.

Mich interessiert dieses Thema auch, da ein guter Freund ein ähnliches Problem hat: Druckgefühl auf beiden Ohren, Knacken beim Schlucken und auf einem Ohr einen Tinnitus. Beim HNO und in einer Klinik war er schon. Er bekam kortisonhaltiges Nasenspray verordnet, ein MRT wurde durchgeführt. Nasenspray war erfolglos, auch das MRT brachte keine Lösung. Jetzt hängt er ziemlich in der Luft, die Ärzte wollen nicht operieren, da die Beschwerden dazu wohl nicht stark genug sind. Auch ihm setzt der Tinnitus am meisten zu.

JourneyToParadise, hast du statt Musik mal versucht Naturtöne o.ä. über einen Kopfhörer zu hören? Wenn diese gut zu deinem Geräusch im Ohr passen, können sie dieses recht gut und besser als Musik (vorallem im Alltag nicht so störend) überdecken. Damit kann man sich zumindet zeitweise vom Tinnitus erholen.

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