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Nasenscheidewandbegradigung: Ist sie wirklich notwendig?

Lvegolaas sder 2te hat die Diskussion gestartet


Hallo! Kurz die Zusammenfassung und dann meine Frage:

- Geplanter Eingriff: 1. Nasenscheidewandbegradigung/ 2. Operation der Nasennebenhöhlem/ 3. Nasenmuschelverkleinerung

- Warum ich überhaupt zum HNO bin: Seit 3 Jahren Entzündung im Halsbereich. Vor 2 Jahren Enfernung der Mandeln. Danach immernoch Entzündung. Heilpraktiker hat Verdacht auf Epstein-Bahr-Virus, Hausarzt macht großes Blutbild: Pfeiffersches Drüsenfieber festgestellt, also habe ich gehabt (dachte damals, es sei wohl eine starke (Schweine)grippe und habe es zu Hause durchgemacht/überlebt...). Dass das Virus heute immernoch Grund für den roten Hals ist, bezweifele ich, deshalb auch der erneute Arztbesuch. Magen(säure) ist übrigens ok.

Also nochmal kurz: Seit 3 Jahren regelmäßig roter Hals und seit 6 Wochen auch täglich Kopfschmerzen.

- Das sagt der Doc: Aktueller HNO-Doc hat – Gott sei Dank – ein CT veranlasst und in der linken Kiefer-/Nasennebenhöhle chronische Nasennebenhöhlenentzündung festgestellt. "Durch die schiefe Nasenscheidewand und eine Zyste tropft der Schleim auch über den Rachen ab", war die Aussage ungefähr vom Doc. Die Kopfschmerzen würden auch durch die Entzündung der Nasennebenhöhle verursacht.

- Meine Frage: Ich bin ja dankbar für jede Verbesserung, die meinen Hals betrifft. Aber kann die OP hier wirklich helfen? Durch die Nase kann ich sonst gut atmen (könnte etwas besser sein). Ist die Verbindung von Nasennebenhöhlenentzündung/Nasenscheidewand/Zyste und der Entzündung im Hals für euch nachvollziehbar? Sollte man die OP machen?

Antworten
L*untsk{i83


Ich leide selbst seit Jahren an chronischer Sinusitis und hatte 2 Ops. Wobei die zweite nur noch eine "kleine" Verbesserung war.

Seit dem ist es deutlich besser geworden und ich hab eher Probleme mit dem Hals, da es nun abläuft und im Hals hängen bleibt. Ich bin mir also nicht sicher ob es dir helfen würde. Wie kann er sehen ob due eine chronische Entzündung hast wenn es "abtropft"?

Hast du die CT Bilder gesehen? Ich kann dir mal meine zeigen ;-)

Mir wurde nun Osteopathie verordnet, da wahrscheinlich auch etwas mit den Halswirbeln nicht stimmt.

VIelleicht wäre es ein Versuch erstmal das auszuprobieren. Die Op war im Grunde nicht besonders schlimm, aber ich hab danach viel drüber gelesen und von anderen Ärzten die Info bekommen das dabei auch viel gutes in der Nase zerstört wird. Letzendlich hatte ich aber solche KOpfschmerzen das ich keine große Wahl hatte.

SWchli{tz9auge6x7


Wenn die Nasenatmung besser sein könnte, eine Zyste vorhanden ist, die Nasenscheidewand schief ist, eine chronische Entzündung da ist – was braucht es denn noch, damit eine OP notwendig erscheint??

Ich bekomme von meiner HNO-Ärztin immer eine Überweisung in die Ambulanz einer Uniklinik. Und da gibt es eine weitere Beurteilung des Ganzen. Und nein, die operieren auch nicht aus Spaß, wenn es sein mußt raten sie eben dazu, wenn es nicht sein muß, eben auch nicht.

Damit muß ich dann nicht rumeiern sondern habe handfeste Gründe, mich so oder so zu entscheiden.

YDu"cca'c}a


Mein Freund hatte auch eine solche OP. Die war auf jeden Fall nötig, allerdings wirkt seine Nase jetzt größer. Breiter.

E0hemaliMger Nutizer (~#525o692x)


Ich habe die OP bereits zum zweiten Mal hinter mir und es hat nichts gebracht....es war kurzzeitig besser und dann ist es wieder "zugewachsen"....ich habe schon öfter gehört, dass es nicht dauerhaft hilft. die op kriegst du ja nicht mit aber hinterher ist es sehr unangenehm weil die nase mit tamponaden gefüllt ist. dadurch entsteht ein riesiger druck und bei mir war alles blau und die augen waren zugeschwollen. nach 3 tage geht es dir jedoch besser

PblacBebo09x06


Also eine Indikation für eine OP seh ich hier schon, v.a. Punk 2 und 3. Allerdings zur geplanten Nasenscheidenwandbegradigung: Die meisten HNOs werden dir diese begradigen wollen, liegt denen in den "Genen" ;-D . Allerdings ist auch wirklich jede Nasenscheidenwand schief und krumm.. bei jedem von uns! Somit könnte man auch jeden operieren.

Wir hatten gerade genau so einen Fall in der Klinik bei uns. Auch die gleichen Symptome die du beschreibst, letztendlich auch gleiche Diagnose und gleiche Vorgehensweise. Bei ihm war halt die Ursache dass er Jahrelang Nasenspray missbraucht hat (also pro Tag 1 Fläschchen) und somit ist bei ihm auch der Nutzen der OP natürlich etwas gemindert weil seine Schleimhäute echt im Arsch sind..

Angenehm ist die OP nicht, v.a. wie beschrieben die Tamponaden danach, und das entfernen von ihnen.. aber deine Beschwerden, gerade auf den Hals bezogen können sich dadurch schon verbessern, bzw. ganz beseitigen lassen.

LG

Qbuerdenxker


Ich lebe bereits seit Jahrzehnten mit einer chronischen NNH-Entzündung, die sich gelegentlich mit leichten bis mäßigen Beschwerden bemerkbar macht. Gerade zu dieser Jahreszeit, wo man mit den saisonalen Bakterien und Viren ohnehin zu kämpfen hat und einem die Nase bei Minustemperaturen von ganz alleine läuft. Auch meine Nasenscheidewand ist etwas schief und hätte, wenn es nach dem damaligen HNO-Arzt gegangen wäre, schon vor 30 Jahren begradigt werden sollen. Hatte ich jedoch dankend abgelehnt... und meine Beschwerden sind dennoch nicht schlimmer geworden in all den Jahren, im Gegenteil.

Eine OP ist leider kein Garant, daß es Dir hinterher auch wirklich besser geht. Da würde ich auf jeden Fall die Risiken einer OP gegen den geringen bzw. kurzfristigen Nutzen sehr gründlich und kritisch abwägen. Das beste Mittel gegen chronische NNH-Beschwerden ist nach meinen langjährigen Erfahrungen noch immer das eigene Verhalten. Also auch kleinste Erkältungen konsequent auskurieren sowie in der winterlichen Heizperiode für genügend Luftfeuchtigkeit in den Räumen sorgen. Und wenn die Beschwerden trotz allem mal wieder aufflackern, reicht bei mir als Behandlung meistens schon ein paar Tage lang mit Olbas-Tropfen zu inhalieren oder über den gleichen Zeitraum einige Sprühstöße Locabiosol anzuwenden.

Bedenke bei Deiner Entscheidung auch durchaus, daß sich bei Dir durch die Entfernung der Rachenmandeln eine höhere Infektanfälligkeit eingestellt haben könnte. Auch diese OP wird ja selbst unter den Fachärzten höchst kontrovers diskutiert. Solange es alternative Möglichkeiten gibt, würde ich eine OP immer ablehnen. Aber das kann nur jeder für sich selber entscheiden...

d2ke0st


Angenehm ist die OP nicht, v.a. wie beschrieben die Tamponaden danach, und das entfernen von ihnen.. aber deine Beschwerden, gerade auf den Hals bezogen können sich dadurch schon verbessern, bzw. ganz beseitigen lassen.

Dazu will ich sagen: Kommt immer drauf an welcher Operateur welche Tamponaden verwendet.

Bei mir warens schöne kleine, das Entfernen war gar nicht dramatisch. Das zwei Tage die Nase abgeklebt ist ist nicht schön aber durchaus überlebbar.

Zur NNH Problematik kann ich wenig sagen, aber ich hatte auch eine Scheidewandbegradigung und Nasenmuschelverkleinerung.

Es hat sich definitiv gelohnt, früher hatte ich auch immer nen wunden Hals (weil ich immer auch durch den Mund atmen musste) und ne verstopfte Nase, heute ist es viieeel besser!

Grade ist eine Muschel wieder "aufgequollen", wieso auch immer, trotzdem bin ich viel beschwerdefreier als früher.

Ich frag mich schon was für eine Indikation sonst eine OP rechtfertigen würde wenn nicht deine!

Du wirst dich hinterher (wie ich) ärgern dass du's solange rausgeschoben hast :-)

I`n-Kog Nxito


ich hatte vor einigen jahren die gleiche op,

nur dass vom kieferknochen noch was weggefräst worden ist.

mir hat es geholfen. seitdem so gut wie keine angina mehr und plötzlich kann man sachen riechen....das glaubt man nicht.

auch kein schnupfen mehr, seit... bestimmt 10 jahren...

die op selbst war bis auf die hammernarkose nicht schlimm. am nächsten tag wurden tamponaden gezogen, abends war mein mann da und wir waren vor ort pizza essen.

am nächsten tag wurden klammern entfernt. ich hatte keine schmerzen und keine blutungen, kein schleim, rotz etc.. auch keine schwellungen.

mein hno meinte damals, wenn es blutet oder anschwillt, dann passt was nicht bzw. wurde was nicht richtig gemacht.

man sollte auhc nicht zu jedem gehen, ich mußte damals 90 km weit, obwohl klinikum vor der haustür, aber 90 km weiter war halt der hno-papst aktiv.

dkkesxt


Ich seh das genau wie In-Kog Nito,

mein HNO meinte damals auch da muss ein Spezialist ran so wie es da drin aussieht. War dann auch rund 100km entfernt und das Ergebnis ist echt perfekt geworden, es ist der maximale Platz den die anatomische Form der Nase vorgibt rausgeholt!

War auch keine Blutung (trotz gerinnungshemmender Mittel) oder sonstwas, aber dass die Nase 1-2 Monate angeschwollen und verstopft ist lässt sich leider nicht vermeiden.

Aber hätte ich gewusst wie "locker" das von der Hand geht hätte ichs nicht so ewig lang aufgeschoben......

Wenn du deine ungefähre Position mitteilst können dir ja vllt manche hier nen Arzt empfehlen :-)

L#egoDlas dEer 2xte


Danke schon Mal für die Antworten. Das bestärkt mich in der Entscheidung, die OP zu machen.

Ich komme aus dem Raum Frankfurt am Main und der Arzt der Klinik macht mir einen kompetenten Eindruck. Er ist relativ jung, hat aber gleich gesagt, dass er die OP macht. Zu weiteren Infos zu HNO-"Päpsten" bin ich aber nicht verschlossen.

Das mit der Narkose kenne ich von der Mandeloperation. Werde darauf wert legen, dass die Sauerstoffversorgung gut funktioniert und ich nach dem Aufwachen nicht nach Luft japsen muss...

Hoffe inständig – nicht wie von Yucacca oben beschrieben – dass meine große Nase durch die OP nicht noch größer wird... :-o

LSegolasd deHr 2xte


@ Querdenker:

Ich bin wirklich nicht wild darauf eine OP durchführen zu lassen. Aber wenn die Diagnose des Arztes stimmt, dann führt einfach kein Weg daran vorbei.

Auf meine Mandel OP hätte ich wahrscheinlich verzichten können. Es war das Versagen zweier HNO-Ärzte in FFM, die meine NNHöhle eben nicht vor der OP durchgecheckt haben. Das mit dem Abtropfen über/in den Rachen macht im Nachhinein einfach nur Sinn.

Ansonsten lebe ich sehr bewusst, esse zwar viel Süß, aber benutze oder habe so ziemlich alle Naturmittelchen benutzt. Irgendwann ist man die guten Tipps nur Leid. Vielleicht liegt das Problem dann wirklich im Körper selbst.

s4tefaenKhx230


Hallo zusammen,

ich hatte am 3.2.2014 ,also vor knapp 2 Tagen, eine Septumplastik durchgeführt bekommen, weil ich durch meine Nase absolut keine Luft mehr bekommen habe.Und ganz ehrlich unter uns,ich hatte große Angst davor.Als erstes stellte sich mir die Frage ambulant oder stationär.Ich habe mich für die ambulante Operation entschieden.Weil ich Panik bekomme wenn ich daran denken muss 5-6 Tage Tamponaden in meiner Nase zu haben durch die ich auch nicht mal ansatzweise Luft bekomme.Mein Doc hat mir zugesichert das nach 24 Std die Tamponaden raus kommen.

Der Ablauf:

Montag, 3.2.2014, 7.30 bin ich nach einer schlaflosen Nacht bei meinem HNO-Arzt eingetroffen.Hab dort meinen Beruhigungstrank bekommen und konnte in aller ruhe auf meiner liege so vor mich hin dösen.Um 8 Uhr bin ich dann in den OP-Raum gegangen,hab dann meine Vollnarkose bekommen und bin gegen 10 Uhr wieder aufgewacht.In der zwischenzeit wurde meine Nasenscheidewand begradigt und Septumfolien eingesetzt,und natürlich auch diese Monstertamponaden.

Nach der OP war ich sofort ansprechbar und bei bewusstsein und es ging mir wirklich sehr gut.Schmerzen hatte ich auch keine.

Ich musste noch weitere 2 Stunden auf der Liege verbringen bis ich dann nach Hause gehen durfte.(Natürlich wurde ich von meiner Familie abgeholt).

Es ging mir wirklich gut.Doch so langsam setzte die Wirkung der Tamponaden ein und ich bekam keine Luft mehr durch die Nase und das reden viel mir immer schwerer.Mein Mund fing an auszutrocknen.Ich hab mich dann auf die Couch gesetzt und darauf gewartet das der Tag schnell vergeht und mir die blöden Dinger gezogen werden.Das Problem war das mir erst um 15Uhr am Folgetag der Wunsch erfüllt wird.Ich habe versucht zu schlafen, leider ohne Erfolg,weil ich jedesmal wenn ich kurz weggenickt bin, voller Panik ich könne ersticken wieder aufgewacht bin.

Der Tag und die Nacht wurde also ohne Schlaf verbracht.

Dienstag,4.2.2014

Juhuuuuuuuuuuu,ich hab die Nacht irgendwie überstanden und freue mich schon auf 15 Uhr wenn die Tamponaden gezogen werden.Ich also schnell zum HNO um die Dinger los zu werden.Das ziehen war sehr unangenehm aber schmerzfrei,hab echt gedacht mir wird mein Hirn mit rausgezogen.Danach wurde meine Nase gespült und siehe da,ich bekam Luft so wie ich noch nie in meinem Leben Luft durch die Nase bekommen habe.Wow, was ein tolles Gefühl.Doch leider hielt dieses Gefühl nicht lange an, denn meine Nasenschleimhäute wurden immer dicker und meine Nase quoll zu.Was auch absolut zu verstehen ist wenn man bedenkt das die Op nur vor einem Tag war.Aber es war ein tolles Gefühl zu wissen das es bergauf geht.Das Gefühl meiner Nase war jetzt wie bei einem Schnupfen.Leicht verstopft aber erträglich.

Mittwoch,5.2.2014

Die Nacht war sehr gut denn ich hab fast durchgeschlafen.Schmerzen hatte ich auch keine und freue mich schon auf den nächsten besuch bei meinem Doc.Um 11Uhr war ich dann dran.Die Nase wurde abgesaugt und durchgespült.Ich bekomme Luft.

Jetzt ist es mittlerweile schon Nachmittag und die Nase ist nicht zugequollen und das durch die Nase atmen fällt mir sehr leicht.Die Nase blutet auch nicht nach und Sekret fließt auch keins raus.

Hätte ich diese OP doch schon viel eher machen lassen.Man ist nach der OP absolut schmerzfrei.Bis auf die lästige und unangenehme Sache mit den Tamponaden. >:( >:(

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