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Wie war die Narkose?

T+herxa hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich krieg auch bald die Mandeln raus. Die OP find ich im Vergleich zur Vorstellung der Narkose nicht soo wild.

Also ich hab nur Horror vor der Narkose.

Wie war das bei Euch?

Erzählt mal...Bitte!

Antworten
R[ots[cvhopxf2


Ich bin schon öfters operiert worden. Bei mir war es immer so, daß ich eine Spritze bekommen habe, innerhalb von ein paar Sekunden weg war. Und wenn ich aufgewacht bin, habe ich mich gefühlt als ob ich geschlafen hätte. Aber ich hatte keine Ahnung, wieviel Zeit vergangen ist.

ntico~le1x7


ich wurde mittlerweile 3x in vollnarkose operiert, und empfand jede narkose anders! wie es bei meiner ersten operation (augen) war, weiss ich nicht mehr ganz genau - habe aber keine schlechten erinnerungen daran! ich wurde im op-saal in narkose gelegt (maske - nicht intravenös) und nach jeden atemzug wurde ich immer müder und schlief dann ganz normal ein!

bei meiner zweiten wurden mir meine mandeln & polypen entfernt! vor der operation wurde mir eine beruhigungstablette gegeben, die aber leider als es soweit war, schon wieder ihre wirken nicht mehr hatte! im op-saal musste ich mich auf den operations-tisch legen und bekam einen zugang - ich musste nachdem sie mir das "mittel" spritzten, von 100 runterzählen - ich kam bis 95! das aufwachen war sehr sehr schmerzhaft und ich bekam keine luft, da alles so brannte! aus der narkose erholte ich mich erst nach einen tag wieder... es hatte den anschein, dass ich etwas "zuviel" bekommen habe & deswegen nur sehr schwer wach blieb...

meine dritte operation (nasenmuschelverkleinerung usw.) ist jetzt 2 monate her - es war eine komplett neue erfahrung für mich! ich bekam bereits am vortag zum schlafen eine beruhigungstablette & anschließend nach dem aufwachen wieder! leider verfehlte auch diese tablette wieder ihre wirkung - als es los ging, war ich wieder komplett da! ich hatte noch nie so panische angst vor einer narkose wie von dieser - bei den anderen beiden war ich noch ein wenig zu klein (6 & 8 jahre) um alles genau realisieren zu können. durch meine große angst, hätte ich fast meine operation abgesagt - was ich aber nach stunden langen zureden dann doch nicht tat! am aller schlimmsten waren die minuten bis zur narkose - als ich wusste, jede minute könnte es jetzt los gehen... mir ging einfach soviel durch den kopf - vorallem negatives! im vorraum kam noch einmal die narkoseärztin zu mir, um nochmal alles zu checken! im op-saal musste ich mich dann wieder auf dem op-tisch legen & bekam einen zugang - in diesen moment habe ich sogar noch ganz interessiert zugesehen wie der lange "zugang" in meine vene geführt wurde *g* - aufjedenfall ging dann alles ganz schnell - kaum war das mittel in meiner vene, drehte sich alles, und ich war sofort weg - einschlafen kann man dazu nicht sagen, da es ohne vorwarnung von einer sekunde auf die andere geht! als ich dann aufwachte, war ich erstmal komplett orientierungslos und ribbelte wie wild meine augen (juckten), die ich nicht aufbrachte! nach ein paar sekunden atmete ich das erstemal bewußt und merkte (durch mein asthma) dass meine lunge komplett gefüllt war - da das sekret in meiner lunge aber sofort abgesaugt wurde, war das nicht weiter schlimm! zum glück hatte ich zu der zeit noch keinen "würgereflex"! nach 1-2 minuten konnte ich meine augen leicht öffnen & wunderte mich, über meine schmerzfreiheit! nach ca. 45 minuten konnte ich wieder auf station - und ich kann dir sagen: die narkose war einfach ein traum - ich wachte auf, wie nach einen normalen schlaf... ich wusste in den ersten sekunden gar nicht, dass ich nicht in meinen bett liege *g* aufjedenfall war ich den ganzen tag super drauf, hatte keine schmerzen & war auch nicht müde! ich fühlte mich nicht, wie eine frischoperierte! (man muss aber bedenken, dass eine mandel-op beweiten schmerzhafter ist - du wirst aufjedenfall eher im bett liegen & schlafen)

wenn eine narkose gut gesetzt ist, hast du nachher keine probleme! die angst vor den unbekannten wird immer bleiben - vorallem weil man das komplette leben einen fremden anvertrauen muss - ich glaube jeder der bereits eine narkose hatte, kennt dieses gefühl der "hilflosigkeit" usw.

viel glück...

M,a#riaxn


Ich wurde auch mal operiert, 2 mal wegen meines Beinbruches. Und einmal ne Narkose, um zu versuchen das Schienenbein vielleicht doch ohne OP gerade zu machen.

Vor der OP hat es am Anfang etwas gebrannt im Arm als ich das Schlafmittel eingespitzt bekommen habe. Dann hat der Arzt mit mir noch irgendwas gelabert, aber ich wurde immer benommener, bis sie mich in den OP saal geschoben haben. Und ich hatte so lange Schiss vor der OP, aber durch die Narkose, hats mich nicht mehr gejuckt, als ich dort im OP Raum schon drin war. Es ist dir dann echt gleichgültig was mit dir passiert, und nach dem du dass gedacht hast, bist du schon wieder im Aufwachraum.

V1ena


Hi Thera!

Ich hab vor ca. einem Monat die Mandeln rausbekommen und die Narkose war echt halb so wild. Ich habe auch erstmal eine Beruhigungstablette (ca. 30min vor der Op) bekommen, von der ich anscheinend schon hätte einschlafen müssen, jedenfalls kam mein Arzt umd meinte:,,Was, du bist ja immernoch wach?!'' *g* Und dann wurde mir der Zugang gelegt (tut auch nicht mehr weh als Blutabnehmen) und ich habe eine Maske bekommen. Dann hab ich noch ca. 5 Atemzüge genommen und weg war ich... ich hab nichtmal gemerkt, dass sich irgendwie was zu drehen anfängt oder dass ich so langsam einschlafe. Als ich dann wieder aufgewacht bin, hab ich natürlich nicht so ganz geblickt wo ich bin und ich konnts auch gar nich fassen, dass die Op schon vorbei war (mir kams so vor, als ob ich erst vor 5min eingeschlafen wär *g*). Ich habs dann aber doch relativ schnell gemerkt, dass es vorbei ist, als ich die Schmerzen in meinem Hals gespürt habe. Ich will dir keine Angst machen, aber es tut schon verdammt weh, aber mit Schmerzmittel ist es echt auszuhalten!!

Wenn du noch Fragen hast kannst du dich ja nochmal melden!

Liebe Grüße!

Vena

Ksap`utBte_=Naxse


gleiches Problem

Hi,

bei mir gehts um Entfernung von Polypen in Nasennebenhoehlen - hab hier auch schon oefters geschrieben. Versteh Dich echt gut - haette mir glaub ich die Dinger schon laengst rausmachen lassen, wenn das net unter Vollnarkose waer - find das auch ne unangenehme Vorstellung. Geht denn die Mandel - Op nicht auch unter oertlichrt Betaeubung. Hab bei Poypen-Op gehoert es ginge evtl. - aber weiss net ob das bei mir ginge. Ich probiers halt jetzt mit Homöopathie. Hab aber jedenfalls mal gehoert, dass das mit den Mandeln auch oertlich geht.

Also denn

Viele Gruesse

hDerAzeXrl


ich fand die Narkose toll

Hallo an alle Angsthasen.

Also ich hatte auch viel schiss vor der Narkose. Deshalb hab ich die Mandelop immer wieder vor mir hergeschoben.

Aber vor eine paar Wochen musste es doch sein.

Am Ende fand ich es sogar ganz toll, wie ich die Narkose erlebt hatte:

ich bekam auch eine Maske aufgesetzt und das war für mich das

beste an der Sache.

Es hat mich irgendwie fasziniert, aus diesser Maske einzuatmen während

ich immer mehr wegdämmmerte, nein, wegdämmern war das auch nicht,

ich fühlte mich irgendwie total in den Wolken, als ich so in die Narkose sank und hatte am Ende gar keine Angst, so wie es oben schon beschrieben wurde.

Also ich würde sagen, eine notwendige OP aufzuschieben, weil man vor der Narkose angst hat, ist es nicht wert.

Ich schreib gern noch mehr, wenn es von interesse ist.

N;ic(ole


Also ich hab vor bestimmt 10 Jahren oder so mal Zähne ambulant unter Vollnarkose gezogen bekommen. Ich hab nen Zugang in den Arm gelegt bekommen, man hat mir die erste Spritze auf den Zugang gesetzt, der Mann an meinem Kopfende hab mich abgelenkt und mit mir geredet. Er meinte, mach mal die Augen zu, dann geht's dir besser, als ich meinte, mir würde schwindelig, weil ich wohl unbewußt gegen das bewußtloswerden angekämpft hab. Dann - so kam es mir vor - wurde mir gleich wieder auf die Wange getätschelt, ich solle wach werden. Ich war eigentlich sofort wieder da und hab nur gefragt: Wann fangt ihr den jetzt endlich an, dass ich einschlaf?

Antwort: wir sind schon fertig.

Ich hab auch am 16. ne Mandelop, aber ich hab keine Angst davor. Ich hab viel mehr nen bissel Schiss davor, dass ich wieder Blut schlucke, weil darauf hab ich das letzte mal am nächsten Morgen erst mal über der Schüssel gehangen, aber danach war gut. Aber mal abwarten. Ich werd das auf jeden fall im vorgespräch angeben und dann wird es sich zeigen :-) Aber ich glaub, bei mir war das Problem auch mehr das, dass die Krankenschwester meinte, ich könnte das Blut bedenkenlos schlucken, was mir beim ersten Zähneziehen abgeraten war. Also einfach abwarten, was kommt, keine Panik schieben, aus fehlern lernt man, man kann es dem OP Team bzw. dem Anestesisten mitteilen und er wird sich darauf einstellen.

LG

G8ra-s-Hxalm


hmmm

hatte am 9. dezember ne mandel op...war meine erste narkose. war sooo aufgeregt hab nur noch gezittert!

kam dann in den narkoseraum dort wurde mit dieses ding eingepflanzt wo dann nachher der infusionsschlauch reinkommt. dann kriegte ich eine maske aufs gesicht (wahrscheinlich mit lachgas oder sonstigem betäubungsmittel) und mir wurde sehr komisch so wie wenn ich gleich ohnmächtig werden würde, dann bekam ich aber auch schon die spritze...irgendwie drehte sich mein blick dann gegen die decke und weg war ich...

hattekeinerlei nebenwirkungen zum glück, hatte irre angst gehabt dass mir davon übel wird oder so.

lg

T&heroa


Danke für die Beiträge

Hallo liebe Schreiberinnen bisher,

vielen Dank für die Beiträge. Ich glaube das hilft mir echt.

@Rotschopf2

Insbesondere Dir, Rotschopf2 möchte ich herzlich danken, daß du der Diskussion treu bleibts und noch mal geschrieben hast.

Du scheinst ja schon viel Erfahrung zu haben, hast ja geschrieben, du bist schon öfter operiert worden. Ist es tatsächlich so, daß die Angst nächlässt, wenn man schon mal eine Narkose hatte?

Wie alt warst du bei deiner ersten OP? Wie lange ist das denn her?

Naja, die Schilderungen von Euch sind ja tatsächlich nicht wild. Aber ich denke, daß mein Problem mit einer Vollnarkose eher dieses Ausgeliefertsein betreffen. Wie werdet ihr, Rotschopf2 und Nicole damit fertig, wenn ihr keine Angst habt?

@Gras-Halm:

Auch eine Frage an Gras-Halm: hast du jetzt weniger Angst vor einer Narkose?

@ alle... Äh,

ja ausserdem habe ich ja oben geschrieben, daß mir diese Ganze OP-Atmosphäre mit den ganzen vermummten Gestalten eher unheimlich erscheint... Wie seid ihr damit umgegangen?

V(ena


Hi Thera!

ich war auch soo aufgeregt, aber komischweise hat sich das bei mir gelegt sobald ich in em Op-Vorraum lag.. genau weiß ich auch nicht warum! Aber ich denke, das lag an der Beruhigungstablette, die ich ca. eine halbe Stunde vorher bekommen habe. Ich dacht zwar ich wär noch total da, aber irgendwie im Nachhinein kann ich mich nicht mehr an alles ganz genau erinnern, sondern eher an solche ''Fetzen''.

Mach dich bitte nicht verrückt wegen der Narkose, die ist wirklich halb so schlimm! Ich hatte auch total Angst, weils meine erste Narkose war, aber ich habs mir echt schlimmer vorgsestellt..

Liebe Grüße!

Vena

hyer:zerxl


Hallo an alle:

heute komm ich endlich dazu, meine Geschichte hier zu schreiben. Ich übernehm sie etwas abgeändert aus dem Medizin-Forum, wo ich sie schon mal reingeschrieben habe.

@ Vena:

Das mir der Beruhigungstableltte stimmt echt. ich hab aber eine Spritze bekommen. Aber die hat mich auch ziemlich beruhigt. Es hat mir viel von der Aufregung und vor allem der Angst genommen.

Hier erzähle ich die Geschichte, als ich in den Narkose-Raum kam:

Auf den ersten Blick war ich erleichtert: Da war nicht der OP mit den blitzenden Instrumenten und es warteten auch keine maskierten Gestalten, die die Messer wetzten. Es war eher ein einfacher Raum mit einer Liege in der Mitte.

Daneben stand das Narkosegerät, bei dessen Anblick ich dann doch etwas Herzklopfen bekam.

Aber bevor ich richtig Panik bekam, erschien ein freundliches Gesicht vor mir und stellte sich vor:

"Hallo, ich bin die Renate, ich kümmere mich jetzt um deine Träume." Das war die Anästhesistin. Sie und die Schwester im Raum trugen noch keine Masken vor dem Gesicht, was mich auch erleichterte. Renate war wohl noch ziemlich jung. Auf alle Fälle war sie mir sympathisch. Sie fragte mich,ob ich lieber vom Urlaub oder von schönen Männern träumen will. :-) Das war schon witzig. Damit hatte ich nicht gerechnet und musste etwas lachen.

Ich war froh, daß nicht der Typ vom Vortag meine Narkose machen sollte. Ich meinte, wie es mit schönen Männern im Urlaub wäre. Da lachte sie und meinte, daß man das versuchen könnte.

Aber erst müsste sie mich auf ihre Traumliege bitten. Die Schwester half mir aus dem Bett und führte mich zur Liege.

Ich war schon etwas wackelig auf den Beinen, lag wohl an der Spritze vorhin.

Dann setzte ich mich auf diesen Narkosetisch und musste mich hinlegen. Schnell hatten sie einen Gurt um meinen Bauch gelegt und dann sollte ich meinen linken Arm auf eine Armstütze am Tisch legen. Auch der wurde festgeschnallt. Renate erklärte, daß das so sein müsste, weil ich mich sonst beim Einschlafen verletzen könnte. Ich vertraute ihr. Renate meinte, wohin die Reise jetzt gehen sollte. Ich meinte in die Karibik. : ) Ob ich schon mal dort war, fragte sie. Ich meinte nein, aber wenn man schon mal die Gelegenheit hat...

Es war echt witzig. Und nebenbei wurden allerlei Geräte an mir angebracht. Die Blutdruckmanschette, so Aufkleber für das EKG und so ne Art Wäscheklammer am Finger, die den Sauerstoff im Blut messen sollte. Wow! Ich wusste vorher nicht,daß das möglich ist. Ich war irgendwie auch viel aufgeschlossener.. Ich fragte, ob so eine Vollnarkose wirklich gefährlich sei und ob dabei was passieren könnte. "I wo, der Weg ins Krankenhaus war wohl gefährlicher als eine Vollnarkose. Und ein richtiger Flug in die Karibik ist es wohl auch." Da war ich schon wieder etwas beruhigt.

Dann kam der Moment, an dem diese Infusionsnadel in meine Hand gestochen werden sollte. Mein Handrücken wurde desinfiziert, dann wurde die Blutdruckmanschette aufgeblasen. Es hat dann tatsächlich kurz gepiekst, und ich hab da auch nicht hingeschaut, aber dann haben sie schon die Pflaster draufgeklebt und das wars dann wohl auch.

Dann wurde die Flasche mit dem Narkosemittel über mir aufgehängt und der Infusionsschlauch an der Nadel festgemacht. Ich dachte vorher, daß die mir da einfach eine Spritze reinjagen, und das wäre wirklich zuviel auf einmal gewesen.

Ich lag dann so da und wurde mir bewusst, daß ich wohl jetzt fertig für die Narkose sei, aber ich war nicht mehr aufgeregt oder ängstlich. Ich hoffte, daß ich jetzt dann gut einschlafen werde und einen schönen Traum haben werde. An die OP habe ich eigentlich nicht mehr so gedacht.

Neben mir ragte das Narkosegerät in die Höhe. Das fand ich mittlerweile ziemlich spannend. Ich hab die schwarze Atemmaske angeschaut und hab Renate dann gefragt, ob sie mir jetzt diese berühmte Maske aufsetzen wird.

Renate hat gelacht und gefragt: "Ja willst du das schon?" Ich hab nur gesagt: "Ja klar, ich krieg ja jetzt die Narkose, oder?" Dann hat sie die Maske genommen und sie auf mein Gesicht gesenkt. Das war so ein richtiger spannender Augenblick, als ich dieses schwarze Teil kommen sah.

Und dann umschloss der kalte Gummi mein Gesicht. Es roch irgendwie scharf und ich atmete etwas zaghaft ein.

Renate meinte, daß das so nichts wird. "Wenn du hier wegkommen willst, dann musst du schon tiefer einatmen".

Und tatsächlich: Ich nahm einen tiefen Zug aus der Maske und wurde schon etwas benommen und lockerer.

Ich wollte gleich noch einen Atemzug mehr. Durch die Maske konnte ich ganz leicht atmen, darum fiel es mir nicht schwer, meine Lungen mit dem Gas aufzupumpen. Mich hat auch fasziniert, wie ich das Gas durch die Maske rauschen hörte.

Nach einigen Zügen habe ich mich schon in den Wolken gefühlt und es kam mir vor, als ob ich ich

immer mehr in Watte eingepackt werde. Ich dachte mir noch: Oh Mann, jetzt kriegst du auch eine richtige Vollnarkose. Das fühlt sich ja richtig gut an. Dann habe ich meine Augen geschlossen, um einschlafen zu können. Das war ein echt gutes Gefühl. So euphorisch irgendwie und ich wollte mich dem richtig hingeben. Ich hörte, wie Renate fragte: "Julia, hörst du mich noch?"

Darauf habe ich meine Augen noch mal kurz aufgemacht. Aber ich habe nicht mehr viel gesehen. Das lag auch daran, daß die Schläuche der Maske meine Aussicht versperrten. Dann habe ich noch gehört, wie wohl das EKG eingeschaltet wurde. Auf alle Fälle drang noch das Pieppiep an meine Ohren durch die ganze Watte. Es hörte sich aber schon sehr weit weg an, als ob es nichts mehr mit mir zu tun gehabt hätte. Die Augenlider wollten mir jetzt wirklich zufallen.

Ich schloss sie und merkte, wie ich jetzt ganz entspannt wurde und wie es plötzlich warm wurde. Anscheinend bin ich in der Karibik angekommen : ) Als letztes spürte ich noch, wie sich die Maske auf mein Gesicht schmiegte, sie fühlte sich jetzt warm und angenehm an und ich wollte noch mal tief einatmen und dann war die Maske weg.

Ich hörte Renate wie sie "Julia, Julia" rief und ich fragte mich, was jetzt los sei, warum sie mit der Narkose aufgehört hatte, grad wo es so schön war. Ich machte meine Augen auf und sah Renate über mir und sie sagten mir, daß die OP vorbei wäre. Ich merkte auch langsam, daß ich ein komisches Gefühl im Hals hatte und erkannte, daß mich die Realität offenbar wieder hatte.

Einerseits war ich froh, daß jetzt alles vorbei war, auch wenn ich die Woche über noch ziemliche Schmerzen hatte wegen der OP. Und ich bin jetzt stolz drauf, auch mal eine Vollnarkose gehabt zu haben. Ich finde jetzt, sowas gehört zum Leben dazu.

Jetzt finde ich es ziemlich beeindruckend, diesen nahtlosen Übergang von vor der OP zum danach und ich finde eine Vollnarkose nicht mehr unheimlich sondern eher geheimnisvoll und bin jetzt total neugierig, was die alles gemacht haben, als ich weggetreten war.

Also Thera, es ist echt halb so schlimm, wie sie alle sagen.

R~otscchoxpf2


@ Thera

Bei der ersten Narkose war ich 5 Jahre alt, die letzte OP ist etwas über 1 Jahr her.

Es stimmt schon, daß man ruhiger wird, je mehr Erfahrung man hat. Die haben mir das immer so gut erklärt.....die Geräte, die um mich herumstehen und was die alles kontrollieren. Und das ohne daß ich fragen mußte.

Außerdem hat mir schon mehr als 1 Operateur gesagt, daß er mit einem Patienten, der entspannt einschläft, leichter arbeiten kann. Ein Arzt merkt das auch noch in der Narkose.

Keine Angst. Du wirst das schon schaffen. Die OP mit 5 Jahren war übrigens auch eine Mandel-OP. (Danach habe ich viel Eiscreme bekommen. Ich weiß natürlich nicht, ob das heute auch noch so ist :-D.)

SFchneewPittLchenx99


Narkose....

Hallo Thera,

ich hab meine Mandeln letztes Jahr rausbekommen, mit 32. Mir ging es wie Dir - beim Reinfahren ins Krankenhaus war mir schon ganz schlecht.... Aber es war wirklich nicht schlimm. Sie hätten zwar bald

vergeßen, mir so einen kleinen Beruhigungssaft zu geben, aber als ich den dann hatte, wurde ich ganz ruhig. Auch als ich dann im Vorraum zur OP lag, und sie mir die "Röhre" für den Infusionsschlauch gesetzt haben, habe ich locker überstanden.

Auf dem OP-Tisch wurde dann das Narkosemittel gespritzt, da zog es ca. 2 Sekunden im Arm, und dann war ich total weg. Als ich aufwachte, ging es mir schon relativ gut. . Ich hatte keine Narkosenachwirkungen. Und wenn es Dir dann noch so geht wie mir,

dann steckst Du das locker weg. Ich habe am Abend davor angefangen, "Staphisagria" Globuli zu nehmen, und nach der OP wieder. Dies ist heilungsfördernd bei OP-Wunden. Und ich bilde mir ein, dass es mir durch das super gegangen ist. (Habe den Tipp von meiner Nachbarin, und die muß es als Mutter von 3 Kindern wissen).Ich konnte sofort essen, telefonieren und war auch sonst sehr fit. Natürlich bekam ich Schmerzmittel (und die waren auch total notwendig), und mit denen ist das ganze echt locker. Laß Dir Schmerzmittel auch nach Hause mitgeben, die wirst Du nämlich sicher brauchen (die geizen da ein wenig).

Also ich wünsche Dir alles Gute,

ist wirklich halb so schlimm (sage ich Dir als wahnsinnig schmerzempfindlicher Angsthase...)

Schneewittchen 99

DgieBacrUbarabxabs


Hallo Thera! Hab am Montag eine Gallenblasen OP und auch weniger Schiss vor der OP als viel mehr vor der Vollnarkose. Hatte vor drei Jahren meine letzte Op, aber ich muss sagen , nur weil ich es schon mal mitgemacht habe, ist meine Angst nicht besser geworden. Ich finde die Vorstellung, völlig ausgeliefert zu sein, einfach immer noch erschreckend. Trotzdem haben auch mir die Neiträge hier sehr viel Mut gemacht und meine Angst ist schon ein bischen gemindert. Also danke euch allen!

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