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Tinnitus

THim6batxuku


Deshalb finde ich es sinnvoll, wenn man – so wie du es tust – Erfahrungsberichte von anderen (ehemals) Betroffenen liest.

Akasha767

Es gibt ja nur Betroffene, keine ehemals Betroffenen. Auch keine in Klammern ehemalige Betroffene. Gäbe es die, hieße das ja, dass Tinnitus heilbar wäre. Nach gegenwärtigem Stand der medizinischen Wissenschaft ist er das aber nicht. Mir hat der HNO seinerzeit bereits nach drei Wochen die Mitteilung gemacht, dass ich lernen sollte, damit zu leben. Trotzdem habe ich noch eine Weile erfolglos dagegen anzukämpfen versucht. Nach 18 Monaten, wie der TE hier berichtet, ist ein Tinnitus aber ganz sicher irreversibel.

Sinnvoll ist der Austausch mit anderen Betroffenen aber dennoch, da gebe ich dir recht. Und sei es nur wegen der Erfahrung, dass man nicht alleine ist, sondern einige Millionen davon betroffen sind.

A9ka%shaD76=7


Doch, es gibt ehemalige Betroffene. Ich konnte die Ursache finden und bin das Geräusch los - somit bin ich eindeutig eine ehemalige Betroffene. Wenn man die Ursache findet, kann man sie auch behandeln, es sei denn, die Zellen sind dauerhaft geschädigt.

Afkashax767


Nachtrag: wie lange ich den Tinnitus hatte, weiß ich gar nicht mehr. Es waren aber deutlich mehr als 3 Wochen - ich war deshalb schon beim MRT und darauf wartet man hier länger als 3 Wochen. Scheint ja kein besonders motivierter Arzt gewesen zu sein, wenn er so schnell die Flinte ins Korn geworfen hat.

Toimbatxuku


Wenn man die Ursache findet, kann man sie auch behandeln, es sei denn, die Zellen sind dauerhaft geschädigt.

Akasha767

Bei einem chronischen Tinnitus SIND die Zellen dauerhaft geschädigt. Das ist jedenfalls mein Kenntnisstand aufgrund all dessen, was ich in den 16 Jahren über die Krankheit gelesen habe. Bei dir war es ja offenbar gerade noch früh genug, also im akuten Stadium, dass eine Heilung möglich war, wozu ich dich aufrichtig beglückwünsche.

Der TE klagt hier jedoch über seit bereits 18 Monaten anhaltende Symptome eines Tinnitus. Nach so langer Zeit kann man mit 100 % Sicherheit von einem chronischen Tinnitus sprechen und der ist nach derzeitigem Stand der Wissenschaft nicht heilbar, so traurig das für den TE, für mich und alle anderen Leidensgenossen auch ist.

Scheint ja kein besonders motivierter Arzt gewesen zu sein, wenn er so schnell die Flinte ins Korn geworfen hat.

Akasha767

Da hast du allerdings recht! Ich habe dem Typ nach dieser Erfahrung auch direkt die Freundschaft gekündigt und mir einen anderen HNO gesucht. Nutzt mir nur nichts.

Ack?asha\76x7


Ich denke, es ist wenig sinnvoll, wenn wir an dieser Stelle über den genauen Verlauf einer Tinnituserkrankung diskutieren. Ich hätte dort auch noch einiges beizusteuern, aber deshalb schreibe ich nicht in diesem Faden.

Ich gehe einfach davon aus, dass hier auch frisch Betroffene mitlesen - auch wenn sie nicht mitschreiben. Ich hoffe, dass ich einigen von denen helfen kann, wenn ich von meinen Erfahrungen berichte. Meine HNO Erfahrung war auch nicht anders, als die der meisten in diesem Fall. Normalerweise vertraut man seinem Arzt und glaubt ihm, wenn gesagt wird, dass man da nichts mehr machen kann. So wird bei vielen das Problem chronisch, auch wenn die Heilung gar nicht so weit entfernt gewesen wäre. Ich behauptete nicht, dass das immer der Fall ist, aber den Versuch ist es immerhin wert.

M`is`susMxia


Mein Tinnitus basiert auf dem Hochtonverlust nach einer OP im Ohr, bei der mir die verknöcherten Gehörknöchelchen entfernt wurden. Ich lebe jetzt seit 15 Jahren damit und habe mich daran gewöhnt. Meistens nehme ich den Ton überhaup nicht wahr und ich bin längst über das Stadium hinaus, in dem ich lieber tot sein als dauerhaft diesen Lärm im Ohr ertragen wollte.

Nach 1,5 Jahren wird es wohl kaum noch Chancen geben, den Tinnitus ganz zu beseitigen. Allerdings nützt es auch nichts, sich jetzt panisch in ein "OH GOTT, ich habe einen chronischen Tinnitus, wie soll ich das nur ertragen?" hineinzusteigern. Entspannung wird gut tun und das Reduzieren von Stress sollte ja eigentlich sowieso angezeigt sein.

KMlei1o


Timbatuku

Da hast du allerdings recht! Ich habe dem Typ nach dieser Erfahrung auch direkt die Freundschaft gekündigt und mir einen anderen HNO gesucht. Nutzt mir nur nichts.

Im Nachhinein weiß ich auch, dass einiges schief gelaufen ist. Ich bekam z. B. keine Übereweisung, um diese Infusionstherapie zu machen. Ich selbst war leider psychisch so angeschlagen, dazu hat mich der Tinnitus so verrückt gemacht, dass ich nicht reagiert habe - a la - dann ich zahle ich es halt, aber los. Klar, im Nachhinein weiß ich nicht, ob es geholfen hätte oder nicht, aber es braucht dann schon fähige Ärzte, die sofort reagieren. Gerade in der wichtigen Zeit für die Abklärung war es zumindest für mich so schlimm, dass ich gar nicht so klar denken konnte und somit ein Spielball der Ärzte war. Tjo - shit happens.

C8huevylaxdxy


Genau so ist es mir auch ergangen @Kleio. Ich war beim Arzt, aber selber gar nicht in der Lage auf Dinge zu bestehen die mir vielleicht geholfen hätten. Ich habe auch keine Infusionen oder so bekommen. :|N Ich war damals nach der ersten Nacht beim Hausarzt. Der hat meinen Nacken eingerenkt und mir Spritzen gegeben, weil er der Meinung direkt war, dass die Ursache sicher die Verspannung wäre. Ich bin dann noch zum HNO. Der aber meinte auch nicht wirklich, dass man irgendwas machen könnte. Damals habe ich einige HNOs kennengelernt. Der, wo ich jetzt immer noch bin, der sagte: wären Sie mal früher gekommen, dann hätten wir Infusionen und das ganze Programm gemacht. Tja, passiert.

Aber auch jetzt habe ich wieder festgestellt, dass mein bisheriger HNO auch nicht scheinbar wirklich gut ist. Ich war vor kurzen ziemlich stark erkältet und kenne das anschließende Problem mit den Paukenergüssen. Also bin ich zum HNO und er hat mir ein Nasenspray verschrieben. Leider tat sich gar nichts. Somit war ich am Wochenende in der Ambulanz einer HNO Klinik und dort wurde sich richtig Zeit genommen. Der junge Arzt hat mir erst einmal erklärt was mit meinen Ohren überhaupt los ist. :-X Aber auch er denkt, dass der Tinnitus bei mir nicht 100 % vom Ohr kommt. Halt deshalb, weil es ein Brummton ist und kein Pfeifen. ":/

KKleixo


Chevylady

HNO. Der aber meinte auch nicht wirklich, dass man irgendwas machen könnte. Damals habe ich einige HNOs kennengelernt. Der, wo ich jetzt immer noch bin, der sagte: wären Sie mal früher gekommen, dann hätten wir Infusionen und das ganze Programm gemacht. Tja, passiert

Man hat mich schon zu allen möglichen Ärzten geschickt. HNO, Neurologe, Ortopäde - in welcher Reihenfolgen weiß ich nicht mehr - es wurde auch ein EKG gemacht, etc. etc. Ich kann mich auch deutlich erinnern, dass der HNO irgend etwas von einer Überweisung gesagt hat, wegen der Infusionstherapie (das wäre noch rechtzeitig gewesen - das soll ja recht früh nach dem Auftreten des Tinnitus gemacht werden) und dass aus irgendeinem Grund nicht ging, mir noch eine Überweisung zu schreiben. Aber ich habe nicht reagiert, im Sinne von - was bedeutet das, sollte das gemacht werden, blabla. Tja und so ist das im Sande verlaufen. Je mehr Zeit verging, umso mehr Ärzten wurde ich gereicht, eben bis zur Akupunktur, aber da war es dann wohl schon zu spät. Erst später habe ich im Internet gelesen, dass es da noch etwas gegeben hätte. Da war es schon viel zu spät. So, wie ich gelesen habe, sollte sehr schnell reagiert werden und somit müssten diese Untersuchungen viel schneller - am besten an einem Tag gemacht werden. Wenn ich aber in der 3. Woche beim 3. Arzt bin, ist Hopfen und Malz verloren. Es schien mir ja auch keiner Inkopetent, aber ich war doch eine Nummer. Der HNO, zu dem ich dann nach über einem Jahr kam, war ein ganz anderes Kaliber, aber ja - Zug abgefaren.

m*oojnniJght


Das Problem ist halt auch einfach: Selbst wenn man früher reagiert, ist es immernoch nicht gesagt, dass die Infusionstherapie anschlägt.

Diese Seite finde ich super.

[[http://www.tinnitus-mag.de/behandlung-und-therapie-bei-tinnitus/infusion-bei-tinnitus/]]

Es gibt kaum Behandlungsmethoden die bei diversen Studien wirklich überzeugt haben.Und Infusionstherapien muss man sich dann auch erstmal leisten können. Außer man macht es stationär.

Cqhevoylady


@ Kleio

ja – so ein ziemlich genau gleicher Werdegang wie bei mir. Wenn ich damals all das gewußt hätte, was ich jetzt weiß, würde ich sicher nicht unbedingt mit brummen in meinen Ohren hier sitzen. Einer der HNOs hat mich damals ins CT geschickt. Das zeigte halt nicht so gute Bilder an. Also sollte noch ein MRT erfolgen um zu schauen, ob nicht irgendwelche Tumore im Kopf sind. Hat schon mal jemand innerhalb von ein paar Tagen einen Termin zum MRT bekommen ??? Ich nicht. :|N Und so verging die Zeit und die Zeit und die Zeit.

Das Problem ist halt auch einfach: Selbst wenn man früher reagiert, ist es immernoch nicht gesagt, dass die Infusionstherapie anschlägt.

Das ist richtig. Aber ich kam gar nicht dazu es auszuprobieren zu dürfen um zu sagen: es hat geholfen oder nicht und alleine das finde ich schon :(v

E hemaxliger Nutz"er (#325v731)


Ich habe meinen Tinnitus seit ich 16 bin, also 17 Jahre ..... ich wusste damals nicht mal das es einer war und habe nichts dagegen gemacht. Ich habe den seit einem Konzert.

Mittlerweile hab ich den soweit im griff das er nur bei Stress extrem laut wird, dann wird er aber auch extrem nervig.

Sonst kann ich den mittlerweile recht gut ausblenden ...wenn der Tinnitus dauerhaft zu ätzend ist, gibt es sog masker, die geben ein angenehmeres Geräusch ab, was den Tinnitus überdeckt

m=oonngig=ht


Das ist richtig. Aber ich kam gar nicht dazu es auszuprobieren zu dürfen um zu sagen: es hat geholfen oder nicht und alleine das finde ich schon :(v

Ich bei meinem ersten Tinnitus auch nicht. Die Dame hat mir damals nur Predni aufgeschrieben und nach 1 Woche nochmals Audiokontrolle. Die Hörminderung war weg, das pfeiffen noch da und sie hat mir damals nicht geglaubt so alá: Der Hörtest sieht so super aus, da kann nichts mehr sein. ich würde es mir einbilden. Danke auch. Hab vor nem Jahr meine alten Audios angefordert. Komischerweise hatte sie nur noch einen. Den vom Hörsturz ist verschwunden. :|N Damals mit 17 hatte ich auch keinen Plan was man noch dagegen tun könnte. Woher auch wenn man nicht richtig aufgeklärt wird. :(v

Und jetzt, beim neuen Tinni mach ich die ganze Bandbreite durch. Ironischerweise hatte ich gestern nochmals Akupunktur und jetzt ist er wieder lauter geworden ":/ Fress hier nebenbei Magnesium und Ginko.

CGhe"vylxady


@ moonnight

das es nach Akkupunktur erst einmal schlimmer wird ist eigentlich normal. Mir hat es damals ganz gut geholfen.

Man hat das Gefühl halt, dass einen so einige Ärzte nicht ernst nehmen. Leider.

Ich hatte mir damals eine Klinik rausgesucht, ambulant, in Düsseldorf. Die versprechen einem dort, das man einfach lernt mit dem Geräusch zu leben. Stressbewältiung etc. Für mich war es damals ein Strohhalm nach dem ich gegriffen hatte. Diese Ambulante "Kur" mußte aber von HNO verschrieben werden. Als ich bei meinem damaligen HNO dann war und Ihm das sagte und auch Anschaumaterial mitgenommen hatte, hat er dieses einfach zerrissen und gemeint: kenne ich nicht und dann ist es auch nicht gut :-o Sie müssen in eine richtige Kur und bis dahin werde ich Sie krankschreiben. Das ich mir anschließend meine gesamten Papiere habe aushändigen lassen muß ich sicher nicht erwähnen. Aber so sind manche Ärzte.

mvoonnigxht


Puhh.. danke Chevylady! Hätte sonst Montag meine Chefin gefragt ob das normal ist. Wieviele Sitzungen hast du gehabt bis es besser wurde?

Oh mann... einen richtigen Arzt zu finden, der das auch ernst nimmt ist echt schwierig. Mein anderer Chef überlegt sich auch mich in ne Kur in Bad Arolsen zu schicken wenns nicht besser wird. ":/ Ich selber kann und will da nicht hin. Ohne meine Tiere werd ich sterben. Hab sowieso niemand der sich 6 Wochen lang um die kümmern kann. Aber... ich hab noch was anderes in Petto. Muss nur mal Rücksprache halten. Wie wäre die ambulante Behandlung dann abgelaufen? Wäre das wie eine Tagesklinik gewesen?

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