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Nasentropfensucht kompliziert

svunfl#owexrgirl hat die Diskussion gestartet


Mist, ich nehme seit 4 Wochen Nasentropfen und komme einfach nicht runter. Das Problem an der ganzen Sache ist: vor 4 Wochen hatte ich einen Asthmaanfall/Bronchienspasmus (erstmalig) mitten in der Nacht. Irgendeines der Medikamente welches ich bekam sorgte fuer eine zugeschwollene Nase. Seitdem haenge ich also an den Nasentropfen fest.

Das Dumme ist: die Nasentropfen laufen von der Nase in den Hals, und wenn die Wirkung nachlaesst schwillt irgendwas im Hals an und ich kann weniger gut atmen und habe das Gefuehl wieder einen Asthmaanfall zu kriegen. Vor allem Nachts ist das ziemlich unheimlich sodass ich wieder Nasentropfen gebrauche. Also ja, ich habe noch Angst dass ich wieder nachts einen Anfall bekomme.

Bin Nasenatmer. Sobald ich nicht mehr an meine Atmung denke geht der Mund zu. Wenn die Wirkung nachlaesst werde ich mit Sauerstoffmangel wach anstelle im Schlaf durch den Mund zu atmen.

Schon probiert:

Nur ein Nasenloch – ich habe das Gefuehl ich kriege nicht genug Luft.

Nasentropfen verduennen – irgendwie klappt das mit dem Hals nicht

Also mein Hals ist das Hauptproblem denke ich. Anders waehre ich vermutlich schon lange von den Nasentropfen weg.

Ich habe Montelukas Tabletten testweise bekommen, aber nicht wegen der Nasentropfen. Diese halten die Nase/Hals jedenfalls nicht frei.

Was fuer Moeglichkeiten gibt es noch?

Antworten
C(omuran


Meine Frau war vor drei Jahren süchtig nach Nasenspray. Sie hatte eins neben dem Bett stehen, eins in ihrer Tasche, eins auf Reserve im Medizinschrank. Im Urlaub wurde ich nachts wach, wenn sie jede Nacht sprühte. Auch mit der Begründung, dass ihre Nase zuschwillt.

Dass jedesmal die Atmung schlechter wird ist nichts anderes als eine Entzugserscheinung. Und die darf man nicht mit der Droge bekämpfen, an der man hängt. Dann wird alles schlimmer.

Ich hab mir irgendwann ein Herz gefasst und richtig Rabatz gemacht und ihr das Tun vor Augen gehalten. Dann hab ich die Nasensprays eingesammelt und selbst verwaltet. Die ersten Nächte musste sie eben etwas leiden, aber dann ging es aufwärts. Eine Nasendusche hat auch viel geholfen, die Schleimhäute zu reaktivieren.

Hier meine Empfehlungen:

1. Sofort die Nasentropfen wegwerfen, damit nichts mehr in den Hals laufen kann.

2. Nasendusche kaufen und möglichst mehrmals täglich korrekt anwenden (brauchst nur warmes Wasser und etwas Salz).

3. Für Notfälle (!) ein Nasenspray (keine Tropfen mehr) für Kinder kaufen. Sowas haben wir nur noch. Ist zwar lustig, wenn die Apothekerin fragt, wie alt das Kind sei (ich sage dann: Mitte 40 ;-D ), aber alle Nasensprays sind ohnehin extrem hoch dosiert. Das für Kinder ist stark genug.

Folgende Anwendung hat uns immer gut geholfen, wenn doch mal Nasenspray gebraucht wurde: nicht zu viel oder zu ungeduldig verwenden. Erst die Nase so gut es geht schneuzen. Dann nur ein kleiner Stoß pro Nasenloch. Geduld. Nicht direkt wieder schneuzen. Ruhig mal 15 Minuten warten. Es wird schon frei. Wenn die Nase frei ist, ist eine anschließende Nasendusche perfekt.

Aber die Notfälle dürfen nicht zur Regel werden. Ein bisschen wirst du leiden müssen. Wenn du das Nasenspray ausschließlich vor dem Schlafengehen mit anschließender Nasendusche anwendest, müsstest du bald die Nächte gut überstehen. Und dann musst du es auf jeden Fall nach 2-3 Tagen absetzen und durchhalten. Und damit meine ich: durchhalten. Nicht schwach werden.

Comran

Gherxd


Hallo *:)

Ich kann dir empfehlen:

Nasentropfen unbedingt weg damit, dafür einen Nasenspray, Nasenspray kann nicht mehr hinten runterrinnen.

Weiters einen Spray einkaufen und zwar einen Meersalzspray, der immer wieder dazwischen gegeben wird. Langsam den abschwellenden Spray reduzieren, behilflich ist dabei ein Kortisonspray, den du einmal am Tag für 2 Wochen nach dem Aufstehen sprühen sollst, der wirkt entzündungshemmend und dadurch abschwellend.

In den ersten 2 Tagen wird es trotzdem nicht leicht, jedoch bald wirst du sehen, dass es geschafft ist, vom abschwellenden Spray wegzukommen.

Ein Tip am Rande, es gibt in der Apotheke einen Stift, den du in die Nase steckt und langsam durch die Nase einatmest, der besteht aus ätherischen Ölen und lässt auch die Schleimhäute abschwellen und der ist aber bedenkenlos anzuwenden. (ZB. Wick Inhalator-sollte so um die 5 Euro kosten)

LG und alles Gute :)*

s%unfl/ower`girxl


Ja, das verstehe ich Comran, und wenn ich mal eine Erkaeltung habe und Nasentropfen nehme mache ich das auch so. Aber im Moment liege ich mit Angst so lange im Bett bis ich die Tropfen nehme weil ich nicht richtig atmen kann oder entweder mit Sauerstoffmangel oder hyperventilierend aufwache. Mein Bronchodilator oder Salzwasserinhalation hilft dagegen auch nicht. Und am naechsten Morgen ist durch den Stress mein Lungenvolumen und Peakflow schlechter und ich muss wieder die Lungenmedis nehmen, welche die Nase wieder verstopfen.

Nasenspuehlung hilft uebrigens auch nicht weil meine Nase so zugeschwollen ist sodass das Wasser wieder dort rauslaeuft. Salzwasserinhallationen helfen wenn die Nase echt dicht ist auch nicht. Honig hilft nur kurzzeitig, aber eben nicht im Hals.

Ich denke ich suche vor allem ein Medikament welches den Hals abschwellen laesst sodass ich richtig auf Nasentropfenentzug kann.

s#unAflAoweBrgixrl


Hallo Gert,

ja, ich habe auch Spray aber das laeuft auch nach kurzer Zeit in den Hals. Das bloede ist: ich wohne nicht in Deutschland. Spray gibt es hier nur fuer Erwachsene und das Flaeschchen laesst sich nicht aufschrauben und verduennen. Ich habe ueberhaupt kein Otriven etc fuer Kinder oder Babies gesehen. ":/

s unflSowe4rgixrl


Oh, tut mir leid: du hattest geschrieben leichte Nasentropfen und dann Nasendusche. Ja, das probiere ich nochmal. Aber wie gesagt: das Problem ist der Hals, nicht die Nase.

GBerXd


Ich würde auch gar nicht leichte Tropfen nehmen, ein fach normale (Rhino Spray plus)

aber den dann Schritt für Schritt reduzieren.

Noch ein Tip: Es gibt da eine sehr gute Nasensalbe, die pflegt die Nasenschleimhäute und ist auch leicht abschwellend, zur unterstützung kannst du dir die vor dem Schlafengehen in die Nase einbringen. Die nennt sich: EMSER Nasensalbe sensitiv.

LG @:)

f&euerWb*lume


oh je das leidige Thema Nasenspray hab ich auch durch.

Was mir geholfen hat waren Tabletten gegen die verstopfte Nase (ich hatte Rhinopront) und die dann ausschleichen. Also erst eine Abends, dann nur noch ne halbe, usw.

Die ersten Nächte waren nicht wirklich toll aber ich hatte es dann sehr schnell im Griff

P3iMa0*509


Hast du mit deinem Arzt über das Problem gesprochen?

Meinem Mann hat der Arzt etwas verschrieben gehabt zum loskommen.

Ich selbst habs auch mit Nasendusche und Meerwassernasenspray geschafft. Die ersten Nächte waren beim ersten Mal (ich hatte leider den Fehler gemacht und wieder angefangen) echt schlimm. Und deine Angst vor dem Anfall macht es natürlich komplizierter. Daher würde ich den Arzt fragen.

sLunfllowJerJgixrl


Naja... ich habe es noch nicht besprochen weil jeder Arztbesuch ausserhalb normaler Termine erstmal 100 Euro kostet. Ab naechste Woche bin ich auf Geschaeftsreise. Da koennte ich einen Arzt besuchen denn das laeuft ueber Firmenreiseversicherung. Ansonsten habe ich in etwas ueber 2 Wochen wieder einen Termin bei meinem Lungenarzt.

shunfyloweMrgirl


Nochmal danke an euch. Ich glaube ich wird langsam besser. Gestern habe ich nur einmal gegen Abend in einem Nasenloch und mitten in der Nacht in beiden Nasenloechern stark verduennte Nasentropfen genommen. Heute noch garnicht. Nasenspuehlung mehrmals taeglich scheint zu funzen, auch wenn meine Stirnhoehle jetzt etwas schmerzt und ein Ohr irgendwie Feuchtigkeit zu haben scheint. Keine Ahnung wie ich das geschafft habe :=o

C!omraxn


:)^ :)^ :)^

Und dranbleiben, bis du es wirklich nur noch bei echten akuten Erkältungen brauchst (da reichen dann aber 3-4 Tage).

:)* :)* :)*

s'u*nTfloweRrgirxl


Argh! Das Nasenloch das schon seit mehr als eine Woche keine Nasentropfen mehr bekommen hat ist immernoch ziemlich zugeschwollen, und das andere noch schlimmer (Nasenscheidewand ist etwas krumm. Das 'kleinere' kriegt nachts noch einmalig verduennte Tropfen). Wenn ich ganz auf Nasentropfen verzichte kriege ich echt keine Luft mehr, und das andere Nasenloch zeigt ja dass es nicht besser wird. Uebrigens ist es direkt nachdem ich Sport getrieben habe ziemlich gut, aber schlimmer spaeter am Abend und naechsten Tag – und dann scheint auch meine Kehle wieder irgendwie 'dicht' zu sein. Langsam glaube ich dass das doch nicht mit den Nasentropfen zusammenhaengt. An eine einfache Allergie glaube ich aber auch nicht denn inzwischen bin ich in 3 verschiedenen Laendern mit komplett anderer Vegetation und Klima gewesen*, sogar in einem antiallergenen Hotelzimmer, und nirgendwo gibt es einen Unterschied. Und dann kommt noch das nervige Kribbeln dazu was mal besser und mal schlechter ist (siehe Neuro).

*Wueste: trocken, heiss und staubig, allgemein schlechte Luft durch Abgase und Wuestenstaub

winzige Insel im Nichts: tropisch feucht, warm, saubere salzige Luft

Nordeuropa: kalt, leicht feucht, ziemlich saubere Luft, die ueblichen pflanzlichen Allergene

s$unflowserQgi+rxl


Tja, das duerfte deutlich sein. Ich habe 2 Tage lang vergessen meine Inhallationssteroide zu nehmen, und meine Nase war endlich frei. Ich habe schon lange nicht mehr so gut geschlafen. Heute habe ich diese wieder genommen und meine Nase schwillt wieder zu.

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