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Höllische Angst vor Mandel-OP

n[atronx22 hat die Diskussion gestartet


Das wird jetzt gefühlt wahrscheinlich der 1000 Thread in diesem Forum zum Thema Mandel-OP, aber ich (25 Jahre) bin gerade ein wenig am Durchdrehen. Meine Mandeln sollen eigentlich schon seit einer halben Ewigkeit herausgenommen werden, weil ich wahrscheinlich eine chronische Entzündung habe – die letzte akute Entzündung (mit Eiter etc.) liegt mittlerweile allerdings fast zwei Jahre zurück. Bis jetzt konnte ich mich immer vor einer OP drücken, aber so langsam bekomme ich Angst, dass sich die Entzündung früher oder später im Körper ausbreiten könnte. Mein Problem ist aber, dass ich mit der Zeit eine höllische Panik vor Nachblutungen entwickelt habe (meine beste Freundin hatte Nachblutungen und musste notoperiert werden). Ich muss nur an die OP denken und ich werde vollkommen panisch, fange an zu heulen, zu zittern, bekomme Schweißausbrüche – also regelrechte Panikattacken.

Könnt ihr mir irgendwelche Tipps geben, wie ich mich selbst beruhige? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Nachblutung? Wie sind eure Erfahrungen mit der Mandelentfernung?

Antworten
n[elIlae26


Hallo,

Ich denke es ist ganz wichtig, das du einen Arzt hast dem du wirklich vertraust. Dem du deine Ängste und Sorgen erzählen kannst.

Die Gefahr einer Nachblutung besteht immer, bei jeder OP. Aber die Medizin ist heute so weit, das viel schonender operiert wird als früher.

Deswegen bleibt man im KH, da steht man unter Kontrolle und man ruht sich mehr aus als zu Hause.

Ich für meinen Teil kann dir sagen, die Menschen die ich kenne und die Mandeln raus haben, haben es alle gut überstanden.

Versuch dich nicht verrückt zu machen, vorallem schau nicht zu viel im Internet nach, da findet man meist nur Horrorgeschichten.

Lg

Mtisctha1x19


Ich hatte meine Mandel OP vor vier Wochen. An einem Montag Morgen bin ich wegen starker Schluckbeschwerden zum HNO-Arzt. Der diagnostizierte einen Mandelabszess und wies mich sofort in ein Krankenhaus ein. Noch am selben Abend wurde ich im Münchner Klinikum Rechts der Isar operiert.

Die Operation war großartig, wunderbar. Mir tat vorher alles weh: der Hals, die Zähne, die Ohren die Stirnhöhle. Als ich aus der Narkose aufwachte, waren alle Schmerzen weg. Vollständig! Keine Kopfschmerzen, keine Übelkeit. Gar nichts. Auch am nächsten Tag war ich völlig schmerzfrei. Danach ging es aber etwas bergab. Es gab Schluckbeschwerden – vor allem beim Essen und morgens nach dem Aufwachen. Die Schmerzen konnten aber mit Voltaren Dispers vollständig beherrscht werden.

Neben mir waren noch zwei weiter Mandeln im Zimmer: Einer war 25, der andere 40 und ich 60 Jahre. Keiner hatte Probleme oder übergroße Schmerzen. Alle nahmen regelmäßig ihre Mahlzeiten ein und tranken Kaffee. Keiner hat nach zusätzlichem Schmerzmittel verlangt.

Am Samstag kam ich raus. Topfit. Abends habe ich schon etwas Wein getrunken. Das erste Mal Sex hatte ich am Montag, genau eine Woche nach der OP. Im Nachhinein betrachtet war das leichtsinnig, da mein Puls ordentlich hoch ging (aber Sex war als einziges nicht verboten). Zwei Tage später war ich das erste Mal Joggen, natürlich recht langsam und vorsichtshalber in der Nähe der Praxis meines HNO-Arztes. Ins Fitnessstudio ging es dann einen Tag später. Nie gab es Probleme, nie hatte ich Blut im Mund. Drei Wochen nach der OP war ich weitestgehend schmerzfrei, obwohl die Wunden auch heute noch nicht ganz abgeheilt sind.

l/i6achtaerxl


Ich bekam meine mit 17 vor 20 Jahreb raus. 1 Nacht KH, dann 10 Tage Schmerzen u fluessige Nahrung, am 11. Tag alles gut u seither keine Probleme mehr mit Fieberschueben etc....

L8aaOle1x8


Meine kamen vor vier Jahren raus. Die OP an sich lief gut, trinken etc. durfte ich danach auch. Die ersten zwei Tage hatte ich kaum Schmerzen, danach ging es etwas bergab, aber essen war immer.möglich. allerdins hab ich im KH vor jeder Mahlzeit Novalgintropfen bekommen, ein Segen :)^

Ansonsten wurde ich mit Ibu versorgt.

Mit dem Essen musst du noch ein wenig aufpassen, nichts Scharfes, Säurehaltiges etc.

Kleiner Tipp, falls du nachts aufwachst, der Hals trocken ist und du Schmerzen hast: Hab immer ein Glas Wasser am Bett, tut zwar beim ersten Schluck weh, aber danach ists besser ;-)

Ich wünsche dur alles Gute! :)*

MUaurJigxha


Ich habe sogar zwei Mal die Mandeln entfernt bekommen, weil beim ersten Mal ein Rest drin blieb oder so. Es tut halt weh hinterher und zwar ziemlich heftig. Aber deswegen ist man auch im Krankenhaus, kriegt ordentlich Schmerzmittel, kühlt die ganze Sache und isst keine scharfkantigen Sachen. Eine Nachblutungsgefahr gibt es immer. Allerdings habe ich so einen Zettel bekommen vor der OP, wie man sich hinterher zuhause verhalten soll und wohin man sich wenden muss, wenn es stärker blutet. Bei mir hat nichts nachgeblutet, die Narkose war herrlich und die Schmerzen ließen auch irgendwann nach. Zusammenfassend: Schön ist es nicht, aber kein Grund zur Panik! :)* :)^

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