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Beidseitiger Tinnitus, leichter Schwindel und Druck im im Kopf

B9laOckBaat79 hat die Diskussion gestartet


Hallo :-)

Erstmal: sorry für diese Quadratmeter an Text. Aber ich glaube um so mehr Infos um so besser. Der Kern meines Problems wird allerdings schon im ersten Absatz beschrieben.

Also, wie der Titel schon sagt leide ich unter Tinnitus auf beiden Ohren, gelentlich leichtem Dreh- oder Schwankschindel und einem diffusen Druck im Kopf. Das Ganze hat vor etwa 9 Tagen angefangen. Ich hatte abends nach dem Einkaufen eine kurze Drehschwindelattacke (vielleicht 10-15 Sekunden). Ich dachte das käme davon, dass ich ohne Kapuze mit dem Rad durch die kalte Luft gefahren bin und anschließend ins Warme gekommen bin, in meine Wohnung. 1-2 Tage später hatte ich abends plötzlich einen leichten Druck im Hinterkopf. Und am nächsten Morgen bin ich mit relativ starkem Tinnitus aufgewacht. Seitdem ist auch der Druck im Hinterkopf stärker. Allerdings ist er nicht durchgehend spürbar. Der Druck entsteht auch bzw. wird kurzzeitig stärker wenn ich mich nach vorne bücke (zum Beispiel um die Schuhe zuzubinden). Teilweise strahlt der Druck dabei auch in die Wangenknochen bzw. ins Gesicht. Wenn ich mich dann wieder aufrichte verschwindet dieser Druck wieder oder wird binnen Sekunden schwächer.

Vor 2 Tagen war ich bei meinem Hausarzt. Der hat erstmal in meine Ohren geschaut; hat aber nichts auffälliges sehen können; und tippte dann auf meine Halswirbel. Wohl auch weil ich im letzten Dezember schon mal Ärger mit meiner Wirbelsäule hatte (Schmerzen und Verspannungen im Rücken). Er hat mir dann die Halswirbel eingerenkt. Das hat ordentlich geknackt, und war auch angenehm. Allerdings hat das Ganze nichts an meinen Beschwerden geändert.

Ich muss dazu sagen dass ich schon immer mal leichten Tinnitus hatte. Schon seit meiner Kindheit. Allerdings nur sehr selten und immer nur für ein paar Sekunden. Habe mir daher nie was dabei gedacht. Vor 8 Jahren hatte ich dann zum ersten mal eine Drehschwindelattacke und Ärger mit leichten Hörstürzen (aber immer nur für ein paar Minuten). Das Ganze wurde damals von meinem HNO Arzt rauf und runter untersucht, ohne Befund. Der Schwindel hatte auch teilweise Herzrasen und kleine Panikattacken bei mir hervorgerufen, die ich dann aber später überwunden habe. Irgendwann war das Ganze dann auch wieder weg und mir ging es in den letzten Jahren wieder super.

Tja, und seit 9 Tagen ist das wieder anders. Aber ganz anders. Wenn ich mich ein paar Stunden hinlege, geht es einigermaßen. Auch auf der Couch ist es einigermaßen erträglich. Nur kann das nicht die Lösung sein. Sobald ich aktiv werde, werden auch die Symptome stärker. Allerdings sehr sporadisch. Mal mehr, mal weniger. Wobei der Tinnitus dauerhaft ist. Allerdings zweitwiese sehr laut. So laut, dass ich mir einbilde dass er schon fast schmerzhaft wirkt. Manchmal ändert sich auch die Frequenz, und die Haut am Ohr und hinterm Ohr wird leicht taub, so wie jetzt gerade zum Beispiel (linkes Ohr aktuell) :-(

Mir ist klar dass das Forum hier keinen Arztbesuch ersetzt. Aber vielleicht gibt es ja hier jemanden der das Ganze Theather so oder so ähnlich kennt und Tips oder Hinweise geben kann. Zumal man beim Arzt ja heute auch oft gar nicht mehr die Zeit hat in Ruhe und ausführlich über die Symptome zu reden %-|

Eine Frage die ich aktuell hätte: zu welchem Arzt sollte ich gehen, und wie sollte es ärztlich jetzt überhaupt weitergehen? Ich habe nicht das Gefühl dass das eine Sache ist die sich bald erledigt haben wird...

Noch ein paar meiner "Eckdaten", die vielleicht hilfreich sind...

m, 35, 170cm, 68Kg, sportlich (Radfahren, leichtes Hantel- und Fitnesstraining), keine Zigaretten (nie geraucht), keinen Alkohol; keine Kinder, lebe alleine, bin nicht verschuldet = habe keinen Stress / keine psychischen Probleme (das einzige was mich ab und zu nervt ist mein dauerhafter Single-Beziehungsstatus...)

Vorerkrankungen/bekannte "Mängel" die vielleicht Hinweise geben können:

- ein kleiner Zwerchfellbruch der ab und zu mal Sodbrennen verursacht; ist mit zeitweiser Pantoprazol- Einnahme aber sehr gut und ohne Nebenwirkungen behandelbar

- ab und zu Verstopfung (ich nehme mal an durch den Zwerchfellbruch), empfinde ich aber nicht als belastend (hört sich jetzt vielleicht doof an, aber auf dem Klo kann man gut entspannten und nachdenken... ;-D )

- leichtes gelegentliches allergisches Asthma, bedingt durch Hasel und Gräser (Anfang des Jahres und im Spätsommer), ist mit den üblichen Inhalatoren aber gut behandelbar; muss das Zeug auch nicht sehr oft nehmen, zeitweise über Monate hinweg gar nicht

- Nächtliches Zähneknirschen und angeblich Fehlstellung meines Gebisses: die untere Zahnreihe verschwindet hinter der oberen Zahnreihe wenn ich die Zähne zusammenbeiße; bei meinem letzten Zahnarztbesuch (der war auch Kieferorthopäde) hat dieser sich gewundert dass ich (noch) keine Probleme mit meinem Kiefer habe... (ansonsten sind meine Zähne alle gesund)

Was mir in letzter Zeit aufgefallen ist:

- gelegentlich Lichtempfindlichkeit der Augen und selten sehe ich (alle paar Wochen) auch mal ein paar kleine silberne Lichtblitze (für ein paar Sekunden)

- nach dem Essen ab und zu "Muskelkater"/Druck der Kaumuskeln die direkt über dem Kiefergelenk liegen, manchmal auch rauf bis zu den Muskeln über den Schläfen (fühlt sich dann etwa so an wie ein gespannter Bizeps nach dem Hanteltraining); mir ist auch aufgefallen das ich eigentlich zu feste kaue beim Essen, und in den letzten Tagen bin ich quasi während des Zähneknirschens wach geworden morgens... ":/

- in den letzten 3 Monaten hatte ich sehr oft geschwollene Nasenschleimhäute (allerdings ohne nennenswerte Schleimbildung) aufgrund der Haselpollen, die mal wieder zu früh unterwegs waren und immer noch unterwegs sind (mache derzeit eine Desensibilisierung für Pollen und Gräser; Haselnuss ist allerdings nicht dabei)

- wenn ich meinen Mund/Kiefer ganz weit öffne ändert sich die Frequenz vom Tinnitus: er wird dann lauter und höher ???

- ich sitze, mal vom Sport abgesehen, SEHR viel vorm PC (10-12 Stunden täglich)

Tjooo, mehr fällt mir im Moment nicht ein. Ihr dürft euch jetzt was ausuchen aus meiner Liste ;-D Oder vielleicht erkennt sich hier ja auch jemand zum Teil wieder...

Ich bin zwar noch zum Spaßen aufgelegt. Aber im Grunde geht es mir aktuell zwischen den Ohren besch.... eiden. Ich weiß nicht wie es weitergehen soll mit diesem Mist. Freue mich über jeden Tipp.

MfG

Antworten
LuarTius


Hallo Blackbat,

viele deiner Beschwerden sind mit meinen identisch. Bei mir fing es Ende Januar mit Drehschwindel an. Habe Tabletten gegen Schwindel bekommen, nach einer Woche war der Schwindel weg, und der Tinnitus fing an, bis jetzt. Nicht ständig, aber tagsüber in Intervallen von 2-3 Stunden. Im Gegensatz zu dir, ist es in Ruhephasen und nachts am schlimmsten. Wenn ich in Bewegung bin, ist er weg. Dieser Druck im Kopf ist bei mir auch, wenn der Tinnitus da ist, ist der Kopfschmerz geringer, manchmal auch ganz weg.

Was bei mir auch eine Rolle spielt, ist das Problem mit dem Kiefer. Wenn ich den Mund ganz weit aufreiße, ist der Tinnitus lauter. Nach den Mahlzeiten, also mit starkem Kauen, ist er weg, kommt dann aber nach ca. 10 Min. wieder.

Vor ca. 10 Jahren, mussten 4 Zähne vom Unterkiefer raus. Ca. 2 Jahre später hatte ich ein Druck am linken Ohr. Der HNO schickte mich zum Kieferorthopäden, der sagte, da hat sich was verzogen. Kann mir eine Prothese zulegen oder wenn ich sonst keine Probleme habe, es so lassen. Hab nichts unternommen. :-/

Hab jetzt am 12.03. einen Termin für MRT, die CT vor 2 Wochen hat nichts ergeben.

Wenn sich nichts ergibt, werde ich auf jeden Fall den Kieferorthopäden noch mal konsultieren.

RLots0choNpfG2


Ich hatte so etwas auch. Habe die Tabletten nicht genommen sondern bin zum Chiropraktiker gegangen. 4 Wirbel waren draußen, 3 verdreht. Bei mir ist jetzt, fast 1 Monat nach der Behandlung, der Schwindel zu 95% weg. Nach der Behandlung hat er mir gesagt, dass es normal ist, dass man erst mal keinen Unterschied merkt und dass der Körper jetzt eine Menge Arbeit leisten muss, denn durch die Korrektur läuft ja jetzt einiges anders (also richtig) im Körper.

Hat der HNO dein Gleichgewichtsorgan getestet?

Ich hatte auch Ohrgeräusche. Die treten jetzt nur noch bei extremem Stress auf.

Bjlac"kBaCt79


@ Larius

Mir wurden vor 15 Jahren alle vier Weisheitszähne gezogen. Hatte aber nie Probleme damit. Ich hatte aber immer schon mal ein Knacken im Kiefergelenkt beim Kauen oder Öffnen. Machmal habe ich auch geträumt dass ich meinen Mund nicht mehr schließen kann weil im Kiefer was klemmt. Ich hatte in den letzten Jahren auch öfter mal Aplträume die mit meinen Zähnen zu tun hatten, fällt mir gerade ein. Da scheint mein Unterbewusstsein wohl schon was "geahnt" zu haben ":/

Ich war heute übrigens beim HNO. Die Ohren sind unauffällig. Laut Audiogramm höre ich "wie eine Eins". Die Nasenhöhlen sind ebenfalls auffällig. Der Arzt tippte auf Kiefer (hat er sich angesehen und das Gelenk abgetastet) oder Halswirbelsäule, wobei Letzteres ja auch eine Folge von Kieferproblemen sein kann. Alles andere konnte er ziemlich sicher ausschließen. Also werde ich morgen einen Termin bei meinem Zahnarzt machen, der mir schon vor Jahren gesagt hatte dass ich "eigentlich" eine Aufbissschiene bräuchte. Seit zwei Tagen habe ich übrigens Schmerzen und starke Spannungsgefühle in den Kaumuskeln beim essen, bis hoch zur Schläfe. Also denke ich, dass es wohl der Kiefer sein wird.

Vielleicht lässt sich dadurch auch mein Problem mit dem Zwerchfellbruch lösen. Denn der ist laut den Ärzten die das untersucht hatten zu klein, als dass ich dadurch Ärger haben müsste. Und Magenprobleme können auch mit dem Kiefer zusammenhängen. Vielleicht kann ich ja gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn der Kiefer der Auslöser ist. Dann wäre ich nämlich (wenn auch noch die Desensibilisierung abgeschlossen ist) wieder kerngesund :-)

Werde auf jeden Fall weiter berichten.

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