» »

Chronische Sinusitis - Fess OP oder doch nur Zähneknirschen?

m/imiNHNH3 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

meine HNO-Geschichte plagt mich schon seit Frühling diesen Jahres. Ich versuche, sie so spannend wie möglich zu erzählen. ;-)

Es kam aus heiterem Himmel, dass ich mich an einem Sonntag so schwummrig und irgendwie taumelig, fast schwindlig fühlte. Ich habe ein recht gutes Körpergefühl und war mir sicher, dass mein linkes Ohr irgendwie betroffen sein musste. Ich fühlte einen unklaren, dumpfen Druck und das Gefühl, als wäre das Ohr in Watte gepackt.

Was folgte, war der Horror: Über mehrere Wochen erhöhte Temperatur bis 37,8 und fühlte mich insgesamt derartig schlapp und so mies, wie ich es in meinen 28 Jahren noch nicht erlebt hatte. Auffällig fand ich die immense Speichelproduktion und ein dickflüssiges Sekret, das ich auszuspucken begann.

Natürlich ging ich zum HNO, der vermutete ein Tubenbelüftungsproblem und meinte kühl, ich sollte es mal mit abschwellendem Nasenspray probieren. Tat ich, bloß half es natürlich nichts.

Was folgte, war das volle Ärzteprogramm:

zunächst eine Blutuntersuchung (Die sich außer eine Eosinophilie als unauffällig herausgestellt hat)

Allergietest - negativ, auch gesamt IGE-Wert im Blut im Normbereich

Pilzlabor und parasitologischer Test - keine Auffälligkeiten, negativ

CT Halswirbelsäule - ergab eine "Fehlstreckhaltung"

HNO 1- verordnete abschwellendes Nasenspray - vermutete Tubenbelüftungsstörung

HNO 2 - verordnete Kortisonspray und Nasenduschen - keine konkrete Diagnose

Die Zeit verging und die Symptome wurden besser. Bis auf eine allgemeine Abgeschlagenheit und ein merkwürdiges Benommenheitsgefühl, das ab und an auftrat, fühlte ich mich wieder besser. Was blieb, war mein Ohrendruck. Also ging ich wieder zu jenem HNO, den ich als erstes aufgesucht hatte, da ich ihn insgesamt kompetenter wahrnahm. Der war sehr verwundert, mich zu sehen, nahm sich ausreichend Zeit und untersuchte meine Ohren und auch meine Nase gründlich. Als er eine endoskopische Untersuchung des Nasenraums vornahm, sagte er plötzlich "Oh, das ist jetzt aber interessant".

Er erklärte mir, dass auf der linken Seite ein glasiger Polyp zu sehen wäre. Er schickte mich zum NNH-CT. Dort stellte sich heraus: Schwellung der Nasenschleimhaut in sämtlichen Nasenebenhöhlen. Na toll! Mittlerweile war so viel Zeit vergangen, dass man davon ausgehen konnte, das es zum chronischen Problem geworden war.

Sein Rat: Korisonspray-Kur für weitere 2 Monate fortsetzen, denn "operieren kann man dann immer noch".

Absolut geknickt von dieser unbefriedigenden Lösung und fertig mit den Nerven ging ich nach Hause und verzweifelte beinahe an den gefühlten 10000 Druckausgleichen, die ich Abend für Abend durchführen musste, um meinen Ohrendruck irgendwie auszuhalten.

Ich hielt 2 Wochen durch und suchte dann eine HNO Ambulanz auf. Das war nun vorgestern.

Man untersuchte mich erneut gründlich und hörte sich meine ganze story geduldig an. Die Ärztin erklärte mir, dass die vom HNO verordnete Kortisontherapie offensichtlich nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringt, da der Polyp immer noch recht üppig sei und mir den mittleren nasengang blockiert. Ausserdem wären meine nasengänge anatomisch recht eng, was für die Ursache des Problems wohl auch relevant ist. Und sowieso sei die dauerhafte Einnahme des Kortisonsprays auch keine Lösung.

Ihre Empfehlung: Eine FESS - Op (Entfernung des Polyps und des entzündeten NNH-Gewebes) die nun im Dezember durchgeführt werden soll.

Warum ich mich an euch wende: Ich verzweifle an diesem Ohrendruck und lese bei den Symptomen der chron. Sinusitis immer nur von einem allgemeinen Druckgefühl im Gesicht und Ohrenschmerzen. Nicht, dass der Ohrendruck am Ende noch von etwas anderem ausgelöst wird.

Jetzt wirds nämlich kompliziert:

Mein Zahnarzt, den ich auch kürzlich aufgesucht habe,da ich von CMD gelesen hatte und mir mein Kieferknacken komisch vorkam, verordnete mir - ohne dass ich ihn darauf ansprach - eine Aufbissschiene, da er meinte, ich würde wohl nachts massiv mit den Zähnen knirschen oder pressen. Meine Kaumuskulatur wäre total ausgeprägt, das Zahnfleisch mitgenommen und auch der Kiefer massiv verspannt. Das kam, wie ich gestehen muss, absolut überraschend.

Tatsächlich sehe ich selbst Mahlstellen und ertappe mich sogar tagsüber öfter dabei, wie ich in Stresssituationen die Zähne zusammenpresse. Die Schiene kann ich nächste Woche abholen.

Meine Frage jetzt: Hat jemand anderes das Problem des Ohrendrucks im Zusammenhang mit einer chron. Sinusitis? Oder ist das eher ein Verspannungsproblem?

Werde jetzt einen Ostheopaten aufsuchen und erhoffe mir eine Therapie für HWS und die Kieferprobleme.

Hat jemand Rat? Ich bin für JEDE Wortmeldung dankbar!!

Viele Grüße

Mimi

Antworten

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Hals, Nase und Ohren oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Schönheit und Wohlfühlen · Augen · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH