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Rückfall: Hörsturz/Tinnitus, Kopfschmerzen, Cortison

Z+er&o2k4 hat die Diskussion gestartet


Hi zusammen,

hier meine Geschichte, ich bitte um Ratschläge, wie ich mit der Situation umgehen kann, das würde mir sehr helfen :)

- Chronischer Tinnitus beidseitig 2011 bei lautem Festival über mehrere Tage erworben plus Hyperakusis und Hörsturz

- Tinnitus blieb, durch Schonung (ohne Medikamente!) gingen Hyperakusis und Hörsturz weg

- Juli 2014: MRT wurde durchgeführt. Trotz doppeltem Hörschutz blieb rechts ein Lärmschaden und Hyperakusis kam zurück. Nach über einem halben Jahr ging auch wieder beides zurück

- September 2015: Schaffner beim Zug blies direkt neben mir in Pfeife, darauf Verschlechterung des Hörens und des Tinnitus

- vor 1 Woche: Unerwartet sehr lautes Hockeyspiel in einer Halle miterlebt, Gegner-Fans pfiffen ununterbrochen. Leider seitdem Tinnitus viel schlechter, Hörsturz, leichte Hyperakusis und Kopfschmerzen

Beim HNO-Hörtest konnte ein Lärmschaden auf einer Hochfrequenz festgestellt werden, mir wurden 2 Wochen Cortison-Tabletten verschrieben. Der Tinnitus ist mir ja durch das chronische bekannt, damit kann ich leben, der wird wieder leiser, aber nicht mit einer Hörverschlechterung und den Kopfschmerzen.

Ich wollte euch fragen wie eure Erfahrungen sind mit Prednisolon. Die Kopfschmerzen (Hinterkopf! Pulsierend/drückend) hatte ich auch davor schon leichter, denke nicht, dass es jetzt primär vom Cortison kommt, aber irgendwie führt das dazu, dass ich kaum noch nachdenken kann und reaktionsmäßig total verzögert bin, also total k.o. Kennt ihr das? Kann es sein, dass mein Gehirn am Energielimit ist, um sich mit der neuen Gehörsituation zu arrangieren?? Habt ihr Tipps wie ich die Situation bessern kann? Ich weiß wie wichtig jetzt Schonung und positive Gedanken sind, von Infusionen, hochdosiertem Gingko und co halte ich wenig, es geht ja eindeutig um einen Lärmschaden, nichts undefinierbares.....

Das doofe ist, dass es mir generell die letzten Monate nicht so gut ging, es werden Stoffwechselstörungen und Schilddrüsenunterfunktion vermutet.......deswegen hoffe ich, dass der Körper überhaupt noch genug Energie hat, um die Selbstheilungskräfte in den Ohren anzuwenden. Drückt mir bitte die Daumen! Ich mache wirklich seit vielen Jahren alles, um Lärm zu vermeiden, aber gerade das mit dem Schaffner sind Alltagssituationen, die aus dem Nichts kommen und man kann sich nicht 24/7 jedem Lärm entziehen, ich bin erst MItte 20.

Antworten
aXutumn\-lixke


Meine Hörstürze waren immer mit Hyperakusis. Oft hörte ich auf einem Ohr dann gar nichts mehr, aber ich hatte Glück und es gab sich jedes Mal wieder.

Kortison allein ist kein Wundermittel. Früher waren es Infusionen, heute wird Kortision gegeben. Es hilft nur Abwarten und Schonung. Versuche es positiv zu sehen. Mit Schwindel wäre der Hörsturz schlimmer.

Ich versuche lauten Geräuschen aus dem Weg zu gehen und habe angepasste Ohrstöpsel immer bei mir. Wäre evtl. hilfreich bei deinem Hockeyspiel gewesen. Da ich aber schon einige Hörstürze hatte versuche ich extrem lauten Geräuschen aus dem Weg zu gehen, z.B. würde ich ein Hockeyspiel meiden. Ist nicht immer leicht, aber lieber meiden, als einen Hörsturz riskieren.

aPutuimn-l@ixke


Die angepassten Ohrstöpsel sind für Konzertbesuche. Man hört trotzdem noch etwas. Bei mir fing es damals in deinem Alter an. Ich war nur wenig älter und kaum ging es mir nach einem Hörsturz wieder gut, vergisst man das alles wieder. Heute bin ich achtsamer, weil ich auch Morbus Meniere-Anfälle hatte. Bei mir kam aber viel zusammen. Stressiger Job, arbeiten für 2 - auf Dauer unmöglich, Pflegefall, Trennung etc. Einige Jahre konnte ich viel wegstecken, aber irgendwann ist es zuviel.

Wenn bei dir der Auslöser nur der Lärm ist, besorge dir beim Akustiker angepasste Ohrstöpsel. Sind zwar etwas teuerer, aber das sind sie wert. z.B. Schreddern geht für mich gar nicht. Das ist ein Lärm, den ich nicht vertrage, trotz der Ohrstöpsel.

ZOero22ok4


Hi autumn-like,

vielen Dank für deine Antwort. Sind diese speziellen Ohrstöpsel denn dann einfach generell gegen zu lauten Lärm oder filtern diese sogar spezielle Frequenzen? Ich habe das auch die letzten Jahre bei den bisherigen Rückfällen so erlebt dass sich vieles verbessert, es geht aber oft mehr als 1 Monat, bei mir teils nen halbes Jahr, aber bestimmte Frequenzen machen erstmal Probleme, bei mir sind das hohe wie Vogelgezwitscher oder Rascheln oder Schlüssel-Klingeln.

Die allgemeine Hörlautstärke scheint wieder besser, den Tinnitus ignoriere ich eh seit Jahren so gut es geht, also den bin ich gewohnt, der hat sich auch nicht arg verändert, nur lauter als sonst ;-) Aber ich habe jetzt seit dem WOchenende, also seit fast einer Woche, übelste Kopfschmerzen am Hinterkopf und keinen richtigen Schwindel, aber sowas in der Art und auch Probleme, mit den Augen DInge zu fixieren und die Augen wirken halt echt schlapp........weiss jetzt nicht, ob das vom Gehör oder Cortison kommen kann. Die Cortison-Dosis ist momentan "nur" noch bei 10 mg/Tag, also echt nicht so viel...aber bei den 1000 Nebenwirkungen die das hat, kann das ja daher kommen. Bei meinem ersten richtigen Lärmtrauma, dem Konzert, wo alles begann, habe ich sowasgar nicht genommen, da hat es Monate gedauert, dann ging die Hyperakusis weg. Positive Gedanken und Konfrontation mit Alltagsgeräuschen halfen mir hier sehr.

Ich möchte auch betonen dass ich mich lärmmäßig wirklich schone, ich meide jede Baustelle, gehe seit Jahren nicht mehr in Clubs oder auf Konzerte......das Hockeyspiel hat mich eiskalt erwischt, weil ich nie davon ausging, dass es so laut wäre. da waren ja auch viele Kinder.

aFutu%mn-lixke


Hallo Zero2k4,

ich habe mir die Ohrstöpsel vom Akustiker anfertigen lassen. Meine sind geeignet für Konzerte, sodass man trotzdem noch etwas hören kann, es ist alles nur gedämpfter. Die Frequenzen kannst du dir aussuchen z.B. wer häufig mit einer Kreissäge etc. arbeitet, kann sich auch für diese Töne Ohrstöpsel anfertigen lassen. So wurde es mir erklärt. Es gibt hier einige Filter.

Allerdings z.B. Schreddern oder extrem laute Orte wie Oktoberfest meide ich inzwischen. Trotz Ohrstöpsel, weil es auch mit Filter noch ziemlich laut ist und ich dann die nächsten Tage Probleme habe.

Ich habe früher auch nie Kortison genommen, nur durchblutungsfördernde Tabletten, Infusionen und es wurde jedes Mal von selbst wieder besser. Kortison ist billig für die Krankenkasse, aber der Nutzen ist nicht erwiesen, meinte mein HNO zu mir. Allerdings in ganz schweren Fällen rät er dann trotzdem zum Kortison, wie bei mir vor 2 Jahren.

Ich kenne das mit dem Vogelgezwitscher etc., wenn sich alles unnatürlich laut anhört bei einem Hörsturz. Bei mir war es auch noch bei Frauenstimmen und Kinderstimmen. Radiohören ging gar nicht mehr. Mit Tinnitus lebe ich auch seit Jahren.

Lass dir die Ohrstöpsel anpassen und nimm sie für solche Fälle wie das Hockeyspiel mit. Ich persönlich würde es meiden wegen den ständigen lauten Pfiffen. Kopfschmerzen hatte ich auch öfters. Sogar der Freund meiner Tochter reagiert auf Kortison mit Schwindel. Er hat eine Erkrankung und muss hier öfters Kortison nehmen.

Ich wünsche dir alles Gute. Was ich nicht mehr machen würde, trotz Hörsturz weiterarbeiten. Dann dauert es umso länger. Heute achte ich auf meine Gesundheit. Versuche Lärm zu meiden, der dir nicht gut tut. Auch, wenn du dann später wieder keine Probleme damit hast. Im Laufe der Jahre hatte ich dann immer öfters einen Hörsturz. Zudem lebe ich jetzt bewusster, achte mehr auf mich. Aber das habe ich erst so richtig vor 2 Jahren begriffen. Ich hatte Glück, dass mein Gehör jedes Mal wieder kam und seit ich den Arbeitgeber gewechselt hatte, hatte ich seit 2 Jahren keinen Hörsturz mehr. Ich hatte stets weitergearbeitet und die durchblutungsfördernden Tabletten wie Bonbons eingeworfen. Bei mir ging es dann weiter mit dem Morbus Meniere-Anfall. Das muss ich nicht mehr haben.

Z{eroj2kx4


Die durchblutungsfördernden Tabletten verträgt halt auch nicht jeder wie der andere.......habe da auch von Allergien, Kopfweh, Schwindel, K.O.-Gefühl gehört......selbst bei Ginkgo hochdosiert, was ja eigentlich pflanzlich ist.....schwierig zu sagen.

Was ich generell immer tue ist viel Vitamine zu mir nehmen und Magnesium, das ist ja ein Wundermittel, soll auch wichtig für die Ohren sein....ob das was bringt, wird man nie erfahren oder ob der Körper sich auch so geheilt hätte.

MIr gehts mittlerweile wieder besser, ich höre immer noch alles gedämpfter und Musik klingt irgendwie anders, aber ich hab mich damit arrangiert und es ist jetzzt nicht mehr so dass sich alles "neu" anhört und ich auf jeden Ton achte wieso der komisch klingt, also mich lenkt das Gehör nicht mehr ab.....das ist ja zu Beginn so einer Erkrankung immer ganz schlimm dass man sich nur noch aufs veränderte hören konzentriert.

ich tue sehr gut darin im büro (leise!! ^^) weiter zu arbeiten, um einfach im alltag gut drin zu bleiben. man muss ja auch trennen ob der TT lärm- oder stressbedingt kam. stressbedingt sollte man arbeiten echt einstellen denke ich.......aber bei lärmerkrankungen (und mich hats da echt mehrfach hart getroffen) ist wirklich die beste lösung sich den alltagsgeräuschen zu stellen. leise im zimmer allein daheim wird man mit der umwelt nicht mehr klar kommen

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