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Morbus Meniere

H}er6iko hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

die Diagnose Morbus Meniere war für mich ein ziemlicher Schock und um mir ein etwas genaueres Bild darüber zu verschaffen, habe ich natürlich viel gegooglet und bin dabei auch auf [[http://www.med1.de/]] gestoßen.

Ich muss zugeben, das mir die gut gemeinen Ratschläge aus meinem Umfeld nicht wirklich weiterhelfen können, das ist vielleicht auch ein Grund hier zu schreiben, nebenbei quält mich aber dennoch die ein oder andere Frage in der Hoffnung, vielleicht hier eine Antwort zu bekommen.

Ganz kurz aber noch zu mir und schnell zusammengefasst:

Ich bin 29 Jahre jung und vor fast genau 3 Jahren hatte ich einen Hörsturz welcher mit diversen Medikamenten etwas gelindert werden konnte, zwar wurde der Hörverlust etwas minimiert, der Tinnitus aber blieb mir. Es hat etwas gedauert, aber letztendlich gewöhnte man sich an das ständige Pfeifen. Rückblickend würde ich sagen, war der Auslöser ganz klar Stress.

Umschulung vom Tischler zum Kaufmann aufgrund zweier Bandscheibenvorfällen erfolgreich beendet aber die neue Firma verlangte mir gerade zu beginn einiges ab, zeitgleich zog ich um was Wochen wirklich schwer körperlicher Arbeit mit sich zog und parallel dazu hatte ich sowohl in der Familie als auch mit der damaligen Freundin sehr viel Problemchen zu bewältigen.

Als es dann aber wieder ruhiger wurde und ich mich endlich mal wieder entspannen konnte, kam der Hörsturz von jetzt auf gleich.

Vor sieben Wochen aber bin ich Nachts wach geworden und ich bilde mir ein, einen Knall gehört zu haben. Am Morgen darauf bin ich mit einem Tinnitus aufgewacht, der von der Lautstärke so unfassbar viel lauter war, als wie ich es bisher gewohnt war. Das hält leider auch bis heute an.

Es folgte ein Termin beim HNO und eine Nacht im Krankenhaus, da ich kurz darauf mit Schwindel zuhause zusammengebrochen war. Dort fand man im MRT aber Gott sei Dank nichts. Zwei abschließende Tests beim HNO brachten mich schlussendlich zum Neurologen. Dieser diagnostizierte dann Morbius Meniere und schickte mich mit einer Jahresration Betahistin 12 (3x tägl.) wieder nach Hause.

Und an dem Punkt stehe ich jetzt ...

Gestern war ich noch kurz beim Hausarzt weil ich das Gefühl hatte, das Betahistin nicht wirkt. Das aber nicht wirklich mehr zu machen bzw. erreichen sei, war dann der nächste Schock für mich.

In der ganzen Hektik habe ich aber vergessen, für mich wichtige Frage zu stellen die mir keine Ruhe lassen.

Dr. Google frage ich auch nicht weiter, weil das löst nur noch größere Panik in mir aus >.<

Zum einen komme ich derzeit mit meinem mittlerweile extrem lauten Tinnitus nicht mehr klar. Meistens schlafe ich gar nicht, wenn ich Glück habe hilft mir etwas Musik zum einschlafen, was aber idr. seine 3 Stunden dauert ... bis ich dann nach 2 Stunden wieder wach bin.

Der Lichtblick ist eine Tinnitus Reha, welche mein Hausarzt heute für mich einreichen will. Ich hoffe sehr das man diese bewilligt und ich vielleicht lerne, etwas besser mit dem Ganzen umzugehen.

Wie geht Ihr denn mit Eurem Tinnitus um, gerade dann, wenn es Richtung schlafen geht? habt Ihr Tipps, welche Euch tatsächlich entspannen und helfen?

Noch wichtiger aber ist für mich die Frage, wie sich Morbius Meniere entwickeln kann.

Bisher hatte ich diese extremen Attacken noch nicht. Mir wird gelegentlich lediglich etwas mulmig im Magen und etwas schwindelig. Druck im Ohr und Kopfschmerzen dagegen habe ich fast permanent.

Das Krankheitsbild aber sagt diese extremen Attacken voraus und der (massive) Hörverlust links, den ich bereits habe, kann sich auch auf beide Ohren bis hin zur Taubheit weiterentwickeln.

Kann ich also darauf warten das es dementsprechend schlechter wird oder besteht die Chance, dass das Ganze in dem Stadium, in dem es jetzt ist, bleibt?

Kann man den Verlauf positiv beeinflussen? Mehr Sport, weniger Stress, gesünder Essen ...?!

Wobei das leicht gesagt ist, vor allem, da so etwas ja eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Mir lag noch so viel mehr auf der Zunge, aber irgendwie komme ich gerade nicht drauf.

Zumal ich merke, je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, umso schlimmer wird es.

Dazu kommt die Unsicherheit, das sich alles so dramatisch verschlechtern kann und so wirklich traue ich mich gar nicht mehr vor die Tür.

Jedenfalls danke ich schon mal fürs lesen und bin natürlich über jeden Tipp und jeden Ratschlag in jede Richtung dankbar :)

Antworten
a4utu3mn-liyke


Dein Hauptproblem ist momentan nur der Tinnitus. Mit dem Schwindel hast du keine Probleme mehr?

Dann mache dich nicht verrückt. Morbus Meniere ist eine Ausschlussdiagnose. Hattest du starken Drehschwindel? War Nystagmus dabei? Ich vermute nein.

Ich selber halte von Betahistin nicht viel. Bei mir hat es sich dadurch nur verschlechtert. Aber ein anderes Mittel gibt es nicht dagegen.

Mit dem Tinnitus wirst du lernen müssen zu leben. Ein echter Morbus Meniere-Anfall ist deutlich schlimmer. Ich konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten, mein Ohr rauschte wild und Übelkeit kam dazu. Nystagmus sowieso. In dem Moment denkt man, dass man stirbt.

Ich hatte vor Jahren schon einmal solche Anfälle. Hatte die Warnzeichen ignoriert. Heute versuche ich Stress zu vermeiden. Denn bei Stress habe ich auch mit Druck auf den Ohren zu kämpfen. Tagelanger Druck bedeutet für mich, dass ein Morbus Meniere-Anfall in Anmarsch sein kann.

Versuche bei Stress einen Ausgleich zu finden. Achte auf dich. Hier hilft dir nur die Zeit und Geduld. Beschäftige dich nicht zuviel mit dem Tinnitus. Er gehört zu deinem Leben dazu. Genieße das Leben. Konzentriere dich auf die schönen Dinge im Leben.

G.oldenAOl?dixe


Bei meiner Mutter wurde vor 1 1/2 Jahren Morbus Meniere diagnostiziert. Sie bekam ihren ersten Anfall aus dem Nichts mitten auf der Arbeit. Sie beugte sich nach vorne um etwas aufzuheben und bekam mit einem Mal starken Schwindel und musste sich daraufhin übergeben. Das ganze ging ca. 5 Stunde ohne Unterlass, erst als sie sich hinlegen konnte und die Augen schloß wurde es besser. Sie schlief dann 22 Stunden am Stück durch (ins KH wollte sie damals nicht). Seitdem hat sie so alle 2-3 Monate einen Anfall in dieser Intensität, manchmal auch nur mit 1-2x übergeben oder starker Übelkeit. Schwindel ist immer stark vorhanden. Auch sie bekommt seitdem (nach etlichen Untersuchungen aller Art) Betahistin (3x täglich je 48mg aktuell). Es hilft einigermaßen, die Angst vor einem neuen Anfall ist groß. Sie macht auch den Fehler weiterhin ihren Stiefel durchzuziehen und sich nicht mal Ruhe zu gönnen. Ihr HNO hat ihr diese Ohr OP empfohlen, wo die störenden Kristalle im Ohr, die diese Anfälle auslösen, entfernt werden sollen. Das lehnt sie aber momentan ab.

aAutu?m2n-lvi'ke


@ GoldenOldie

Ich kann deine Mutter verstehen, dass sie Angst vor dem nächsten Anfall hat. Bei mir ist der letzte Anfall jetzt 2 1/2 Jahre her, aber ich habe damals begriffen, dass es jederzeit wiederkommen kann. Darum habe ich mein Leben umgestellt.

Ich war jahrelang leider wie deine Mutter. Immer 200 % geben, auf mich geachtet habe ich nie. Seit ich ruhiger und bewusster lebe, mir Auszeiten gönne, geht es mir gut.

Ich hoffe, dass deine Mutter auch bald zu dieser Erkenntnis kommt. Was nützt mir meine Rente, wenn ich dann später wegen dem Schwindel nur noch im Bett liegen kann? Ich hatte schon Schwindelattacken, die auch bei geschlossenen Augen anhielten.

Hat deine Mutter nachweislich die Kristalle im Ohr? Oft operieren sie das Gleichgewichtsorgan, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt. Allerdings geht es diesen Patienten noch lange Zeit nach der OP schlichtweg miserabel.

jRürZgen94x4


Hallo Heriko,

mich würde speziell interessieren wie ein Neurologe spontan einen Morbus Menière diagnostizieren kann, welche Untersuchungsmethoden hat dieser Mensch denn durchgeführt?

Um Morbus Menière zweifelsfrei festzustellen, bedarf es nach meinen gemachten Erfahrungen mehr, als einmal einen Neurologen daraufschauen zu lassen!

Lass ich durch diese Diagnose nicht verunsichern, nicht ein Neurologe kann ein"MM" diagnostizieren, sonder nur ein erfahrener HNO-Arzt, oder noch besser eine HNO-Klinik speziell für diese Problematik!

Alles Gute

Jürgen

HEer:ixko


Danke für Deine Antwort autumn-like :)

Mit Nystagmus ist Augenzittern gemeint, oder? Der Neurologe meinte bei mir leichtes Augenzittern bemerkt zu haben, ich selbst kann das aber nur schwer beurteilen.

Das mit dem Schwindel ist so eine Sache. Dieses extreme wie es oft geschildert wird, hatte ich bisher 2 Mal, wobei ich das eher unter die Kategorie Panik schiebe. Ich bin mir nicht sicher, wie sich ein Maniere Schwindel äußert.

Als ich beim HNO saß und er mit mitteilte, das ich einen massiven Hörverlust habe, das ganze keine Chancen auf Heilung hat und das Thema Hörgerät im Raum stand ... ist mir kurz darauf so schwindelig geworden das ich zusammengebrochen bin und ne Stunde außer Gefecht war.

Die zweite Attacke hatte ich in der Nacht, zwei Tage später. Daraufhin bin ich auch ins Krankenhaus gefahren. Ich bin wach geworden weil der Tinnitus beidseitig so extrem laut war und sich total in den Kopf gefressen hat. Sehr schwer zu erklären aber auch da wurde mir schwindelig, was aber im Vergleich relativ schnell wieder abgeklungen ist.

Bis auf die beiden Vorfälle habe ich nur Druck im Ohr, ständig Kopfschmerzen und zwischendurch immer mal wieder einen leichten Schwindel, wenn ich schnelle Bewegungen mache oder aber wenn zu viel Tumult um mich herum ist. Der Weihnachtsmarkt vergangenen Freitag zb. war eine schlechte Idee, mir wurde richtig unwohl und schummrig.

Die Diagnose Morbus Maniere steht aber auch erst seit einer Woche ... Man liest ja häufig das solche starken Anfälle auch durchaus seltener vorkommen können?

Aber ja, der Tinnitus macht mir in der Tat momentan deutlich mehr zu schaffen, gerade Nachts. Nebenher erschleicht mich aber die Panik wenn ich mir Vorstelle, das auch bei mir Morbius Meniere noch deutlich zulegen und zu massiven Anfällen und vielleicht sogar Taubheit führen kann. Es hat schließlich auch nur 3 Jahre gedauert um von einem leichten Hörverlust einen massiven Hörverlust zu machen >.<

Jetzt such ich mir aber erstmal wieder neue Entspannungsmusik und versuche etwas Schlaf zu finden ;P

HBerixko


Oh, noch ganz kurz will ich auf Deine Fragen antworten, Jürgen.

Etwas irritiert war ich auch, nachdem ich beim Neurologen war, das muss ich zugeben.

Er hat eigentlich nur mit seinem Hämmerchen auf diverse Körperteile geklopft und mir nach den typischen links, rechts, oben, unten Bewegungen in die Augen geschaut.

Ausschlaggebend waren aber vermutlich die Befunde und Tests des Krankenhauses bzw. meines HNO.

Letzterer hat 3 verschiedene Tests gemacht, welche ich vom Namen her aber nicht alle wiedergeben kann. Vom Krankenhaus lagen die MRT Bilder sowie Werte von Blut- und Urinprobe vor.

a-utumnx-like


Der Nystagmus bei meinem Anfall war nicht nur ein leichtes Augenzittern. Es gab ein gekipptes Bild, alles wackelte. Bei meinem Anfall hätte ich in keine Klinik fahren können. Nicht als Fahrer, aber auch nicht als Beifahrer. In dem Moment hätte ich nicht einmal selbst den Rettungswagen verständigen können.

Extrem laute Orte meide ich. Denn ich musste die Erfahrung machen, dass mir danach einige Tage schwindlig ist.

Ich habe schon oft nichts mehr auf einem Ohr gehört und mein Gehör kam jedes Mal wieder. Allerdings hatte ich auch schon viele Hörstürze in meinem Leben.

Befasse dich jetzt nicht mit Taubheit. Du machst dir jetzt schon Gedanken, was wahrscheinlich nie eintreten wird. Lebe in der Gegenwart und versuche nicht in die Zukunft zu blicken. Wir wissen zum Glück alle nicht, was uns erwartet.

ayutuamn-Dlikxe


@ Jürgen44

Wie geht es dir inzwischen?

jVürgenx44


Hallo Heriko,

Um eine Morbus Menière Diagnose einigermaßen sicher stellen zu können, sollten folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

Vestibularisprüfung

Die kalorische (thermische)Prüfung

Hör-und Sprachtests

Otoakustische Emissionen und Distorsionsprodukte

Bera

Die Glyserolbelastungsprobe

Die Elektroochleogrphie

Selbst wenn all diese Test positiv/negativ verlaufen, ist eine gesicherte Diagnose nicht gesichert!

Morbus Menierè tritt anfallsweise auf, in der anfallsfreien Zeit kann "MM" nicht diagnostizieren werden. Kommt es zu einem Morbus Menièr Schwindelanfall ist kein Arzt zur Stelle, welcher anhand der Symptome diese Krankheit diagnostizieren könnte!

Auch gibt es gegen diese Krankheit kein wirksames Mittel!!! All die Präparate die von den Ärzten verschrieben werden sind einer Notlösung geschuldet: Welcher Arzt möchte seinen Patienten ohne ein Rezept nach Hause schicken.

Was ich hier wiedergebe ist meine Erfahrung aus meiner fast zehnjährigen Erfahrung mir dieser Krankheit. Mittlerweile habe ich keine Schwindelanfälle mehr, als Preis dafür ist mein rechtes Ohr durch die ständigen Anfälle taub.

Heriko, ich möchte Dich bitten, unterziehe Dich einer umfassenden HNO-ärztlichen Untersuchung, um Dich vor solch einer Konsequenz zu bewahren!

Alles Gute

Jürgen

H^eri=kxo


Nachdem mein HNO die Tests ausgewertet hat sagte er zu mir, er könne nichts mehr weiter für mich tun und schickte mich daraufhin zum Neurologen. Jetzt nochmal bei Ihm anzuklopfen erscheint mir nicht richtig, da seine Kompetenzen vermutlich ausgereizt sind (sonst hätte er ja weiter behandeln können).

Wenn ich wegen dem Reha-Antrag nochmal zu meinem Hausarzt muss, werde ich Ihn mal fragen zu was er mir rät bzw. welchen Ärztemarathon man machen muss, um die Krankheit eindeutiger zu bestimmen bzw. diese im Auge behält. Er scheint mir der einzige, der sich tatsächlich viel Zeit für mich nimmt ...

Hätte man Dich denn vor der Konsequenz des tauben Ohres bewahren können, Jürgen?

Zumindest waren sich alle Ärzte in dem Punkt einig, das man bis auf Betahistin schlucken und abwarten, nicht wirklich was machen könne :/

jGürgeFnh4x4


Hallo Heriko,

danke für Deine Nachricht!

Auf Deine Frage ob meine einseitige Taubheit hätte verhindert werden können, kann ich leider nur mit "jein" antworten.

Warum: Im Gegensatz zur Meinung Deines behandelten HNO-Arztes gibt es für an Morbus Menière Erkrankte, noch "einige" Möglichkeiten, diese Krankheit evtl. "erträglicher" zu machen, nämlich die Saccotomie. Ich habe diese OP bei mir durchführen lassen, leider bei mir nicht von Erfolg gekrönt! Statistisch profitieren davon bis zu 80 Prozent, ich war leider unter den 20 Prozent, nach einigen Wochen kehrten die Anfälle mit voller Wucht zurück!

Heriko, ich komme noch einmal auf die eigentliche Diagnose dieser Krankheit zurück. Dieser oben beschriebene Eingriff kommt natürlich nur in Betracht, wenn Zweifelsfrei diese Krankheit diagnostiziert wurde. Deshalb vielleicht doch noch einmal eine zweite Meinung eines HNO's einholen, vielleicht auch, wenn die Möglichkeit, besteht in einer dafür spezialisierten Klinik nach einer Untersuchung fragen.

Ich rede vielleicht wie der Blinde von der Farbe, ich kenne Deine fachärztlichen Möglichkeiten an Deinem Wohnort nicht, ich wohne in Hannover und bin in der Med.Hochschule dort gut versorgt worden!

Leider ist diese Versorgung bei uns nicht überall gesichert!

Ich wünsche Dir alles Gute, sollten noch Informationbedarf bestehen, immer gern auch über PN-

Alles Gute

Jürgen

Aandré 964


Hallo und schönen guten Tag zusammen.

Dies wird mein erster Beitrag zum Thema "Morbus Meniére" und wüsste gern, ob hier jemand einen nahezu gleichen Krankheitsverlauf hat(te)...

Also ich bin 51 Jahre alt und hatte im Oktober einen Tieftonhörsturz links, der im Krankenhaus 10 Tage mit Infusionen erfolglos behandelt wurde. Seit dem Hörsturz habe ich ein Brummen im Ohr, oftmals (mit wenigen Ausnahmen täglich)rasende Kopfschmerzen auf der rechten Seite. Ein Rehaantrag wurde bereits vom Behandelden Arzt im Krankenhaus gestellt. Dann im November ging es los... Das linke Ohr setzte sich komplett zu und ca.5 Minuten später begann ein Drehschwindel, der jedoch nach einer halben Stunde wieder weg ging - einen Tag später das gleiche... Ohr zu und kurz darauf Drehschwindel, der jedoch nicht wieder weg ging. Im ernst, ich dachte das ist meine letzte Stunde. Nach 1,5 Stunden Erbrechen, der nicht enden wollte. Bis der Notarzt kam und mit Infusionen ins Krankenhaus brachte - dann war nach ein paar Stunden alles ok.

Seit dem habe ich jeden Tag immer mal wieder Schwindelgefühl (aber nicht vergleichbar mit dem zweiten), laufe kurz "als wenn ich betrunken wäre" und dann ist wieder gut, bis auf den Kopfschmerz.

Inzwischenn war ich in der Uniklinik M und die haben mich nach einigen Untersuchungen mit der Diagnose Morbus Meniére nach Hause geschickt. Der Arzt sagte was von in 3 Monaten wiederkommen und inzwischen kein Autofahren, was er in seinem Arztbrief auch nochmal geschrieben hat.

Frage(n), muss ich mich daran halten? (ich wohne am Popo der Welt) Dem Drehschwindel geht immer ein "zu setzen" des Ohrs voraus.

Hat jemand eine Ahnung wie es Beruflich weiter geht? Ich muss zu Kunden fahren.

Ich habe bestimmt 1000 Fragen, doch ich will mal Abwarten ob sich hier jemand meldet und mir den ein oder anderen Tip geben kann

s1unf?lyx3


Hallo zusammen,

das Thema: "Morbus Meniere" beschäftigte auch mich mehrere Jahre. Wie üblich das ganz normale Ärztehopping, wurde von einem Facharzt zum nächsten geschickt, aber alles ohne Befund. Aufgrund der Symptome: starker Drehschwindel, Nystagmus, Tinnitus, starkem Übergeben, etc. einigte man sich auf M.M. Man verschrieb mir das in diesen Fällen scheinbar einzige Mittel Betahistin, das aber nicht die geringste Wirkung zeigte. Da ich körperlich offensichtlich gesund war, wollte man mich auf die Psychoschiene schieben.

Über med1 meinte damals ein Leser, daß evtl. ein Chiropraktiker Heilung verschaffen könnte. Also ab zu einem guten Chiropraktiker. Als ich ihm meine Symptome schilderte, meinte er lakonisch und ohne weitere Untersuchung, daß bei mir eine Atlasblockade vorliegen würde.

Dann trat er hinter mich, wiegte meinen Kopf in seinen Händen, bat mich, locker zu bleiben und mit einem kurzen, deutlichen Ruck knackte es im Halswirbel, als hätte man einen Hühnerbein zerbrochen. Ab sofort fühlte ich mich deutlich besser.

Mittlerweile sind über 10 Jahre verflossen und ich hatte keine Anfälle mehr. Lediglich, als ich damals nach 2 Jahren merkte, daß sich die bekannten Symptome wieder einschleichen, suchte ich erneut einen Chiropraktiker (mit Überweisung meines Hausarztes) auf, der die Atlasblockade erneut löste. Fühle mich geheilt, kann wieder all das machen, was damals absolut unmöglich war: Rad- oder Motorradfahren, schwimmen, große Wanderungen, Gleitschirmfliegen, etc.

Seltsamerweise wollten damals die mich behandelnden Ärzte nicht glauben, daß "nur" eine Atlasblockade vorlag. Grund müsse ein anderer sein. Tatsache ist: seither bin ich beschwerdefrei.

Der damalige Chirapraktiker erklärte mir folgendes: über den Atlas führen zwei Blutgefäße zu den Ohren. Durch die Blockade wird ein Blutgefäß gequetscht, so daß ein Ohr mit Blut unterversorgt wird. Aufgrunddessen liefern die Gleichgewichtsorgane unterschiedliche Signale ans Gehirn, das damit natürlich nicht klarkommt und so Schwindel produziert.

Dies einfach zur Kenntnis.

Tlorst'en9p1


Hallo und Guten Abend ,

Ich bin auf dieses Forum gestoßen nachdem ich die Diagnose Meniere bekahm von meinem HNO.

Ich heiße Torsten und bin 25J jung/alt.

Bei mir fing alles so an , ich lag abends auf der Couch und schaute TV und war am Computer ab arbeiten auf einmal knallte es in den Ohren und ein starkes Drehgefühl setzte ein, welches in der Intensität von Minute zu Minute schlimmer wurde meine Augen zuckten unwilkürlich durch die gegend , ich wusste nicht was mit mir los war , ich bekahm starke Angstgefühle und rief nach meiner Mutter , diese eilte auch sofort zu mir und fragte mich was sei , ich sagte Ihr alles dreht sich so schlimm ich habe füchterliche Angst.

Meine Mutter beruhigte mich was Ihr auch gelang.

Nach gefühlten Stunden voller Angst war der Schrecken vorbei.

1 Jahr verging ohne weiteren Schwindel und ich lebte einfach normal weiter und die Errinerungen an diese Nacht verschwanden.

Wiederum ein Jahr später am Tage im DM(Drogeriemarkt) , erlitt ich das gleiche , es drehte sich wieder so stark das ich mich nicht auf den Beinen halten konnte und fiel um.

Ich ging am darauffolgendem Tag total benommen zum HNO schilderte Ihm die gesammte Geschichte und wurde untersucht , Gleichgewichtsprüfung mittels warmen/kalten Wasser war für mich der blanke Horror , desweiteren folgten ein Hörtest , ein Test bei dem Klick-Geräusche links und rechts im Ohr zu hören sind , ich weiß nicht wie diese Untersuchung heißt.

Es kahm nicht bei raus und der HNO sagte mir das es wohl psyschich bedingt sei und Stress.

Meine Mutter machte sich bei Google kundigt und stieß auf die Schwindelambulanz in Essen , ich bekahm auch schnell einen Termien und wurde dort wieder auf den Kopf gestellt , ohne wietere Befunde.

Anfang diesen Jahres ging ich zu einem anderen HNO der bei mir den Video-Kopfimpulstest durchführte und in beiden Ohren schäden am Gleichgewichtsorgan feststellte.

Ich muss dazu sagen das ich nur bei sehr starken Drehanfällen erbrechen bekomme und nicht mehr im stande bin zu laufen , bei schwächeren Drehattacken bleibt das schwere erbrechen zum Glück aus.

Ich ging vor 2 Monaten nochmals zum HNO weil ich auf beiden Ohren ein ständiges Druck Gefühl habe und ein Anfallunabhängiges starkes tiefes Brummen welsches nicht immer in Anfällen vorhanden ist sondern auch immer vor oder nach den Anfällen kommt.

Der HNO machte einen neuen Video-Kopfimpulstest und einen erneuten Hörtest und siehe da ich habe weiter Schäden an beiden Ohren und habe im Hörtest starke Schäden auf beiden Ohren im Tieftonbereich.

Somit war für Ihn die Diagnose Meniere einleuchtend er fragte ob in meiner Familie weitere Menierefälle bekannt wären und meine Mutter bestätigte das Ihre Muter auch an Meniere litt.

Ich bin ziemlich verzweifelt und kann nur sagen das diese Meniere der reinste Kampf ist und eine wiederliche Erkankung.

Ich bekahm ein Rezept für Betavert N 24 mg und soll diese 6x täglich nehmen und im Anfall selber Vertigo-Vomex in Zäpfchen Form damit auch gewerhleistet ist das , das Medikament zum wirken kommt.

Ich würde mich natürlich auch über Nachrichten freuen und über andere Erfahrungen mit dieser Erkrankung.

MFG

Torsten :)^

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