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Sinusitis geht nicht weg

L?ouisiaxna hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Sinusitis soll ja eine der häufigsten Erkrankungen sein in unseren Breitengraden, oftmals für eine normale Erkältung gehalten.

Ich hatte vor 8 Jahren wohl eine ohne es zu wissen, möglichweise verschleppt, hat mich drei gesunde Backenzähne gekostet (inclusive vorheriger WB natürlich) wegen permanenter Zahnschmerzen, erst dann ist jemand draufgekommen die NNH zu röntgen. Rechts komplett alles verschattet, links mäßig. AB mit Nasentropfen half nicht. Ich hatte auch zwischendurch Fieberschübe, allerdings nicht die klassischen Anzeichen wie grüner Schleim etc. Nichts kam raus. Habe mich der Uniklinik vorgestellt - weil der Zähne wehtaten (alles andere ist mir nicht so aufgefallen) bin ich in dort in die Schublade MGK gesteckt worden statt HNO, das war wohl der erste gravierende Fehler, denn so wurde leider nicht minimal-invasiv sondern über Eröffnung der KH über den Mund gearbeitet, jeder HNO hat später darüber den Kopf geschüttelt. Das alles war fürchterlich, auch die Tage danach im KH (ich schreibe keine Einzelheiten), und auch als ich entlassen war, da war zwar der CRP wieder normal, aber ich hab danach fast 12 verschiedene ABs bekommen (heute greif ich mir an den Kopf), weil die Beschwerden und Schmerzen blieben. Nach zwei Jahren hatte ich mich mit den Beschwerden arrangiert, nachdem auch die HNOs immer wieder sagten, das ist jetzt eben so. Mit der Zeit haben die Beschwerden (wahrscheinlich war auch der Gesichtsnerv etwas angegriffen worden). So hab ich seitdem wohl die chronische Variante mit Schleimfluss im Rachen, an den ich mich gewöhnt habe, und dass die Nase wechselseitig verstopft, was mir als Nasenzyklus erklärt wurde, nur dass mir der vorher nicht ansatzweise so deutlich vorkam. Bei Erkältungen bekam ich schon mal schneller Druck auf die NNH und hab dann immer schnell Gelomyrtol eingeworfen und ein paar Tage abschwellende Nasentropfen genommen und besonders viel getrunken, das hat geholfen.

Vorige Woche hatte ich einen Eingriff, wo über die Nase intubiert wurde. Vorher hatte ich auf der linken Seite schon etwas Verstopfungen, also so Krusten, war vielleicht ganz leicht erkältet. Da rechts frei war, sind sie rechts reingegangen.

Einen Tag später merkte ich, dass die rechte NNH drückt. Hab noch im KH abschwellende Tropfen genommen und viel getrunken. Am Montag, ich war aus dem KH wieder raus, hab ich auch gespült mit Nasenspülsalz, kam auch einiges an gelben oder rot-gelben Krusten und Schleim raus. Ich dachte prima, dann ist jetzt bald wieder alles frei. Allerdings war am Montag der Druck schon schmerzhaft, die Zähne tun leicht weh und der Schmerz sitzt zwischen Auge und Zähnen, der Klassiker wohl.

Am Mittwoch hab ich vorsichtshalber noch mal einen HNO draufschauen lassen, der meine Geschichte kennt (je nach Situation waren die NNH in den letzten Jahren mal echoreich mal echoarm auf dem US). Er hat mich bestätigt in den abschwellenden Tropfen, evtl. könnte ich noch ein Cortisonspray nehmen, aber auch eine Nasensalbe zum Lösen der Borken. Als er nämlich mit dem Schläuchlein reinschaute, meinte er erst Eiter zu sehen, dann aber meinte er, es sähe glasig aus, ob ich irgendwelche Salben verwendet hätte (nein, habe ich nicht). Jedenfalls war danach die Rede von Borken und die Nasencreme Nisita, die ich jetzt mehrfach am Tag nehmen soll.

Jetzt mein Problem: Ich habe Angst. Damals das vor 8 Jahren war ein Alptraum, ich will nicht näher auf Einzelheiten eingehen, weil das hier ein HNO-Thread ist und Leute von einer NNH-OP abschrecken könnte. Ich hatte vielleicht einfach nur Pech. Dazu kommt, dass ich ein Problemfall in Sachen Intubation bin, muss das ganze immer wachmachen lassen - Quälerei. Das zusammengenommen ist für mich der komplette Gau. Unvorstellbar.

Jetzt stecke ich in einer Angstschleife fest, weil es nämlich nicht besser wird. Der HNO will mir noch keine ABs geben, was ich begrüße. Aber selbst wenn - damals vor der OP hatten ABs nicht mehr geholfen, es war wohl zu entzündet, darum wurde operiert und ausgeräumt.

Kann mir jemand irgendwie helfen? Gibt es vielleicht sogar Leute, denen es ähnlich ergangen ist wie mir? Ich will auf keinen Fall wieder operiert werden, allein der Gedanke daran treibt mir die Tränen in die Augen.

Antworten
LXouisjianxa


Habe immer noch Beschwerden. Sie haben weder zugenommen noch sind sie weniger geworden: Druck auf die Wange, Gesichtsschmerz zwischen Zähnen und Auge, Zähne ziehen. Ich fahr seit Tagen das volle Programm, Nasenspülungen, abschwellende Tropfen Nasic, morgens und abends je einen Sprühstoß Cortinsonnasenspray Nasonex, Nasencreme Nisita zur Pflege, dazu trinke ich zwischen 3 - 4 Liter am Tag. Irgendwie merke ich keine Reaktion. Ich hab das jetzt seit über einer Woche so. Ist das normal, dass das nach ca. 10 Tage noch kein Stück besser ist?

DFani4elCrxaig


Ich habe nicht so massive Probleme wie du, aber wenn ich verstopfte Nasennebenhöhlen mit Druckgefühl habe, hilft mir Sinupret ganz gut. Ich weiß nicht ob es bei dir noch hilft. Aber da es pflanzlich ist, kann es zumindest nicht schaden, denke ich. Dazu ein abschwellendes Nasensprei damit der ganze Schmodder gut ablaufen kann.

Ich wünsche gute Besserung.

L,oui4sianxa


Abschwellendes Nasenspray nehme ich schon - länger als man eigentlich soll... :-/ Aber dass da irgendwas abfließen würde, davon merke ich nichts. Wenn man das chronisch hat, hat man eh permanent einen mehr oder weniger zähflüssigen Schleim den Hals runterlaufen, aber jetzt, wo es wohl etwas akuter geworden ist, ist das nicht anders als sonst auch.

BQlechp1irat


Hm, so schlimm hatte ich es nicht annähernd, aber fies genug war es und kam regelmäßig zurück. Bis der beste Hausarzt, bei dem ich je war, mir Locabiosol verschrieb, nachdem er die Röntgenbilder ansah und nur "oh-oh" sagte. Das Zeug ist der Hammer, jedenfalls bei mir. Vom Tag der ersten Anwendung an ging es mir besser, und der Dreck kam in fröhlichen Farben raus. Netter Nebeneffekt: seitdem kam es auch nicht wieder :-D

Ob es in Deinem krassen Fall so gut hilft weiß ich natürlich nicht, aber Versuch macht kluch. Nebenwirkungen hat es keine verursacht. Ist ein Spray für Nase und Rachen, und kein Antibiotikum. In der Anwendung etwas gewöhnungsbedürftig, ist ein bisschen als würde man sich Diesel in die Nase pfeifen ;-D

L.ou}isiiana


Danke für den Tipp, ich habe mal danach gegoogelt, den einen hats geholfen, den anderen nicht, vielleicht ist es einen Versuch wert.

Ich war zwischenzeitlich wieder beim HNO, der allerdings keine große Hilfe war, ich denke manchmal, wenn er nicht weiterweiß, wird er pampig. Ich hab ihm gesagt, dass die Nase an sich frei geworden ist (durch das Cortisonspray, ich brauche dadurch keine abschwellenden Tropfen mehr), aber der Druck auf der Wange bis hoch zum Auge und das Ziehen der Zähne leider immer noch da ist, nicht mehr und nicht weniger. Er hat einen kurzen Ultraschall gemacht und meinte, da wäre immer noch ein Echo drin, genau wie vor einer Woche. Abstriche machen, da steht er nicht drauf, und ich stehe nicht darauf, auf Verdacht ein AB zu schlucken. Jedenfalls weiß er jetzt nichts mehr mit mir anzufangen und meinte, ich könnte jetzt einfach warten, ob das mit der Zeit wieder weggeht, ich könnte mir auch die KH eröffnen lassen damit der Kram abfließt, das könnte man, wenn ich wolle, sogar nur in lokaler Betäubung machen.

Derweil nehm ich nun das Cortisonnasenspray weiter, dazu Gelomyrtol und seit heute morgen noch was von DocMorris, was wohl auch Cineol enthält, und trinke viel.

L,oui:sianxa


Ein Update: Es ist noch immer nicht besser. Permanenter Druck auf der Wange, ab und zu Ziehen im Backenzahn darunter, ab und zu Schmerzen am Auge oder der Stirn.

Inzwischen habe ich seit ein paar Tagen so ein Jucken im rechten Augeninnenwinkel, so dass man am liebsten reiben will. Auch habe ich das Gefühl, dass dort weniger Tränenflüssigkeit rauskommt, denn momentan stresst mich das alles so, dass mir ab und zu mal die Tränen kommen. :°( Heute morgen habe ich im Spiegel gesehen, dass der rechte Tränensack leicht geschwollen ist, dazu kommt, dass es heute einige Male ziemlich gestochen hat, so zwischen Innenwinkel des Auges und Nase.

Vor zwei Tagen war ich bei einem zweiten HNO, der ein CT will, und inzwischen will ich das auch. Ob ein AB Sinn macht, weiß ich nicht, er war sich auch unschlüssig, denn wenn er mit dem "Regenwurm" in die Nase schaut, sieht er nichts, was unnormal wäre, kein Schleim, kein Eiter, kein Sekret, keine Schwellung. In die Nasennebenhöhle kann er natürlich nicht schauen, aber er sieht auch am Osteum keine Schwellung oder so.

Inzwischen packt mich die Angst. Ich habe generell Angst vor Krebs, und da meine Beschwerden durch herkömmliche Behandlung wie abschwellende Nasentropfen, Nasenspülungen, Vitamin C, Kapseln mit ätherischen Ölen und Cortisonnasenspray nicht weggehen sondern unverändert bleiben (bis auf heute, heute ist es schlimmer) und auch kein Sekretfluss/Eiter zu sehen ist, fange ich an, Panik zu schieben, dass es vielleicht gar keine Entzündung ist sondern was Schlimmes. Ich habe richtig Angst und bin am Durchdrehen, ich weiß gar nicht, wie ich die Zeit bis zum CT überstehen soll ohne einen Nervenzusammenbruch zu bekommen, zumal sie einem ja nicht gleich sagen, was es ist sondern der HNO später die Bilder auswerten soll.

Klar, ich habe seit Jahren chronische Beschwerden, also zäher Schleim im Rachen und wechselseitig verstopfte Nase, das ist seit der OP vor 8 Jahren so geblieben, aber so was wie jetzt hatte ich noch nicht.

Ich habe noch nie gehört, dass jemand eine Sinusitis ohne Eiter- oder Sekretfluss hatte. Ich bin seit heute morgen völlig neben der Spur und weiß nicht mehr, was ich machen soll, weil ich was Schlimmes befürchte :°(

Mdonvger


Hallo Louisiana, sei erstmal gedrückt, ich habe nachdem ich ein Jahr Ruhe hatte, jetzt nach 3 Erkältungen/NNH Entzündungen auch wieder damit zu tun, das ist sehr sehr nervig. Hattest du jetzt dein CT und was ist dabei rausgekommen?

Hoffentlich ist da alles ok, wenn das der Fall ist, mach auf jeden Fall weiter mit viel Trinken, Inhalieren, etc.

Bei mir ist auch mal mehr mal weniger Schleim und es geht aktuell nicht richtig weg, obwohl ich auch Kortisonnasenspray nehme (habe auch eine Allergie), 3 Liter trinke am Tag, Sinupret nehme und 2 mal am Tag inhaliere. Bin auch dabei meine Ernährung umzustellen, Milchprodukte führen zur Schleimbildung und ich versuche Stress zu vermeiden. Zusätzlich sollte man der Krankheit und den Beschwerden so wenig Raum wie möglich geben (nicht immer einfach, ich weiß), aber die Psyche spielt abei auch eine große Rolle.

Evtl. hat ja hier jemand noch einen guten Tipp, wie man in dieser Jahreszeit die stetigen Beschwerden weiter eindämmen kann.

BplenchTpirat


Ich habe noch nie gehört, dass jemand eine Sinusitis ohne Eiter- oder Sekretfluss hatte.

Hier! *meld* ;-D

War bei mir immer so. Erst unter Medikamenten kam der Dreck raus, vorher rein gar nichts. Das ist ja gerade das Problem, wenn es immer brav abfließen würde, hätte man den Ärger wahrscheinlich erst gar nicht ;-)

PEromo2theuvs8x6


Ich habe noch nie gehört, dass jemand eine Sinusitis ohne Eiter- oder Sekretfluss hatte. Ich bin seit heute morgen völlig neben der Spur und weiß nicht mehr, was ich machen soll, weil ich was Schlimmes befürchte

Ich habe das auch falls es dich beruhigt. Und bei mir ist kein Sekret über DVT (CT) in den NNH zu erkennen.

Magst Du darüber berichten wie es dir mit dieser Sache weiter ergangen ist?

Du schreibst ja auch dass Du Angst hast und nervös bist. Ich kann hierzu aus persönlicher Erfahrung zu Entspannungstechniken wie Meditation oder Autogenem Training raten (einfach bei google eingeben).

Matthias

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