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Singen in der falschen Tonlage - Halsschmerzen

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Guten Morgen,

Du hast etwas Neues probiert und halt erst nach einiger Zeit festgestellt, dass der Sopran doch nichts für dich ist.

Danke, das ist eine sehr positive Sichtweise!

Es wirkt so als ob du ständig versuchst etwas zu sein was du nicht bist. Perfekte Mutter, Karrierefrau, Ehefrau, Schwiegertochter. Jetzt wo die Kraft aus geht, du vielleicht kurz vorm zusammen brechen bist oder es schon bist, suchst du nach einem Ausgleich. Was auch richtig ist, wenn es so oder ähnlich ist. aber dabei verbiegst du dich selber wieder und machst dich weiter kaputt.

Na hallo, bin ich so leicht zu durchschauen? ;-D Nein ernsthaft, das trifft es tatsächlich ziemlich genau. Zwar habe ich diesen Irrweg selbst schon vor etwa eineinhalb Jahren erkannt, aber ich falle immer wieder in alte Muster zurück - offensichtlich auch wieder beim Thema Chor. Ich bin es von klein auf gewöhnt, immer alles selbst schaffen zu wollen. Ehrgeiz ist gut, aber man muss auch Hilfe annehmen können. Irgendwie spannt sich dieses Thema wie ein Bogen durch mein ganzes Leben, angefangen bei der Scheidung meiner Eltern, als ich 13 war und mich nicht traute, jemanden um Beistand zu bitten, dafür aber alle meine Gefühle runterspielte, bis hin zu meiner Rolle als Mutter, wo ich anfangs auch dachte, dass man sowas ja problemlos schaffen muss, weil es ja in der Natur einer jeden Frau liegt. Nach der Geburt meiner 1. Tochter hatte ich ein Jahr lang Depressionen, aber natüüüüürlich habe ich niemanden um Hilfe gefragt, und außer meiner Mama und Oma (die aber fast 300km entfernt wohnen) hat auch niemand Hilfe angeboten. Mein Mann ist fast verzweifelt mit mir, zurecht ;-) Er hat mich damals aufgefangen. Seit meine 2. Tochter da ist sehe ich das alles etwas anders. Zwar bekomme ich nach wie vor kaum Unterstützung von meinen Schwiegereltern, die halt selbst auch noch berufstätig sind, aber zumindest beschwere ich mich jetzt schon darüber ;-)

Ich erwarte tatsächlich immer sehr viel von mir selbst, das mag daran liegen, dass mich so vieles interessiert, und ich insgesamt in vielen Sachen irgendwie gut bin... das klingt jetzt blöd, aber wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann mache ich das auch. Und insgesamt ist es dann viel zu viel, das habe ich eben in letzter Zeit erkannt.

Meine Kinder und mein Mann geben mir viel Kraft. Klar, die Kinder sind anstrengend, auch wenn sie wirklich brav, klug und rücksichtsvoll sind. Ich nehme mir auch sehr viel Zeit für sie, wir spielen jeden Nachmittag, lernen lesen (nicht, weil ich es verlange, sondern weil die Große es selbst will), wir malen und basteln. Aber sie können sich auch hervorragend selbst beschäftigen. Es sind gute Kinder x:) Und meine Ehe... wir halten zusammen und sind verliebt, ich kann es mir kaum besser vorstellen. Ein bisschen mehr Zeit zu zweit wäre schön, aber vielleicht kommt das noch.

Eigentlich kann ich mich nicht beschweren, ich mache mir den Ärger immer nur selbst. Damit ist jetzt Schluss.

Meine Güte tut mir der Hals weh.

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