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Schädelbasisdefekt bei Nebenhöhlen-OP

NFaseenb4ärixn hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Hatte am Freitag wegen chronischer NNH-Entzündungen mit Geruchseinschränkungen meine OP. Dabei wurden sämtliche Nebenhöhlen ausgeräumt, die Verbindungsgänge erweitert, die Nasenmuschel verkleinert und die Nasenscheidewand begradigt.

In der OP fiel auf, dass das Nasenbein eine Krümmung hatte, als sei es schon mal gebrochen gewesen (ist aber nicht der Fall). Des Weiteren war der Schädelbasisknochen so dünn, dass man die Gefäße der Hirnhaut gesehen hat.

Genau dort trat bei der OP ein Defekt auf. Es trat wohl etwas Liquor aus. Der Defekt konnte aber gut verschlossen werden.

Die Heilung verläuft ganz gut, fühle mich ordentlich betreut hier. Suche auf diesem Wege Leute, bei denen eine ähnliche Komplikation aufgetreten ist. Musstet ihr was Besonderes beachten? Gab es Spätfolgen? Musstet ihr nochmal zu einem Kontroll-CT nach der Entlassung?

Grüße aus dem Krankenhaus (Tag 4 post-OP)

Antworten
oAnodiesBexp


Hallo! Ich denke auch, dass Du in der Klinik gut betreut bist. Die dortige Diagnose war sehr umfangreich und führte offenbar zur sofortigen, erfolgreichen Reaktion der Ärzte. Ich würde es nicht ausschließen, dass Deine Nase als Baby mal ohne Fremdverschulden gebrochen war. Das kann fast symptomlos und ohne Nasenbluten verlaufen. Ob Du noch eine Nachuntersuchung brauchst, sollen die anscheinend sehr guten Ärzte entscheiden, dagegen sträuben würde ich mich keinesfalls. Allerdings macht man am Kopf keine CT sondern wegen der Strahlenbelastung des Gehirns eine MRT. Selbst hier in der Großstadt ist es so, dass Patienten von kleineren Kliniken ohne MRT in eine entsprechende Radiologie mit MRT gefahren werden. Jetzt erhole Dich erstmal gut!

Ncasetnbärxin


Das mit dem Nasenbeinbruch will ich nicht ausschließen, ich bin als Kleinkind viel hingefallen ;-D kann mich aber nicht dran erinnern.

Fühle mich hier in guten Händen. Hatte direkt nach der OP ein CT uns eine engmaschige Kontrolle auf neurologische Symptome und abends kam noch der Neurochirurg vorbei. Es geht mir den Umständen entsprechend auch prima.

Es geht mir ja in erster Linie darum, ob Betroffene auf längere Zeit hin Folgen der Komplikation hatten. Ich zweifele nicht daran, dass ich die weiteren Verhaltenstipps noch vom Arzt kriege.

Also, wer selbst betroffen ist und sich austauschen möchte, ist herzlich willkommen und eingeladen.

Smrh|Jtzxr


Hallo

Auch ich hatte mal ein Duraleck und es wurde gut behoben (ein Teil des Ohrläppchens mit Fibrinkleber) ich hatte damals 3Tage Bettruhe. Danach war alles in Ordnug!

Du kannst dich darauf achten was aus deiner Nase austritt. Luiqor wäre sehr klar und flüssig. Dazu kommt, dass du unglaubliche Kopfschmerzen bekommen wirst! Unvorstellbare Kopfschmerzen.

Bis jetzt habe ich noch selten gehört, dass es postoperative Komplikationen mit Duraleks gab.

Hoffe du gehörst auch nicht dazu.

Gruss

NFasenbxärin


Auch ich hatte mal ein Duraleck und es wurde gut behoben

Freut mich, dass es auch bei Dir gut versorgt wurde. Darf ich fragen, wie lange das Ganze bei Dir her ist? Auch im Zuge einer Nebenhöhlen-OP?

Bei mir wurde mit Lyoplant (einer Art Pflaster aus Rinder-Perikard-Kollagen), Fibrinkleber und Tachosil (einem Fibrinogen- und Thrombin-Patch) geflickt und mit Nasenmuschelgewebe abgedeckt.

Ich wurde über die Warnsignale gut aufgeklärt, es kam auch nix Außergewöhnliches aus meiner Nase raus. Es wird nur ganz dezent abgesaugt, Nasenspülungen darf ich nicht machen und muss eine Woche länger als normal auf Schnäuzen und körperliche Belastung verzichten.

Habe nur in den letzten paar Tagen immer mal wieder ab nachmittags Kopfweh. Mein HNO-Arzt konnte aber nichts Bedenkliches finden. Am Ehesten kämen die Kopfschmerzen von noch vorliegenden Schwellungen und Verspannungen im HWS-Bereich. Mache mir aber schon ein wenig Sorgen.

Falls das bis Montag nicht besser wird, werd ich mal noch weiter nachhaken.

NSasenbxärin


Ist das wirklich schon anderthalb Jahre her? Die Zeit vergeht... Nun, Spätfolgen oder Komplikationen sind keine aufgetreten, mein "Hirn hat dichtgehalten" ;-) .

Im Nachhinein kann ich wirklich sagen, dass sich die OP voll und ganz gelohnt hat. Allein schon bei Schnupfen einfach nur Schnupfen zu haben und nicht jedesmal wegen vereiterter Nebenhöhlen halb zu sterben und drei Wochen krank geschrieben zu sein, ist schon prima. Wieder wirklich gut atmen können hat ebenfalls was! ;-D

Was aber fast das Schönste ist: der Geruchs- und Geschmackssinn hat sich wieder massiv verbessert. Ich hab so viel an Lebensqualität durch die OP zurückgewonnen. Zur Zeit bin ich etwas erkältet, auch die Nebenhöhlen sind etwas angegriffen. Dadurch, dass aber wieder überall genügend Platz ist, kann der Schmaddel raus und alles ist halb so wild.

Hab zwar jedesmal kurz nen dezenten Panikanfall, wenn ich mir den Kopf mal wieder irgendwo ran donner, aber rational gesehen weiß ich natürlich, dass da nix passieren kann. Wahrscheinlich ist der Bereich jetzt stabiler als vorher :-)

Vielleicht macht das Menschen Mut, die eine solche OP schon länger vor sich her schieben. Hätte ich gewusst, wie fantastisch das Ergebnis ist, hätte ich mich auch schon viel, viel früher dazu durchgerungen. Mein HNO-Arzt hat mir ja schon vor ca. 7 Jahren dazu geraten...

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