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Nasennebenhöhlen-OP - Sinnvoll oder nicht?

huome<r092 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin schon seit Jahren ziemlich infektanfällig. Seit gut einem jahr hat es sich sehr gehäuft, bin eigentlich ständig krank. Insbesondere verstopfte Nase, leichte Kopfschmerzen, Müdigkeit, kratzen im Hals, Husten etc.

Man hat nie etwas auffälliges gefunden (Blut, wurde mehrmals untersucht). Auch die Lunge wurde mal gerönkt, da sei auch alles in Ordnung.

Nun hat mein Hausarzt mich zum HNO geschickt mit verdacht auf eine chronische Sinusitis. Dieser hat ein CT veranlasst. Eine chronische Sinusitis bzw. aktuelle Entzündungen waren nicht sichtbar.

Aber die Nasenscheidewand sei stark verkrümmt, außerdem die Nasenmuschel? glaube ich war es, sei vergrößert, und ein Lufteinschluss der ebenfalls die Belüftung und Atmung behindert.

Bisher beim Blick in die Nase sagten mir HNOs zwar die scheidewand sei verkrümmt, aber das sei nicht schlimm.

Dieser Arzt nun sagt aufgrund der Bilder er würde zu einer OP raten, es wäre aber nicht zwingend notwendig. Es KÖNNTE helfen, muss aber nicht. Ich wollte nochmal drüber nachdenken und dachte ich frage mla hier was ihr meint. Mir sind außerdem noch ein paar Dinge eingefallen von denen mich mal interessieren würde ob das alles zusammenhängen kann:

- Mir fällt in letzter Zeit vermehrt auf, dass ich bei Anstrengung kaum Luft durch die Nase bekomme (schon bei leichtem Fahrrad fahren), ob das früher auch so war weiß ich nicht.

- Auch bei normalem gehen ist mir nun ein paar Mal aufgefallen, dass ich unbewusst durch den Mund atme

- Nachts auf dem Rücken schnarche ich, habe immer mal wieder phasen wo ich morgens einen total trockenen Mund, Halsschmerzen und Heiserkeit habe

- Ich hatte vor 1,5 Jahren extrem viel Karies auf einen Schlag, ohne eine Erklärung dafür warum das so viel auf einmal war. Da kann Mundatmung doch auch eine ROlle spielen oder?

- Ich bin derzeit in Kieferortopädischer Behandlung und hatte vergangenes Jahr eine operative Gaumennahterweiterung (OK zu klein, offener Biss, UK-Verlagerung steht nach dem Ausformen der Zahnbögen auch noch an)

- Ich habe seit Ewigkeiten schon ein Knacken in den Ohren beim Schlucken, war auch schon beim HNO damit, man hat damals aber keine Ursache gefunden und es auf "Belüftungsprobleme" geschoben die vorkommen können und nicht schlimm sind.

Für mich sind das alles Punkte die damit in Verbindung stehen KÖNNEN oder sehe ich das falsch? Ich habe nur leider bisher nie wirklich eine Verbindung gesehen bzw. da das meiste ein sehr schleichender Prozess war ist mir das nie so bewusst aufgefallen.

Könnte hier besagte OP Abhilfe schaffen? Oder gibt es hier weitere Untersuchungen die nötig wären bzw. sinnvoll? Und wie verhält es sich mit der Kiefer-Behandlung, muss das HNO- und Kieferortopädische in irgend einer Form abgestimmt werden oder können da beide Ärzte ihr eigenes "Ding" machen?

Vielen Dank für ein paar Infos. Ich habe zwar das Gefühl bei dem Arzt gut aufgehoben zu sein, aber ich informiere mich lieber nochmal bevor ich direkt einer OP zustimme. Habe auch schon ziemlich sinnlose und überzogene Therapieempfehlungen von ärzten erlebt weshalb ich eher vorsichtig bin.

Danke auf jeden Fall !!!

Antworten
CIaramaxla 2


Wenn du viel Karies hast, wie sieht deine Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen aus. Um Zähne remineralisieren zu können braucht man eine gute Versorgung. Vitamin D, Calcium, Selen, Zink, Mangan, B12, Folsäure, Kupfer, Ferretin. Vitamin D, Ferretin und B12 zahlt die Kasse, alles andere muss man selbst bezahlen.

Wie ist deine Ernährung? Es gibt ein spezielles Buch für eine Ernährung bei Karies. Birkenzucker kann helfen Kariesbakterien in Schach zu halten. Dazu gibt es eine finnische Studie.

Was hat man dir denn in die Zähne gemacht, um die Karies zu entfernen? Amalgam? Ich kenne Personen, die damit zurecht kommen und andere weniger. Es kommt auch auf die Menge an. Eine Bekannte von mir hat ungefähr zehn Füllungen gehabt, wovon einige ausgetauscht worden sind. Danach hat sie plötzlich eine chronische Sinusitis gehabt, die erst verschwunden ist, als sie eine andere Zahnversorgung bekommen hat. Das ist zwar nicht nachweisbar, aber so ist ihre Erfahrung gewesen. Sie ist damals auch an den Nebenhöhlen operiert worden, was aber keine Besserung gebracht hat. Man kann so etwas aber nicht verallgemeinern, denn es gibt genauso andere Beispiele, bei denen eine OP geholfen hat. Eine Kollegin von mir hat z.B. die Nasenmuscheln verkleinert bekommen und die Nasenscheidewand begradigen lassen. Seitdem bekommt sie gut Luft. Es kommt immer auf die Ursache an und die würde ich versuchen herauszufinden. Die beste OP nützt nichts, wenn die Ursache zum Beispiel an Vitamin- und Mineralstoffmängeln liegt. Die Schleimhäute brauchen eine anständige Versorgung, sonst ist auch die Abwehr geschwächt und ihre Funktion.

m)on)d+s-terne


Für mich sind das alles Punkte die damit in Verbindung stehen KÖNNEN oder sehe ich das falsch?

Mir kommt das ehrlich gesagt ziemlich weit hergeholt vor. Ich könnte mir vorstellen, die OP hilft bei den Dingen, die mit der erschwerten Atmung zusammenhängen - also das Atmen durch den Mund tagsüber und das Schnarchen in der Nacht. Aber selbst da würde ich mir nicht allzuviele Hoffnungen machen, wo schon einige Ärzte meinten, eine OP würde nichts bringen, und nur einer meinte, eine OP könnte etwas bringen.

Der Zusammenhang mit den Karies und dem Knacken in den Ohren scheint mir sehr weit hergeholt, und auch dass es etwas an Deiner Infektanfälligkeit ändert, halte ich für unwahrscheinlich.

Also, auch wenn ich verstehen kann, dass Du Dir viele Hoffnungen machst, würde ich es wohl eher sein lassen, weil es höchstens einen geringen Nutzen hat, eventuell auch gar keinen.

s'unny6a*riexlle


Nach meiner Erfahrung mit einer NNH OP kann ich nur davon abraten %-|

Der ursprüngliche Grund - Kloßgefühl im Hals und erschwertes Schlucken - hat sich kein bißchen

verbessert. Im Gegenteil, trockene Nase und trockener Mund/ Hals sind noch dazu gekommen.

Also, wenn der Arzt noch nicht mal vom Sinn dieser OP überzeugt ist - bloß nicht machen lassen !! :|N

LWouis,iVanxa


Nun hat mein Hausarzt mich zum HNO geschickt mit verdacht auf eine chronische Sinusitis. Dieser hat ein CT veranlasst. Eine chronische Sinusitis bzw. aktuelle Entzündungen waren nicht sichtbar.

Aber die Nasenscheidewand sei stark verkrümmt, außerdem die Nasenmuschel? glaube ich war es, sei vergrößert, und ein Lufteinschluss der ebenfalls die Belüftung und Atmung behindert.

Bisher beim Blick in die Nase sagten mir HNOs zwar die scheidewand sei verkrümmt, aber das sei nicht schlimm.

Dieser Arzt nun sagt aufgrund der Bilder er würde zu einer OP raten, es wäre aber nicht zwingend notwendig.

Finger weg von einer OP, die nicht wirklich nötig ist. Jede OP hat ein Risiko.

M;aja2x7


Bei meiner Nasenkorrektur wurde auch die Nasenscheidewand begradigt. Ich bekomme seit dem sehr viel besser Luft (ich wusste vorher gar nicht, wie wenig Luft ich tatsächlich bekam, aber das erste mal Einatmen nach dem Ziehen der Tamponaden war für mich echt eine Offenbarung).

Auch bekomme ich deutlich seltener Schnupfen. Früher hatte ich häufige Erkältungen und jedesmal dann auch Nasennebenhöhlenentzündung. Seit der OP vor 8 Jahren hatte ich noch keine Nasennebenhöhlenentzündung wieder.

Also bei mir hat es gut geholfen. Aber wie du siehst, gibts hier bei anderen auch negative Erfahrungen.

s~unnHyar:iellxe


Also, bei mir haben sich im Gegensatz zu Maja die NNH Entzündungen stark gehäuft :°_

hkomeEr09x2


Der Zusammenhang mit den Karies und dem Knacken in den Ohren scheint mir sehr weit hergeholt, und auch dass es etwas an Deiner Infektanfälligkeit ändert, halte ich für unwahrscheinlich.

Naja ein Risikofaktor für Karies ist aber Mundatmung oder nicht?

Und das knacken in den Ohren kann laut eines HNO bei dem ich damals war von Belüftungsproblemen kommen.

Da die vergrößerte Nasenmuschel und das durch die krumme Scheidewand eingeengte Nasenloch die Belüftung stört halte ich das für nicht weit hergeholt.

wo schon einige Ärzte meinten, eine OP würde nichts bringen, und nur einer meinte, eine OP könnte etwas bringen.

Naja bisher hat auch kein HNO das Problem häufige Entzündungen etc. untersucht, war bisher nur wegen Ohrenproblemen dort, hier wurde nur nebenbei erwähnt, dass die Wand schief ist aber noch nicht so, dass man was machen müsste. Das hat der aktuelle HNO auch gesagt bis er die CT Bilder gesehen hat, siet dem spricht er von starker Verkrümmung.

Und das "es könnte" was bringen war eher ein es sollte schon etwas bringen aber es gibt eben keine Garantien.

Natürlich sind Dinge wie die Infektanfälligkeit, Karies und auch das mit den Ohren Dinge die auch völlig andere Ursachen haben können.

Aber das schlecht Luft bekommen durch die Nase ist doch sicher nicht weit hergeholt. Ich sehe es zwar als "normal" weil ich echt nicht (mehr) weiß wie es anders ist, aber ich habe schon häufiger gehört ich atme so schwer/laut, und beim Radfahren nur mit offenem Mund zu atmen ist auf Dauer doch auch alles andere als gesund.

H#imCmriBch


Ich hab eine Nasen OP hinter mir.

Die wurde wegen chronischer Sinusitis gemacht.

Seit der OP habe ich DEUTLICH weniger Probleme.

Sie sind nicht vollkommen weg aber es ist viel viel besser.

Das ganze zeug kann viel besser abfließen, ich gefühlt "mehr" Luft und bin nicht mehr so oft krank.

Die OP selbst fand ich gar nicht schlimm. Einen Tag war es recht unangenehm wegen den Dingern in der Nase. Das ziehen von selbigen tat aber gar nicht weh und danach geht es bergauf.

Ob so eine OP wirklich notwendig ist sollte jeder für sich entscheiden.

Die Frage ist mit welchen Mitteln du eine Besserung erzielen kannst.

Machst du Nasenduschen mit Salzwasser? hast du mal diese Pflaster oder Klammern gegen Schnarchen probiert?

mKond+Esternxe


Es gibt bei dieser Entscheidung natürlich kein richtig oder falsch. Einigen Patienten hilft eine derartige OP, anderen nicht.

Wie es bei Dir ausgehen wird, kann Dir leider niemand sagen. Du bist damit am Ende ganz auf Dich allein gestellt.

Ich wünsche Dir ein gutes Händchen bei der Entscheidungsfindung. :)*

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