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Dauerschnupfen trotz Polypen-OP bei 3-jähriger Tochter

f!irefi7ghter8x0 hat die Diskussion gestartet


Liebes Forum,

wie meine Überschrift schon zeigt, geht es um meine 3-jährige Tochter.

Seit Anfang 2016 leidet sie unter einer Art Dauerschnupfen, der sich mit einer ständig laufenden Nase (meistens grünes Nasensekret) äußert.

In Folge dessen näselt sie teilweise beim reden und schnarcht nachts sehr.

Bei Kinder- und HNO-Arzt waren wir in dem Jahr schon Dauergast. Nachdem verschiedene Behandlungsansätze mit Nasensprays und Globulis nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, hat der HNO einen Abstrich gemacht und festgestellt, dass die Ursache der laufenden Nase ein bestimmter Keim ist. Darauf hin hat er Anitbiotika verordnet, das meine Tochter 7 Tage lang nehmen musste. Nach einer langsam eintretenden Besserung war der Schnupfen zum Ende der Antibiotikaperiode auch völlig verschwunden. Leider war dieser Erfolg nur von kurzer Dauer, denn drei Tage nachdem sie das letzte AB genommen hat, kam der Schnupfen mit den gleichen Symptomen erneut.

Sowohl Kinderarzt als auch HNO rieten uns darauf hin, dass bei meiner Tochter die Polypen entfernt werden sollten, da diese angeblich der Grund dafür waren, dass die Atemwege nicht abheilen konnten. Gesagt, getan. In einer ambulanten OP wurden also die Polypen entfernt und zur Vorsorge auch nochmal das gleiche Antibiotika verabreicht, das sie Wochen zuvor schon bekommen hat.

Nachdem sie das Antibiotika diesmal 10 Tage lang nehmen musste, kam kurze Zeit nach Absetzen des Medikaments der Schnupfen erneut zurück...

Zumindest ist es nun so, dass sie wenigstens in der Nacht einigermaßen schlafen kann ohne zu schnarchen. Tagsüber läuft ihr aber wieder ständig die Nase. Besonders wenn sie weint kommt man mit Nase putzen kaum mehr hinterher.

Da wir mittlerweile echt am verzweifeln sind, möchte ich hier im Forum mal nachfragen, ob jemand ähnliches bei sich oder in seinem Verwandten-/Bekanntenkreis erlebt hat und was dagegen unternommen wurde.

Ich bin dankbar für jeden Beitrag :)^

Antworten
PElac=ebo0A906


Wurde denn schonmal ein Allergietest gemacht?

Wäre das Erste was mir dazu einfällt..

Und habt ihr euch mal eine Zweitmeinung von einem anderen HNO eingeholt oder wart ihr immer beim selben Arzt?

fxireCfig5hterx80


Hallo Placebo0906

danke für Deinen Kommentar.

Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass wir auch bereits einen Allergietest machen lassen haben. Alles unauffällig. Das einzige Mittel auf das sie reagiert hat war Histamin (was ja auch so sein soll).

Bisher waren wir neben ihrem Kinderarzt bei einer Gemeinschaftspraxis mit zwei HNO-Ärzten. Mit beiden HNO's haben wir bereits über die Sache gesprochen.

P-lacebox0906


Und was meinen die HNOs dazu dass sich nach der OP eigentlich nicht wirklich was gebessert hat?

Und wurde nochmal ein Abstrich bzgl. des Keims gemacht? und weißt du um welchen Keim es sich gehandelt hat?

Mal eine Vermutung: der Keim löst durch eine Entzündungsreaktion den Schnupfen und eben auch das Polypenwachstum aus.. klar irgendwann sind die Polypen durch die chronische Entzündung in der Nase und den Nebenhöhlen so groß, dass auch diese Probleme machen und müssen raus.. jetzt sind sie raus (können aber wieder kommen, muss man auch bedenken), allerdings ist das Problem ja trotzdem noch nicht behoben.. weil der Keim noch nicht ausreichend bekämpft wurde..

vl. war die AB- Gabe zu kurz für den Keim, oder es würde ein anderes AB benötigen um den Keim endgültig zu vernichten..

weißt du ob ein Antibiogram gemacht wurde als man den Abstrich mit dem Keim ins Labor geschickt hat?

fFirefiigxhte$r8x0


Die OP ist jetzt ca. 4 Wochen her. Zunächst meinte der HNO, das mit dem Schnupfen braucht noch etwas Zeit um abzuheilen. Aber wie gesagt, wir sehen derzeit keine Verbesserung der Situation. Wir werden uns daher wohl kurzfristig nochmal einen Termin beim HNO geben lassen müssen.

Nach der OP wurde kein neuer Abstrich gemacht. Wie der Keim genau heißt, muss ich nachfragen. Das kann ich auswendig leider nicht sagen. Angeblich war das AB aber kein Breitband-Antibiotikum sondern genau auf diese Art von Keim abgestimmt.

Ein Antibiogramm wurde meines Wissens nach nicht gemacht.

Das seltsame ist halt wirklich, dass meine Tochter nachts mittlerweile ihre Ruhe hat und die Nase erst tagsüber wieder zu laufen beginnt.

oQnodis^ep


Hallo! Alles deutet auf eine Allergie hin, wie Placebo richtig meint. Ein Allergietest erfasst nur ca. 14 Antiallergene, also längst nichts alles. Im Blutbild kann man Hinweise auf irgendeine allergische Reaktion messen, aber nur sehr allgemein.

Dann wäre die OP unnütz gewesen und Ihr könnt nicht erwarten, dass Euch das jemand in dieser Praxis sagt. Also bitte so wie Placebo meint, eine andere HNO Praxis. Vielleicht mal für ein paar Nächte Und Tage zur Oma oder in den Urlaub, ob es da eine Besserung gibt. Gute Besserung der Kleinen !

PLlamcebox0906


Ok 4 Wochen ist jetzt noch nicht so lange her..

Da du schreibst Nachts ists besser und Tagsüber wieder schlechter, das kann sehr gut mit der Körperlichen Belastung und somit besseren Durchblutung auch der Nasenschleimhaut zusammen hängen..

Da kann es dann schon noch dazu kommen, das die Nase vermehrt läuft..

Bekommt sie momentan irgendwas an Medikamenten/Nasenspray oder sonst was?

und nochmal bzgl. Allergie: wurde ein Pricktest gemacht oder auch eine Blutabnahme?

Wenn nochmal zum HNO probierts bitte mal bei einem anderen um eine richtige Zweitmeinung zur Gesamtsituation zu bekommen, dazu wärs dann aber auch wichtig zu wissen um welchen Keim es sich gehandelt hat, welches Antibiotikum sie bekommen hat usw.. ;-)

hcaeg-tyxsja


mal eine andere herangehensweise: geht sie in die kita, wenn ja, seit wann?

meiner hatte in den ersten 2 jahren eigentlich auch dauerhaft eine rotznase, nicht, weil es der eine infekt bleib, sondern weil die kids sich anfangs stets und ständig untereinander anstecken.

und da war auch "harmloser" rotz gelb oder grün.

vielleicht ist es gar nicht mehr dieser erreger, sondern das immunsystem ist von dem antibiotikum einfach so runtergefahren, dass sie nun halt die nächsten erreger mitnimmt.

bevor ihr euch da also den kopf zerbrecht, lasst nochmal drauf gucken, womit ihr es zu tun habt.

oTnodi=sep


Ich sehe da noch ein Problem: Jeder HNO-Arzt wird sofort erkennen, dass Eure Tochter frisch operiert ist, und seine Kollegialität...

Vielleicht wäre ein nochmaliger Besuch beim Kinderarzt besser, und wenn der keinen Handlungsbedarf sieht, diesen Wechseln. Die besten Chancen sehe ich bei einem Kinderarzt am Urlaubsort. Zweimal das gleiche Antibiotika war nicht ideal, aber soviele AB gibt es ja auch nicht für Kleinkinder.

Habt Ihr nach der OP noch mal Nasenspray probiert - den für Kinder mit 0,05 %?

S*üntzje


ist deine Tochter frisch im Kindergarten?

fSirefiMghtOer80


Hallo zusammen,

erst mal vielen, vielen lieben Dank für Eure Beiträge :)=

Meine Kleine geht seit März in den Kindergarten. Die Rotznase hat sie aber schon seit Ende Januar.

An die Idee mit Urlaub bzw. andere Umgebung hab ich auch schon gedacht und deswegen ab 21.08. eine Woche Italien am Meer gebucht. Vielleicht tut ihr die Seeluft ja auch mal ganz gut.

Um welches Antibiotika bzw. um welchen Keim es sich handelt, werde ich heute Abend gleich nochmal nachschauen und dann hier rein schreiben.

@ onodisep

Ja, laut Arzt soll sie vorerst weiterhin Kindernasenspray kriegen. Allerdings nicht morgens sondern abends vorm Bett gehen. Das machen wir eigentlich auch relativ konsequent.

@ placebo0906

Der Allergietest war ein normaler Pricktest ohne Blutabnahme.

P6la>ceboi0906


weil ich grad lese ihr gebt noch Nasenspray.. wie lange verwendet ihr den schon?

denn auch wenns der "Kindernasenspray" ist.. leider kann so ein Nasenspray schnell nach hinten los gehen.. normal sollte man ihn nicht länger als max. 7 Tage am Stück verwenden.. sonst kommts zu einem sogenannten "Rebound-Effekt", heißt: wenn die Wirkung des Nasensprays nachlässt (so nach ca. 8 Stunden +/-) schwillt die Nasenschleimhaut wieder an.. und zwar stärker als vorher.. sprich das Atmen fällt schwerer und die Nase rinnt auch wieder vermehrt..

Kann dann zu einem unschönen Teufelskreis werden..

Besser Nasenspray mit Kochsalzlösung oder Nasenöle verwenden.. die Erzeugen keinen Rebound-Effekt, da sie erstmal auch keine primär abschwellende Wirkung haben wie ein normaler Nasenspray oder der Kinderspray..

KRlBeineYHexe2x1


Der pricktest zeigt oft nichts an obwohl ein starker Heuschnupfen vorhanden ist. Das liegt einfach daran, dass nicht alles getestet werden kann. Ich bin auch so ein Fall.

Habt ihr ihr mal eine halbe cetirizin gegeben und beobachtet ob es damit besser ist?

fPirefOi6g{hterx80


@ placebo0906

Es handelt sich dabei um ein Nasenspray mit Kochsalzlösung. Der HNO hat es uns daher zur längerfristigen Anwendung gegeben

@ KleineHexe21

Ceterizin haben wir auch schon mal ausprobiert. Außer Müdigkeit und Abgeschlagenheit bei meiner Tochter hat es aber leider nichts gebracht.

Ich muss mich übrigens auch korrigieren. In einem der vorherigen Posts hab ich geschrieben, dass noch kein Antibiogramm gemacht wurde. Gestern hab ich in den Unterlagen aber gesehen, dass doch eins gemacht wurde. Darauf hin wurde das Antibiotika Amoclav 400 + 57mg/5ml verschrieben.

Der Keim der bei ihr festgestellt wurde nennt sich Moraxella catarrhalis B96.3

Gestern lief mir zufällig eine Bekannte übern Weg die in einer Apotheke arbeitet und nebenbei Heilpraktikerin ist. Ich hab ihr die Sache geschildert und sie hat mir daraufhin kollodiales Silber empfohlen. Das bereiten sie in der Apotheke immer selber zu und haben damit angeblich großartige Erfolge.

Mal schauen, ob das in unserem Härtefall auch was hilft... ich hoffe es zumindest.

K=leinpeHeExe21


Ok, dann scheint es keine Allergie, sondern wirklich ein Infekt zu sein.

Dann würde ich eine Rotlicht-wärmelampe besorgen und sie zweimal am Tag (morgens und abends) davor setzen. Außerdem könnt ihr euch vor eine Schale mit Wasserdampf mit ihr setzen oder das heiße Wasser in der Dusche aufdrehen und mit ihr 10-15min im dämpfigen Bad sitzen. Das alles löst die Entzündung.

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