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Laufende Nase

Ilndor+il hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

ich habe mich hier nun neu angemeldet, da ich ein gesundheitliches Problem habe, welches mich vor ein Rätsel stellt das ich bisher nicht lösen konnte. Meine Hoffnung ist das ich auf diesem Wege jemanden finde dem es ähnlich geht, oder der eine Idee hat was es sein könnte bzw. was dagegen hilft.

Ich werde es versuchen möglichst Stichpunktmäßig und übersichtlich zu beschreiben:

Symptome:

Schwaches bis sehr starkes laufen der Nase (Konsistens sehr flüssig, fast wie Wasser) in Kombination mit mehr oder weniger starkem Niesen und einhergehender Schwellung der Nasenschleimhäute. Auch fühlt sich mein Gesicht dann etwas geschwollen an. Im großen und ganzen lässt es sich ziemlich gut mit den Symptomen eines starken Heuschnupfen vergleichen.

Auftreten:

Meistens früh nach dem Aufstehen ziemlich stark, dann im Laufe der nächsten Stunden klingt es ab, bis es dann meistens Mittags komplett weg ist. An Tagen an denen es stark ist, kann es vorkommen das es nach dem Mittagessen und Abends noch einmal zeitweiße auftritt. Zu Bemerken ist, dass es Jahreszeitenunabhängig, also egal ob Winter, Frühling, Sommer oder wie gerade eben Herbst.

Auch habe ich beobachtet, dass es nach starken sportlichen Aktivitäten (betreibe Kraftsport), also am Folgetag oft stärker ausfällt. Auch kann Stress bzw. wenn ich mich ärgere es verstärken z.B. es ist schon fast wieder abgeklungen, mir fällt ein Glas hinunter ich fluche und ärgere mich, schwups läuft die Nase wieder.

Geschichte:

Es ist schwer zu sagen seit wann genau ich es habe, da es sehr schleichend über Jahre hinweg kam. Ich vermute das es schon vor 5-10 Jahren angefangen hat. Anfangs ab und an mal ein Taschentuch am morgen, irgendwann dann mal etwas mehr, aber nicht so als das es gestört hätte oder man irgendeine Krankheit vermutet hätte. Die letzten 4 Jahre hat es sich immer mehr verstärkt.

Vorbelastung andere Krankheiten:

Ich habe in dieser Richtung sonst keinerlei Probleme, auch habe ich keine sonstigen Krankheiten die ich damit in Verbindung bringen könnte. Mit 18 hatte ich mal Pfeifferisches Drüsenfieber, aber ich kann mir nicht vorstellen das es damit etwas zu tun hat. Wenn ich mal krank bin dann eigentlich ausschließlich Schnupfen mit Halsschmerzen und evtl. anschließender Nebenhöhlenentzündung.

Untersuchungen:

Erste Vermutung von mir und Hausarzt war natürlich Allergie. Da es ganzjährig auftritt wurde Heuschnupfen ausgeschlossen und eher in Richtung Milben spekuliert (würde auch Erklären das die Probleme meistens früh sind). Dann ab zum HNO Arzt und Lage geschildert, daraufhin Hauttest mit diversen Allergenen gemacht. Ergebnis: Alles komplett negativ.

Später dann auch einen Bluttest auf diverse Allergene gemacht. Ergebnis: Alles komplett negativ. Auch sonst habe ich keinerlei Allergien. Nase geröntgt und eine leichte Scheidewandverkrümmung festgestellt. Aussage der Ärztin, so etwas könnte die Ursache sein und sich durch Operation beheben lassen, allerdings ist es auch sehr oft komplett wirkungslos. Daher habe ich mich gegen diesen ungewissen Eingriff entschieden.

Medikamente:

Typische Heuschnupfen Tabletten wie man sie in der Apotheke bekommt helfen nicht. Dafür aber helfen Cortisonartige Nasensprays sehr gut. Sowohl die frei verkäuflichen gegen Heuschnupfen, also auch die verschreibungspflichtigen (stärkeren) helfen ausgezeichnet. 1 Hup pro Nasenloch alle 2 Tage reicht aus um fast komplett Beschwerdefrei zu sein. Ich sollte vom Arzt auch einmal ein Nasenspray testen welches den gleichen Wirkstoff enthällt wie Asthma Inhalatoren, da es wohl helfen könnte, tat es aber nicht. Da die Ärzte auch nicht weiter wussten, habe ich die letzten 2 Jahre einfach dieses Spray verschrieben bekommen und auch genutzt. Jetzt aber habe ich es wieder abgesetzt und das Spiel geht weiter. Wieso ich es nicht mehr nehme, zum einen kann es nicht gesund sein, sich ständig Cortison zu ballern, zum anderen betreibe ich wie gesagt Kraftsport und habe die Angst das Cortison mit seiner stark katabolen Eigenschaft meinem Muskelaufbau im Wege steht. Außerdem würde ich gern endlich wissen worum es sich handelt.

Vermutungen:

Mittlerweile denke ich das es etwas mit einer Art Autoimmunerkrankung zu tun haben könnte. Mütterlicherseits ist da wohl etwas vorhanden, auch wenn dort keine Probleme mit der Nase auftreten. Oder es ist doch eine Allergie? Aber welche, konnte einfach keine Zusammenhänge erkennen...

Antworten
I:ndVorigl


Hat denn niemand ähnliche Erfahrungen oder irgendeinen Tip?

a;lfons[der!9.


Hallo indoril,

bei mir "läufts" ähnlich schlecht, jedoch mit einer gewissen Steigerung. Starker zäher Sekretfluss hinten in den Rachen seit etwa 4 Monaten. An ein vernünftiges Essen ist überhaupt nicht zu denken, da alles hinten rechts verschleimt wird. Bei mir wurden seltene Allergien vermutet wobei über diverse Sprays keine Linderung eintrat. Ein gängiger Allergietest hat nichts ergeben. Das MRT hat eine Siebbeinzellenentzündung hervorgebracht. Daraufhin wurde ich mit Lasern der Nasenmuscheln und Druckstossinhalationen behandelt. Ich kann zwar super atmen aber der Sekretfluss ist weiter vorhanden. Nunmehr suche ich am Donnerstag diese Woche und nächste Woche Dienstag Rat bei echten Experten die solche Erscheinungen zumindestens überhaupt mal gesehen haben "könnten". Dazu wird mir wahrscheinlich eine Sonde eingesetzt um beim Essen erkennen zu können wo kommt der furchtbare Sekretschleim überhaupt her.

Möglicherwiese müssen jedoch, so eine Vermutung meines behandelnden Arztes, gewisse Engstellen beseitigt werden, da eine Reizreaktion vorliegen könnte. Wichtig ist jedoch die verantwortlichen Engstellen genaustens zu lokalisieren, sonst bringt, wie du schon sagtest, eine isolierte Nasenscheidewandbegradigung gar nichts. Vor allem dürfen da keine Pfuscher rann. Wenn erst einmal die sensible Nasenschleimhaut in Mitleidenschaft gezogen wird, kommts noch dicker. Das ist wie gesagt hoch sensibles terrin, so dass du jemanden finden musst der Spezifisch solche Symptome auch schon mal vor dem Gewehrlauf hatte sonst rätseln und fuhrwerken die HNO Ärzte nur mit der Stange im Nebel herum.

Viel glück

WQildk.atexr


Hallo Indoril,

Die Nacht kannst du aber durchschlafen ? Oder musst du durch den Mund atmen ?

Versuch es mal mit einer Nasendusche, die gibt es in jeden Drogeriemarkt. Etwas Salz dazu ist halt keine Chemie !!

MfG *:)

mWnexf


Da es ganzjährig auftritt wurde Heuschnupfen ausgeschlossen und eher in Richtung Milben spekuliert (würde auch Erklären das die Probleme meistens früh sind). Dann ab zum HNO Arzt und Lage geschildert, daraufhin Hauttest mit diversen Allergenen gemacht. Ergebnis: Alles komplett negativ.

Auch wenn die meisten Allergiker vorwiegend im Frühling und Sommer Probleme haben, kann man auch noch im Herbst bis in den Winter hinein auf die dann fliegenden Allergene reagieren. Wurde das also per Test ausgeschlossen oder einfach so ausgesclossen?

Welche Allergene wurden genau getestet, welche per Prick und welche per Blut-Test?

IEn|doxril


Danke für die Antworten.

Das ist wie gesagt hoch sensibles terrin, so dass du jemanden finden musst der Spezifisch solche Symptome auch schon mal vor dem Gewehrlauf hatte sonst rätseln und fuhrwerken die HNO Ärzte nur mit der Stange im Nebel herum.

Ja den Experten müsste ich noch finden.

Die Nacht kannst du aber durchschlafen ? Oder musst du durch den Mund atmen ?

Versuch es mal mit einer Nasendusche, die gibt es in jeden Drogeriemarkt. Etwas Salz dazu ist halt keine Chemie !!

Das ist das Erstaunliche, Nachts habe ich null Probleme und meine Nase wird immer frei (wenn ich nicht gerade krank bin). z.B. ich wache nachts auf und muss aufs Klo, dann merke ich schon wie auf dem Weg ins Bad die Nase kribbelt und auf dem Weg zurück ins Bett schon der Schleim langsam in der Nase anfängt zu laufen, dann schneuz ich mich oder ignorier es und sobald ich wieder im Bett lieg wird es besser und verschwindet und ich kann wieder ruhig schlafen und durch die Nase atmen.

Nasendusche habe ich einmal gemacht und danach die schlimmste Nebenhöhlenentzündung meines Lebens gehabt. Seither meide ich dieses Thema^^

Auch wenn die meisten Allergiker vorwiegend im Frühling und Sommer Probleme haben, kann man auch noch im Herbst bis in den Winter hinein auf die dann fliegenden Allergene reagieren. Wurde das also per Test ausgeschlossen oder einfach so ausgesclossen?

Welche Allergene wurden genau getestet, welche per Prick und welche per Blut-Test?

Ja es wurden auch Heuschnupfen Allergene getestet. Welche exakt auf Haut und Blut getestet wurden weiß ich leider nicht, dazu müsste ich beim Arzt nachfragen. Ich glaube aber nicht das es Pollen etc. sind, da ich an der frischen Luft wesentlich weniger Probleme habe, z.B. Motorrad fahren oder Joggen, da läuft meine Nase eigentlich nie.

aUlfonxsdxer9.


Bins nochmal indori,

das hat übrigens die meisten bisherigen Ärzte total aus dem Konzept gebracht, nämlich dass ich ebenfalls super durchschlafe und der Sekretlauf nicht auffällig bemerkbar ist. Doch sobald ich eine im Rahmen des Aufstehens erhöhte Kreislaufaktivität habe und quasi in der Senkrechten wandle geht es los.

I@ndorxil


Vllt hat es bei uns ähnliche Ursache, nur bei mir kommts halt zur Nase raus.

Hast du andere Symptome die ähnlich Heuschnupfen sind?

aTlfon5sderx9.


ich war gestern zum Vorgespräch bei einer Sogenannten Expertin für Schluckstörungen. Der Dame habe ich meine Bilder vom schleimsekret gezeigt. Sie meinte nur, für sie ist Schleim halt Schleim und das hat ja wohl jeder.

Da bin ich als sonst sehr besonnener Mensch mal kurz energisch geworden, so dass sie letztlich zugab vom funktionalen Nasenbereich quasi ahnungslos zu sein. Schlussendlich wird nächste Woche eine Sonde eingesetzt und der Schluckvorgang motorisch beobachtet.

Vom Dienstag nächster Woche erhoffe ich mir genauere Auskünfte bei einem Professor der die Beste HNO Abteilung eines Krankenhauses leitet. Ich musste jedoch auch als Privatpatient 2 Wochen warten.

Übrigens Symptome wie Heuschnupfen habe ich keine. Es bildet sich halt zähes Sekret was hinten in den Rachen fließt.

Ja, mensch, wenn ich Sport gemacht habe (Fitnessstudio, Laufband etc. seit 1,5 Monaten nicht mehr) war ein Sekretfluss auch nicht zu merken. Damit könnte eine These im Raume stehen dass unsere Nasenstruktur zu wenig Luft durchlässt, so dass der gewöhnliche Verdunstungsprozess beim atmen bezüglich des Nasensekret nicht optimal läuft.

aFlfonVsder9x.


Ich war heute bei einem der renomiertesten Nasenexperten insb. Nasennebenhöhlen. Der ist halt mal ins Gemächt gegangen und mit Hilfe des MRTs überall "hingekrochen" mit seinem Spezialcomputergestützten Endoskop. Organisch ist alles völlig in Ordnung keinerlei Nebenhöhlenentzündungen. Das Sekret wird durch die Schleimhautdrüsen gebildet und lässt sich auf eine überfunktionale Schleimhautaktivität diagnostizieren. Dagegen gibt's noch keine Pillen. Die Ursachenforschung kann so breit angelegt sein da sitzt man morgen noch hier. Soll mich diesbezüglich mit meinem HNO Arzt (ist ja auch schon eine hohe Fachkapazität) konsultieren Nasenorganisch ist da jedenfalls nichts.

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