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Ohren nach Diskobesuch

tCes.t_du5sexr hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich gehe alle 1-2 Monate mal abends in eine Disko. Inzwischen bin ich mit 32 Jahren fast zu alt dafür. Die letzten paar Mal (d.h. auch über mehrere Monate verteilt) hatte ich am nächsten Tag das Gefühl schlechter zu hören. In etwa so, als hätte ich Wasser in den Ohren. Das hat sich nach einem halben Tag wieder normalisiert.

Kennt das jemand von euch/Ist das irgendwie bedenklich? Ich finde es erschreckend, dass ich das zuvor nie hatte und jetzt quasi mehrfach hintereinander.

Vielen Dank für Eure Antworten

Antworten
k<leinler_drachtenstexrn


Inzwischen bin ich mit 32 Jahren fast zu alt dafür.

Zu alt? Sagt wer?

Ich gehe mit fast 50 immer noch viel aus und arbeite auch noch in dem Genre, ich finde mich dafür definitiv nicht zu alt!.

Allerdings achte ich darauf mein Gehör zu schützen und habe sowohl auf Konzerten als auch beim Tanzen gehen gute Ohrenstöpsel dabei, wenn es mir zu laut wird.

Rzacisxa


Ich würde dir auch dringend raten in der Disko die Ohren zu schützen. Ich kenne Menschen, die von ihren vielen, lauten Diskobesuchen schon beginnende Hörschäden entwickelt haben ("Wenn ich jemandem nicht ins Gesicht schaue, versteh ich ihn nicht mehr so richtig", etc.)

H)yperiaon


Du solltest deine Ohren bei Discothekenbesuchen und auf Konzerten schützen.

Lies hier:

[[http://www.focus.de/familie/kindergesundheit/medizin/musik-bis-an-die-schmerzgrenze-hoerschaeden_id_2079385.html Musik bis an die Schmerzgrenze]]

Du solltest dir unbedingt Ohropax zulegen, wenn du in die Disco gehst. Die gibt es in jedem Drogeriemarkt.

[[http://www.ohropax.de/uploads/tx_templavoila/Color_8er_HH_Nov_490x390px.jpg Bild]]

RIacixsa


Eigentlich müssen die Diskos auch Ohopax o. ä. bereitstellen, wenn sie Musik über 110 (?)db spielen wollen. Meist stehen die dann in irgendeiner Ecke und werden nur auf Nachfrage rausgegeben.

_xS urfxerin


Eigentlich müssen die Diskos auch Ohopax o. ä. bereitstellen, wenn sie Musik über 110 (?)db spielen wollen.

Das ist ja bekloppt ohne Ende. Warum nicht direkt leiser spielen? Bewußt zu laut spielen, damit dann alle Ohrenstöpsel tragen. Was bitte soll das?

Das ist, als wenn man im Hochsommer in der Wohnung die Heizung bis hinten aufdreht und dann Wassersprühflaschen an die Bewohner verteilt, damit sie sich abkühlen können.

kLlei_ner_draeche:nstexrn


Das ist ja bekloppt ohne Ende. Warum nicht direkt leiser spielen? Bewußt zu laut spielen, damit dann alle Ohrenstöpsel tragen. Was bitte soll das?

Kann man zumindest bei Livemusik nicht immer wirklich beeinflussen, wenn die Band ihre Amps auf der Bühne bis zum Anschlag aufdreht... oft ist der Bühnensound in kleinen Clubs lauter als die PA.

Ohropax nützen übrigens wenig und machen die Musik akustisch kaputt.

Besser ist es einmal Geld in gute Ohrenstöpsel zu stecken, da ist auch der Tragekomfort wesentlich besser.

R2acuisxa


Nun, diese Grenze wurde natürlich aus gesundheitlichen Gründen eingeführt. Aber die Leute wollen in der Disko wohl die Musik so super laut, deswegen spielen die Diskos das dann eben auch auf überhörer Lautstärke und müssen dann eben Ohropax bereit halten. Denke aber nicht, dass da so viele von Gebrauch machen... Den Diskobetreibern ist es ja egal, wie laut es ist, solange die Leute kommen und Geld dalassen :=o

C#omrxan


Mal aus der Sicht eines Musik-Professionellen:

Ich gehe im Schnitt 1x pro Monat auf ein Metal-Konzert - und das seit fast 30 Jahren. Das Gefühl kenne ich nur zu gut. Nach einem Tagesfestival 1985 hatte ich nicht nur das übliche Rauschen in den Ohren, sondern 14 Tage ein schlechteres Gehör auf einer Seite. Bis dann bei einer Spülung ein Pfropf rauskam, der sich dort gebildet hatte.

Die Konzerte und Clubs hatten vor 20 Jahren deutlich höhere Belastungspeaks, da Musik noch dynamische produziert wurde und günstige Anlagen noch keine Signalbearbeitung kannten wie z.B. Limiter. Außerdem ist Konservenmusik heute viel komprimierter und energiereicher. D.h. auf einem Peakmeter werden die Grenzwerte spielend eingehalten, aber die Gesamtenergie (RMS) ist dennoch stärker. Für das Ohr ist das natürlich Dauerstress, aber die Gefahr eines Hörsturzes oder Knalltraumas ist relativ gering.

Die Audio-Firma Fostex hat in den 80ern mal eine britische Studie veröffentlicht, nach der Gehörschäden aus dem Produkt aus Beschallungsdauer und Lautstärke entstehen. D.h. das gefährlichste Medium sind laute Kopfhörer, die man täglich vielleicht mehrere Stunden verwendet. Ein Konzert- oder Discobesuch im Monat ist zwar deutlich lauter, aber zeitlich geringer. Ohne mechanische Schädigung durch ein Knalltrauma ist dies also weniger gefährlich für das Ohr als täglich 3 Stunden mit aufgedrehten Ohrhörern in der U-Bahn zu fahren.

Aber es ist wie mit allem Schädlichen: laute Disco hat keine positiven Auswirkungen, sondern bleiben eine zusätzliche Belastung. Für den regelmäßigen Besucher natürlich mehr als für den Gelegenheitsbesucher. Du stehst da irgendwie auf der Grenze. Ich habe für mich wegen der häufigen (und sehr lauten) Konzerte schon vor Jahren die Entscheidung gefällt, mir professionelle Otoplasten anfertigen zu lassen. Damit senke ich die Lautstärke um 15dB, was unter'm Strich immer noch laut genug ist - aber da das Lautstärkeempfinden logarithmisch verläuft, beträgt die mechanische Belastung des Ohrs bei -15dB nur noch ca. ein Dreißigstel der Ursprungsbelastung.

Es mag paradox erscheinen, Konzerte und Discos so laut zu machen, dass man seine Ohren schützt. Aber es ist schließlich so, dass diese Lautstärken legal sind und ein anderes Körpergefühl vermitteln, welches bei Gehörschutz erhalten bleibt. Auch hat jeder die freie Wahl, und während ein Gelegenheitsbesucher die völlige Lautstärke genießt, kann sich ein regelmäßiger Besucher eben freiwillig schützen. Klassische, billige Ohrenstöpsel vermiesen durch den schlechten Klang den Spaß. Professionelle Otoplasten mit linearem Filter kosten um die 160 Euro, sitzen perfekt und klingen sehr gut. Meine Ohren sind es mir wert, so dass ich ohne Reue viele Konzerte wahrnehmen kann.

W8aterl1i52


Wenn es sich anfühlt wie Wasser im Ohr... hmm warst du schonmal beim HNO-Arzt? Es kann auch einfach sein, dass sich Ohrenschmalz festgesetzt hat. Das fühlt sich dann auch so ähnlich an wie Wasser im Ohr. Und meistens hört man dann morgens nichts, weil sich das dann besonders festgesetzt und bei mir wars auch immer dann besonders zu alles, wenn ich grade viel Lärm und Stress hatte. Und ich hatte es dann auch mit der Zeit immer öfter. Dagegen kann man auch nix machen, Ohrenstäbchen pressen es nur noch fester rein und ich hab auch nen Kollegen, bei dem sich das jedes halbe Jahr wieder festsetzt und der das immer beim HNO entfernen lassen muss. Aber danach hört man wieder völlig normal.

Wenn mir mal wirklich was zu laut ist, dann tut es entweder gleich weh/ist unangenehm (z.B. Schlagzeug beim Konzert) oder ich hab am nächsten Tag auch Tinnitus.

Cdaramuala x2


Früher gab es Sonntagsnachmittags Disco und das laut. Danach habe ich manchmal alles wie durch Watte gehört. Ich war aber nicht regelmäßig da und dieses schlechte Hören ist nach einem halben Tag wieder verschwunden.

Würde ich heutzutage ein entsprechendes Konzert besuchen, dann würde ich es wie Comran machen. Das scheint mir am Vernünftigsten zu sein.

LIiesedlottex40


Ich hab vor ein paar Jahren mal den "Fehler" gemacht mit meiner Nichte auf ein Tokio Hotel Konzert zu gehen (als die noch 13Jährige Bübchen waren! ;-D ) - die Musik (so man es denn so nennen will ... ]:D ) war laut aber ok für die Ohren!

Was mich bereuen lies die angebotenen Ohrstöpsel am Eingan nicht genommen zu haben war das schrille Kreischen der Fans - echt, ich war drei Tage halb taub....als hätte ich Knetmasse in den Ohren.... :-X

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