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Ohrstöpsel-Empfehlung (zum mehrmals tragen) für Konzerte?

Z.ero~2k4 hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich wollte mal fragen, ob wer Erfahrungen hat mit Ohrenstöpseln im Bereich 20-50 €, die man langfristig tragen kann, also nicht so 2 € Ohropax Pads von der Apotheke.

Hintergrund ist, dass ich dieses Jahr auf mindestens 10 Konzerte gehe, aber an leichtem Tinnitus leide. Ich kann mir also lärmmäßig nichts mehr leisten, sonst würde sich das dauerhaft verschlechtern...deshalb möchte ich gerne Gehörschutz, der möglichst die Musik nicht zu stark verfälscht, aber der wirklich sämtliche lauten Tiefen und Höhen rausfiltert, sodass ich Spaß an den Konzerten haben kann :)

Antworten
K'ultur,schaffgender


Warum willst Du die mehrfach tragen? Das ist ja auch eine Hygienefrage, Du müsstest sie ja dann nach Gebrauch auch reinigen. Ich würde auch gar nicht in der Apotheke schauen (überteuert), sondern in einem Geschäft für Berufsbekleidung und Arbeitsschutzmittel. In einer Druckerei habe ich gesehen, dass im Drucksaal bei den Maschinen ein Ohrstöpsel-Spender an der Wand hing, wo sich jeder Mitarbeiter nach Herzenslust bedienen konnte.

*:)

PVradaT!eufexl


Dann lass dich doch am besten mal bei einem Hörgeräteakustiker beraten. Hab ich mal gemacht, nachdem ich das Schnarchen meines Ex nicht mehr ertragen habe ;-D Ich durfte dann im Geschäft auch 2 Modelle ausprobieren und hab mich dann für das entschiededn, welches angenehmer zu tragen war.

Letztendlich bin ich aber langfristig bei Ohropax Soft hängen geblieben, weil die mir am Ende einfach noch angenehmer zum Tragen sind. Aber, ich trage sie ja auch beim Schlafen, da liege ich viel auf der Seite, also auch auf dem Ohr. Da darf dann nichts drücken. Ich höre damit meinen Wecker etc... aber eben alles gedämpfter / leiser. Ich hab auch einen leichten Tinnitus und würde auch zu Diesen greifen, wenn ich auf ein Konzert gehen würde...

CSomxran


deshalb möchte ich gerne Gehörschutz, der möglichst die Musik nicht zu stark verfälscht

Das bekommst du für 20-50€ nicht. Für das Geld gibt es die typischen "Tannenbäume" aus Silikon, die einen internen Resonator als Filter haben. Diese sind klanglich besser als so typische Schutzstöpsel, aber dennoch eine hörbare Beeinträchtigung.

Ich bin genau wie du ein häufiger Konzertgänger und meine Frau und ich haben aus diesem Grund schon vor vielen Jahren Stöpsel anfertigen lassen. Die ausgegossenen Otoplastiken sind passgenau und bequem zu tragen und die hochwertigen Filter werden separat eingesetzt. Bei niedriger Dämpfung hat man auch annähernd linearen Frequenzverlauf, bei hoher Dämpfung ist der Frequenzverlauf nicht mehr so gut, aber immer noch besser als bei den "Tannenbäumen".

Paarpreis ca. 160 Euro. Dafür dass ich meine jetzt schon 8 Jahre habe, erscheint mir das auch nicht zu teuer. Und der gute Klang auf Konzerten ist es mir wert.

DLenktZquViexl


Stöpsel für Berufsbedarf halte ich für falsch, da diese "nur" so viel wie möglich dämmen, die Musik dadurch aber verfälscht wir. Der Klassiker für Musiker (und damit super für Konzerthänger) sind die Alpine MusicSafe pro. Haben drei Filter, um unterschiedlich stark zu dämpfen, sind waschbar (Silikon glaube ich), Musik klingt fast genauso wie ohne (nur leiser), da einigermaßen frequenzneutral, und sind für Leute mit "normalen" Ohren gut zu tragen. Wenn du sehr enge Hörkanäle hast, wird's schwierig. Kostenpunkt irgendwas zwischen 15 und 20 Euro. Hab diverse alternativen probiert, fand die aber immer noch (seit 15 Jahren) am Besten. Wirklich besser wird es nur mit speziell angepasstem Schutz, da bist du aber locker im dreistelligen Bereich.

KiulturschSaffendexr


Comran

Dafür dass ich meine jetzt schon 8 Jahre habe,

Und wie pflegst Du diese?

*:)

C'omuran


Der Klassiker für Musiker (und damit super für Konzerthänger) sind die Alpine MusicSafe pro

Ich war bei denen damals Beta-Tester, bevor sie auf den Markt kamen. Ich konnte keinen Unterschied zu den anderen Stöpseln mit Resonanzfilter in dieser Preisklasse erkennen. Lediglich das Handling mit dem Wahl-Filter war eine Neuerung.

Und wie pflegst Du diese?

Den Filter kann man rausnehmen. Die Otosplastiken schmeiße ich dann einfach in ein bisschen Seifenlauge oder in den Ultraschall-Reiniger. Trocknen lassen, Filter wieder rein, wie neu.

Z-eroM2xk4


Vielen Dank Leute, da kam ja schon allerhand nützliches bei rum :-)

@ Comran:

Du hast leider nicht erwähnt, wo du diese Deluxe Ohrstöpsel hast anfertigen lassen, beim Akustiker? Klingt auf jeden Fall fast schon nach Handwerk die Beschreibung dass die individuell angefertigt wurden :) Der Akustiker wäre natürlich eine Option, vor allem wenn man da vor Ort auch paar Sachen probetesten kann. Bei Online-Bestellungen weiss ich gar nicht, wie das genau ist, wenn meine Ohren sich dann als zu weit oder eng für den jeweiligen Silikon-Stöpsel herausstellen. Umtauschen ist bei Hygiene-Artikeln ja eigentlich kaum möglich oder?

@ DenktzuViel:

Vielen Dank für das konkrete Nennen eines Artikels, ich werde dazu mal User Reviews lesen :) Was ich auf Anhieb nicht verstehe, was es mit den 3 Filtern auf sich hat, also scheinbar kann man ja was steuern, aber auf welche Weise ^^ Normal steckt man ja alles nur ins Ohr und hat sonst keinen Einfluss darauf, höchstens wie tief man es steckt.

Czomrxan


Du hast leider nicht erwähnt, wo du diese Deluxe Ohrstöpsel hast anfertigen lassen, beim Akustiker?

Ja. Da von den Ohren ein Abdruck genommen wird, geht es ja auch nicht "per Versand". Die passen anschließend perfekt und können eben die guten Filter aufnehmen, die auch als Kapsel etwas größer sind.

Was ich auf Anhieb nicht verstehe, was es mit den 3 Filtern auf sich hat

Die Dämpfung kannst du damit austauschen, je nach gewünschtem Zweck. Alle anderen billigen Anbieter haben einen Standard-Resonator drin, meistens so um die -19dB. Eine Tendenz zum "dumpf" klingen haben diese Modelle aber alle. Die besseren Modelle (Hearsafe, ähnliche Preisklasse) konstruieren den Resonator so, dass er bei 4kHz etwas öffnet, was das subjektive Gefühl von mehr Präsenzen verleiht, aber für feine Obertöne reicht das halt nicht.

Bei dem angepassten Gehörschutz ist es allerdings auch so, dass man die Filterstärke wählen kann. Bei meinem Modell war die Bandbreite -9dB, -15dB, -19dB. Der Filter von -9dB hat vom Klang fast Hifi-Niveau. Wenn man nicht auf brutal laute Konzerte geht, wäre das meine erste Wahl. Da ich aber auch öfter im Fotograben vor der Bühne bin, habe ich mich sicherheitshalber für die -15dB-Filter entschieden.

Diese Profi-Filter sind übrigens das Teuerste - die Otoplastiken kosten 20 Euro, die Filter pro Seite 70 Euro 8_) .

Z<erxo2k4


Dazu müsste ich mich erstmal mit kHz-Skala und db auskennen. Also legen die Filter quasi die Stärke der Dämpfung fest, also schwächen den db-Gesamtwert ab, oder? Welche Frequenzen bei Konzerten relevant sind und so, damit kenne ich mich leider gar nicht aus. Meine Ohren haben durch Tinnitus nur Probleme mit schrillen hohen Tönen. Alles tiefe, dumpfe, bassige nicht...soviel kann ich dazu sagen. Aber die Höhen kommen eben meist bei Konzerten dann sehr deutlich aus den sehr lauten Boxen und dann klingt es mir zu schrill. Pfiffe im Fußballstadion sind z.b. das letzte, was ich vertrage.

Caomrxan


Also legen die Filter quasi die Stärke der Dämpfung fest, also schwächen den db-Gesamtwert ab, oder?

Genau. Die dB-Angabe gibt die mittlere Dämpfung über den Frequenzbereich an. Hierbei ist zu beachten, dass im Bassbereich kaum gedämpft wird. Beispiel: -9dB ist ca. nur noch halb so laut beim Hörempfinden.

Die Filterqualität bestimmt, ob die Dämpfung gleichmäßig über alle Frequenzen erfolgt, oder eben ungleich verteilt.

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