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Bekomme immer mehr Angst vor Mandel Op

cIo%hcxo hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich bin 19 Jahre alt und es wurde mehr oder weniger spontan entschieden das ich am Montag meine Mandeln entfernt bekomme!!!

Desto näher der Tag kommt mache ich mich verückt vor dem aufwachn und vor Nachblutungen!

Die Berichte von den Nachblutungen hier im Forum haben mich auch sehr schockiert!!!

Leider muss das bei mir gemacht werden sonst würd ich es gern absagen !!!!Passiert ja alles leider auch in meinen Urlaub!!!!

Also vielleicht könnt ihr mir ja mit positiven antworten die Angst ein bißchen nehem!!!!

Ich hoffe ihr könnt mir helfen!!!

Liebe grüße :-(

Antworten
Jtodixe


das aufwachen ist gar nicht schlimm... :-)

Hallo ochco,

ich habe zwar noch keine mandel op hinter mir, aber eine bauchspiegelung mit anschließendem riesigen bauchschnitt...d.h. also: vollnarkose. ich hatte vorher auch tierische angst vor dem aufwachen, z.B. dass ich keinen mehr erkenne, dass mir schlecht ist oder ich halluzinationen habe etc...aber alles das ist nicht eingetreten...ich habe sofort alle erkannt, die um mein bettchen rumstanden, bin natürlich sofort wieder eingeschlafen...und das ging dann den ganzen tag so. die op war morgens, danach bin ich ganz kurz aufgewacht, habe aber nur mitbekommen, dass die op jetzt vorbei ist, da mein bauch so weh tat und habe erstmal bis nachmittags geschlafen. zwischendurch bin ich ein paarmal aufgewacht, mir war weder übel, noch hatte ich hallus...wie gesagt es ging mir bis auf die müdigkeit sehr gut. abends war ich shcon etwas länger wach und durfte schon wieder was trinken. am nächsten tag wurde der blasenkatheter entfernt und ich "musste" trotz der bauchschmerzen aufstehen, um aufs klo zu gehen...nochn tag später bin ich schonwieder den flur auf und ab gelaufen...es ist echt erstaunlich wie schnell man sich nach ner OP erholt...wie das mit nachblutungen bei ner mandelop ist weiß ich natürlich auch nicht, aber vor der narkose musst du keine angst haben...klar reagiert jeder anders darauf, aber ich habe wirklich gute erfahrungen gemacht. wünsche dir für montag alles gute und drücke dir die daumen.

alles gute und liebe grüße

jodie

sriS


Hallo Ochco,

es KANN Komplikationen geben, MUSS aber NICHT. Ich bin 30 Jahre alt. Meine OP war am 19. Juli. Ich habe mir bereits am 21. Juli die Haare gewaschen (ich wusste allerdings auch nicht, dass man das nicht machen soll; habe ich nachher hier im Forum zum ersten Mal gelesen). Ich habe keinerlei Nachblutungen gehabt. Die Narkose und die OP liefen routinemäßig einwandfrei. Natürlich habe ich auch Schmerzen gehabt, die z.T. ziemlich stark waren. Das lässt sich wohl definitiv nicht vermeiden. Aber irgendwann ist es auch vorbei damit. Eine "normale" Ernährung ist bis heute nicht möglich, aber trotzdem verdurste und verhungere ich in keinster Weise. Zeitweise ist es schlimm, was das Schlucken angeht, aber auch das geht vorüber und man muss sich nur ein wenig anpassen. Seit etwa 2 Tagen komme ich ohne Schmerzmittel aus und es sieht so aus, dass alles gut verheilt. Ich bin sehr froh, dass es so gut läuft. Hört sich ja wirklich schlimm an, was manche hier so schreiben. Ich wollte dir nur ein Beispiel von einem normalen Verlauf geben. Ich gehe davon aus, dass ich das Schlimmste hinter mir habe und jetzt nichts mehr passieren wird.

Versuche einfach, mit einer positiven Einstellung in die Sache reinzugehen. Nur nicht zu viel an die möglichen Komplikationen denken. Das ist zwar leichter geschrieben als getan, aber es bringt echt nichts, sich Panik zu machen. Ich bin froh, dass die Mandeln raus sind und kein Unheil mehr anrichten können. Denke vielleicht einfach daran.

Kopf hoch und alles gute für den Eingriff!

cEohcxo


Danke für Eure antworten!Es ist wirklich leichter wenn man liest das man eigentlich nicht die einzigste ist die Angst hat

CselKlxo


Hallo Ochco,

ja ich möchte natürlich auch mal meinen Senf dazugeben:

Meine OP ist jetzt schon ne Weile her, ich habe gleichzeitig Nasenscheidewand begradigen (weil ich zunehmend weniger Luft bekam - die OP und danach war aber fast schmerzlos) und Mandeln (die waren vor lauter Entzündungen zu nix mehr gut, ich hatte oft leichte Halsschmerzen und zum Schluss eine etwa 4 Monate andauernde Erkältung) operieren lassen.

In einem Punkt kann ich dich beruhigen: Es gab keine Nachblutungen. Ich denke dass es so komplikationslos verlief u.a. weil ich ziemlich darauf geachtet habe dass ich zu jeder (un)erdenklichen Zeit gegessen, getrunken und geschluckt habe. Nebenbei habe ich auf jeden Fall bei dem Teeverbrauch den ich hatte noch eine kostenlose Nierenspülung bekommen :-) Aber die Schmerzen waren - aus nachträglicher Sicht - die wohl imposanteste Erfahrung die ich in meinem jetzt 24jährigen Leben machen durfte. Meine ich wirklich ernst! Aus Sicht direkt nach der OP waren sie einfach grauenhaft...

Ablauf bei mir: Ruhigstelltablette vor dem OP geschluckt, im OP war mir sehr sehr kalt, ich hab am ganzen Körper Gänsehaut gehabt und dachte ich muss da gleich erfrieren. Den Schwestern und Ärzten hab ich das auch immer gesagt aber die wollten die OP nicht absagen sondern haben mir nur immer mehr Decken draufgetan. Nach der etwa 5. Decke und einem Heizlüfter ging es dann, ich fühlte mich wohl und die Op kam wie gewohnt.

Der erste Tag: Morgens OP, bis nachmittags geschlafen und am Abend so einen Brei bekommen. Essen und Trinken kein Problem, ich hätte besser keine Besucher einladen weil ich total benebelt war.

Die Folgetage: Bis zum 5. Tag immer weiter ansteigende starke Schmerzen. Waren eigentlich nicht so schlimm nur beim Schlucken und Essen / Trinken, und gerade dieses nicht-permanente ist sehr schlimm weil ich genau wußte dass die Schmerzen beim Schlucken kommen, also besser kein Schlucken dann sind die Schmerzen besser aber der Arzt sagt dringend "regelmäßig schlucken" und die Nachblutungsgefahr steigt dann rapide. Also doch regelmäßig geschluckt...

Gegessen habe ich alles vom Menü was ich nehmen durfte, und das war ab dem 2. Tag eigentlich alles bis auf Früchte. Die erst am 4. Tag... Mit dem Frühstück brauchte ich bis kurz vor Mittag, mit dem Mittag bis zum Abendessen und so weiter. Also fürs Essen viel Zeit einplanen.

Meine Schmerzen waren immer am Anfang vom Essen so groß dass ich vor Angst die 3 Schritte vom Bett zum Essenstisch nicht immer selber gehen konnte. Aber ich dachte mir was sein muss muss sein. Die Standardschmerzmittel hab ich irgendwann am 3. Tag nicht mehr genommen weil es keinen Unterschied gemacht hat ob mit oder ohne. War immer unerträglich; und es scheint einen Punkt zu geben wo eine bestimmte Stelle einfach nicht mehr "noch mehr" wehtun kann.

Besonders schlimm waren naturgemäß die Nächte. Während ich tagsüber die Schmerzen ausgehalten habe möglichst ohne viele Schmerzmittel hab ich die nachts in immer stärkeren Dosen gebraucht um schlafen zu können. Ging bei mir so weit dass ich keines mehr bekommen habe weils als stärkeres nur noch Opium gab und dass wollte ich dann auch nicht. Diese Nacht hab ich mich dann statt zu schlafen auf den Gang gesetzt und die vorbeieilenden Schwangeren gezählt. Waren echt ne Menge. Das Krankenhaus war total überhitzt also saß ich mit nacktem Oberkörper da und wartete. Die Nachtschwester kam dann irgendwann und fragte mich warum ich denn so da sitze wenn mir kalt ist: Ich hatte leider über 2 Tage hinweg ein starkes Zähneklappern das ich nicht abstellen konnte. Wenns mich zu arg nervte hab ich mir den Mund zugehalten. Meine Zimmernachbarn fandens lustig...

Nach 6 Tagen gings dann wieder steil bergauf: Die Schmerzen wurden immer weniger, Essen war nach und nach problemloser und dann wars nach ca. 14 Tagen alles restlos weg. Die ersten Tage der Besserung verliefen besonders schnell.

Mein Rat an dich:

- die OP wird so wohl tausend Mal am Tag durchgeführt. Ich lese höchst selten in der Zeitung dass in Deutschland jemand an ner Mandel-OP gestorben ist. Genauer gesagt noch nie. Warum also du? Also immer daran denken dass es kein Problem ist!

- Wenn du den ersten Punkt ganz mathematisch betrachtest ist es wohl gefährlicher über eine rote Ampel zu gehen als die Mandeln entfernen zu lassen. Also: Keine Angst vor der OP! Durch die Verspannung wirds nicht gerade besser!

- Nach der OP Ratschläge der Ärzte beachten. Heißt: Wenn du "alles essen darfst" dann mach das. Wenn "regelmäßig Schlucken wichtig ist" dann ist es das! Durch regelmäßiges Schlucken und Trinken / Essen werden die allermeisten Ansätze einer Blutung (nämlich die Krustenbildung) gestoppt. Gerade dieser Punkt ist allerdings ziemlich schwer einzuhalten. Du wirst dir quasi jeden Schluck 3 Mal überlegen bevor du ihn machst. Denn Schlucken wird höllisch wehtun... Dann immer daran denken dass je öfter und je regelmäßiger (im Sinne von ununterbrochener) du schluckst / isst / trinkst desto weniger tuts weh. Am schlimmsten wars bei mir beim Aufwachen. Nach ein paar Tagen hab ich dann einfach alle 5 Minuten einen richtig großen Schluck lauwarmen Tee genommen, so groß wie der Mund fassen konnte, hab den Mund zugemacht und mich gezwungen alles mit einem Mal runterzuschlucken. Das hat sich als supergut erwiesen; denn als ich das mal für ne Stunde vergessen hatte waren die Schmerzen beim Schlucken ungleich höher und irgendwie hatte ich durch diese Megaschlücke einen viel entspannteren Hals, Kann ich nur empfehlen!

- spar nicht unbedingt mit Schmerzmitteln wenn du nicht sicher bist dass du es auch ohne schaffst. Wie ich es ohne besser geschafft habe im nächsten Punkt, ist aber nicht für jeden empfehlenswert. Für die Nächte würde ich aber sagen: So viel wie sie dir nur geben wollen. Belastet zwar den Körper aber du nimmst das Zeug ja nur ein Mal in ein paar Jahren vermute ich. Am Besten kombiniert mit einem starken Schlafmittel. Schmerz- und Schlafmittel sind aber sowieso oft sehr miteinander verwoben... Ziel einer Nacht ist es nämlich am nächsten Tag zumindest so ausgeruht zu sein dass das erhöhte Schmerzempfinden durch Schlafdefizit möglichst gering ausfällt.

- Und schließlich der letzte Punkt, der mir sehr geholfen hat, aber zugegeben sehr individuell ist: Ich habe mir immer wieder gedacht dass es doch möglich sein muss die eigene Angst zu überwinden. Ich habe quasi eine Wette mit mir selbst abgeschlossen dass ich es immer und überall schaffen werde auf Kommando zu schlucken. Hat dann auch in 95% der Fälle geklappt. In den anderen 5% wurde der Schluckversuch durch plötzliches Heulen und einem Gefühl der absoluten Ohnmacht bereits im Keim erstickt. Aber noch während ich diese Schmerzen hatte ertappte ich mich immer wieder beim Gedanken daran, wie höchst interessant doch eigentlich der menschliche Körper ist. Der Zusammenhang zwischen dem Willen zu schlucken und dem Heulen, das Zähneklappern, das Gefühl dem Tod doch eigentlich nahe sein zu müssen aber gleichzeitig aus medizinischer Sicht zu wissen dass alles in bester Ordnung ist, das alles faszinierte mich doch so sehr dass ich natürlich schlucken musste um "weiter beobachten zu können" :-). Der ständige Teekonsum und meine Faulheit verleiteten mich noch dazu so wenig wie möglich aufzustehen und aufs Klo zu gehen. Der Druck auf der Blase bis ich es nicht mehr aushalten konnte lenkte mich ein wenig von den Mandeln ab. Im Nachhinein sicherlich auch eine Möglichkeit sich "Linderung" zu verschaffen. Blöderweise schluckt man dann nicht mehr so häufig weil man ja nicht mehr daran denkt sich dazu zu zwingen und der Schluckinstinkt scheint so gut wie weg zu sein...

- Ach ja: Mir waren Gäste eher etwas lästig. So einer am Tag ist OK. Aber den Rest des Tages war ich ja mit essen beschäftigt. Und wenn nicht mit essen dann mit mir selbst.

Insgesamt gesehen war die Woche nach der OP die schlimmste Schmerzzeit die ich hatte. Klar: Ein gebrochenes Bein tut nicht so stark weh. Aber dafür ist es auch nicht so interessent zu beobachten. Also ein wirklich stark weinendes und ein lachendes Auge.

Mit dem Ergebnis bin ich übrigens sehr zufrieden. Die ursprünglichen Probleme sind weg. Die ersten paar Monate hatte ich allerdings das Gefühl eine Mandelentzündung zu haben, obwohl die definitiv weg waren. Also quasi eine Rachenentzündung. War aber nix zumindest nix schlimmes und hat sich dann gelegt.

Bei Fragen: Einfach mailen...

Viel Erfolg!

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