28.08.07 22:17
Hallo! Auf diesem Weg suche ich nach Menschen, die mich verstehen, bzw. die dass Selbe durchmachen wie ich um sich auszutauschen. Seid ich 12 bin hatte ich einen Kumpel mit dem ich regelmäßig sexuellen Kontakt in der Freizeit hatte (also Selbstbefriedigung)... Seid dem interessiere ich mich für Männer was ich heimlich auslebe... Mittlerweile bin ich 24 und bin völlig verzweifelt. Diese Geheimtuerei macht mich fertig... Ich lüge mir und mienem Leben was vor. Ich will dass alles nicht mehr... Ich möchte mich nicht outen, habe sehr große Angst davor... Eigendlich will ich gar nicht schwul sein. Ich will eine Familie, später auch Kinder und irgendwie stehe ich auch auf Frauen. Sogar mehrere Beziehungen habe ich mit Frauen gehabt. Aber dass Verliebtsein und der Sex lässt relativ schnell nach, sodass diese gescheitert sind. Seid her hatte ich nie richtigen Sex mit Männern gehabt, bis vor kurzer Zeit, da traf ich den früheren Schulkollegen und Kumpel wieder. Trafen uns auf einer Party, tranken zusammen, wechselten die Location und am morgen nach der Party, gingen wir zu mir und hatten Sex. War nicht so der Bringer aber auch nicht übel... Jetzt bin ich völlig neben der Spur. Dieses ganze Thema schwul und so, lebte ich bisher nur in meiner Phantasie aus, in chats, mit Bildern und Filmen... Diese Situation hat mich so weit gebracht, dass ich Depressiv geworden bin und genau vor einem Jahr eine Panikatakke erlebt habe. Seid dem gerät mein Leben aus der Spur... Mir geht es körperlich sehr schlecht. Habe dass Vertrauen in meinem Körper verloren seid dem. Ich dachte ich müsste sterben, bekam keine Luft mehr, hatte Herzstiche und bis heute plagen mich sämtliche Wehwehchen. Natürlich alles psychisch. Selbst eine Therapie habe ich angefangen. Ich habe mir vorgenommen dies mit dem Therapeuten durchzusprechen aber habe es nicht getan. Ich bin so arm. Ich kann es nicht zugeben und mir eingestehen. Dann kommt noch der berufliche Stress dazu. Ich bin voll down. Ich befasse mich seid dem sehr intensiv damit, sied dem ich diese Panikatakke bekommen hatte. Ich schiebe sied dem her dmeine Situation auf dieses Thema... Kennt jemand diese Situation
Wenn ja wie geht ihr damit um? Ich weiß, ich muss es bald ans Tageslicht bringen, weil ich mich selber so sehr fertig mache. Und die Psyche ist da sehr hartnäckig... Bekomme schon wieder nen Kloß im Hals und mache mich nur verrückt, wenn ich diesen Beitrag schreibe... Bitte meldet euch... Gruß 
28.08.07 23:09
du könntest versuchen, eine beziehung anzufangen(mit einem mann), oder du gehst ma raus in die natur, park/wald etc.. und genießt es, mir (auch schwul) geht es auch oft sehr schlecht, und das in de rnatur sein hilft mir, auch wenn ichs nicht war haben will, ich sitz den ganzen tag in meinem zimmer, versteh mich mit meinen eltan nicht, sitze vorm pc und werd depri..ich chat viel mit meinen besten freunden, die ich zt noch nie persönlich gesehn hab..bin gerade dabei, eine beziehung mit einem älteren(21) aufzubauen..problem sind die eltan..sie wissen nicht, dass ich schwul bin, und werden es auch nicht wahr haben wollen, dass er 21 is, und somit sex gerichtlich verboten ist.
also, mein tipp an dich: geh raus, in die natur, treff dich mit echten freunden, und unternimm was!!!

28.08.07 23:53
Warum machst du dir denn das Leben so zur Hölle? Lebe doch einfach dein Leben. So, das du glücklich bist mit dem was du bist und was du hast.
Ich hab auch einige Leute im Umfeld, die immer mal kleine Krisen mit sich haben. Da wird halt irgendwo der Bruder Vater, baut gerade ein Haus und ist glücklich verheiratet.
Ja, es läuft etwas anders bei Schwulen, aber deswegen schlechter? Ich denke nein.
Akzeptiere dich, beschäftige dich (sinnvolle Hobbys etc.) und baue dir einen stabilen Freundeskreis auf.
"Ich wünsche mir Frau und Kind", lese ich hier häufiger. Das verwundert mich allerdings immer etwas. Ich kenne keinen Schwulen, der sich Frau und Kind wünscht. Wenn überhaupt, dann vielleicht ein Kind, aber eine Frau gehört mit Sicherheit nicht zu den Wünschen eines Schwulen. Und wenn, dann maximal als Mittel zur Erfüllung der eigenen Kinderwunsches.
29.08.07 06:15
hi tomekk83,
es wird zeit das du etwas für dich tust!!!!!
das leben mit der panik vor der panik ist ein teufelskreis den es zu durchbrechen gilt. ich habe mir auch jahrelang eingeredet das es doch besser ist heterosexuell zu leben. das ging soweit das ich geheiratet habe und auch eine tochter habe. aus der heutigen sicht völliger unsinn. lebe dein leben so das du glücklich bist, und nicht die anderen. wenn du durch dein outing freunde verlierst, waren es nie deine freunde. in meinem bekanntenkreis wissen heute alle das ich schwul bin und ich brauche mich nicht mehr zu verstecken. es gibt auch in jeder größeren stadt selbsthilfegruppen die sich mit diesem thema beschäftigen. richte dir doch mal bei einem schwulen portal wie
gayromeo.com
ein profil ein und schaue dich dort mal ein bischen um. dort findet sich für jeden topf der passende deckel. ich bin nun 2 jahre und neun monate mit meinem freund glücklich zusammen, und wir haben uns auch auf diesem weg kennengelernt. ich hoffe das ich dir bischen mut machen konnte. du schaffst das schon.
lg
AlexMax
29.08.07 07:45
Zuerst solltest du dir das, was AlexMax schreibt, zu Herzen nehmen. Lebe DEIN Leben, sei DU selbst, nicht das, was andere gerne sehen würden. Wenn dein Umfeld nicht toleriert und akzeptiert, dass du schwul bist, sind es eh die falschen Leute. Außerdem bist du dir noch nicht einmal sicher, ob du schwul bist. Also werde dir darüber erst einmal klar, nicht indem du darüber grübelst, sondern indem du es erlebst und auslebst.
Dass du deine Therapie abgebrochen hast gefällt mir gar nicht. Bitte tu mir einen ganz großen Gefallen. Setze die Therapie fort und spreche ganz offen mit deinem Therapeuten darüber. Ich weis aus eigener Erfahrung (meine Frau betreffend), dass Panikattacken ganz schon fies sind und einen Menschen fertig machen könnnen. Bei beiden "Problemen" sollte dir ein guter Therapeut helfen können, also spreche ihn auch auf deine sexuelle Neigung an. Wärst nicht der erste, der das machen würde.
Also Kopf hoch, ich drücke dir die Daumen.
29.08.07 09:46
toll das du hier schreibst, damit gehst du wieder einen großen Schritt zu dir. Eine Therapie wo du am eigentlichen Thema vorbei redest bringt dir allerdings wenig, was kann dir passieren wenn du zu dem Therapeuten offen und ehrlich bist? Nichts! Er wird dir eine Stütze zu deinen Gedanken sein. Und du wirst dich danach gut fühlen, weil du dir etwas Ballast von der Seele geredet hast.
Wenn Du jetzt zu machst vergehen womöglich viele Jahre die du später bereuen wirst, weil du auf ehrliche Liebe verzichtet hast.
So viele Jungs durchleben genau deine Gedanken, damit bist du nicht alleine.
KELLER-KIND
Und wenn, dann maximal als Mittel zur Erfüllung der eigenen Kinderwunsches.
und für das Gefühl angepasst zu sein/zu Leben. Das ging bei mir sogar eine Zeitlang gut, der Typ Mensch hat wunderbar zu mir gepasst. Nach drei Jahren war ich aber total unglücklich
habe der Frau damit weh getan und mich zu lange aufs Glatteis geführt. Als die Phase des Probierens vorbei war hab ich lange nichts gemacht und mich dann geoutet. Heut könnt ich jammern über so viel verschenkte Zeit

29.08.07 17:04
Professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, scheint mir in diesem Fall angezeigt.
29.08.07 18:03
Tja, kann man halt alles nicht zurück drehen. Wenn ich das könnte, hätte ich auch nicht mit 19 geheiratet, mit 22 angefangen ein Haus zu bauen um mich dann mit knapp 24 von allem zu trennen. 
30.08.07 12:19
Ich bin so arm. Ich kann es nicht zugeben und mir eingestehen.
Alles zu seiner Zeit. Das ist nicht arm, Du hast Angst. Das ist nicht arm. Bevor Du Dich also jetzt weiter runtermachst: Du bist doch schon dabei, Dich damit zu beschäftigen. Du hast hier beschrieben, wies in Dir ausschaut. Das ist doch schon mal ein Schritt.
Der nächste Schritt wäre vielleicht jemand, dem Du Dich anvertrauen kannst. Gibt es da niemanden? Ein Freund / eine Freundin, dem/der Du vertraust?
Wenn ja wie geht ihr damit um?
Genau so. Wege suchen, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Ich kenn das von nem ganz anderen Thema her, aber nicht weniger belastend. Jahre mit mir rumgetragen, das hat mich verrückt gemacht. Bis ich es irgendwann nach fast 20 Jahren Quälerei geschafft habe mit einer wirklich guten Freundin zu reden. Wir haben dann oft geredet. Das löste irgendwann eine richtige Welle aus. Ich hab viel zu lange damit gewartet.
Hier zu schreiben ist schon mal gut, so bist Du schon mal nicht mehr so ganz alleine damit. Jetzt musst Du es "nur" noch schaffen, Dich hier wieder zu melden.
30.08.07 12:39
mein Freund hat einen Sohn. Er selbst ist in einem stark christlichen Elternhaus aufgewachsen und hat seine Homosexualität bis zum 32. verdrängt. Er war bei einem Psychologen, der meinte das es dieses Phänomen der unterdrückten und verdrängten Homosexualität öfters gibt. Es ist wie eine Pflanze die nach dem Licht wachsen möchte, der man die Triebe aber immer abschneidet.
Ich habe ihm erst nicht geglaubt. Er hat sich von seiner Frau nur eingeengt gefühlt, ansonsten war für ihn aber alles klassisch, Heiraten, Kind, so wie man es sich vorzustellen hat. Da ist der Weg zum Glück für viele steinig und das nur weil wir ein Gesellschaftsbild vorgelebt bekommen das es so gar nicht gibt (und das 2007
).
Du hast recht, zurückblicken bringt nichts, obwohl es spannend ist. Ich habe mich vor vier Jahren geoutet und im großen und ganzen bin ich da sehr dankbar drum, dass ich den Schritt gegangen bin. Es ist schon Freiheit für die Seele....und den Dödel

30.08.07 15:05
weil wir ein Gesellschaftsbild vorgelebt bekommen das es so gar nicht gibt (und das 2007
An der Stelle fällt mir was ein.
Vor 14 Tagen bei meinen Eltern (Kleinstadt, 10.000 EW):
Ein paar Häuser weiter von meinen Eltern haben 2 Lesben ein Haus gekauft. Beide um die 40, waren je verheiratet (hetero) und haben Kinder. Das ist/war natürlich erstmal Thema in dem Kaff.
Meine Mutter meinte, die 2 werden akzeptiert, es wird auch nicht öffentlich schlecht geredet, aber hinter dem Rücken dann eben doch. Bleibt aber alles im Rahmen.
Meine Eltern haben dazu natürlich eine lockere Position, wegen mir, aber auch darüber reden sie nicht offen. Im Umfeld meiner Eltern weiß niemand von meinen Neigungen.
Allerdings sagte meine Mutter, bei 2 Frauen sind die Leute wohl anders drauf, als wenn es 2 Männer währen. Bei 2 Schwulen würden sich die Leute die Mäuler zerreißen, die hätten keine ruhige Minute.
Das ist also die Gesellschaft 2007.
30.08.07 21:32
Hey Leute, ich danke euch für die ganzen Reaktionen. Vorallem habe ich nicht gedacht, wie schnell ich schon von euch höre und wie gut dass tut. Es tut vorallem jetzt gut, wo es mir doch wieder so mies geht... Diese Panikatakken bringen mich echt an meine Grenzen und ich weiß, ich muss was tun... Ich werde sofort nächste Woche damit anfangen wieder in Therapie zu gehen. Ich weiß ich werde es alleine nicht schaffen. Mich jemanden anzuvertrauen ist noch zu schwer. Also werde ich erst diesen Schritt gehen und am besten mit der Therapeutin oder dem Therapeuten zusammen... Wie konnte ich nur denken, ich könnte die Psyche und mein Problem unterdrücken und keine Beachtung schenken... Das geht nicht!!!!!!!!!! Ich hoffe es wird mir bald besser gehen... Zwar wird der Weg steinig und hart, aber es wird hoffentlich. Ich halte euch auf dem Laufenden...
Gruß
31.08.07 06:59
Also werde ich erst diesen Schritt gehen und am besten mit der Therapeutin oder dem Therapeuten zusammen...
klingt doch gut. wie und mit wem ist eigentlich egal, wichtig ist der anfang. es wird leichter, wenn du einmal die ersten reaktionen bekommen hast.
Wie konnte ich nur denken, ich könnte die Psyche und mein Problem unterdrücken und keine Beachtung schenken... Das geht nicht!!!!!!!!!!
da bist du nicht der erste (und auch sicher nicht der letzte), der das denkt oder hofft. irgendwann kommt die erkenntnis, beim einen früher, beim anderen später.
Zwar wird der Weg steinig und hart, aber es wird hoffentlich.
vielleicht wird der weg ja auch gar nicht so steinig und hart wie du denkst. sobald du es geschafft hast, dich jemandem zu öffnen, wird vieles leichter werden. es tut einfach gut, jemanden zu haben, in dessen gegenwart man kein "theater" spielen muss, jemanden mit dem man reden kann. das wünsch ich dir jedenfalls.
alles gute, viel glück und kraft wünsch ich dir 
Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Homo, Hetero, Bi oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:
Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe
Startseite | Apotheke | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz © med1 Online Service GmbH