Navigation am Ende der Seite
14.08.10 19:04
Einerseits sehne ich mich nach Frauen, und doch wiederum verspüre ich (aktiv) manchmal den Drang mit Männern zu schlafen! Jetzt habe ich kürzlich meine Neigung ausgelebt und festgestellt, dass der Sex ebenfalls schön ist. (Auch wenn die Angelegenheit etwas schmutzig war).
Früher hatte ich mir selbst eingeredet, als Bi-Sexueller wirst du mehr Abwechslung bevorzugen. Doch das stimmt nicht so ganz. Im Endeffekt bin ich einfach nur unschlüssig. Eine Beziehung mit einer hübschen Frau zu führen, wäre sicherlich angenehm, aber doch unmöglich, da mein Bedürfnis sich sporadisch ändert und ich plötzlich einen Drang verspüre mich mit Männern zu treffen. Neulich hatte ich die Gelegenheit gehabt, mich erneut mit einem Mann zu treffen, doch auf Grund meiner wiederkehrenden Geilheit zur Frauen, habe ich abgelehnt. Dieses ständige HIN und HER, macht mich noch WAHNSINNIG.
Die meisten Leute bzw. ForenUSER, die bisher keine sexuellen Erfahrungen hatten, haben jetzt leicht reden und werden warscheinlich anfangen los zu diskutieren. Aber versetzt euch mal in die Lage eines Menschen, der inzwischen mit beiden Geschlechtern Erfahrungen gesammelt hat, dem es aber schwer fällt, sich für ein Geschlecht zu entscheiden.
Erst jetzt fange ich an zu begreifen, was mit mir geschieht. Ich fange an mir darüber Gedanken zu machen. Dann habe ich kürzlich festgestellt, dass Bi-Sexuelle von den Schwulen immer wieder nur verspottet werden, was ich persönlich ziemlich schade finde.
Meine Frage an die Bisexuellen: Wie geht ihr damit um?
14.08.10 19:47
Dann habe ich kürzlich festgestellt, dass Bi-Sexuelle von den Schwulen immer wieder nur verspottet werden, was ich persönlich ziemlich schade finde.
Das kommt nur, weil viele sich als Bi-Sexuell bezeichnen, weil sie sich ihre Homosexualität nicht eingestehen wollen...
Wenns bei dir nicht so ist, ist doch ok 
Ich würde aber glaub ich nichts, was über Sex hinausgeht mit einem Bisexuellen anfangen, einfach weil ich Angst hätte, dass er sich dann doch umentscheidet.
15.08.10 01:02
Genau, das Problem kann ich nachvollziehen! Und das stimmt auch. Ich glaube kein Bi-Sexueller fixiert sich nur auf 1 Geschlecht. Das wäre dann wiederum widersprüchlich zu behaupten, man sei Bi sexuell, wenn man(n) die meiste Zeit nur mit 1 Geschlecht zu tun hat.
Ich (23) habe zwar bisher noch keine langjährige Beziehung geführt, könnte mir allerdings vorstellen eine feste Bindung zu führen. Doch wie gehe ich mit meiner Neigung um? Wie soll ich die Person mit der ich zusammenleben möchte überzeugen, dass ich zwar Abwechslung benötige, ich mich aber zusammenreissen kann?

Ich stelle mir gerade die Frage, ob die meisten Bi-sexuell orientierten mit diesem Problem umgehen können.
15.08.10 04:17
Viele haben ja anscheinend diesen Zwiespalt zwischen Liebe/Beziehung zu dem einen und zusätzlich Sex zu dem anderen Geschlecht...aber wenn man echt beides gleichwertig will ist es wohl sehr schwierig...
Da hilft wohl nur ein wenig unehrlichkeit...auch wenn ich persönlich das so gar nicht schätze, aber man muss ja irgendwo auch auf sein persönliches Glück achten.
Ansonsten ein(e) sehr verständnisvolle(r) Partner(in)...sonst fällt mir da auch nichts ein...aber ich war ja auch nicht angesprochen.
15.08.10 05:28
Hallo,
nach meiner Erfahrung ist "Zusammenreißen" versprechen sehr problematisch. Denn entweder führt es ins Unglück, oder das Versprechen ist schon so gut wie gebrochen ... (eine Medallie bekommt man dafür nicht ...)
Hey, Du wärest der erste "echte" Bisexuelle, der mir unterkäme ...
Das beste für Dich wäre eine Dreierbeziehung (mit einer hetero Frau und einem Bi-Mann ...)
lg.
15.08.10 23:05
Dann habe ich kürzlich festgestellt, dass Bi-Sexuelle von den Schwulen immer wieder nur verspottet werden, was ich persönlich ziemlich schade finde.
das ist doch noch harmlos. inzwischen wird uns doch oft sogar die existenz abgesprochen, siehe:
Hey, Du wärest der erste "echte" Bisexuelle, der mir unterkäme ...
oder man wird mit polyarmoren in einen topf geworfen:
Das beste für Dich wäre eine Dreierbeziehung (mit einer hetero Frau und einem Bi-Mann ...)
die klassiker sind aber natürlich auch weiterhin vertreten:
Ich würde aber glaub ich nichts, was über Sex hinausgeht mit einem Bisexuellen anfangen, einfach weil ich Angst hätte, dass er sich dann doch umentscheidet.
16.08.10 08:10
Da muss ich dir leider Recht geben, was die gängige Meinung zu Bi-sexuellen angeht. Meiner Meinung nach kann man einen Menschen nur sehr selten einer der drei hier oft aufgeführten Gruppen (homo, bi und hetereo) zuordnen. Die Einstellung der meisten Menschen ist eher irgendwo dazwischen zu finden. Da ist vergleichbar, als würde man den Tag nur in Früh, Mittag und Abend einteilen. Dazwischen gibt es soviel mehr. Außerdem sollte man immer zwischen "einen Menschen zu lieben" und mit ihm/ihr "Sex zu haben" unterscheiden. Bi-sexuell zu sein, bedeutet ja nur, dass Mann oder Frau sich vorstellen kann mit beiden Geschlechtern Sex zu haben. In meinen Augen ist das nicht gleichbedeutend damit mit beiden eine Beziehung führen zu können. Ich persönlich würde mich irgendwo zwischen hetero und bi einordnen. Eine Beziehung kann ich mir nur mit einer Frau vorstellen, wobei ich ab und zu (eher selten) mich auch einem Mann hingeben könnte, eine Beziehung aber undenkbar wäre.
16.08.10 14:08
Hallo.Ich bin neu hier und möchte als bekennend Bisexueller auch etwas zu diesem Thema beitragen. Ich bin mittlerweile 46 J. alt und kann nur sagen, das ich eigentlich weder selber noch andere Menschen im Umfeld wirklich Probleme damit haben. Allerdings erzähle ich auch nicht allen von meiner sexuellen Ausrichtung. Ich bin bereits mit 14 von einem Mann verführt worden (damit es keine Missverständnisse gibt:ich bin nicht vergewaltigt oder missbraucht worden!) Vorher gab es nur Erfahrungen mit Mädchen. Da ich sehr frühreif war wollte ich unbedingt wissen wie es mit einem Mann ist. Und es hat mir gut gefallen. Da ich Liebe und Sex trennen kann, stellte sich das Problem bezüglich fester Partnerschaft für mich nicht. Ich hatte mehrere langjährige Liebesbeziehungen mit Frauen. Da ich jetzt seit 3 Jahren Single bin (übrigens glücklicher) habe ich Sex mit Frauen und Männern, je nachdem. Die allgemeinen Reaktionen nehme ich einfach nicht mehr ernst. Es wird immer Unbelehrbare geben die weiterhin die Begriffe "schwul, lesbisch oder bi" als Schimpfwort, Beleidigung oder Verarschung benutzen. Toleranz kann man nicht von allen Leuten erwarten.
17.08.10 16:44
das kenne ich genauso.Und ich dachte, ich wär alleine in einer solchen Situation. Meine erste Beziehung war mit einer Frau. Aber ich habe sehr schnell gemerkt, dass da irgendwas fehlt.Und das war nicht nur in Bezug auf die "Körperlichkeit". Dann habe ich mir gedacht " gut, biste halt schwul." und habe eine Beziehung mit einem Mann eingegangen. Aber was passierte? Richtig, nach etwa 2 Monaten war da wieder dieses Gefühl "hmm, da fehlt was".
Und so ging das bestimmt 20 Jahre immer hin und her.Keine Beziehung hat lange gehalten, es fehlte ja immer was.Und jetzt bin ich seit 2 Jahren mit einer Frau verheiratet.JAAAAA, ich hätte mir das vielleicht verkneifen sollen, aber ich liebe diese Frau wirklich und ich habe ihr direkt am Anfang unserer Beziehung gesagt, dass mich Männer genauso interessieren und ich auf diesen Teil meines Lebens auch nicht verzichten möchte, kann oder werde.Es würde eh nur in einem Chaos enden, wenn ich mich was diesen Punkt angeht selber beschwindeln und versprechen würde, nie wieder einen Mann anzusehen (oder mehr).
Sie hat es akzeptiert (zumindest hat sie das gesagt...).Trotzdem habe ich das Gefühl, dass unsere Beziehung darunter leidet und ich könnte mir selber eine reinhauen, dass ich mich nicht entscheiden kann (konnte) zu welchem Geschlecht ich nun eher tendiere.
Aber das wäre ja auch wieder Selbstbetrug gewesen. Meine Frau sagt zwar, ich würde mich nur selber unter Druck setzen und ihr wäre es lieber wenn ich etwas mit einem Mann hätte als mit einer anderen Frau, weil mir ein Mann nun mal etwas geben könne, was nur ein Mann mir geben kann.
Es ist schon echt Schei... wenn man so zwischen 2 Stühlen sitzt.Auf der einen Seite fehlt mir der Sex mit einem Mann, auf der anderen Seite fühle ich mich echt mies, wenn ich dann mal ein Abenteuer hatte.
Aber genauso mies habe ich mich auch gefühlt, wenn ich eine Beziehung mit einem Mann hatte und dann ein Abenteuer mit einer Frau gesucht habe.Da war der Unterschied also nicht so wirklich groß.
Also Michael1987, wenn Du herausgefunden hast wie man damit umgehen kann (oder soll), schreib mir bitte. Ich bin gespannt :) :)
Viele grüße
MK-Delta
17.08.10 17:06
Hier ist es wie bei allem anderen in einer Beziehung: Schlussendlich geht's nur mit Ehrlichkeit. Und damit meine ich nicht, dass man nach 20 Jahren Beziehung dem Partner sagt, dass man auch noch Sex mit dem anderen Geschlecht hat. Sondern ich bin der festen Überzeugung, dass solche grundsäztlichen Dinge zu Beginn einer Partnerschaft besser besprochen werden können. Die Liebe ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefestigt und wenn das Gegenüber einem etwas anvertraut, empfindet man das als ehrlich und interessiert sich vielleicht sogar dafür. Wenn man dann trotz allem zusammenbleibt, hat eine solche Beziehung sicher keine schlechten Chancen.
27.08.10 23:23
Inzwischen hat ein Mod wohl, ohne mich darüber zu informieren, den Titel des Beitrags umgeändert.
Möchte mich für die zahlreichen Antworten bedanken. Einigen Leuten kann ich selbstverständlich nur zustimmen. Aber in meinen Augen steht weiterhin fest, dass der Umgang, mit der Bi-Sexualität, nicht einfach ist. Das ist zwar eine Erkenntnis, die jederman(n) wohl feststellen kann, doch sich einzureden, man(n) könne damit wunderbar leben, ist eindeutig gelogen!
Ehrlichkeit dem Partner gegenüber ist wohl das "Richtige" ... Dem kann ich nur zustimmen.
13.10.10 15:37
Wenn jmd. was dazu schreiben möchte :) Ich lese mir das gerne durch. Gruß
13.10.10 21:32
Das ist zwar eine Erkenntnis, die jederman(n) wohl feststellen kann, doch sich einzureden, man(n) könne damit wunderbar leben, ist eindeutig gelogen!
Das kann ich nur bestätigen, ich lebe seit 5 jahren polygam. Bin verheiratet meine Frau kennt und akzeptiert meinen Freund, wie wir leben habe ich schon zig mal hier im Forum geschrieben, deshalb will ich mich nicht wiederholen.
13.10.10 22:10
Ich lebe sie aus ...
bin zwar verheiratet ...
aber mal nen Schw... nebenbei is was feines
14.10.10 02:17
Ich fänds ja mal cool von Leuten zu hören, wie sie mit ihrer Bisexualität leben. Bin selbst schwul und muss zugeben, dass ich Bisexuellen gegenüber oft Vorurteile habe oder sie nicht ernst nehme.
Erzählt mal und macht mal was gegen meine Vorurteile. 
Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Homo, Hetero, Bi oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:
Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe
Startseite | Apotheke | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz © med1 Online Service GmbH