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Frage zu Eisenmagel nach hohem Blutverlust/Anämie

dyeelxight hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben,

ich habe durch eine OP einen hohen Blutverlust gehabt und mein HB-Wert ist von 14,5 auf 9,9 runtergeknallt. Und genauso fühle ich mich jetzt auch.

Mein Arzt hat mir jetzt Eisentabletten 100mg verschrieben die ich zwei Wochen lang nehmen soll und danach nur noch 50mg. Merke ich denn nach den zwei Wochen schon eine Besserung?

Denn ich fühle mich wirklich hundsmisserabel. Mir ist schwindlig ohne ende, ich bin dauermüde usw.

Wann ist denn wieder mit einer normalisierung zu rechnen?

Danke schonmal für eure Antworten.

LG

Antworten
l&e s0ang rexal


Für die Feststellung eines Eisenmangels reicht der HB-Wert nicht. Da muss der Ferritin bestimmt werden.

Wenn einer vorliegt, hat er mit der Verordnung vollkommen recht. Deine Symptome sprechen auch dafür, dass dein Ferritin jenseits von gut und böse ist. Ich fühlte mich ähnlich und hab nach 2 Wochen schon eine deutliche Besserung gemerkt. Allerdings meine ich, dass bei den Symptomen 100mg nicht reichen – 2 Wochen 200mg und dann lange 100mg täglich nehmen – insgesamt 100 Tabletten (ferro sanol duodenal). Dann den Wert checken (Ferritin!).

T,inaLVands1hut


mein Hb Wert war wirklich unterirdisch, noch unter 6! Dementsprechend habe ich mich auch gefühlt.

Bei der Entlassung aus dem KH war er schon wieder bei 7, noch was. Und dann habe ich Eisentabletten 50mg alle 2 Tage eingenommen. Innerhalb weniger Wochen stieg der HB auf 11 an und ich fühlte eine deutliche Besserung meiner Symptome. Es kommt also drauf an, wie der Körper das aufnimmt. Sicher muss es nicht immer gleich eine Hammerdosis sein. Du musst noch ein bisschen Geduld haben und dann wird es besser werden. Oder zur Sicherheit noch mal zum Arzt gehen und dort nachfragen. Alles Gute. :)*

S1un:flo/we^r_7x3


Bei der Tabletteneinnahme solltest Du drauf achten, dass Du was mit Vitamin C dazunimmst und KEINE Milchprodukte mit im Magen landen. Das verhindert die Eisenaufnahme!

Bei mir helfen meist nur Infusionen, da es mit den Tabletten viel zu langsam geht und ich sie bauchtechnisch nicht vertrage.

dheeli+ght


Danke für eure Antworten.

Meinen Ferritinwert weiß ich nich. Im Entlassungschreiben für meinen Arzt ist nur der HB-Wert angegeben. Heute mittag werde ich wohl eh nochmal zu meinem FA gehen, der kann denn HB-Wert auch messen. Vlt. beruhigt mich das dann auch wieder ein bisschen.

Mein Hausarzt meinte ich merke die Symptome nur so stak, weil mein Wert in so kurzer Zeit so stark gefallen ist. Er meinte er hätte Patienten, die laufen mit nem HB-Wert von 6 in Gegend rum und merken nicht mal, das da was nicht stimmt, weil es ein schleichender Prozess war und sie sich einfach daran gewöhnt haben.

Wie wird den denn der Ferritin-Wert Bestimmt? Geht das nur bei der normalen Blutabnahme im Labor?

LG

Syeaneet7xor


Für die Feststellung eines Eisenmangels reicht der HB-Wert nicht. Da muss der Ferritin bestimmt werden.

Hier den Ferritin Wert zu bestimmen ist erst nach Abschluss der Substitutionstherapie notwendig. Nimmt man den Durchschnittlichen Eisenvorrat des Körpers und rechnet ihn gegen den Eisenverlust der durch die Blutung eingetreten ist und den daraus resultierenden Bedarf erhält man eine negative Bilanz.

Es macht Sinn, das Ferritin zu prüfen, bevor die Therapie abgesetzt wird, um zu prüfen, dass die Regeneration der Erythrozyten mit dem vorhandenen Eisen abgeschlossen werden kann. Eine Erfolgskontrolle der aktuellen Therapie kann durch die Bestimmung der Retikulozyten erfolgen.

Deine Symptome sprechen auch dafür, dass dein Ferritin jenseits von gut und böse ist.

Ein niedriges Ferritin macht keine Symptome. Je nachdem, wann die Operation war, braucht der Körper eine gewisse Zeit, um die Neubildung von Erythrozyten nach oben zu fahren.

Wann ist denn wieder mit einer normalisierung zu rechnen?

Die durchschnittliche Ausreifungszeit eines Erythrozyten dauert ca. 5 Tage. Es dauert je nach Person unterschiedlich lange, bis das Knochenmark auf den erhöhten Bedarf reagieren kann (auch abhängig davon, ob der Eisenspeicher ausreichend voll war). Eine konkrete Aussage ist also schwer möglich, erfahrungsgemäß dauert es mindestens 7-10 Tage.

Gruß

Gruß

dfeel9ighxt


Vielen Dank für deine tolle und ausführliche Antwort @:)

Ich nehme das Eisenpräperat jetzt seit 2,5 Tagen und fühle mich schon deutlich besser. Ob das was mit den Tabletten zu tun hat oder ob sich mein Körper einfach daran gewöhnt hat, weiß ich natürlich nicht. Aber mir reicht es ja schon, wenn ich mich einfach nur besser fühle :-)

Meine erste OP (mit dem hohen Blutverlust) war heute vor einer Woche, die zweite (wegen dem Blutverkust) war am selben Tag abends und die dritte OP dann am Sonntag, da wurde das Blut das sich in der Gebärmutter befand, ausgeschabt.

ljeS spaSng xreal


Mein Ferritin war definitiv für meine Symptome verantwortlich.

SMeanetw7or


Mein Ferritin war definitiv für meine Symptome verantwortlich.

Aus dem niedrigen Ferritin und dem damit verbundenen wahrscheinlichen Eisenmangel hat sich eine Anämie entwickelt. Diese kann natürlich die bekannten Symptome hervorrufen. Ein Patient, dessen Ferritin sehr niedrig ist, die Erythrozytenzahl sowie die Indices und der Hb aber noch für den Patienten in gewohnten Bereichen sind, wird eher asymptomatisch sein (zumindest sind durch ein rein niedriges Ferritin keine Symptome zu erwarten, es ist ja nur ein Speicherprotein, kein Effektor).

Gruß

T=inZaLandxshut


ja, das habe ich auch gemerkt. Mein Ferritin ist immer unter der unteren Normgrenze und das habe ich aber eher leicht gespürt. Als mein Hb aber sooo niedrig war, war ich echt halbtot, Leute. {:(

Jetzt mit einem super Hb zwischen 13 und 14 und einem immer noch unterirdischen Ferritinwert geht es mir wesentlich besser als damals. :-)

l3e hsa)ng r^eaxl


Mein Hb war immer bestens...

SYchnqegeheIxxe


@ deelight

Blutverlust gehabt und mein HB-Wert ist von 14,5 auf 9,9 runtergeknallt. Und genauso fühle ich mich jetzt auch.

Kann dich gut verstehen, denn mir ging es nach einer Sigmaresektion ähnlich .... hatte vorher auch ein super Hb und nach der OP nur noch 8,3. Da es mir dann nach 4 Wochen immer noch schlecht ging (bei der geringsten Anstrengung war ich aus der Puste, Dauermüde und Schwindelig war mir auch) wurde mein Blutbild erneut kontrolliert und der HB-Wert war dann immer noch nicht wesentlich besser. Die Ursache war wohl, weil ich immer noch leicht Blut über den Darm verloren hatte.

Es hat ziemlich lange gedauert bis ich wieder richtig fit war.

SEeane`t7qoxr


Normal ist relativ, wir sind nicht alle gleich.

Gruß

dke"eligxht


So, war eben nochmal beim Arzt. Es verheilt alles bestens :-) Mein HB-Wert ist sogar schon wieder im Normalbereich und lag vorhin genau bei 12,0 :p>

Vielen lieben Dank an alle die mir geantwortet haben @:)

glg

deelight

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