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Dauerhaft erhöhte Temperatur bis leichtes Fieber, Erfahrungen?

RQoelli4x5 hat die Diskussion gestartet


So, nachdem ich hier schon so oft als Leser gelandet bin und mir immer wieder davon abgeraten wurde, mich über Krankheiten im Netz zu informieren, schreibe ich meine aktuellen Erfahrungen jetzt doch einmal nieder und hoffe auf einen hilfreichen Erfahrungsaustausch mit Leidgenoss/innen.

Hatte vor etwas mehr als 5 Wochen einen grippalen Infekt, der sich zunächst mit Schmerzen in den Stirn- und Nebenhöhlen bemerkbar machte und nach einer Woche weitestgehen abgeklungen schien (Therapie mit Gelomyrtol, Sinupret und Ibuprofen bei Bedarf).

Sonntagnachmittags legte ich mich aus Gründen der Muskelentspannung in die Badewanne. Nachdem ich fertig war, ereilte mich nach etwa 20 Minuten ein wahrer Nieß-Flasch und ich fühlte mich schlagartig schlechter. In den Folgetagen dann richtige Schnoddernase und leichter Husten (trocken ohne Auswurf und wenn, dann nur klar). Wie schon in der Vorwoche ging ich arbeiten, schonte ich mich aber so gut es geht (Bürojob, Fahrstuhl statt der gewohnten Treppen, abends zeitig ins Bett). Außerdem setzte ich in der zweiten Woche nach Rücksprache mit meinem Arbeitgeber zweimal ohne AU aus.

Während dieser Zeit hatte ich nie Fieber, maximal 37,5, was ja nicht wirklich als solches bezeichnet werden kann.

Am Sonntag der zweiten Woche bemerkte ich, dass ich bei kleineren Anstrengungen (und das heißt mit den Kindern ohne wirklich zu laufen im Hof zu spielen) schnell ins Schwitzen kam und bei rektaler Fiebermessung knapp an oder knapp über die 38er Marke gelangte. Also montags zum Doc, der mich für drei Tage bei Schonung und Bettruhe AU schrieb, in der Hoffnung dann die beiden letzten Wochentage mit easy going gut über die Runden zu kommen. Er schrieb mir aufgrund meiner mäßig erhöhten Leukozyten (12.400) ein AB auf, das ich nehmen sollte, wenn es schlimmer oder nicht besser werden würde.

Freitags der dritten Woche morgens eine Ibu 400 eingeschmissen und richtig gut drauf und bis abends Vollgas gegeben. Konsequenz: Mit Herzpochen (zwar nur 85, aber wenn es spürbar wird ist das in der Nacht sehr störend) und kaum geschlafen. Samstags mehr geschont, besser gepennt und Sonntag soweit wieder auf dem Damm, allerdings mit Druck in der Schulter und in der linken Brust (mal Ziehen, mal stechen unter dem Rippenbogen) Der Husten immer noch trocken und eher selten. Also die bereits in der Vorwoche verschriebenen AB eingeschmissen (Azithromycin) 3 x 1 mit 500 mg.

Montags gleiches beschwerdebild aber arbeiten gegangen. Dienstags ebenfalls, die Herzgeschichte ließ mir dann aber keine Ruhe, denn bei drei Wochen Infekt kann ja schnell mal das Herz mitleiden. Beim Hausarzt dann EKG (unauffällig) und Troponin-Schnelltest (angeblich zu 96 Prozent sicheres Ergebnis), der leider positiv war. Arzt ließ mich nicht mehr weg und ließ mich mit Blaulicht in die Kardiologie fahren, wo ich vier Tage verbrachte.

Viel Schrecken viele Untersuchungen die (bis auf ein noch ausstehendes Ergebnis des Herz-MRT) ohne Befund verliefen. Auch die Blutwerte waren mit Ausnahme des Cholesterin i.O. Langzeit EKG hat die bei mir regelmäßig festgestellten SVES und VES bestätigt, die ich aber schon seit zwei Jahren habe (zur besseren Erträglichkeit und Verminderung muss ich einen Betablocker einnehmen). Allerdings kam ich durch die direkte Tour in die Klinik nicht dazu, meine letzte Dosis des AB zu nehmen. Ich wies die Ärzte darauf hin, die sagten mir, "Sie haben jetzt wirklich andere Sorgen"!

Wieder zu Hause fiel mir direkt sonntags wieder auf, dass dieses blöde Schwitzen und die (dann wieder gemessene) erhöhte Temperatur immer noch da waren. Im Krankenhaus wurde morgens Fieber gemessen, immer normal (36,7 bis 37,2). Auch zu Hause ist morgens die Temperatur im absoluten Normbereich. Sobald ich aber nur einmal eine Runde um den Block gehe oder ein Paar Treppen steige und dann messe, geht die Temp. auf teilweise über 38 Grad hoch. Auch die empfohlene Ruhepause vor dem Messen bringt jetzt nicht die gewünschte Senkung, bin da nach einer halben Stunde oft immer noch bei 37,8.

Wieder zum Hausarzt, der machte einen Immunstatus und fand heraus, dass die Werte doch eher für einen bakteriellen Infekt sprechen. Also zweite Runde AB, nachdem ich die ersten nicht zu Ende genommen hatte. Jetzt aber das etwas stärkere und sehr umstrittene Tavanic (bitte keine Warnungen zu diesem Medikament posten, habe glaube ich alle relevanten Seiten bereits gelesen).

Bin seit Montag wieder arbeiten nachdem mein Arzt sagte, ich solle weiter keine Bäume ausreißen, wenn ich mich aber fühle könne ich zur Arbeit und wenn ich mich schlecht fühle soll ich halt nach Hause gehen. Beide Male von der Arbeit gekommen, beide Male an die 38 (Montag 37,9, Dienstag 38,1), Dienstag nach 45 Minuten Ruhepause nur noch 37,4 aber ich habe nicht das Gefühl dass das AB wirklich angeschlagen hat. Ab morgen soll ich für 3 Tage IBU 400 bis zu 800 mg am Tag nehmen, um "durch das kurzfristige Unterdrücken der Temperatur dem Immunsystem vielleicht die Möglichkeit zu geben, sich zu regulieren", so der Doc. Wenn es nicht der Fall sein sollte, geht es nächste Woche in die nächste Runde. Was dann passiert, wusste er glaube ich selbst noch nicht so genau.

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit diesem bewegungsabhängigen Fieber? Habe den Arzt auch auf Tumor o.ä. angesprochen, er sagte, dass dafür das Blutbild keine Anhaltspunkte gebe und das Schwitzen eher nachts und dann heftig auftreten würde.

Danke und sorry, dass ich mich so ausgelassen habe.

Antworten
R@oNlliz4x5


Kurzes update zur Vervollständigung:

Doc rief mich heute an und sagte mir, dass die "schlimmeren" Erkrankungen anhand von Tumormarkern und Markern für Rheuma oder andere Autoimmunkrankheiten lt. aktuellem Ergebnis der Blutuntersuchung zu großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden können :-) Das berugiugt zwar, aber heute nach der Arbeit hatte ich leider trotz sechs Stunden vorher eingenommener IBU 400 37,9 :(v

Keiner eine Idee oder Erfahrungen, die er/sie mit mir austauschen könnte ???

O_chomtonixa


Wie fühlst du dich denn jetzt eigentlich? das mit dem Schwitzen kann noch vom Infekt kommen. Mit der Temperatur würd ich mich nicht verrückt mache, nach Bewegung ist die Temperatur wahrscheinlich auch eine ganze Weile erhöht. Das ist doch vollkommen normal, nach einem Marathon soll die Temperatur um die 39 Grad liegen. Ich finde das also relativ normal, miss einfach nicht mehr, vielleicht ist das schon immer so und du hast es nur nie gemerkt, weil du nie gemessen hast.

cehxi


Die meisten Ibu-Präparate sind nicht retadierend – sie wirken also keine 6 Stunden. 2 bis 3 Stunden ist da wesentlich wahrscheinlicher.

R[ollix45


Erstmal Danke Euch beiden, dass Ihr Euch die Mühe gemacht habt, meinen Endlos-Post zu lesen.

Es ist seit nunmehr vier Wochen nicht so, dass ich wirklich bettlägerig wäre, habe aber bemerkt, dass mir schon ein wenig blümerant wird (Müdigkeit, weiche Beine, etwas Schwindel) wenn ich länger auf den Beinen bin. Wenn ich dann die Gelegenheit habe, meine Temperatur zu messen, bin ich meist bei 38 oder leicht darüber. Heute habe ich mich gerade einmal 30 Minuten ausgeruht und war auf 37,5 was völlig in Ordnung ist. Auf einigen Seiten steht ja, dass man vor dem Fiebermessen erst einmal mind. 30 Minuten ruhen sollte. Das hilft mir aber nicht, wenn ich halt nicht Ruhe und mich bei 38 Grad besch.... fühle. Es ist einfach so, dass dieser Zustand auf Kosten der Lebensqualität geht, denn ich möchte ja auch einmal wieder ohne Bedenken mit meinen Kindern im Freien toben oder Sport machen. Bin eben aktuell so bei 60 bis 70 Prozent meiner Leistungsfähigkeit (und das ohne Entwicklung nach oben oder unten seit vier Wochen). In diesem Zustand kann man ja fast alles irgendwie erledigen, ist aber eben nicht voll da. Mir würden ja schon 80 bis 90 Prozent reichen. Heute wurde nochmal Blut abgenommen um eine B-Zellen-Typisierung vorzunehmen, die nochmal den Immunstatus durchleuchten soll.

Die Mutter eines Freundes (Kinderkrankenschwester) sagte auch, dass es völlig normal sei, da mein Körper allgemein noch geschwächt ist von der Infektion und dann halt schneller mit Temperaturerhöhung auf leichte Aktivitäten reagiert. Aber wie lange soll das denn noch so gehen?

R,ol(lix45


@ Ochotonia Sorry,

hatte vergessen auf Deinen Vorschlag zu antworten nicgt mehr zu messen:

Meinem Doc habe ich heute gesagt, dass ich doch am Besten das Thermometer in den Müll schmeißen sollte und einfach weitermachen sollte. Er fand die Idee grundsätzlich sehr gut, erinnerte mich aber doch daran, dass dies nicht das Allheilmittel wäre, da ja laut Blutbildern doch etwas in Richtung bakteriellem Infekt erkannt worden war.

Dass dies nicht meine Normaltemperatur ist, weiß ich durch einen komischen Zufall, den ich nicht mit der aktuellen Erkrankung in Verbindung bringe: Habe im Laufe des letzten Halbjahres immer mal wieder in den Nachmittagsstunden einen heißen Kopf und heiße, rote Ohren bekommen (vor allem in den Wintermonaten, wahrscheinlich durch die Heizungsluft oder so). Wenn mir das zu Hause passierte, habe ich bestimmt schon dreimal in den letzten sechs Monaten mein Fieberthermometer herausgekramt, weil es sich wie Fieber anfühlte, dann aber keines war. Meine Temperatur war denn nie höher, als 37,3. Dadurch kann ich schon sagen, dass ich einen recht verlässlichen Verlauf meiner normalen Körpertemperatur in den letzten Monaten hergestellt habe.

Wenn ich früher mal Fieber bei einem Infekt hatte (zuletzt 2009), hatte ich ja auch so lange gemessen, bis ich den Normalbereich wieder erreicht hatte und der war immer höchstens 37,2 bis 37,3.

Und da ich keine Frau bin, kann ich es auch nicht auf Hormonschwankungen oder Wechseljahre oder die Periode schieben ;-)

kmhloxee


Also du im Krankenhaus wars, wurden da Blutkulturen abgenommen? Hat jemand was zum Thema Endokarditis gesagt? Hast du nen Herzschall bekommen?

R0anxi80


Fieber ist doch nichts schädliches, sondern gut, viel besser als ein Medikament. Erinnere mich an Aussagen wie "die Krankheit raus schwitzen". Bei Fieber wurde der jenige gut eingepackt und damit der Kampf gegen die Infektion unterstützt. Ab 40,5 dann aber nicht mehr. Alles darunter ist ok und sollte durch ein Medikament nicht unbedingt gesenkt werden, sonst schafft der Körper es nie die Infektion zu besiegen.

Infektabwehr

Für die meisten Infekte – vom einfachen Schnupfen bis hin zur lebensgefährlichen Sepsis – zeigt sich, dass fiebersenkende Maßnahmen den Krankheitsverlauf meistens komplikationsreicher machen und verlängern können. Dies gilt sowohl innerhalb klinischer Studien als auch in (tier-)experimentellen Settings, für virale, bakterielle und parasitäre Erkrankungen. Einige Beispiele sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt:

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Fieber#Infektabwehr Quelle]]

R&ollvi45


@ khloee:

ALso die haben im KH dreimal Blut abgenommen inkl. großes Blutbild (unauffällig bis auf Cholesterin), EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Echo und Röntgenbild Thorax – alles ohne Befund. Lediglich das MRT steht noch aus. Klar habe ich schon an die Herzinnenhautentzündung gedacht. Schien aber nicht danach auszusehen. Ich gehöre ja auch nicht zu den Risikogruppen und habe ja schon zwei Antibiotische Behandlungen hinter mir, von denen vor allem das Tavanic die häufigsten Endokarditis-Erreger angreift. Auch die im Netz beschriebene Symptomatik trifft ja lediglich mit Fieber und allgemeiner Schwäche auf mich zu. Denke, dass ich nach vier Wochen und meiner bisherigen Untersuchungs- und Medikationsgeschichte bei einer unbehandelten Endokarditis vielleicht doch schon eine Verschlechterung spüren würde. Aber man weiß ja nie und mein Doc sagt: "100 Prozent gibt es bei keiner Diagnose, ebenso, wie Sie nicht 100 Prozent sicher sind, wenn Sie bei grün über die Straße gehen".

@ Rami80

Ich glaube, mein Doc möchte damit nicht vornehmlich das Fieber bekämpfen, sondern einen evtl. Entzündungsherd angehen, bzw. dem Immunsystem auf die Sprünge helfen, sich wieder "einzurenken". Er sagte, es bestünde schließlich auch die Möglichkeit, dass mein Immunsystem noch nicht kapiert hat, dass es vielleicht gar nicht mehr so Gas geben muss. Aber ich bin auch kein Mediziner. Da er schon sehr viele Untersuchungen eingeleitet hat und bislang sehr gut auf mich eingeht, vertraue ich ihm einfach mal.

HtaptpyW Ban7ana


@ TE

Du scheinst ein ziemlicher Hypochonder zu sein, oder? du hast eine ganz banale Erkältung die natürlich nicht abklingen kann wenn du gar nichts für deine Gesundung tust. Sondern es durch dein Verhalten immer schlimmer machst. Im übrigen sind 7 Wochen nun echt noch keine Zeit, wenn man was aus Naivität verschleppt. Und die Wischi waschi Ausagen deines Arztes bezüglich des Blutbildes finde ich auch nichts sagend. Es "könnte" eine bakterielle Infektion sein oder jenes sein. Ja es könnte wohl genauso gut auch die Pest sein. :-D

Mal zu meinen Erfahrungen aufgrund permanent rezidivierenden Bronchitiden, einschließlich etlicher kleinerer Infekte und Násennebenhöhlenentzündungen seit vielen Jahren:

Ich habe mich wenn ich krank war fast nie geschont, solange ich nicht komplett ans Bett gefesselt war. Irgendwann hat es mich komplett ausgerust und dann ging gar nichts mehr. Aber auch da wollte ich nicht unnötig lange ausfallen. Seit dem ist mein Immunsystem quasi nicht mehr existent und Ich werde alle paar Wochen bis max. aller 3 Monate richtig übel krank. Mit dicker Bronchitis, völliger Erschöpfung, Stirnhöhlen dicht, Nasennebenhöhlen mit knall gelbem dickem Schnodder dicht. Natürlich gibts dann auch die volle Dröhnung Antibiotika die nichts anderes tut, als zwar zu helfen gleichzeitig aber auch das Immunsystem komplett zu zerschiessen. Deshalb versuche ich es nun möglichst ohne dieses Gift und ich bilde mir ein das es manchmal nun nicht mehr so dick kommt.

Die Macke ständig die Temperatur zumessen hatte ich auch ne Weile und mich damit echt verrückt gemacht. Natürlich war sie immer wieder höher, aber das ist nunmal das Normalste der Welt. Bei den meisten Leuten steigt die Temperatur im Laufe des Tages an. Ich habe das Thermometer dann einfach links liegenlassen und das soltest du auch.

Was für dich wichtig ist: Mach mal 2 Wochen Pause, trinke ganz viel, schlafe ganz viel,tobe NICHT rum, iss viel Obst und Gemüse, stelle das Rauchen ein wenn du es tust, gehe nur ganz kurz raus, vermeide jegliche Anstrengung und dir wird es sehr rasch deutlich besser gehen.

Du kannst auch wie bisher weiter machen, aber dann endet es vielleicht so wie bei mir oder irgendwie anders, aber nicht so wie du es dir wünschst.

RKoll_i45


Danke für Deine klaren und ehrlichen Worte Happy Banana.

Die Pest ":/ hat man da auch Fieber ;-)

Du hast selbstverständlich Recht, dass man nach einer so langen Zeit ohne spürbare Verbesserung schon fast hypochondrische Züge annimmt, vor allem, wenn man im Netz unterwegs ist.

Allerdings muss ich meinen Arzt in Schutz nehmen: Er hat schon am Immunstatus nach Rücksprache mit dem Immunologen ablesen können, dass das Bild eine bakterielle Infektion zeichnete. Vielleicht habe ich das hier unglücklich ausgedrückt.

Die Sache mit der Schonung und dem Lebenswandel kann ich auch nicht so ganz unterschreiben, denn ich habe in vier Wochen gerade einmal fünf Tage gearbeitet, saß bei der Arbeit eigentlich nur am PC (so wie jetzt beim Schreiben dieser Zeilen ja auch) und bin entgegen meiner Überzeugung nur mit dem Lift gefahren, wenn ich in ein anderes Büro musste. Also mehr Schonung als ich mir in den letzten Wochen angetan habe geht kaum. Viel schlafen automatisch, da ich abends total groggy bin, tagsüber viel TV (bei den vielen Dokus, die es auf youtube gibt bin ich inzwischen besser über das Kennedy-Attentat informiert, als die Warren-Kommission), aber eben auch mal 30 Minuten gemütliches Spazierengehen, denn etwas frische Luft braucht auch der Erkältete, oder? Neben Bananen, Kiwis und Äpfeln jeden Tag je eine halbe Karaffe frisch gepresster Orangen mit grünem Tee und Zitrone-Ingwer zubereitung (beides frisch). Rauchen ist seit zehn Jahren kein Thema mehr. Ehrlich gesagt, bin ich bis letzte Woche zu Hause durchgedreht, da sich ja alles nur noch um die Genesung dreht, bzw. alle um einen herum inkl. man selbst fragt, wann man denn nun wieder fit ist.

Auf die sch... Medis fahre ich auch nicht ab und gebe Dir Recht, dass man es auf jeden Fall mal mit alternativer Medizin versuchen sollte. War früher schon einmal bei einem tollen Heilpraktiker, den ich bestimmt wieder aufsuchen werde.

Das mit dem Auskurieren ist ja im heutigen Berufsleben so eine Sache, obwohl ich Dir 100 Prozent Recht gebe. Aber ich bin beispielsweise ohne auch nur eine kleine Erkältung durch den Winter gekommen, wogegen meine ansonsten viel fittere Frau zweimal mit Mandelentzündung flach lag und meine Kinder auch diverse Infekte durchgemacht hatten. Meine Regel hieß bislang immer: Wenn erkältet, dann so lange arbeiten, wie die Temperatur nicht die 38 Grad-Marke erreicht. Irgendwie eine Ironie des Schicksals :°(

kdhloxee


Richtig zu 100% kannst du nicht alle Symptome einer Krankheit haben.

ich will dich hier nicht kirre machen, nachdem ich das so gelesen hab sprang mich die Idee einfach an.

Vorallem bei vorherigen Infekten, verschleppen kann man sowas ja immer.

Leider gibt es auch genug atypische Endokarditis Erreger die du nicht mit Tavanic erwischt z.B Chlamydien,Bartonellen, Brucellen,Thropheryma whipplei.

Ne Endokarditis wird 4 bis 6 Wochen antibiotisch therapiert, ich glaub kaum das es da 2x Antibiose über n paar Tage schafft.

Da im Echo an der Herzklappe nichts zu sehen war, könnte es sich ausschließen, muß nicht.

selbst wenn bei dir Blutkulturen abgenommen worden wären ( man müsste mind. 2x10ml Spritzen abgenommen habe) können die negativ sein und man kann trotzdem ne Endokarditis haben, eben mit den atypischen Erregern.

Drücke die Daumen das es sich bald auflöst und wünsche gute Beserung!

m2arion kaus wixen


und bei rektaler Fiebermessung knapp an oder knapp über die 38er Marke gelangte.

warum misst ein erwachsener mensch rectal fieber?

du weisst aber schon,dass diese temps höher sind als unter der achsel?

R%ollix45


Vielen Dank khloee,

klar war das auch einer meiner ersten Gedanken, nachdem ich meine Symptomatik mal gegoogelt hatte. Aber da gibt es einen so großen Strauß an Krankheiten, die es sein könnten. Man muss dann ja wohl auch einmal auf die Ergebnisse vertrauen, auch wenn man als Arzt immer falsch liegen kann. Wie gesagt, gehöre ich nicht zur Risikogruppe, und habe zwei der unspezifischeren Symptome einer Endokarditis, die ja ohnehin unspezifisch verlaufen kann.

Allerdings bin ich im Moment vor dem Hintergrund der Ereignisse der letzten Wochen sehr sensibel für alles, was mit meinem Körper so passiert (siehe Hypochonder-Gefahr), so dass ich die Hoffnung habe, evtl. Zeichen einer Verschlimmerung schnell zu erkennen und entsprechend an meinen Doc zu kommunizieren. Also wenn die Knötchen an Händen und Füßen oder Einblutungen kommen oder ich mich schlagartig schlechter fühlen sollte, schlage ich Alarm.

RAollix45


@ Marion aus Wien

Tja, das frag ich mich auch ;-) Das soll nunmal die sicherste Methode sein, um die Körpertemperatur zu ermitteln. Du fragst Dich ja auch nicht, warum sich ein erwachsener Mensch freiwillig mit einer Nadel in die Vene stechen lässt um Blut abzusaugen.

Muss zugeben, dass ich mich da auch von meinen Erfahrungen mit meinen Kindern leiten lasse, bei denen ich schon Achsel, Mund und Ohr probiert habe – mit verheerenden Differenzen. Größte Differenz Mund zu Po: 1,7 Grad!

Unser Kinderarzt hat dann etwas ungläubig geschaut, ob wir denn nicht wüssten, dass man die Temperatur für einen verlässlichen Wert immer rektal messen soll. Also wäre es schon etwas blauäugig, die genaueste Methode einfach zu ignorieren. Auch bei meinem Hausarzt haben die nur ein Rektales Messgerät (wunderte mich ehrlich gesagt, da die meisten Kliniken und Ärzte doch heute mit den Ohrmess-Geräten ausgestattet sind).

Aber bevor Du jetzt falsches denkst: Es macht mir keinen Spaß meine Temperatur rektal zu messen!!! ;-D

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