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Freundin ist staendig krank

maatthzer731 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

der Beitrag dreht sich um meine Freundin und nicht um mich. Sie ist auch durchaus gewillt Hilfe anzunehmen und vertraut mir voll und ganz. Ich selber habe u.a. Biochemie studiert und selber meine Depressionen ueberwunden. Habe gefuehlt 1000 Sachen ausprobiert (kenn mich also ein wenig aus) aber weiss bei ihr gerade auch nicht weiter.

Sie hat seit Jahren Angstzustaende und Depressionen. Jedoch denke ich, dass die Angstzustaende deutlich dominieren. Sie nimmt dagegen Desvenlafaxin und es hilft wohl ganz gut. Ebenso nimmt sie die Anti-Baby-Pille (Trifeme: levonorgestrel + ethinylestradiol).

Nun hat sie das Problem, dass sie eigentlich staendig krank ist oder Schmerzen hat (Kopf, Bauch, Grippesymptome, Abgeschlagenheit, Muedigkeit, PMS und auch immer relativ starke Perioden).

Letztens hat sie eine Mandelentzuendung bekommen und dagegen ein Antibiotika verschrieben bekommen. Daraufhin hat sie nun immer oefter Uebelkeit. Kurzum: Wenn sie nicht gerade ihre Periode hat hat sie immer noch eine andere Baustelle und nimmt dagegen letztlich viel Paracetamol oder Ibuprofen. Ebenso nimmt sie an Gewicht zu, was bei der Tablettenkombination ja auch logisch ist, sie aber trotzdem stark belastet.

Was also tun? Die Aerzte verschreiben ihr immer nur per Pillen oder tun es als Nebenwirkungen ab. Man kann ja noch nichtmal unterscheiden inwieweit die Probleme nun psychischer oder physiologischer Natur sind. Wenn Sie nun das Antidepressiva wechseln soll, dann habe ich Angst, dass sie voellig aus der Bahn geworfen wird. Mit der Antibabypille ist ihre Periode leicht besser als ohne Pille. Ich kann einfach nicht mehr zusehen wie sie jeden Tag leidet und sich durch jeden Tag kaempfen muss.

Vielleicht hat ja hier jemand einen Tipp?

Antworten
Coara~mala x2


Ängste und Depressionen gehen oftmals Hand in Hand. Was zuerst dagewesen ist, kann man evt. mit Hilfe eine Psychologen herausfinden. Tabletten sind keine Dauerlösung, können manches von den Symptomen sogar verstärken. Als Kur, um über eine Spitze hinwegzukommen, können sie aber hilfreich sein.

Ansonsten wäre vielleicht einmal ein Vitamin- und Mineralstoffcheck nicht verkehrt. Auch ein B12-Mangel und ein Vitamin-D-Mangel kann Schmerzen auslösen, Ängste und Depressionen verstärken ect. Einen Mangel haben hier viele Menschen. Genauso wären Zink, Selen, Mangan und Ferretin hilfreich, wegen dem Hormonsystem, Immunsystem, der Entgiftung und der Verdauung.

Auch die Anti-Babypille hat Nebenwirkungen, sowohl körperlich als auch psychisch.

Wenn ich das so lese, dann denke ich, deine Freundin glaubt mit Pillen bekommt man alles wieder ins Lot. Das habe ich ehrlich gesagt auch einmal geglaubt, als ich jung/naiv von nichts eine Ahnung gehabt habe, weder vom Körper noch von der Psyche. Das kann irgendwann zum Eigentor werden und man lernt dann evt. aus den Fehlern oder man wird zum Opfer.

B2eautif?ulDaWy8x9


Hat sie mal ein Blutbild machen lassen? Vitamin B12, Vitamin D, Eisen, Zink, Folsäure usw.?

Vitamin D Mangel (und auch Eisen) äussert sich gerne mal so, dass er eine Depression oder Schlappheit und leichtere Infektanfälligkeit begünstigen kann.

Die Pille könnte dazu auch ihren Beitrag leisten, leider...

o~nodixsep


Hallo! Ich freue mich, dass Du Deiner Freundin helfen willst. Auch wenn Du Biochemiker bist, ist ein willkürlicher Wechsel zwischen Medis nicht gut. Die von Dir ausprobierten "gefühlt 1000 Sachen" sind viel zuviel, selbst wenn es nur 10 gewesen sein sollten. Gerade Du solltest die Möglichkeit auf 2 bis 3 Präparate eingrenzen können, wo man dann das beste herausfinden kann. Außerdem dürften darunter viele verschreibungsfreie "Sachen" gewesen sein, die naturgemäß eine eher schwache Wirkung haben. Allerdings können diese Sachen durchaus üble Nebenwirkungen haben - und das gilt nun für Deine Freundin - besonders "viel Paracetamol oder Ibuprofen" ist alles andere als gesundheitsfördernd. Nach einer Zahnextraktion habe ich letztes Jahr 800 mg Ibu genommen - Mann war mir übel. Bei Paracetamol wurde die Verpackungsgröße reduziert, es wirkt aber immer noch in der heutigen Menge einer Packung giftig! Überhaupt haben meiner Meinung nach Schmerztabletten therapeutisch gesehen den geringsten Nutzen. Bei akuten Kopfschmerzen sind 1 bis 2 Schmerztabletten sehr hilfreich, aber verschwinden tut damit prinzipiell keine Krankheit.

Das Deine Freundin anhaltend Beschwerden hat (welche?) tut mir sehr leid. Ich empfehle da ein Multivitaminpräparat A bis Z aus dem Drogeriemarkt (Anwendung laut Packungsbeilage, in der Regel 1 Tablette pro Tag) und ein großes Blutbild vom Arzt.

BZromb#eerykücxhlein


Ich empfehle da ein Multivitaminpräparat A bis Z aus dem Drogeriemarkt (Anwendung laut Packungsbeilage, in der Regel 1 Tablette pro Tag)

Auf grund welcher Tatsache? NeM sollten nur genommen werden wenn auch ein tatsächlicher Mangel vorliegt. Also erst Blutbild und dann Medikation und nicht umgedreht.

F3elisR siBlveastris


Ich erkenne mich da zum Teil in deinen Beschreibungen wieder, ich habe eine Schilddrüsenerkrankung, genauer gesagt eine Hashimoto Thyreoiditis.

Unbehandelt war das wirklich Mist. Zusätzlich hatte ich einige Mängel (Eisen, Zink, Vitamin B12, Vitamin D...), es war so, als wären sämtliche Vorräte aufgebraucht. Seit ich die Mängel ausgeglichen habe, bin ich viel weniger krank.

Alles Gute für deine Freundin!

P}hlönixp1982


Ich finde Caramala 2 hat schon sehr wichtige Punkte erwähnt. Ich habe keine Bio-Chemie an einer Uni studiert, aber die physiologische und psychische Existenz hängt doch sehr von der Bio-Chemie ab..

Grundlegend und nach vielen eigenen Erfahrungen ( auch mit Medikamenten, u.a Psychopharmaka ) möchte ich sagen, das Medikamente oder "Pillen" meiner Meinung nach nicht die Ursache von Beschwerden oder Krankheiten heilen können. Sie können ggfs. die Symtome lindern oder "unsichtbar" machen, aber wichtig ist wohl an der oder den Ursachen zu arbeiten.

Oftmals ist der Körper aus seinem eigenen Bio-chemischem Gleichgewicht gekommen, auch bei Ängsten und Depressionen ( obwohl ich mich wirklich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen möchte, ich bin wie gesagt kein studierter Profi, alle meine Aussagen beruhen auf eigenen Erfahrungen und Erfahrungen anderer ), was zum Teil psycho-sozial sein kann, oder auch Ernährungs-physiologisch. Das Umfeld, der Stress auf der Arbeit, den Durck den man sich selbst macht.. auf der körperlichen Ebene die auch mit dafür verantwortlich ist, spielt die Ernährung eine große Rolle.

Ich möchte jetzt nicht empfehlen das deine Freundin alle Medikamente absetzt, sowas müßte ausschleichen, aber vielleicht würde es wirklich helfen einen genauren Blick auf Ernährung zu werfen, auf die essentiellen Bausteine die unser Körper und unserer Geist braucht, um "gut" zu funktionieren. Wenn ich auf die letzten 10 Jahre meines Lebens zurück blicke, kann ich das durchaus bestätigen. Medikamente sind meiner Meinung höchtens eine Krücke, heilen können nicht. Die wahren Medikamente ist unsere Natur, und das natürliche Gleichgewicht des Menschen.

Ich hoffe ich konnte einige konstruktive Gedankenanstöße geben @:) :)* :)z

P1hönuix198x2


Ein Anreiz zum recherchieren [[https://www.google.de/search?q=angst+und+depressionen+fetts%C3%A4uren&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&ei=8FKoWIvuMe-2ygW60p64BQ#q=angst+und+depressionen+ern%C3%A4hrung]]

o7nodi*sep


Geschätztes Brombeerküchlein. Ja, sicher sollte es so sein und Du bist im Recht! Aber finde erst einmal einen Arzt /-in, der bereitwillig und vollständig Vitaminhaushalt, Mineralien und Spurenelemente feststellt. Trotzdem verstehe ich nicht, dass Du mich gleich wegen einer ausgewogenen Mischung aller NahrungsErgänzungsMittel angreifst wo doch in den 2 Posts vor meinem "Vitamin B12, Vitamin D, Eisen, Zink, Folsäure usw". sowie "Zink, Selen, Mangan und Ferretin" in unbestimmter Dosis empfohlen werden, ohne dass da wenigstens ein Lebensmittelchemiker mal drüber geguckt hat, der sich genau an die Vorgaben der WHO hält, was die zum täglichen Verzehr empfohlene Menge betrifft? Passe ich Dir persönlich nicht in Dein Bild?

Wenn mit den 30 Tabletten in einem Monat keine Besserung eintritt, würde ich auch den Gang zum Frauenarzt /-in wegen der starken, kräfteraubenden Menstruation empfehlen. Ein großes Blutbild habe ich ja schon gleich empfohlen.

tDoQto8x5


Grundsätzlich bekommt man die Bestimmung der Vitamine (B12, D, ...) am ehesten bei einem Internisten über die Kasse bezahlt - Allgemeinmediziner können oder wollen dies nicht - so meine eigene Erfahrung.

In unserem Breitengraden herrscht m.E. ein grundsätzlicher Vitamin D - Mangel. Wurde bei mir letztes Jahr auch festgestellt (Wert bei 12!) - hab ein paar Tage lange 1.000 IE / Tag eingenommen und dann wieder links liegen gelassen. Nachdem ich innerhalb von einem halben Jahr drei Erkältungen hatte und eigentlich dazwischen nie richtig gesund geworden bin, hab ich mich mich mal Tante Googles Suchfunktion bedient und bin da wieder auf die Vitamin D - Geschichte gestoßen.

Das Problem am Vitamin D Mangel und den Ärzten ist: Viele Ärzte verschreiben Vitamin D in den Einheiten 800 IE / 1000 IE / 2000 IE (bis 4.000 IE sind die nicht verschreibungspflichtig), von denen man jeden Tag eine Tablette (oder Tropfen) einnehmen soll. Nur: Mit solchen Mengen erreicht man keinen "normalen" Vitamin D - Spiegel, schon gleich drei mal nicht, wenn man ein erheblicher Mangel vorliegt. Bedenkt man, dass der Körper mit einem 30-minütigen Aufenthalt in der Sonne (leicht bekleidet) zwischen 10.000 und 20.000 IE produziert, sind die 800 IE, 1000 IE ein Tropfen auf den heißen Stein.

Im hab mir das Buch "Gesund in sieben Tagen" bei Amazon gekauft (ok, nur aufgrund der über 400 positiven Bewertungen - der Buchtitel war mir etwas zu reisserisch und war erstmal erstaunt, dass ich mit meinen 4.000 IE / Tag nicht weiterkomme. Nehme aktuell 48.000 IE (jeden Tag für 10 Tage, danach 8.000 IE / Tag).

Und selbst wenn man keinen Arzt findet, der einem den Vitamin D - Test über die Krankenkasse abrechnet: Wenn man sieht, was ein Vitamin D Mangel ausrichten kann, dann sind die 20 - 30 Euro gut investiert.

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