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Erschöpft, Krank, Gewichtsverlust

r8atato!u|jixi hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forumsgemeinde

ich weiß aktuell nicht mehr so richtig weiter. Alles fing vor etwa 2 Jahren an. Vom einen auf den anderen Tag ging es mir nicht so gut. Ich fühlte mich als hätte ich zu wenig geschlafen, war entkräftet. Bin dann zum Arzt und habe mich krank schreiben lassen. Nach einigen Tagen war auch alles wieder in Ordnung.

Dann einige Wochen später wurde mir auf der Arbeit plötzlich Schwindelig (Kreislauf). Hab mir dabei nichts gedacht. Erst als dieses Phänomen wochentlich mal stärker mal schwächer auftrat bin ich nochmal zum Arzt. Sie hat dann ein Blutbild gemacht. Alles i.O. Ich solle mehr Sport machen dann wird das besser.

Gesagt getan. Ich bin etwa einmal die woche joggen gewesen. Ca 3-4km je nach Lust und Laune.

Dann einige Wochen später wurde es so schlimm, dass ich Morgens nach dem Aufstehen extreme Kreislaufprobleme hatte. Wieder zum Arzt. Blutdruck i.O., Blutbild i.O., Sono Schilddrüse i.O.

Wurde dann zum HNO Arzt und Kardiologen überwiesen. Alles i.O.

Dann zum Neurologen. Er schickte mich ins Schlaflabor. Ohne Befund. Auch ein MRT vom Kopf ohne Befund.

Hab mich dann damit zufrieden gegeben, dass es wohlmöglich Psychisch ist durch den Stress.

Nach Abschluss meiner Ausbildung wurden die Beschwerden auch weniger was mich dahingehend auch bestärkte.

Einige Monate später (Oktober 16) habe ich dann angefangen zu studieren. Ich merkte wie ich plötzlich immer mehr abgenommen habe. Hab das auf das ganze Radfahren geschoben, da ich nicht weniger als sonst auch gegessen habe (ca. 13kg in 4 Monaten. 84->71)

Ab Mitte November hatte ich immer wieder eine Erkältung. 3 Tage läuft die nase dann wieder ein paar Tage alles gut.

Über Weihnachten bin ich dann zuhause gewesen. Immernoch leicht verschnupft.

Als ich dann im neuen Jahr wieder zurück in meine Wohnung bin, habe ich abends noch etwas mit meinem Mitbewohner gegessen. Etwa eine Stunde später wurde mir plötzlich extrem warm. Ich hatte das gefühl total zu schwitzen. Bin aber nicht nass gewesen. Hab mich dann hingelegt. Kurz darauf hatte ich starke Magenkrämpfe, mir wurde extrem Schwindelig und mein Herz schlug wie verrückt. Mein Herzschlag wurde dann immer langsamer,ich dachte es bleibt stehen was dann gefolgt war von einer Panikattake.

Am nächsten Tag bin ich also zum Arzt. Ihm die geschichte geschildert. Er meinte es könnte Tatsächlich psychisch sein und hat mir erstmal ein pflanzliches Beruhigungsmittel gegeben.

Blutwerte von diesem Tag: (Morgens ca 10 Uhr)

Hämoglobin 14,5 (14-18)

Erythrozyten 5,2 (4.4-5.9)

Hämatokrit 43% (42-52)

Neutrophile 79% (40-76)

Natrium 138 (135-148)

Kalium 4.1 (3.8 - 5.2)

Kreatin i.S. 0.7 (bis 1.4)

TSH basal 0.96 (0.27 - 4.2)

Basophile 0 (bis 1%)

MCHC 34 (31-36)

MCV 83 (82-98)

MCH 28 (27-33)

Eosinophile 0 (bis 7%)

Monozyten 8 (bis 14%)

Leukozyten 8.7 (4-10)

RDW 14.5 (11.6-16%)

Thrombozyten 212 (140-400)

Lymphozyten 13 (20-45%)

CK Creatinkinase 181 (bis190)

GPT 44 (bis 50U/l)

GGT 18 (bis 60U/l)

CRP <0.4mg/d (bis 0.5kU/l)

CK-MB <8U/l (<25U/l)

GFR (MDRD-Form.) >90ml/mi (>90ml/dl)

Troponin T- hs 0.004 (<0.014ng/m)

Neutrophile absolut 6870 (2080-6400)

Lymphozyten absolut 1150 (1140-3330)

Monozyten absolut 690 (290-970)

Eosinophile absolut 0 (20-440)

Basophile absolut 0 (10-70)

Er meinte, die leicht erhöhten werte können von der vorhergegangenen Erkältung kommen und ich sollte mich mal etwas schonen. Naja gut dachte ich und bin erstmal wieder nach hause. Nachdem es allerdings nach gut 3 Wochen immer noch nicht besser wurde. Ich immer noch so entkräftet war, sodass ich kaum die treppe hoch kam bin ich wieder zum Arzt. Nochmal Blutbild mit Schilddrüse und ich solle nochmal zum Kardiologen, dieser bestätigte mir nochmal, dass auch diesesmal Herztechnisch alles in Ordnung sei, obwohl ich bereits in der Praxis wieder leichte Kreislaufprobleme bekam.

Blutwerte Anfang Februar

BSG 2 (3-15)

Hämoglobin 14.5 (14-16.8)

Hämatokrit 43% (38-49)

Erytozyten 5.2 (4.1-5.7)

MCH 28 (27-34)

MCV 83 (81-99)

MCHC 34 (32-36)

Leukozythen 5.2 (3.7-10.1)

Thrombozyten 171 (150-360)

CRP 1 (0-5)

BZN. 70 (60-100)

Natrium 142 (135-145)

Kalium 4.4 (3.5 - 5.1)

Kreatin 1 (0.7 - 1.2)

GGT 13 (0-71)

GOT 16 (16-50)

GPT 11 (8-50)

TSH 1.97 (0.3 - 4.2)

Aufgrund dieser Werte Diagnose: Angststörung

Habe mich dann in Psychotherapie begeben. Allerdings sagt meine Therapeutin, dass ihr das alles nicht so recht ist. Dass meine "Krankengeschichte" einfach nicht so typisch ist für Psychosomatik.

Bin daraufhin nochmal bei einem anderen Hausarzt gewesen. Ultraschall Organe alle unauffällig. EKG i.O. trotz plötzlichem Schwindel, Blutwerte bekomme ich nächste Woche, allerdings erhoffe ich mir da so langsam auch nichts mehr.

Zu mir: 21 Jahre jung, Männlich, 1.85m, aktuell 73kg

Kein Alkohol, gelegenheitsraucher

Aktuelle Beschwerden:

- Durchschlafprobleme (werde manche nächte schweisgebadet wach)

- fühle mich morgens total kaputt (ohne Kaffee geht gerade gar nichts)

- schwitzen ohne anstrengung

-starke Konzentrationsprobleme

- plötzliches Herzrasen ohne ersichtlichen Grund

- immer mal wieder ein Paar sehr starke Herzschläge die "spürbar" sind

- immer wieder ein Gefühl als würde ich jeden Moment Ohnmächtig werden

- Nase oft zu bzw läuft quasi dauerhaft (Nasenspray hilft für einen Tag)

- schleim im hals (farblos)

- trotz gutem Appetit und viel Essen keine Gewichtszunahme (aktuell daher auch kein Sport (Ausdauertraining), da ich nicht noch mehr abnehmen will)

- Knacken im Ohr beim Schlucken (mal mehr mal weniger)

- dauerhafte Ohrgeräusche die ich aber nur in stillen räumen deutlich wahrnehme

- starke Lichtempfindlichkeit (Augen)

- häufiges Wasserlassen (ca. 1x pro Stunde // trinke etwa 2 Liter Wasser/Tag)

- benommenheitsgefühl (als wäre man so leicht weggetreten)

- Kondition hat innerhalb von 2 Wochen stark abgenommen. 4km joggen oder eine Stunde squash spielen war kein Problem. nun war selbst 1km die qual

Vielleicht gehört das auch dazu:

- pickelgroße rötungen auf oberem Rücken/Schulter

Was vielleicht wichtig ist. In den letzten 4 Monaten hatte ich ca 5-7 Tage wo es mir richtig gut ging. Ich kann das aber einfach nicht in irgendeinen zusammenhang bringen.

Tut mir leid für den langen Text aber ich wollte möglichst nichts auslassen.

Was kann das sein? Vielleicht doch Schilddrüse trotz gutem TSH Wert? Oder was ganz anderes?

Ich bin aktuell auf hilfe anderer Angewiesen und das schon seit gut 4 Monaten.

Mein Studium liegt im Moment flach.

Ich hoffe ihr könnt mir vielleicht weiterhelfen x:)

Antworten
rVatatouwjii


Ach bezüglich Lichtempfindlich bin ich auch schon beim Augenarzt gewesen. Ist aber ebenfalls alles in Ordnung.

Höre auch im Moment von Freunden, dass ich überhaupt nicht gesund aussehe. Habe auch starke Augenringe.

C@aramalla% 2


Ein paar Sachen könnte man noch testen lassen: Einmal die Halswirbelsäule. Auch ein verschobener Atlaswirbel kann solche Probleme hervorrufen. Das wäre dann ein Fall für den Orthopäden.

Es kann aber auch ein B12 und ein Vitamin D Mangel ähnliche Beschwerden hervorrufen.

Evt. hast du auch eine Histaminintoleranz, was das komische Gefühl nach dem Essen erklären könnte.

Und wenn du so stark abgenommen hast, dann sind Mängel keine Seltenheit. Die können dann einige Stoffwechselprozesse negativ beeinflussen oder auch Allergien begünstigen. Deshalb würde ich zusätzlich noch Zink, Selen, Mangan, Folsäure mittesten lassen. Leider muss man hier einen Teil selbst bezahlen. Ich würde mich hier erkundigen.

r+ataWtoaujixi


Danke für deine schnelle Antwort.

Bezüglich Atlaswirbel bin ich schonmal beim Orthopäden gewesen. Auf Röntgenbild leicht verdreht. Allerdings hat mir die Behandlung wenig bis gar nicht geholfen.

Das es mir nach dem Essen schlecht geht hab ich seit dem einem Mal nie wieder gehabt. Daher denke ich weniger, dass es eine Histaminintoleranz ist oder?

Bezüglich der Nährstoffmängel. Wo kann man denn sowas untersuchen lassen?

COasrama3lax 2


Das kannst du beim Hausarzt untersuchen lassen. Die Werte sollten in einem guten mittleren Bereich, eher leicht darüber liegen, also nicht am unteren Ende und auch nicht zu hoch sein.

oZnod6isexp


- Knacken im Ohr beim Schlucken (mal mehr mal weniger)

- dauerhafte Ohrgeräusche

Hallo! Das sieht mir sehr nach Nasennebenhöhlenvereiterung (Verstopfung) aus. Die anderen Beschwerden könnten dann von der Nasennebenhöhle kommen.

Ich empfehle Dir Nasenspray mehrmals täglich und eine Woche lang. Oder 1 Liter Wasser mit 10 Gramm Speisesalz aufkochen, abkühlen lassen und aus der hohlen Hand in die Nase hochziehen, bis es wieder rausläuft(so machts die HNO-Klinik). Die Kochsalzlösung bitte täglich frisch zubereiten . Eine Vitamin C Brausetablette vom Drogeriemarkt täglich kann auch nichts schaden. Gute Besserung!

rJatat?ouj"ixi


Danke onodisep

Kann es denn sein, dass sich sowas über gute 4 Monate hinzieht?

Hab gerade mal was drüber gelesen und hab in der Tat so ein druckgefuhl wenn ich den Kopf nach vorn/unten halte.

Könnte daher auch der Schleim im Hals kommen?

Meinst du ein Ganz normales Nasenspray oder gibt's da irgendwas bestimmtes?

G3ul_denb&erxg


Du hast keine eosinophile so wie basophile Granulozyten im Blut. Ich würde mal Deinen Arzt darauf ansprechen was er meint.

r9ata{toujixi


Danke Guldenberg für den Hinweis.

Mein Arzt meinte Besser geht es eigentlich nicht. Erhöhte Werte sprechen für eine Allergie oder eine parasitäre Infektion. Also insofern alles gut.

Der Tipp von onodisep hat mich allerdings einiges weitergebracht.

Mir geht es seit ein paar Wochen deutlich besser. Zwar nich ganz fit aber so 60%.

Habe nächste Woche einen Folgetermin beim HNO bezüglich des schleims im Hals und der verstopften Nase (hängt ja wahrscheinlich zusammen)

s4ereynitxas


Ist Ferritin mitgemacht worden? Wie sieht deine Proteinzufuhr aus? Interessant fände ich auch noch den ft3 sowie Testosteron.

V\erzhweqifexlt97


Ach du scheiße ich verstehe kein Wort.

Aber alles gute! Gute Besserung @:)

Tut mir Leid, dass ich dir da nicht helfen kann :(

r*ataotouRjii


Ferritin sah soweit gut aus.

FT3 hab ich nie gesehen. Wurde Immer nur der TSH Wert bestimmt.

Proteinzufuhr? Naja ich esse halt was so aufn Tisch kommt.

Panikattacken hab ich mittlerweile nicht mehr. Nur noch dass es mir morgens total dreckig geht, was sich dann in den nächsten Stunden etwas legt.

Hryperxion


1 Beitrag gelöscht

E*hemtalig*er Nu4tzer+ (#6u0801x0)


Hallo Ratatoujii,

ich habe auch was an der Schilddrüse, ne leichte Unterfunktion und habe mich mal einwenig mit dem Thema befasst. Zunächst ist mir bei dir aber dein TSH Wert aufgefallen, der "springt" ganz schön (ich gehe davon aus, dass zwischen den Blutergebnissen einige Monate liegen?).

Ich würde dem auf jeden Fall nachgehen.

Für mich persönlich habe ich beschlossen, da ich an genauso "unspezifischen" Symptomen leide wie du (wenn auch nicht die gleichen) morgen mit einem Symptomtagebuch als Selbstmonitoring zu beginnen (Datum, Uhrzeit [morgens, mittags, abends], Symptom(e), Schweregrad [1-1-10] Einschränkungsempfinden[1-5] und Situation)

Das könnte helfen alles niederzuschreiben um die Grübelei zu beruhigen und dient dem Arzt vllt. als wichtige Hilfestellung (markier nach ein, zwei Wochen mal was dir besonders auffällt bei den Symptomen und nimm das zum Doc mit).

Mit dem Sport: Hab ich früher auch viel intensiver gemacht und es ging leicht von der Hand :)z

Aber in den letzen 1-2 Jahren nicht mehr. Darum reize ich in den letzten 3 Monaten nicht meine Grenzen aus, sondern mache Sport um nicht aus dem Rhythmus zu kommen und mich halt zu bewegen :=o muss ich halt akzeptieren so. Mit der Hoffnung auf fittere Zeiten.

Das das Ganze Spektakel auf die Psyche schlägt ist logisch, wenn man Symptome hat und nicht weiß wieso :(v

Mach doch mal einen Termin bei einem Endokrinologen oder stell dich in einer endokrinologischen/diabetologischen Ambulanz vor falls es das bei euch gibt und mit dem Semesterticket kann man ja mit dem Zug hinfahren. Mir scheint, dass wir zum Teil überlappende Symptome haben. Ich lasse demnächst mal einen Ogtt (Glucosetoleranztest) machen, was mir mein Hausarzt am Rande empfohlen hat, es könnte sein, dass mit unserem Zuckerstoffwechsel was nicht ok ist. Es ist nicht so, dass das nur Übergewichtige haben. Sondern auch Normale und Leichte Menschen. Die Endos halt sind einfach Fachleute für den Stoffwechsel.

Inwiefern macht sich der Leistungsknick bei dir im Studium bemerkbar? Ich z.B. muss mich sehr anstrengen für die Konzentration und muss Zusammenhänge noch öfter Wiederholen. Das Studium ist subjektiv anstrengender, als vorher obwohl die Inhalte mir jetzt von der Sache her leichter vorkommen. Ich kann nur froh sein dass ich den Mist nicht schon im 2. oder 3. Semester in der Form hatte.

:)=

P{lan0e6tenwcind


ratatoujii

Ferritin sah soweit gut aus.

Hast du den konkreten Wert zur Hand? Wurde gleichzeitig mit Ferritin CRP bestimmt? Ich weiss CRP steht oben, aber Ferritin halt nicht, ein erhöhtes CRP lässt Ferritin falsch hoch aussehen und CRP geht schnell mal hoch, wenn man z.b. erkältet ist. Wegen Ferritin: ich meine aus dem Blutbild einen Eisenmangel rausblitzen zu sehen, deswegen wäre der Wert interessant. Und das:

Zunächst ist mir bei dir aber dein TSH Wert aufgefallen, der "springt" ganz schön (ich gehe davon aus, dass zwischen den Blutergebnissen einige Monate liegen?).

Das ist mir auch aufgefallen. Es kann noch im Rahmen liegen, aber das sollte abgeklärt werden bei nem Schilddrüsenspezialisten mit kompletter Diagnostik: TSH mit ft3 und ft4, dazu die Schilddrüsenautoantikörper TG-AK und TPO-AK, außerdem einen Schilddrüsen-Ultraschall. Dann lässt du dir den Befund geben und stellst ihn hier ein, inklusive des Wortlauts der Beschreibung des Ultraschallbefundes. Nicht alle deine Probleme sprechen für ein Schilddrüsenproblem, aber manche davon. Lass dich dahingehend mal untersuchen und dann sieht man weiter.

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