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Soor-Ösophagitis

O.rgaPnza hat die Diskussion gestartet


seit Monaten quält mich eine Soorsösophagitis (Entzündung der Speiseröhre, verursacht durch Candida Albicans). Die Diagnose ist durch Magenspiegelung und Abstrich gesichert. Bisher hat sich die Ösophagitis allen Behandlungsversuchen widersetzt: Unmengen von Nystatin haben nicht geholfen. Eine strenge Pilzdiät hat nichts gebracht. Ich habe bisher 10 Kilo abgenommen, da ich oft vor Schmerzen keine Nahrung mehr zu mir nehmen kann.

Bei der gestrigen Magenspiegelung wurde wieder festgestellt "persistierende Soorösophagitis". Nun wurde mir Fluconazol verordnet (10 Tage, 100 mg).

Hat jemand von Euch mit ähnlichen Infektionen zu kämpfen? Mit welchen Behandlungen konntet Ihr die Pilzinfektion besiegen? Hat jemand Erfahrung mit Fluconazol?

Antworten
algnxes


Nystatin

bringt da nix, Fluconazol ist was Du brauchst, möglicherweise länger als 10 Tage.

Pilzdiät ist in diesem Zusammenhang sowieso Humbug.

Was hat Dir denn das Immunsystem so umgehauen?

OerBganxza


Immunsystem wieder aufbauen?

agnes, dank Dir für Deine Antwort. Zumindest scheine ich ja nun endlich das richtige Medikament zu haben!

Die Frage nach dem Immunsystem ist berechtigt: Denn ohne gewächtes Immunsystem hätte ich die Krankheit sicher nicht. Was mich so geschwächt hat, ist schwer zu sagen. Wohl zu viel Stress - Dauerbelastung im Beruf, schwierige private Situation...

Tipps, wie man eine extrem geschwächte Immunabwehr wieder flott bekommt, wären also auch hilfreich :-)

O%rgaPnza


Fluconazol?

schade, dass sich niemand gemeldet hat. Offensichtlich ist eine Soorösophagitis und die Behandlung mit Fluconazol doch eher selten... Diesen Eindruck haben mir auch meine Ärzte vermittelt: Nur der Gastroenterologe kennt sich einigermaßen damit aus. Hausarzt und Internist sind eher ratlos. O-Ton: "Wie kann denn ein junger Mensch so eine hartnäckige Soorösophagitis haben"???

Finde das alles sehr merkwürdig, denn Soorösophagitis ist eine der AIDS definierenden Krankheiten und in der AIDS Behandlung ist Fluconazol Standard (ist zumindest mein Eindruck nach sehr umfangreichen Recherchen im Web)... Ich bin (glücklicherweise!) HIV negativ, aber Symptome und Behandlung der Soorösophagitis sind für mich nicht weniger quälend! Und meine körperliche Gesamterscheinung ist mittlerweile so jämmerlich und ausgemergelt, dass mein Apotheker mich bei der Bestellung des (als AIDS Medikaments bekannten) Fluconazol angeguckt hat, als hätte bald mein letztes Stündlein geschlagen...

Fürs Archiv und falls mal jemand diesen Strang ergoogelt: *:) Ich habe Fluconalzol einigermaßen gut vertragen. Die ersten 5 Tage der Tabletteneinnahme waren okay. Ab Tag 5 bekam ich Fieber - vermutlich weil mein Körper von Pilzgift und absterbenden Pilzen überschwemmt wurde und damit fertig werden musste. Fühle mich jetzt (Tag 11) etwas besser als vor der Behandlung. Ich hoffe, dass es keinen Rückfall gibt und wirklich alle Pilze vergiftet sind.

T*hanexe


Soorösophagitis

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit wenn man diese Krankheit hat, gleichzeitig HIV infiziert ist. Oder verursachen Stress, Rauchen usw. auch eine Immunschwäche?

O@rgatnza


die Krankheit ist bei HIV Positiven sehr häufig -- bei HIV Negativen sehr selten... Auch eine heftige und lange Antibiotika-Behandlung scheint eine Soorösophagitis zu begünstigen. Relativ häufig tritt sie wohl auch bei Asthmatikern (wegen Cortisonspray) und bei Tumorpatienten auf (Schwäche und Chemo).

Nachdem ich zu keiner dieser Gruppen gehöre, kann ich aus meiner (nicht repräsentativen) Erfahrung sagen: Das Immunsystem kann auch durch andere Faktoren (Stress usw.) so geschwächt werden. Weil das aber selten ist, hatten mir meine ratlosen Ärzte einen HIV Test nahegelegt...

a`gnxes


Krebs und HIV

sind ja nicht die einzigen immunschwächenden Krankheiten. Es gibt auch erbliche und transiente andere Schwächen des Immunsystems. Immunglobulindefizienzen sind nicht mal sonderlich selten. Bei Deinem Problem wäre es durchaus wert, nach selbigen zu suchen. Die Tests dafür sind Labortests und erfordern Deinerseits nur ein paar Blutentnahmen. Sollten sich Deine derzeiten Ärzte dem nicht gewachsen sehen, laß Dich zu jemandem überweisen, den Immunologie interessiert.

ahgnxes


zB dies

[[http://npi.jmfworld.org/patienttopatient/index.cfm?section=patienttopatient&content=syndromes&area=2&CFID=1293888&CFTOKEN=79674585]]

TJhanxee


Soorösophagitis

seit Jahren quält mich der Torax-Schmerz (vor allen Dingen nachts) und es wurde erst jetzt eine Magenspiegelung verordnet, darauf erfolgte dann der Befund Soorösophagitis... keine Refluxkrankheit, keine akute Magenschleimhautentzündung. Komisch ist, dass ich seit Jahren Aspirin gegen Kopfschmerzen nehme und dies einfach ignoriert wurde. Am Freitag bin ich zum HIV-Test.... habe jetzt natürlich Panik... auf allen Internetseiten wird Soorösophagitis nur im Zusammenhang mit HIV beschrieben.... sogar als Vollbild von AIDS... hätte ich AIDS, wäre Sooröphagitis wohl nicht das einzigste Symptom, oder??

Ich bin ratlos und voller Panik... dazu muss man sagen dass ich seit Jahren unter dauerndem und anhaltendem Stress leide, sowohl in der Partnerschaft, als auch im Berufsleben...

O,rgeanzxa


@ agnes,

danke für den hilfreichen Link! Dieser Spur werde ich nachgehen, denn auch wenn ich den Pilz jetzt vielleicht los sein sollte, ist die Ursache ja immer noch im Dunklen. Wenn ich mich zurück erinnere, war ich immer, immer anfällig für alle Arten von Infekten - schon als Kind, als ich noch in stressfreier Glückseeligkeit lebte... Die vielen Tipps der letzten Wochen, doch mein Leben zu entressen, sind zwar nicht ganz falsch (habe im Moment viel Stress), aber irgendwie ist das für mich nicht so richtig überzeugend.

@ Thanee

Deine Panik kann ich gut nachvollziehen! Mir ging es vor ein paar Monaten ganz genauso. Die Internetseiten, die ich zur Soorösophagitis ergoogelt hatte, haben mich auch alle in Angst und Schrecken versetzt. Fühlt sich nicht gut an, wenn man bei der eigenen Erkrankung plötzlich liest, dass sie eine der AIDS-definierenden Krankheiten ist... Ich denke auch, dass bei HIV noch andere Krankheiten dazu kommen würden und eine Soorösophagitis dann nicht allein auftreten würde.

Doch in diesem Fall kann ein HIV Test (und nur der) Klarheit schaffen! Ich drücke Dir dafür ganz fest die Daumen.

Was wurde Dir denn gegen die Soorsösophagitis verordnet? Hoffentlich gleich ein "richtiges" Pilzmittel?

TJhanxee


Entwarnung

Also, ich habe gestern Abend das Testergebnis bekommen: HIV-negativ! Gott sei Dank...

Ich bin seit Jahren und eigentlich schon seit meiner Kindheit anfällig für Herpes, Blasenentzündungen, Bronchitis usw... komischerweise aber immer fieberfrei!

Seit vier Jahren plagt mich der Torax-Schmerz in der Nacht und ich schlucke seit Jahren schon Nexium, was aber leider nie geholfen hat (kein Wunder wenn keine Refluxösophagitis und keine Hernie besteht).

Die Blutuntersuchungen haben ergeben, dass ich aktuell eine Entzündung im Körper habe (dadurch auch vermehrt weisse Blutkörperchen), weil ich stark rauche und dadurch chronisch Bronchitis habe. Komischerweise ist aber mein Immunsystem völlig o.k. Dafür fühle ich mich auch zu gut. Ausser halt der Torax-Schmerz!

Fazit meines Arztes: keine Medikamente gegen die Sooröphagitis einnehmen, hilft eigentlich wenig. Sein Rat: Stressabbau, psychologische Betreuung, ....und Ernährung! Womit er nicht ganz unrecht hat: bei einigen Lebensmitteln ist der Schmerz nachts unerträglich: Zwiebeln, Gurken, fetthaltige Speisen, Süssigkeiten, und alle roten Früchte... dies habe ich für mich schon festgestellt. Obst nur morgens, nach 19.00h keine Mahlzeiten mehr einnehmen. Ich werde es mal ausprobieren. Sein Rat noch: unbedingt den Rücken abchecken lassen....

aOgnexs


@ Thanee

und die Empfehlung, das Rauchen aufzugeben, kam nicht? 50% Wahrscheinlichkeit, daß Du daran stirbst, jetzt schon Schmerzen in Brustkorb, nun ja.

Übrigens lähmt eine Zigarette den Reinigungsmechanismus der Bronchien für 24 Stunden, so viel zu Bronchitis (die dann oft in´s Emphysem übergeht, daran zu sterben ist nicht netter als AIDS). Das erklärt auch die Entzündungsmarker.

50% der Blasenkrebse kommen übrigens auch vom Rauchen (über chemische Blasenreizung/entzündung), usw usw.

Eine bestätigte Soorösophagitis mit Psychologie und Ernährung heilen zu wollen ist optimistisch. Viel Glück!

Tthanexe


doch, ich sollte dringend mit dem Rauchen aufhören, denn so wird der Brustschmerz und alles drumherum wirklich nicht besser.

Was die Sooröphagitis anbelangt werde ich mir sicherlich auch den Rat eines anderen Arztes einholen. Ich denke ich werde diese Krankheit nicht grundlos haben und ignorieren und schön reden sollte man sie auch nicht. Im Moment ist das alles einfach sehr neu für mich und ich bin einfach noch geschockt! Diese Krankheit scheint bei nicht-HIV-Patienten wirklich sehr selten zu sein, oder?

O*rgOanxza


@ Thanee

puh! Dann bist Du ja jetzt eine heftige Sorge los!

Eine Soorösophagitis unbehandelt lassen? Na ich weiß nicht so recht. Sicher ist es hilfreich und wichtig, alle anderen möglichen Stressfaktoren auszuschalten und sich auch um's Seelchen zu kümmern. Aber damit eine Soorösophagitis in den Griff bekommen? Ich habe es zumindest nicht geschafft...

OFrg;anza


@ agnes

ich war heute bei meiner Hausärztin, um mit ihr den histologischen/bakteriologischen Befund der Spiegelung und die Behandlungsempfehlung des Gastroenterologen zu besprechen. (der Brief des Gastroenterologen lag schon seit letzter Woche bei ihr, sie war allerdings im Urlaub...).

Im Brief des Gastroenterologen gab es u.a. einen Hinweis auf einen eventuellen primären Immundeffekt. Da alle anderen eine Soorösophagitis auslösenden Faktoren bereits von meiner Ärztin ausgeschlossen wurden, bleibt nur noch diese Erklärung übrig...

Von differenzierten (und teuren) Blutuntersuchungen hält sich allerdings in meinem Fall nicht viel! Sie meinte, dass die verschiedenen IG Werte ohnehin ständigen Schwankungen unterliegen und dass auch bei detaillierter Kenntnis der Faktoren eine gezielte Behandlung nur eingeschränkt möglich ist. Ihre Behandlungsempfehlung für mich (auch ohne Bluttest): weiterhin symptomatische Behandlung und zusätzlich Beriglobin spritzen. Sie meinte, dass auch nach Bluttests kaum eine andere Behandlungsempfehlung rauskommt. Bin mir nun nicht sicher, was ich davon halten soll... Wie siehst Du das? Du scheinst ja Expertin zu sein.

Vielleicht noch folgende Zusatzinfo: Ich bin bei meiner Hausärztin seit 15 Jahren. Sie kennt meine Infekt- und Pilzanfälligkeit, meine Erschöpfungsphasen und sie hat mit mir schon eine ganze Menge Behandlungs- und Beratungsansätze durchprobiert. Im Laufe der Jahre habe ich meine Ernährung völlig umgestellt, mein Leben so organisiert, dass ich genug Ruhephasen habe, eine Verhaltenstherapie und eine Psychoanalyse gemacht, bin zur Kur geschickt worden usw... All meine Kränkeleien waren bisher allerdings immer in einem Bereich, in dem auch anderen Ursachen möglich oder wahrscheinlich waren. Jetzt erstmals nicht mehr! Deshalb geht auch meine Ärztin davon aus, dass es sich um einen primären Immundefekt handelt, der künftig bei allen weiteren Erkrankungen mit in Betracht gezogen werden muss. Handlungsbedarf zu IG-Infusion sieht sie erst, wenn die Gefahr organschädigender Erkrankungen da ist. Bin nun einigermaß ratlos. Und muss erst mal verkraften, dass egal, was ich auch tue, ich nie dauerhaft und vollständig gesund sein kann. Oder irre ich mich da?

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