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Blutwerte

Q`ui'ltxy hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ein Bekannter von mir hat seit mehreren Jahren verschiedene Beschwerden die ihn in seinem Leben stark einschränken.

Er wird ständig fiebrig (kann im Sommer gar nicht groß raus gehen), oft schmerzen ihm die Gelenke, das Herz stolpert (Mitralklappenprolaps, erworben?), er keucht wie ein TBC Kranker wenn das Wetter feucht ist etc. etc.

Seine Seite: [[http://www.geocities.com/problemzone2002]]

(ist etwas veraltet aber immer noch aktuell)

Er war schon bei dutzenden von Ärzten, verschiedene Bluttests wurden gemacht, auf

Borrelien

Hepatitis A+B+C

Epstein Barr Virus

Hormontest

Chlamydien

Mykoplasmen

Treponema

Cytomegalie

Humanes Immundefizienz Virus

Toxoplasma gondii

Immunglobulin E

Rheumafaktor

anti-Streptolysin (ASL)

Antikörper gegen nukleäre Antigene (ANA)

Bartonella henselae

So ziemlich alles war negativ bzw. im Normalbereich.

Sein letzter Hausarzt (der ok ist, weil er die meisten Tests auf sein Bitten hin gemacht hat) meinte irgendwann, wenn das Große Blutbild inkl. BKS, CRP, Kreatinin, Eisen usw. nix anzeigt ist da auch nix.

Frei nach dem Motto: Ohne Entzündungswerte keine Entzündung (zumindest keine gravierende).

Kann man davon ausgehen? Mein Freund geht seit ein paar Monaten schon gar nicht mehr raus, geschweige denn zu Ärzten, hat sein Schicksal mehr oder weniger akzeptiert und vergetiert nun vor sich hin. Meinte letztens etwas von: "Für mich gibt's nur noch Gott, sonst nichts. Soll er das Beste draus machen.."

Könnt ihr uns vielleicht vorschlagen was wir noch machen könnten?

Die Ärzte machen nix von alleine. Das war wir die letzten Jahre mit denen erlebt haben würde sogar die Bild-Zeitung zum platzen bringen.

Vielen Dank im vorraus.

Liebe Grüße,

Quilty

Antworten
riinchxen


hallo,

ärzte und chronische beschwerden... das ist auch sowas, was leider zu selten zusammenpasst...

ich hätte ja manche beschwerden sofort mit der schilddrüse in verbindung gebracht (aber ich bin diesbezüglich auch persönlich vorbelastet und verbinde zu viel damit).

ist das trotzdem gründlich überprüft worden? und wenn ja, alles selbst ausgewertet?

werte in der norm schließt natürlich nicht aus, dass sie nicht trotzdem beschwerden machen, aber das genau einzuschätzen ist meist sehr schwierig.

so viele hinweise kann ich aber leider nicht geben, man kennt sich ja als betroffene bzw. patient meist nur mit einem medizischen bereich (halbwegs) gut aus.

ich weiß nicht in wie weit mögliche autoimmunerkrankungen abgeklärt worden sind (müsste man mal gucken, welche auf einzelne symptome passen). so viel ist ja oben diesbezüglich nicht überprüft worden. auf [[http://www.autoimmun.org]] gibt es eine auflistung.

gruß

rinchen

QOuilxty


Hallo rinchen,

die Schilddrüsenwerte waren eigentlich immer im Normalbereich (sogar beim Endokrinologen, der einen kompletten Hormontest gemacht hat).

Was autoimmune Geschichten angeht, so wurde nach Bestimmung des ANA (fiel negativ aus, <1:80 ) nach nix mehr geguckt.

Danke für die Antwort.

Denis

rYincvhen


hallo quilty,

ja, ich kenne das "normal" der ärzte (auch der endokrinologen) bzgl. der schilddrüse. stimmt leider oft nicht, weil schon die kleinste abweichung des persönlichen ideals (und nicht der weitgefassten normbereiche eines labores) starke beschwerden verursachen kann. wenn einen die "virensuche" nicht weiterbringt würde ich wirklich im bereich der autoimmunerkrankungen weiterforschen.

gruß

rinchen

vWaGn/ni


Für mich hören sich die Beschwerden Deines Bekannten nach Neuroborreliose an, im fortgeschritten Stadium.

Die Bluttets bei dieser Krankheit sind unsicher und nicht aussagekräftig und jeder Arzt interpretiert die Werte auch anders. Ich würde Deinem Freund empfehlen einen Borrespezi aufzusuchen. Dieser wird es dann entweder bestätigen oder eben komplett ausschließen können!

Ich kenne einen Spezi in Friedberg (Hessen), wenn du die Adresse willst- Pn!

Ansonsten kann man bei Borre-Shgs Adressen rausfinden.

Alles Gute,

Q~u`ilty


rinchen, werd ich machen.

Hallo vanni,

Chronische Borreliose ist eine Möglichkeit, der er seit September 2002 als er das erste Mal von der Krankheit gehört hat, nachgegangen ist.

Er war auch mehrfach bei einem Spezi in Pforzheim (Dr. K.), aber auch dieser ist sich nicht 100% sicher.

Beim letzten Test (im 'Labor Köln') war sein ELISA bei 420 (Normal bis 200), und im Westernblot wurden nur die unspezifische p41 Bande und die hochspezifische p39 Bande gefunden.

Beim ersten Mal war der Elisa Wert bei 280, und im WB nur die p41.

Also sehr schwer zu sagen.

Er hatte mal einen Selbstversuch mit Tetrazyklin (Antibiotika) gestartet und wäre am vierten Tag fast daran "krepiert", solche Durchfälle hat er laut eigener Aussage noch nie erlebt ("wie aus dem Eimer gegossen"), außerdem fast 41 Grad Fieber.

Damals hat er sich geschworen nie mehr "auf Probe" Medikamente zu nehmen, sondern erst wenn die Diagnose feststeht.

Heute meint leider jeder zweite Borre zu haben, so daß das eine sehr unsichere Geschichte ist, zumindest bis wir endlich Tests haben die was taugen, die unterscheiden können zwischen akuter und durchgemachter Infektion (letztere gibt es laut Dr. Hassler, einem Borre-Spezi aus dem Kraichgau, gar nicht. Laut ihm geht eine Borre nie von alleine weg).

Vielen Dank für die Antworten.

*:)

vBannxi


Hm...also die Werte Deines Bekannten sprechen eindeutig für eine Borreliose, entweder eine abgeschlossene oder akute Infektion, das ist eben das Problem dabei. Aber therapiert wird sowieso hauptsächlich nach den Symptomen und nicht wegen den Blutwerten.

Gruß,

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