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"Blasenentzündung - Ursache auch psychisch? "

HJarbmonixx hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich habe folgendes Problem:

Ich bin seit gut 3 Jahren mit meiner Partnerin zusammen, leben jedoch nach wie vor in einer Wochenendbeziehung. Für uns beide ist es die erste Beziehung (wir sind beid über 25).

Meine Partnerin hat mir irgendwann anvertraut, dass sie als Kind missbraucht wurde, wobei ich bisher davon ausgehe, dass sie nicht von ihm missbraucht wurde, sondern als Werkzeug ihrer Lustbefriedigung benutzt wurde.

Unsere ersten Erfahrungen mit Sexualität und Geschlechtsverkehr waren vorsichtig und unbeholfen, aber okay, wobei sich meine Partnerin (wohl aufgrund ihrer negativen Vorerfahrungen) in aller Regel sehr passiv verhält. Sie hat z.B. auch eine Abneigung, mein erigiertes Glied zu berühren, zu masturbieren, etc. Vor Sperma ekelt sie sich auch, wenn es ihr über die Hand läuft.

Nach einiger Zeit bekam sie - vermutlich aufgrund von GV- eine Blasenentzündung, die mit Antibiotika behandelt wurde. Diese tauchte inzwischen immer häufiger auf und wurde stets mit Antibiotika behandelt.

Inzwischen haben wir praktisch keinen GV mehr aus Angst vor einer Blasenentzündung.

Meine Frage:

Kann so eine Blasenentzündung (neben körperlichen Ursachen) auch psychische Ursachen haben? Kann der Missbrauch in der Kindheit damit irgendwie, vielleicht auch nur indirekt, zusammenhängen?

Grund meiner Frage:

Ich halte es für dringend notwendig, dass sie sich einer Psychologin anvertraut, um diese Erlebnisse zu verarbeiten. So weit ich dies überhaupt kann, wäre ich zu jeder Mithilfe hierbei bereit. Nur: Meine Partnerin möchte auf keinen Fall eine solche Therapie durchführen, da sie keinen Sinn darin sieht. Wenn überhaupt, würde sie es nur mir zuliebe tun (was nach meiner Ansicht nichts bringen würde). Einen Zusammenhang zwischen dem Missbrauch als Kind und der Blasenentzündung schließt sie kategorsich aus, "weil ihr Frauenarzt immer Antibiotika verscheibt" (er weiß natürlich nichts über den Missbrauch).

Was kann ich tun? Ich sehe unsere Beziehung gefährdet, will aber alles tun, um sie zu retten. Nur: Ganz ohne körperliche Zärtlichkeit und Sexualität kann ich mir auf Dauer eine Partnerschaft nicht vorstellen, doch genau darauf läuft im Moment alles hinaus.

Bitte helft uns.

Antworten
LdiGllyV_S


Definitiv auch psychische Ursachen möglich

Hallo Harmonix,

nachdem ich bisher einfach immer nur die Beiträge gelesen habe, habe ich mich mal eben registriert, um Dir schreiben zu können.

Also, ich kenne es selber aus dem familiären Bereich, wo permanentes Mobbing im Beruf Auslöser für die Blasenentzündungen war. Als die Tätigkeit beendet war, war auch die Gesundheit vollständig wieder hergestellt. Bei Deiner Schilderung kann ich mir bei Deiner Freundin die Vergangenheit sehr gut vorstellen. Ich denke, dass Du Recht hast, wenn Du meinst, dass sie therapiebedürftig ist. Vielleicht kannst Du ja mal bei einer professionellen Einrichtung wie pro familia oder so nachfragen, wie Du Ihr helfen kannst, von alleine daraufzukommen, ohne sie platt zu überreden?

Wünsche Euch alles Gute

Lilly

Hearmfonix


Verdacht bestätigt

Hallo Lilly,

schön, dass Du mir geantwortet hast. Sie hilft mir sehr. Das Problem aber ist natürlich, wie ich meiner Partnerin klar machen kann, dass hier ein Zusammenhang bestehen kann. Sie weist bisher jede Möglichkeit eines Zusammenhangs weit von sich.

Daher ist Dein Vorschlag, mich einmal beraten zu lassen, echt gut. Ich werde mich mal umhören und in diese Richtung beraten lassen.

Trotzdem möchte ich weiterhin alle anderen Leser bitten, ebenfalls ihre Ansichten hier zu vertreten. Ich kann im Moment jede noch so kleine Bestätigung gebrauchen. Schon im voraus herzlichen Dank Euch allen !

Harmonix

N)ickix12


eine Blasenentzündung kann psychische Ursachen haben, muß aber nicht. Im Falle Deiner Freundin würde ich sagen, daß ein Besuch bei einer Psychologin sicher nicht schaden würde. Allerdings hast Du ja schon festgestellt, daß sie das auch selbst wollen muß, sonst bringt eine Therapie überhaupt nichts. Davon scheint sie aber weit entfernt zu sein. Dennoch ist es gut, wenn Du Dich mal beraten läßt. Viel Glück!

H/ar;monKixx


Zum Thema Therapie: Paartherapie ?!?

Hallo Nicki12,

vielen Dank für Deine Bestätigung. In der Tat ist es ein Problem, meiner Partnerin die Notwendigkeit einer Therapie klar zu machen.

Vielleicht wäre es ja auch ein Weg, wenn ich mich bereit erklären würde, gemeinsam mit ihr eine Paartherapie zu machen.

Hat jemand schon Erfahrungen mit einer Paartherapie? Was geht da ab? Könnte das für uns Sinn machen?

Was haltet Ihr davon? Bitte meldet Euch.

Harmonix

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