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Mrsa - Symptome?

TEshakxa hat die Diskussion gestartet


Es gab ja in den medien (wenn auch unterschwellig und in geringen maßen) infos zu dem Krankenhauskeim MRSA.

Ich arbeite derzeit als Zivi in der Charité-Mitte in Berlin in der OP-Abteilung und wir haben des öfteren MRSA Patienten. Die schutzmaßnahmen kann ich sagen , werden ab und an relativ lasch gehandhabt .. schockierender weise muss ich sagen.

Denn sie tragen ja auch irgendwo verantwortung für die Patienten. Ich persönlich wurde als zivi schlecht bis gar nicht aufgeklärt und habe angst mich mittlerweile auch infiziert zu haben.. mittlerweile trage ich bei solchen patienten kittel , mundschutz und handschuhe.. dennoch könnte dies schon zu spät sein.

ich hatte vor kurzem eine entzündung der harnwege , leichte halsschmerzen (wenn auch sehr lasche) und abgeschlagenheit (was auch auf übermüdung zurückzuführen sein könnte ;-D)

ich bin mir jedenfalls ziemlich unsicher und bin etwas ängstlich..

Eine Funktionsschwester meinte zu mir nur lapida "Nja schlimmsten falls kriegst du einen pickel und das wars" ;P

Und dass nur immunschwache personen davon betroffen werden, was ja auch stimmt..

dennoch.. könnte jemand genau die symptome einer MRSA erkrankung auflisten? ich habe im I-Net gesucht aber selbst dort findet man nur verwischte aussagen...

alles sehr waage und lasch ausgedrückt.. weiß überhaupt jemand richtig darüber bescheid?! ich finds einfach unglaublich ;-D

Antworten
a4g~nxes


Eine "MRSA-Erkrankung" gibt es nicht. Viele Gesunde tragen den Keim ohne Probleme mit sich herum.

Probleme entstehen, wenn MRSA offene Wunden oder Implantate infiziert.

Roi-ke


Hallo!

Die Chance, dass du dich mit MRSA/ORSA infizierst, ist sehr gering. Die Ansteckung wird durch ein geschwächtes Immunsystem (hervorgerufen durch "Überhygiene") begünstigt. Dass du als gesunder junger Mann davon befallen wirst, halte ich für unwahrscheinlich.

Trotzdem kann ich deine Sorge verstehen. Ich habe ein FSJ im Patiententransfer der Johanniter Unfall Hilfe abgeleistet. Auch hier wurden wir schlecht bis gar nicht aufgeklärt, stattdessen hat man sich von Seiten der Chefabteilung abfällig darüber geäußert, wenn man als "Arbeiter" wegen der mangelnden Hygieneausrüstung in den Autos gemeckert hat. Das war wirklich nervig und teilweise auch sehr nervenaufreibend, vor allem weil ich zu dem Zeitpunkt auch nicht gerade ein starkes Immunsystem hatte (ich war magersüchtig und hatte einen chronischen Harnwegsinfekt).

Meinen Recherchen zufolge werden die Sicherheitsmaßnahmen in den USA noch wesentlich lascher gehandhabt als es hier in Deutschland der Fall ist. Dafür musste ich mit Erschrecken feststellen, dass auch die Zahl der Neuinfizierungen wesentlich größer ist als hierzulande.

Trotzdem: Mach dir keine Sorgen! Ich wüsste von keinem Zivi oder FSJler, der sich in den neun Monaten mit MRSA angesteckt hat! ;-)

Versuch einfach dich so gut es geht zu schützen (regelmäßige Händedesinfektion, Mundschütz etc.), aber ich denke nicht, dass es einen Grund gibt dir Sorgen zu machen.

Wenn dir dabei wohler ist, kannst du ja auch etwas für dein Immunsystem tun, um deine Abwehr zu stärken. Dazu gehören viel Obst und Gemüse, genügend Flüssigkeit (vor allem Wasser), ausreichend Bewegung an der frischen Luft und ggf. eine "Darmsanierung". Die ist allerdings erst notwendig, wenn du merkst, dass du oft krank wirst. Diesbezüglich kannst du dich von einem Allgemeinmediziner beraten lassen (oder in der Apotheke einfach nach "Symbioflor" fragen).

Viel Spaß noch beim Zivi!;-D

s?olunxdso


Die Ansteckung wird durch ein geschwächtes Immunsystem (hervorgerufen durch "Überhygiene") begünstigt.

Dass du als gesunder junger Mann davon befallen wirst, halte ich für unwahrscheinlich.

Das stimmt so nicht.

Ich war auch gesund und alt bin ich auch noch nicht und hatte trotzdem eine schwere MRSA-Sepsis.

Mein Immunsystem ist so gut, dass ich in 15 Jahren nur 3 mal eine Erkältung hatte und trotzdem ist es passiert.

Die Sepsis hätte ich allerdings nicht überlebt, wenn ich krank und alt gewesen wäre.

Die schutzmaßnahmen kann ich sagen, werden ab und an relativ lasch gehandhabt..

Das wird fast überall so gemacht.

Deshalb ist die Infektionsrate bei uns in Deutschland auch so hoch.

In den Skandinavischen Ländern ist diese verschwindent klein,

da dort hygienischer gearbeitet wird.

s6oun0dxso


Eine Funktionsschwester meinte zu mir nur lapida "Nja schlimmsten falls kriegst du einen pickel und das wars" ;P

Und dass nur immunschwache personen davon betroffen werden, was ja auch stimmt..

Eben nicht. Da ist sie auf dem Holzweg.

Dieser Schwester würde ich gerne mal begenen um ihr meine Meinung zu sagen.

Sag ihr unbekannterweise einen Gruss von mir und sie sollen sich doch mal gründlicher informieren, bevor sie so einen Stuss verzapft.

Einfach unglaublich wie ahnungslos und unfähig manche Leute sind, die im medizinischen Bereich arbeiten.

Sorry, aber hier werde ich richtig böse.

TJrucks>ter


Wenn du wirklich sicher gehen willst, statte dem Betriebsarzt mal einen Besuch ab. Lass dort einen Abstrich nehmen. Am besten vorne in der Nase. Dort ist das natürliche Reservoir von MRSA und allgemein Staphylokokken. Viele sind gesunde Träger. Gerade in Krankenhäusern sollen in Teilen bis zu 40% Träger des Keims sein. Solltest du wirklich Träger sein, oder gar eine Infektion haben, dann kannst du eine Erradikationstherapie machen.

Ich möchte aber mal drauf hinweisen, dass MRSA ein ganz normaler Staphylokokkus ist. So wie er überall vorkommt. Nur das dieser halt gegen Methicillin resistent ist, und damit gegen alle Beta-lactam-Antibiotika.

s<oun-dso


Gerade in Krankenhäusern sollen in Teilen bis zu 40% Träger des Keims sein.

In Belgien darf man so nicht arbeiten.

Dort werden regelmäßige Kontrollen vom Arbeitgeber durchgeführt.

Bevor man im Krankenhaus arbeiten darf muss man auch MRSA-negativ sein.

Und das ist auch gut so, denn sonst trägt man den Keim von Patient zu Patient.

TWruckgstxer


So ein Quatsch. Wer sich ein bisschen mit Mikrobio auskennt, weiß genau das der Keim nicht einfach so übertragen wird. Und wenn das Krankenhauspersonal sich an die Hygieneregeln hält, gibts auch keinerlei Problem. Was Belgien da scheinbar macht, ist vollkommen übertrieben.

s{oun|dxso


Und wenn das Krankenhauspersonal sich an die Hygieneregeln hält,

Das tut es ja offensichtlich nicht.

Wie sonst ist das zu erklären dass im Jahr bis zu 1500 Menschen Opfer dieses Keims werden.

Dabei halte ich diese Zahl noch für untertrieben.

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