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Infusionen nach Mäusebiss

e{meC30 hat die Diskussion gestartet


Mein Bruder wurde vor einigen Tagen von einer Maus in den linken Zeigefinger gebissen.

Katze hatte Maus in Wohnung gebracht, er wollte sie retten, jetzt liegt er im Spital.

Am nächsten Tag nach dem Mäusebiss, waren am Finger einige Stellen, welche wie Gelsenstiche aussahen, allerdings mit Eitertupfen, dann bekam er 39 Grad Fieber, danach hat ihn seine Freundin ins Spital gebracht. Jetzt bekommt er am Tag mind. 4 Infusionen mit Antibiotika, er konnte gestern den Finger nicht mehr abbiegen, jetzt geht es wieder ein bißchen, allerdings hat er Schmerzen bis zur Achsel, wenn er den Arm haben will geht dies auch nur mit Schmerzen. Er hat auch eine Tetanusspritze bekommen. Wie ich ihn heute besucht habe, habe ich bemerkt das er schon wieder Fieber hat.

Vielleicht wird er morgen operiert, ein Arzt sagt ja, der nächste nein. Keiner sagt was das sein kann. Jetzt fürchte ich mich wegen Tollwut, er kam erst am nächsten Tag nach dem Biss ins Spital, wahrscheinlich wurde er deshalb nicht dagegen geimpft.

Denn bei ausgebrochener Tollwut kann man nicht helfen. Was bitte kann eine Maus übertragen? Angeblich war es eine Feldmaus.

Brauche bitte rasch Hilfe! DANKE

Antworten
HNarry"51x3


Hallo,

ist denn mal eine Blutkultur angelegt worden, um nach bakteriellen Keimen Ausschau zu halten? Parallel zur Infusion einer ungezielten Breitbandantibiose wäre das sicher sinnvoll!

Wenn Dein Bruder von einer deutschen Maus gebissen worden ist, ist Tollwut sehr sehr unwahrscheinlich. Außerdem ist die Inkubationszeit wesentlich länger (> 3 Wochen). Das spontane Fieber deutet eher auf eine bakterielle Infektion hin. Die optimale Behandlung für den auslösenden Erreger sollte mittels Antibiogramm gefunden werden!

Alles Gute für Deinen Bruder!

Viele Grüße,

eTmeM30


Hallo Harry,

danke. Es ist gestern ein Gewebe u. Blut für eine Kultur abgenommen worden.

Mittlerweile bekommt er 8x am Tag Infusionen 2 verschiedene Mittel. Denn 4x war zuwenig er hatte erst wieder 39 Grad Fieber. Es war eine österreichische Maus die ihn gebissen hat.

Das Krankenhaus hat fast eine Woche herumprobiert, bevor sie sich dazu entschlossen haben eine Kultur anzulegen.

Zusätzlich kommt noch hinzu das vor ca. 2 Monaten die Sehne vorne unterhalb vom Knie gerissen ist, er operiert wurde. Jetzt ist er bald auf Reha hoffe er wird vorher noch gesund.

Danke

L.G.

HKarfry51x3


Für österreichische Mäuse gilt das gleiche wie für deutsche! ;-) Wäre es z.B. eine indische Maus gewesen, könnte man evtl. über Tollwut nachdenken, da dort und auch in Teilen Osteuropas diese gefährliche Viruserkrankung noch recht verbreitet ist, während sie hierzulande nahezu ausgerottet ist. Wenn hier einer daran erkrankt, hat er sich in aller Regel während einer Fernreise infiziert.

Bei Patienten, die mit hohem Fieber hospitalisiert werden müssen, sollte eigentlich immer SOFORT eine Blutkultur gemacht und die Pilztiter bestimmt werden. Da die Anzüchtung und Auswertung mindestens 2-3 Tage benötigt, geht sonst eventuell wertvolle Zeit für eine gezielte Behandlung verloren. Ist mir unverständlich, warum das im Krankenhaus, wo alle labortechnischen Möglichkeiten direkt vor Ort sind, nicht sofort veranlasst worden ist!

Deinem Bruder weiterhin gute Besserung!

Viele Grüße,

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