» »

Erkältung kurz nach Cytomegalie-Virus: Wird es reaktiviert?

a9ndox1 hat die Diskussion gestartet


hallo, ich habe mich seit gut 4 monaten mit dem cytomegalie-virus rumgeschlagen. hatte die zeit über striktes alkoholverbot und durfte mich nicht zu sehr körperlich anstrengen. letzte woche wurde mir vom arzt mitgeteilt, dass meine werte nun endlich wieder in ordnung sind und das virus tot sei.

jetzt habe ich mir ein paar tage später eine heftige erkältung eingefangen und habe heute auch zum ersten mal wieder flüssigeren stuhl gehabt (wie während der c-virus geschichte).

jetzt würde ich gerne wissen, ob ich diesen alptraum jetzt gleich nochmal durchleben muss weil der virus wiedergekommen ist durch meine geschwächte abwehr. oder ob ich damit jetzt sogar immer rechnen muss wenn ich mir eine erkältung einfange ???

Antworten
H8ar]ryx513


Hallo,

das Cytomegalie-Virus persistiert nach einer Erstinfektion lebenslang im Körper, es ist also nie wirklich "tot", wird aber bei einem gesunden Menschen durch das Immunsystem gewissermaßen in Schach gehalten. Mit einer Reaktivierung ist normalerweise nur bei Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem (z.B. nach Stammzelltransplantation oder bei HIV) zu rechnen. Liegt bei Dir denn ein derartiges Problem vor? Eine normaler Infekt löst bei einem immunkompetenten Menschen keine CMV-Infektion aus.

Viele Grüße,

a3n}do1


nein so etwas in der art liegt nicht bei mir vor. keiner weiß warum dieses virus solche folgen bei mir hatte.

habe zig negative hiv-,hepatitis ect. tests machen lassen.

scheinbar war mein immunsystem trotzdem schwach genug um an dem virus kaputt zu gehen. weil ich irrsinnige schmerzen hatte sobald ich alkohol getrunken hab und gelb angelaufen bin für tage. außerdem hatte ich knapp 1 jahr lang durchfall, der nach der infektion weg war.

jetzt bei der erkältung kam er heut wieder...

die 4 monate ohne sport und alkohol waren schlimm genug für mich, da beides wichtige bestandteile meines lebens sind. wenn ich jetzt daran denke, dass es immer so weitergehen soll weiß ich nicht ob ich das aushalte.

H+arryO51r3


Eine CMV-Infektion bzw. -Reaktivierung kann sich an verschiedenen Organen manifestieren (meist Lunge und / oder Leber). Wie ich Deinen Zeilen entnehme, handelte es sich bei Dir wohl um eine CMV-Hepatitis. In dem Fall solltest Du allerdings weiterhin strikt auf Alkohol verzichten, zumal Du ziemlich empfindlich darauf zu reagieren scheinst! Oder welche Mengen Alkohol gehören zu Deinem "wichtigen Lebensbestandteil"? Ist die Infektion mit Ganciclovir behandelt worden? Sind weitergehende Untersuchungen hinsichtlich Immunstatus bzw. Immunglobuline durchgeführt worden? Eine CMV-Hepatitis ist bei normalem Immunstatus ziemlich selten.

a@ndYo1


wie gesagt, ich habe keine hepatitis. und ich spreche nicht von unmenegen alkohol aber am wochenende brauche ich einfach etwas (3-4 bier oder ein paar gläser wein/sekt) um wie die meisten anderen besser abschalten bzw. spaß haben zu können.

die infektion wurde mit garnix außer abwarten behandelt... der arzt meint es gäb da nix zuverlässiges an behandlungsmethoden.

immunglobuline hab ich noch nicht einmal gehört.

ich habe gelesen, dass ich bei dem virus auch nix körperlich zu anstrengendes machen darf. meine arbeit ist körperlich anstrengend. und geraucht wird da von allen mitarbeitern im arbeitsbereich auch noch.

und sport wurde mir vom arzt ebenfalls verboten. der punkt wird aber von jedem ignoriert weil sich jeder auf ein mögliches alkoholproblem versteift ;-)

apnd o1


falls mit "Immunglobuline" einfach nur antikörper gemeint waren, so wurden diese bei mir gefunden. auch bei der letzten messung.

aktive viren aber nichtmehr.

H]arry5X13


Doch, Du hattest schon eine Hepatitis, zwar keine vom Typ A-E, sondern eine (atypische) CMV-Hepatitis. "Hepatitis" meint als Oberbegriff lediglich "Leberentzündung", wobei noch nichts über den auslösenden Virustyp gesagt ist.

Dass es zur Behandlung bzw. Eindämmung einer CMV-Infektion nichts Wirksames gibt, ist falsch! Ganciclovir ist ein hochwirksames Virostatikum, chemisch verwandt mit Aciclovir. Um gefährliche Komplikationen insbesondere bei immungeschwächten Menschen zu vermeiden, wird es hier meist frühzeitig eingesetzt. Der frühe Behandlungsbeginn (in der Regel intravenös) ist für den Erfolg entscheidend. Allerdings hat Ganciclovir auch stärkere Nebenwirkungen als Aciclovir, vielleicht wollte Dein Arzt es nach Risiko-Nutzen-Abwägung deshalb nicht einsetzen?

Immunglobuline sind Eiweißstoffe, die der Köper zur Abwehr fremder Substanzen (Bakterien, Viren, Parasiten) bildet. Es gibt abhängig vom Wirkungsort verschiedene Klassen (A,D,E,G,M). Sind die Ig-Werte erniedrigt, besteht i.Allg. eine erhöhte Infektionsgefährdung. Die Werte würden zusammen mit einer Differenzierung der Lymphozyten (T-Zellen, NK-Zellen, B-Zellen usw.) Auskunft über die Funktionsfähigkeit Deines spezifischen Immunsystems geben. Übermäßiger Alkoholgenuss kann das Immunsystem ebenso schwächen wie Extremsport!

abndo#1


dann müsste ich wohl mal einen richtigen arzt fragen ob es für mich besser wäre etwas für das immunsystem oder gegen das cm-virus nehmen sollte. oder gar beides?

könnt ihr mir bitte sagen zu welcher art von arzt ich damit am besten gehen soll? mein hausarzt bringt wirklich nix in der hinsicht. er sagt generell nein zu medikamenten und verschweigt mir so gut wie alles.

ich lese hier allein schon 20 begriffe von denen ich noch garnichts gehört habe.

das geht so nicht weiter!

vielen dank schonmal soweit.

Hwar&ry51x3


Ja, das scheint mir auch so! Viele Hausärzte sind bei etwas komplizierteren, nicht alltäglichen Problemen schnell überfordert. Außerdem haben sie auch immer ihr Budget im Blick, weshalb sie bei Kassenpatienten viele evtl. nützliche Diagnoseverfahren oder Medikamente aus Kostengründen ablehnen. Von dem wirksamen Medikament Ganciclovir, was ich oben erwähnt habe, gibt es wegen eines noch bestehenden Patentschutzes noch keine Generika (Nachahmer-Produkte), darum ist es noch relativ teuer...ein Hausarzt verschreibt so was dann nicht, weil er Angst um sein Budget hat. Also, bei einer CMV-Hepatitis würde ich zumindest immer einen erfahrenen Internisten konsultieren. Ich selbst z.B. bin wegen einer anderen Geschichte schon langfristig in einer Uniklinik in Behandlung und bekomme dort (falls medizinisch notwendig) auch teure Medikamente verschrieben. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied gegenüber einer "Hausarztbehandlung".

Wenn das CM-Virus jetzt wieder stumm ist, brauchst Du dagegen nichts mehr einzunehmen. Bedenken sollte man aber, dass so eine CMV-Infektion /-Reaktivierung nicht einfach so daher kommt wie ein Schnupfen. Solltest Du also zukünftig weiterhin übermäßig infektanfällig sein, wäre eine gründliche Labordiagnostik des Immunsystems schon nicht verkehrt. Ein kompetenter Internist sollte dies durchführen und Dich auch entsprechend aufklären können, u.U. kannst Du auch zu einem Hämatologen / Immunologen gehen.

aEndxo1


ganz genau, mein arzt heult mir auch jedes mal ordentlich die ohren voll wie schlecht es ja finanziell geworden wäre. das mag zwar sein, aber dann soll er mich doch wenigstens an einen anderen arzt weiterleiten und nicht meine gesundheit aufs spiel setzen weil er nicht viel ausgeben will/kann.

bei demselben arzt habe ich mich auch gegen grippe impfen lassen, genau an dem tag gingen meine ersten halsschmerzen los. die impung fand 2 tage nachdem mir die wieder guten ergebnisse des cmv tests mitgeteilt wurden statt.

es könnte ja sein, dass ich die erkältung von der impfung bekommen habe?

die größten sorgen mache ich mir wegen des wiederkehrenden durchfalls... den hatte ich nämlich bis kurz vor ende der cmv-infektion knapp ein jahr lang. und jetzt ist er wieder da.

danke, ich werde dann nach einem geeigneten arzt suchen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Infektionen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

EBV und Pfeiffer'sches Drüsen­fieber · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH