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Sepsis (Bakterielle Bluvergiftung) bei Kleinkind. Wer weiss Rat?

SGabinxe67 hat die Diskussion gestartet


Hallo und ein gesundes neues Jahr!!!

Ich hoffe meines wird dieses Jahr besser...

Ich lag vom 21.12.08 bis 31.12.08 in der Kinderklinik mit meinem 14 Monate alten Sohn.... Er wurde eingewiesen wegen einer schweren Bronchitis mit angehender beidseitiger Lungenentzündung.... Er wurde bis zum 23.12.08 mit Cortison behandelt und dann der Rückfall.... Er bekam hohes Fieber und dann wurde er mit Novalgin behandelt was das Fieber senken sollte... Dann bekam er violett farbende Flecken am ganzen Körper... So und darauf diagnostierste der Arzt auch noch eine Sepsis worauf er mit Antibotika behandelt wurde... Meine Frage nun, da ich Angst habe nochmal son Ding durchzumachen... Wie lange ist er nun durch das Antibotika geschützt? Wer hat soetwas auch schon mal mitgemacht? Kann man dieses auch durch einen Heilpraktiker heilen lassen?

Danke und lieben Gruß, Sabine

Antworten
F)riedaBlina


Solch eine akute und auch lebensbedrohliche Erkrankung würde ich niemalseinem Heilpraktiker überlassen.

Muss der Kleine das Antibiotikum noch weiter nehmen?Wenn ja,dann dieses unbedingt tun,damit auch wirklich alle bakteriellen Keime erwischt werden.

Eine vorbeigende Funktion hat ein Antibiotikum nicht.

Einen Heilpraktiker kannst du einschalten um Ratschläge zu bekommen wie du das Immunsystem deines Sohnes zu stärken kannst.

Ich wünsche dem Kleinen und dir ein Gutes und gesundes Neues Jahr!:)*

SUa&binXe67


Danke @ Friedalina

Nein, Antibiotika hat er im Krankenhaus 7 Tage lang über die Vene gespritzt bekommen.... Die Werte waren sehr hoch um dieses mit Tabletten in den Griff bekommen zu können Normalwerte liegen bei 30 oder 40 aber bei Ihm lagen sie bei 10.000 und ich denke wir haben Glück gehabt, dass er heute noch da ist, so wie der Arzt sich im KH ausgedrückt hatte... Stimmt das wirklich ??? ?

D?inOoF2000


Ja, eine Sepsis ist lebensgefährlich und muß sofort behandelt werden. Je früher desto größer die Überlebenschancen. Finger weg vom Heilpraktiker. Das gehört in die Hände der Schulmedizin. Ich freue mich sehr, dass es deinem Sohn wieder gut geht. Alles Gute auch weiterhin für euch beide.

HGarryi51x3


Hallo Sabine,

tut mir leid, was mit Deinem Sohn passiert ist! Ich denke aber, dass er jetzt über den Berg ist!

Er wurde bis zum 23.12.08 mit Cortison behandelt und dann der Rückfall

Warum wurde er mit Cortison behandelt? Bei einer bakteriellen Entzündung darf niemals mit Cortison behandelt werden...das war vermutlich ein schwerer Fehler! Cortison wirkt immunsuppressiv und hat somit die Entstehung der Sepsis sehr wahrscheinlich begünstigt! Weißt Du zufällig, welcher Erreger in der Blutkultur nachgewiesen wurde?

Meine Frage nun, da ich Angst habe nochmal son Ding durchzumachen... Wie lange ist er nun durch das Antibotika geschützt?

Durch das Antibiotikum ist Dein Sohn nur so lange geschützt wie es ihm verabreicht wird. Nach Absetzen des Medikamentes erlischt der Schutz sofort wieder. Wenn er es lange genug bekommen hat (bei Sepsis mindestens 10-15 Tage), er jetzt symptomfrei ist, CRP, Blutsenkung, Leukozyten usw. in Ordnung sind, kann es wieder abgesetzt werden. Ob noch eine längerfristige Prophylaxe mit einem Breitbandantibiotikum notwendig oder sinnvoll ist, muss der Arzt entscheiden, z.B. in Abhängigkeit vom Immunstatus.

Kann man dieses auch durch einen Heilpraktiker heilen lassen?

Nein, das kann man definitiv nicht!

Die Werte waren sehr hoch um dieses mit Tabletten in den Griff bekommen zu können Normalwerte liegen bei 30 oder 40 aber bei Ihm lagen sie bei 10.000 und ich denke wir haben Glück gehabt, dass er heute noch da ist, so wie der Arzt sich im KH ausgedrückt hatte... Stimmt das wirklich ??? ?

Welcher Wert lag bei 10.000? Es ist normal, dass bei einer Sepsis die Antibiosen intravenös verabreicht werden. Meist wird mit einer oder mehreren Breitbandantibiosen gleichzeitig begonnen, nach Vorliegen des Erregernachweises (z.B. durch Blutkultur), werden spezielle Antibiosen eingesetzt, auf denen der Erreger besonders empfindlich reagiert.

Ja, eine Sepsis kann insbesondere bei Kleinkindern und älteren Menschen besonders gefährlich sein.

@ Friedalina

Eine vorbeigende Funktion hat ein Antibiotikum nicht.

Antibiotika haben sehr wohl eine vorbeugende Wirkung, wenn man sie denn konsequent einnimmt!

Einen Heilpraktiker kannst du einschalten um Ratschläge zu bekommen wie du das Immunsystem deines Sohnes zu stärken kannst.

Ein 14 Monate altes Kind hat von Natur aus kein "fertiges", ausgebildetes Immunsystem...daran kann auch der Heilpraktiker nichts ändern!

Frohes Neues Jahr und

viele Grüße,

S!abin+ex67


Also die Werte waren von Bakterien genannt die im Blutkreislauf vorhanden waren, ich weiss schon gar nichts mehr.... Alle Werte waren nicht i.O und wie man diese nennt weiss ich auch nicht.... Er hat mehre Antibiotika bekommen und die letzten hat er gestern bekommen (7 Tage)....Das Cortison hat er bekommen um die Lunge und Bronchen vergrößern zu können um besser abzuhusten.... Er bekam dann aber Schüttelfrost und das Fieber lies sich nicht mehr senken, es lag bei 41° innerhalb von 3 Stunden kamen diese Flecken am ganzen Körper... Darauf reagiert der Arzt auch gleich mit vielen Antibiotikas...

Hier einige Werte vielleicht kann mir ja da einer mehr Auskunft geben

Leukoz.13,87

Hb........7,2

Thromboz.338

CRP29,3

JL6>10.000 ich denke von diesen ist die Rede gewesen

Das Labor hat nicht rausfinden können um was für ein Erreger es sich gehandelt hatte

War es jetzt vom Arzt fahrlässig meinem Kleinen das Antibiotika nur 7 Tage zu verabreichen ??? Ich habe echt Angst, dass wieder etwas kommt....

Lieben Gruß

Huarr&y513


Er hat mehre Antibiotika bekommen und die letzten hat er gestern bekommen (7 Tage)....Das Cortison hat er bekommen um die Lunge und Bronchen vergrößern zu können um besser abzuhusten

Nur 7 Tage halte ich für etwas kurz bei einer Septikämie! Wenn nicht eindeutig ein autoimmunologische Ursache für die Entzündung vorlag, muss man die Cortison-Therapie schon fast als grob fahrlässig bezeichnen. Es gibt auch andere bronchienerweiternde Medikamente, die nicht auf Kosten der Immunfunktionen gehen, z.B. Beta-2-Sympathomimetika, sofern keine Kontraindikationen vorliegen.

Aber ich kenne den Fall nun auch nicht im einzelnen, weshalb ich mich auch nicht weiter dazu im Detail äußern kann.

S!aWbin[e67


Bis jetzt geht es Ihm ja auch wieder etwas besser, nun hat er aber am ganzen Körper rote Flecken, wo die Ärzte sich nun auch nicht sicher sind, ob es nun auch noch Windpocken sind, obwohl er dagegen geimpft wurde... Im Grunde bin ich völlig im Dunkeln stehen gelassen.... Kann es trotzdem vorkommen ??? Man, ich weiß im Grunde nichts, 10 Ärtze und 10 verschiedene Meinungen und Behandlungstherapien... Der eine sagt Antibiotika 10 Tage, der andere sagt 7 Tage sind ausreichend und ein nächster sagt nichts mehr und schweigt vor sich hin und ist sich dabei unsicher...

e*fga5stxe


Das Problem war, glaube ich, daß die Infektion von Anfang an sehr stark war (ich liege auch gerade mit einer außergewöhnlich starken Infektion im Bett), und sie vom ersten behandelnden Arzt (einfach weil man es von außen nicht so gut wissen kann) unterschätzt wurde. Kortison unterdrückt die Immunabwehr, sodaß die Erreger leichteres Spiel bekommen. Novalgin unterdrückt auch die Abwehrreaktion, sodaß der Erreger gewinnen mußte. Leider sind Antibiotika nicht mehr immer bei bedrohlichen Erkrankungen wirksam (Resistenz), sodaß man sie inzwischen vorsichtiger einsetzt. P.S. Ein Heilpraktiker muß genau diese Grenze, wo es mit oder ohne Antibiotika, bzw. wann man einen Arzt braucht, der AB einsetzen kann, einzuschätzen wissen. Es gibt halt überall auch die Möglichkeit, an die falsche Adresse zu kommen. Ich kann den Krankheitsverlauf deines Sohnes genau nachvollziehen. Da war 2x eine ziemlich falsche Entscheidung am Krankenbett. (Sofort Antibiotika, oder jedenfalls keine Therapie, die Immunsupressiv wirkt, ohne die Abwehr zu stärken/AB zu geben, verordnen).

Wenn ich so krank bin, daß ich unbedingt Schmerzmittel benötige, muß ich auch berücksichtigen, daß ich dann meine Abwehr unterstützen muß. Die letzten 8 Wochen hatte ich persönlich 2 x die Situation, daß ich es ohne Schmerzmittel nicht ausgehalten hätte, die Möglichkeiten meiner natürlichen Abwehr dann aber etwas überfordert waren.

SXabinVe67


Ich denke auch, dass der Kinderarzt vielleicht schon hätte früher Reagieren müssen, da die Lunge von Sohn schon eine Woche davor pfiff und er auch beim Husten ewig erbrochen hatte.... Ich bin 2mal mit Ihm beim Kinderarzt gewesen und ewig wurden wir mit Hustensaft und einem Inhaliergerät abgefertigt... Er gab mir Antibiotika mit und meinte, wenn es schlimmer wird sollte Er dieses nehmen... Ich fuhr aber dann doch schließlich in die Klinik, denn wer gibt seinen Kind schon eigenhändig dieses Zeug.... Woher sollte ich auch wissen, ob es das Richtige gewesen wäre ??? Ich fühlte mich dann doch besser im Kh aufgehoben und selbst da machten dann doch die Ärzte den Fehler und gaben Ihn Kortison und die Krankenschwester Novalgin..... Es war eine Nacht die ich in meinem Leben nie vergessen werde... Plötzlicher Schüttelfrost mit einem Fieberanstieg der Enorm schnell war... Ich versuchte der Krankenschwester klar zumachen, dass ich sofort einen Arzt hier haben möchte, diese mir aber die Aussage gab.... Was soll er denn jetzt schon groß machen... Ich bestand aber trotzdem drauf und ich denke es hat meinem Kleinen das Leben gerettet, denn der Arzt reagierte sofort und verabreichte Antibiotika gegen verschiedene Krankheitsbilder... Er bekam es gegen die Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Mittelohrentzündung, Magen-Darm und der Blutvergiftung.... Sie haben dann gestern mich und meinen Sohn entlassen, wer weiss wie es jetzt weiter gehen sollte ??? Ich habe einen Brief für den Kinderarzt in kurzform erhalten, der richtige Brief folgt noch.... Würde gern evt. auch den Kinderarzt wechseln wollen, wie soll ich denn überhaupt noch vertrauen ???

Wie würdet Ihr weiter vorgehen ???

Bitte helft mir, ich bin völlig fertig und möchte dieses nicht noch einmal durchstehen müssen

esfgavste


Du machst Dir zuviele Sorgen (kann nicht mitreden, da ich noch kein eigenes Kind habe). Kann dir von außen jetzt auch nicht genau sagen, wo da was schiefgelaufen ist, allerdings zeigt dein Beispiel hier, daß man eigentlich von chem. Mitteln etwas wissen sollte, wenn man sie in Kombination mit schweren Krankheitssymptomen anwendet (nicht nur: Indikation, sondern auch Wirkung. Vielleicht ist die Vorsicht vor AB einfach nicht im richtigen Maß, sondern übertrieben vorhanden.

Eigentlich bin ich gegen Antibiotika, da zwar der Erreger, nicht aber die Verschlackung, die zur Krankheit führt, bekämpft wird. Aber man muß einfach auch den zu sehr die Abwehrmöglichkeit übertreffenden Erreger sehen, und auch wenn man gesund ist, kann das in bestimmten Situationen einen treffen.

HQarrMyx513


Bis jetzt geht es Ihm ja auch wieder etwas besser, nun hat er aber am ganzen Körper rote Flecken, wo die Ärzte sich nun auch nicht sicher sind, ob es nun auch noch Windpocken sind, obwohl er dagegen geimpft wurde...

Windpocken halte ich eher für unwahrscheinlich in diesem Zusammenhang...die manifestieren sich recht schnell in einem bläschenartigen Ausschlag. Rote Flecken zeigen sich sehr häufig bei einer Septikämie, z.B. bei einer systemischen Infektion mit Pneumokokken. Insofern ist das noch nichts Ungewöhnliches...allerdings sollten die Flecken nach erfolgreicher Therapie wieder verschwinden.

Ist das Interleukin-6 (IL-6) denn wieder im Normbereich? Wenn es tatsächlich bei 10.000 pg/ml lag, wäre das ja sehr sehr hoch gewesen.

Ich denke auch, dass der Kinderarzt vielleicht schon hätte früher Reagieren müssen, da die Lunge von Sohn schon eine Woche davor pfiff und er auch beim Husten ewig erbrochen hatte.... Ich bin 2mal mit Ihm beim Kinderarzt gewesen und ewig wurden wir mit Hustensaft und einem Inhaliergerät abgefertigt... Er gab mir Antibiotika mit und meinte, wenn es schlimmer wird sollte Er dieses nehmen

So wie Du es beschreibst, hat der Kinderarzt ja im Grunde überhaupt nicht reagiert! Bei begründetem Verdacht auf eine bakterielle Pneumonie hätte er weitere Untersuchungen veranlassen müssen. Sind nach verdächtigem Auskultationsbefund z.B. frühzeitig ein Thorax-Röntgen oder spezifische Laboruntersuchungen durchgeführt worden? Bei positiven Befunden hätte sofort ein AB-Therapie eingeleitet werden müssen. Der Mutter die Entscheidung zu überlassen, ab wann der Einsatz eines Antibiotikums indiziert ist, hat wirklich nichts mit ärztlicher Sorgfaltspflicht zu tun. Für mich wäre das schon ein Grund, den Kinderarzt zu wechseln. Aber letztendlich musst Du es für Dich entscheiden, ob Du Dich dort mit Deinem Sohn noch gut aufgehoben fühlst...

S6abi ne67


@ efgaste:

Sicher mache ich mir Sorgen, ich denke jeder normale Mensch der Kinder hat macht sich Sorgen und zumal er noch sehr klein ist... Ich denke mal nicht, dass die Reaktion falsch ist... Finde Deine Aussage doch sehr unpassend, sorry!!!

@ Harry513 Es wurde eine Röntgenaufnahme gemacht, wobei ersichtlich wurde, dass die Lunge beidseitig angegriffen war... Daraufhin wurde mit Cortison behandelt, woher sollte ich Wissen, dass genau dieses falsch war ??? Schließlich wurde er vom Chefarzt untersucht....

Nach genau 2 Tagen wurde endlich ein großes Blutbild gemacht, nachdem mein Kleiner wirklich nicht mehr konnte... Er schien völlig abwesend, Schüttelfrost, hohes Fieber, diese rote Flecken....

Ja diese IL-6 Werte sind wieder bei unter 50.... Die Ärzte sagten auch, dass diese Werte wirklich sehr hoch sind und dieses sehr selten vorkommt... Hat mich aber nicht beruhigen können....

Ich denke im KH wurden mehr Fehler gemacht als Reagiert wurde

Lieben Gruß

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