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Angebliche Schweinegrippe war behandelbare Lungenentzündung

l]inkeS`oUcke6x2 hat die Diskussion gestartet


Mein Sohn (24) hatte seit zwei Tagen hohes Fieber und Husten, als er damit seine Hausärztin aufsuchte. Keine Halschmerzen, keine Gliederschmerzen, keine Auslandsaufenthalte, keine größeren Menschenmengen aufgesucht und keine bewussten Schweinegrippenkontakte gehabt.

Die Hausärztin diagnostizierte "Schweinegrippe" ohne ihn auch nur näher angesehen zu haben. Keine Blutentnahme, kein Abstrich, keine Temperaturmessung, nichts. Da die Symptome älter als zwei Tage wären, bräuchte er auch kein Tamiflu mehr, das würde eh nicht mehr helfen. Also ab nach Hause in die Quarantäne und von alleine gesund werden.

Abends ging's ihm richtig dreckig. Dass er bereits zwei mal in seinem Leben eine Lungenentzündung hatte, wusste die Ärztin. Ich bin dann abends noch mit ihm in eine Klinik. Die haben ihn mit Mundschutz versehen und dann dort in einem isolierten Bereich erstmals untersucht. Bei der Röntgenuntersuchung ist eine doppelseitige Lungenentzündung herausgekommen. Die erhöhten Entzündungsparameter im Blut sprachen für eine bakterielle Ursache. Man hat ihm angeboten zu bleiben. Das hat er abgelehnt. Dann haben sie ihm zwei verschiedene Antibiotika mitgegeben. Mittlerweile sind 5 Tage vergangen. Sein Fieber ist weg, er hustet noch, aber es geht ihm wieder gut. Wir haben am Tag nach der ungesicherten Diagnose "Schweinegrippe" versucht, die Krankmeldung in eine wegen Lungenentzündung umzutauschen, aber da haben wir dann erfahren, was es bedeutet, wenn die Maschinerie meldepflichtige Erkrankung und Gesundheitsamt einmal im Gang ist. Die Ärztin meinte, das könne sie nicht zurücknehmen, außerdem könne man ja auch beides haben. Worauf sie ihre Diagnose gestützt hat, hat sie mir nicht verraten. Auch hatte sie kein schlechtes Gewissen wegen der unbehandelten, übersehenen Lungenentzündung. Die Konsequenzen für uns als Familie waren nicht so dolle. Wir sind Kontaktpersonen, ich als Krankenschwester darf zwar arbeiten, aber nur "patientenferne Tätigkeiten ausüben", wie auch immer das gehen soll......Ach, noch was: hätten wir den Verdacht ausräumen wollen, dass es eine SG ist, hätten wir das über den Abstrich selbstverständlich tun können, aber auf eigene Rechnung: 149.-€, denn es hätte ja keine therapeutischen Konsequenzen und mein Sohn ist kein Risikopatient, nicht chronisch krank, nicht schwanger, nicht frisch transplantiert.

Mittlerweile stelle ich mir mehrere Fragen:

1. wieviel unbehandelte stinknormale Lungenentzündungen wird es diesen Winter geben?

2. wie viele davon führen zum Tod?

3. wieviel Prozent der jetzt angeblich in die Höhe geschossenen Schweinegrippenfälle sind gar keine? Da die Tests so teuer sind, werden sie ja kaum gemacht.

4. Wie kann man als niedergelassener Arzt besser Geld sparen? Ein Schweinegrippenkranker mit Symptomen, die älter als zwei Tage sind, braucht ja noch nicht mal Tamiflu. Keine Diagnostik, keine Therapie. Da kann man das Budget kräftig schonen!

Mir können alle mal den Buckel runterrutschen mit ihrer Panikmache.

Und euch ein Tipp: vielleicht habt ihr die Schweinegrippe, vielleicht nicht. Wenn sie bei euch auch zu geizig sind für nen Abstrich, lasst euch wenigstens röntgen und Blut abnehmen, besteht darauf, untersucht zu werden, lasst euch nicht auch aus drei Metern Entfernung eine Diagnose draufstempeln, lasst wenigstens ausschließen, dass es eine fette Bronchitis oder Lungenentzündung ist, die man sehr wohl mit Antibiotika behandeln kann. Wir leben im 21. Jahrhundert, da muss man nicht mehr mit ner unbehandelten Lungenentzündung durch die Gegend laufen!

Antworten
LMadvyJ=PS


Kannst du das nicht der Ärztekammer melden?

oder mal beim Gesundseitsamt mal persönlich vorstellig werden mit dem Fall?

Ich würde denen den Fall schildern und mich bei Ärztekammer und Gesundheitsamt über die Inkompetenz der Ärztin beschweren, ich meine, wie bitte kann man ne Lungenentzündung übersehen?

Das geht so nicht, es muss doch verhindert werden, dass sich so etwas wiederholt.

Ich würde da allerdings versuchen sachlich ranzugehen, denen schildern wie es deinem Sohn ging, was die Ärztin getan hat und was das für Konsequenzen das für dich hat.

luinkeSopcke6x2


mit dem Gesundheitsamt habe ich geredet. Die wissen, wie das gelaufen ist. Und die stellen sich auch auf den Standpunkt: man kann eine Schweinegrippe auch ohne aufwändige Diagnostik feststellen. Ansonsten gilt da wohl auch, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. Und alle haben sie Angst vor den Kosten. Weißt du, mir wird nur immer ganz anders, wenn ich zum Beispiel, wie heute in der TAZ lese: 180 000 Schweinegrippefälle in der Ukraine. Soll ich wirklich glauben, dass die da 180 000 gesicherte Fälle haben? Das wären nach meiner Rechnung alleine ungefähr 27 Mio Euro nur für Diagnostik. Ich glaub das ehrlich gesagt nicht.

Was wäre gewesen, wenn mein Sohn daran gestorben wäre? Wäre er dann einer der offiziellen Schweinegrippetoten gewesen? Ohne Test? Oder hätten sie ihm den wenigstens posthum spendiert? Welcher Statistik glauben wir überhaupt noch?

L7adyJPxS


ich muss sagen, dass mich sowas echt sprachlos macht.

und wenn denen schweinegrippetests zu teuer sind, sollen sie wenigstens andere krankheiten ausschließen.

es hätte doch auch schon was gebracht, wen die ärztin deinen sohn mal abgehorcht hätte, dann hätte sie zumindest den verdacht auf ne lungenentzündung bekommen können.

und wenn dann noch überall weiterhin rumerzählt wird, wir hätten bereits eine tote ohne vorerkrankeungen, wird mir auch schlecht, erst gestern habe ich einen artikel gelesen, dass sie leberkrank war und noch was mit der lunge hatte

lkinkeSoocke]62


ja, und wieviel unbestätigter Blödsinn da geredet wird, ist mir erst jetzt aufgefallen. Unterlassene Hilfeleistung im Namen der Schweinegrippe. Und je mehr Tote es gibt, desto weniger hakt die Öffentlichkeit nach, ob da was verschlampt worden ist, ob der Tod im jeweiligen Fall verhinderbar gewesen wäre oder nicht. Mit der Diagnose kannst du jeden ungestraft krepieren lassen. Ich werde unsachlich. Aber ich habe mich wirklich schrecklich geärgert und tue es im Grunde genommen immer noch. Weil sie meinen Sohn ohne Therapie heimgeschickt hat, weil wir grundlos Hausarrest haben, weil so vielen Leuten so eine Angst gemacht wird ohne dass die berechtigt ist. Langsam glaube ich wirklich an den langen Arm der Pharmalobby

L@adyxJPS


da kann ich dir nur noch ohne weiteres kommentar zustimmen.

Ich wünsche dir, dass es deinem Sohn schnell besser geht und eure Einschränkungen bald vorbei sind!

Sgt|e:ph-Boountxy


Ich bin entsetzt! Aber ich freue mich, dass es Deinem Sohn wieder besser geht!!

Puh - mein Vertrauen in die Hausärztin wäre mit einem Mal extrem gesunken...... :=o :=o :=o

E+rnd(beexre23


Auch ich bin sprachlos....ich dachte immer, wenn man zum Arzt geht, wird direkt dieser Abstrich gemacht.....und bin auch davon ausgegangen, dass er bei den Diagnosen die so gemeldet werden auch erfolgt ist.......das ist ja echt eine Sauerei!

Wobei: Vor 6 Wochen, als das alles noch nicht so dolle hier war mit der Schweinegrippe und nur die da waren, die im Ausland angesteckt wurden, hab ich über Nacht hohes Fieber, wahnsinnige Halsschmerzen, Husten, Gliederschmerzen usw bekommen. Bin zum Arzt, wo ich gleich im vollen Wartezimmer neben eine schwangere Frau gesetzt wurde (obwohl ich meine Symptome geschildert hatte).

Da wurde auch kein Test gemacht, es hieß ich habe halt grippe, zudem stellte sich obendrauf nach einigen tagen auch eine bakterielle halsentzündung ein. Ich war 4 Wochen lang irgendwie im eimer, keine ahnung, ob es evtl schweinegrippe war...? ist ja auch ziemlich wurst, wenn man dann auch nichts anders macht. darum lass ich mich jetzt auch nicht mehr verrückt machen....LG

l,in)keBSocke6x2


@ Erdbeere23

ja, wäre schon interessant zu erfahren, was das war bei dir. Aber da tappten und tappen sehr viele im Dunklen denke ich. Und so weiß auch kaum einer: hatte ich es, hatte ich es nicht. Soll ich mich impfen lassen?

Aber frag mal die Ärzte: die vom Gesundheitsamt hat mir tatsächlich gesagt, aber selbstverständlich müsse mein Sohn sich in vier Wochen nach Möglichkeit impfen lassen, denn eine durchgemachte SG sei keine Garantie dafür, dass man sie nicht noch mal kriegen würde, da sei eine Impfung auf jeden Fall wichtig. Ich glaube, die glaubt das selber. Oder sie hat auch ne Aktienbeteiligung an der Pharmaindustrie, die den Scheiß auf den Markt wirft

w%mt*onMi


Ich lese immer Schweinegrippe Schweinegrippe , Schweinegrippe , durch die Medien geistert Schweinegrippe , Schweinegrippe usw , man solle sich impfen lassen usw .

doch anscheinend wissen noch nicht einmal die Ärzte wie sich der Erreger auswirkt und welche Symptome man bekommt , wenn man sich infiziert hat .

wenn man einschläge Internetseiten befragt , bekommt man Antworten über die verbreitung , ursprünglich von Mexico über die USA , das es verwandt sein soll mit der Vogelgrippe , aber das beantwortet nicht meine Frage !

wenn ich Schnupfen habe , läuft mir die Nase

wenn ich Husten habe , muss ich husten

wenn ich mir den Magen verdorben habe , bekomme ich Durchfall

wenn ich Schweinegrippe habe ... bekomme ich Schweine oder was ?

genau das ist der Knackpunkt dieser Krankheit , jeder redet davon , aber keiner weiss was es ist !

Ewrdb"ee1re2x3


@ linke socke:

Ich find es auch echt sehr sehr interessant, dass die Fälle ohne Nachweis melden dürfen...das hätte ich nie gedacht und es macht das Ganze sehr diffus...

Mit der Impfung- na ja, für mich wirds keine geben. Ist mir alles zu durcheinander und obwohl ich im Krankenhaus arbeite, möchte ich keine Impfung- wenn die schweinegrippe in 3 Wochen eine änderung durchläuft, kann man die doch eh trotdem wieder kriegen...

@ wmtoni:

na ja, du bekommst quasi fast das gleiche wie bei "normaler" grippe, nur dass es ein anderer keim ist...was du bekommst, wird doch relativ klar gesagt: Hohes Fieber und Erkältungssymptome, starke Halsschmerzen, Husten, Gliederschmerzen...wie bei Grippe eben. Darum schwer zu unterscheiden...

LG

Satepho-BouFnDtxy


Interessant ist ja, dass die Tussi auf dem Gesundheitsamt trotz erwiesener Lungenentzündung noch immer von der Schweinegrippe ausgeht ;-D ;-D ;-D ("....aber selbstverständlich müsse mein Sohn sich in vier Wochen nach Möglichkeit impfen lassen, denn eine durchgemachte SG sei keine Garantie dafür, dass man sie nicht noch mal kriegen würde, da sei eine Impfung auf jeden Fall wichtig. ")

Spricht von einem IQ wie ein Brot.... (Entschuldigung Brot.... ]:D)

w;mtHoni


na ja, du bekommst quasi fast das gleiche wie bei "normaler" grippe, nur dass es ein anderer keim ist...was du bekommst, wird doch relativ klar gesagt:......

Sorry , aber da MUSS ich wiedersprechen , denn ich hätte ansonsten nicht das Thema aufgegriffen und mich etwas angesäuert darüber geäussert .

In den Medien , also TV und Radio , sowie auch auf Wikipedia wird nur über Impfung , Ursache , Chemiche Zusammensetzung gelabert , aber nicht wirklich benannt wie sich das auswirkt .

genauso vermute ich , das einige Menschen überhaupt nicht wissen ob es nun eine Erkältung oder eine Grippe ist , von Schweinegrippe überhaupt nicht zu reden .

Bei uns auf der Arbeisstelle hängen auch Plakate "Selbstverteidigung gegen Grippe " auch dort wird nur von Schutzmassnahmen gesprochen , sowie auf welchem Wege sich die Krankheit überträgt , aber auch kein Wort über den Krankheitsverlauf .

Dann werde ich mal zum Arzt gehen ....denn ich denke das ich mich etwas erkältet habe .

Seit einer Sportgrossveranstaltung ( ca 150 Mann , Hallensport ) vor rund 3 Wochen an der ich aktiv teilgenommen habe , habe ich leichtes Fieber , alle Knochen tun mir weh , habe etwas Husten und Halsschmerzen .

bmalduxin5x6


Gestern habe ich Schüttelfrost, Fieber und dazu leichten Husten bekommen. Fieber stieg in wenigen STunden auf 40,2 angestiegen ist. Nach Information des Hausarztes Visite zu Hause mit üblichen Untersuchungen (Blutdruck, Sauerstoffgehalt des Blutes, Abhören der Lunge). Paracetamol, Gelormyrtol, hohe Flüssigkeitszufuhr und Wadenwickel wurden empfohlen und Gang ins Krankenhaus, wenn das Fieber nachats auf 41° ansteigen sollte, damit man dort eine Infusion verabreicht. Heute Morgen kam er nochmals, um Blut abzunehmen und einen Abstrich zu machen. Das Ergebnis, ob Schweinegrippe oder bakterieller Infekt erfahre ich am Spätnachmittag.

Heute geht es mir deutlich besser als gestern, das Fieber schwankt zwischen 38 und 39° ohne dass ich tagsüber Tabletten genommen habe.

Ich bin zwar Privatpatient, aber ich schätze meinen HA so ein, dass er bei Kassenpatienten nicht weniger gründlich an die Sache rangehen würde. Ein Familienmitglied hat die Schweingegrippe vor 3 Wochen gehabt mit folgendem bakteriellen Infekt, d.h. zuerst Tamiflu und dann Antibiotikum. Das Fieber war erst nach 2 1/2 Wochen verschwunden.

cxaj


Na dann wünsche ich Dir eine gute Besserung :)*

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