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Sepsis und künstliches Koma

R$emux-la


Hallo muschelpaket! :°_

Raten und erklären kann ich dir leider nichts, denke aber an dich und deine Mama! Wie alt ist sie denn (ich hoffe ich habs nicht überlesen)? War sie vor dieser Sepsis in gutem Allgemeinzustand, körperlich fit und so?

mFaziax2


@ muschelpaket

ja, diese 6 Wochen waren wirklich ganz schrecklich.

Nachdem ihr Gallenflüssigkeit und Darminhalt in den Bauchraum ausgetreten sind mußte sie notoperiert werden, wobei der Ausdruck Not OP das gar nicht wiedergeben kann was sie an dem Tag erleiden mußte.

Sie lag noch einen ganzen Tag im KH mit ihrem wehen Bauch weil ihr Zustand für eine OP zu schlecht war. Sie für die OP zu stabilisieren dauerte 24 Stunden.

Nach der OP wurde der Bauch nicht verschlossen da jeden Tag die Bauchhöhle gespült werden mußte.

Wirklich, wo ein Mensch so viel Vitalität hernimmt um das zu überstehen habe ich oft überlegt.

Diese Tortur konnte sie nur eingeschläfert aushalten.

Da gab es auch diese Berg- u. Talfahrten, ein ständiges auf und ab, kaum hatte ich das KH verlassen wurde schon wieder angerufen weil der Organismus wieder schlapp machte.

Ich wünsch deiner Mam daß sie es schafft und wieder auf die Beine kommt.

Du kannst nur eines machen, ihr deine Nähe spüren lassen.

M0r/s.P8uscZhexl


Huhu,

habe Deinen Beitrag gelesen.

Bin aber gerade erst nach Hause gekommen ( verdammtes Feierabendbier ;-).

Werde Dir aber morgen im Laufe des Tages antworten.

Bin jetzt müde und nimmer ganz online ( in Kopf )

Lieben Guß

Puschel

mUusch`elpaxket


Also meine Mutter ist 50 Jahre alt.

Ganz fit war sie nie, sie ist übergewichtig und nicht so ganz fit auf den Beinen, aber sonst gibt es nichts, ausser Bluthochdruck und Schilddrüsenprbleme, was sie hat.

Habe eben nochmal mit der Ärztin gesprochen.

Das Fieber ist wieder weg.

Sie hat ganz viel abgeführt und nun kommt auch keine braune Flüssigkeit mehr aus der Sonde, sondern grünliche.

Der Aufwachversuch heute morgen wurde auch gemacht. Sie hat auch reagiert ( hat die Augen aufgemacht) , allerdings konnte man wieder nicht extubieren , weil sie noch 50 % o2 braucht und man mit dem PEEP noch runter müsste ??? ??

Das Wochenende wäre ja noch Zeit ( damit meinte sie wohl wegen dem Luftröhrenschnitt)

Das PCT ( also dieser Sepsiswert) ist fast wieder in der Norm.

Und alle anderen Werte sind auch weiter rückläufig.

Fahre um 15 Uhr wieder hin und wenn es dann etwas neues gibt, schreibe ich nochmal.

Und Mrs. Puschel.. gutes ausschlafen ;-) sag mal arbeitest du auf der intensiv?

mkusEchelp]akxet


achso, was mich auch noch interessiert:

warum macht man denn diese aufwachtests, wenn man nicht extubieren kann?

Mrrs.PBusc-hel


Hallöle und guten Morgen..*räusper

Danke der Nachfrage...Habe gut geschlafen ;-D

Peep : Hält die Lungenbläschen offen die für den Gasaustausch zuständig sind.

Je höher der Peep umso mehr sind sie " aufgeblasen " und es findet ein höherer Gasaustausch statt.

Extubation bei einen Peep von < 5 ( unter Berücksichtigung anderer Kriterien )

Das ist sehr gut das sie abgeführt hat!

Aufwachtests : Eigenaktivität des Patienten überprüfen. Entsprechend wird dann die Unterstützung der Beatmung reduziert.

Du hast geschrieben das sie noch Propofol bekommt Wie lange denn schon?

Normalerweise wid nach 3 Tagen auf Midazolam ( Dormicum ) umgestellt.

Die Laufrate ist allerdings recht niedrig. :)*

Ja, arbeite auf einer Intensivstation.

:)* :)*

Rzemux-la


Das PCT ( also dieser Sepsiswert) ist fast wieder in der Norm.

Und alle anderen Werte sind auch weiter rückläufig.

Das hört sich ja gut an! :)=

Ich drück die Daumen dass sie bald wieder wach sein kann und sich schnell erholt! :-)

mkuschel!pakext


Hallo meine Lieben,

das Fieber bei meiner Mum ist wieder etwas zurück gegangen.

Heute morgen habe ich mit der Ärztin telefoniert und sie sagte , dass meine Mutter auch endlich abgeführt hat.

Ausserdem , dass sie den Aufwachversuch wieder gemacht haben und sie aber noch immer 50% Sauerstoff von der Maschine braucht, sie ist also immer noch intubiert.

Heute nachmittag bin ich zu ihr gefahren , habe sie wie immer angesprochen und plötzlich macht sie die Augen auf.

Ich habe mich zuerst total erschrocken , habe damit nicht gerechnet.

Der Pfleger meinte, dass sie nun ein bisschen wacher ist.

Es war einer der schönsten Momente meines Lebens , auch wenn sie noch nicht richtig wach ist , noch intubiert ist und ich nicht weiss, ob alles gut geht.

Meine Mama hat mich nach langen 8 Tagen endlich wieder angesehen.

Immer wieder wenn ich mit ihr gesprochen habe, hat sie die Augen aufgemacht, Tränen liefen und ich musste mit weinen.

Sie hat auch versucht etwas zu sagen , was aber leider nicht ging, wegen dem Tubus.

Ich wollte gar nicht mehr weg , aber leider war die Besuchszeit zu Ende.

Was mir nur ein wenig Sorgen machte, war das der Blutdruck enorm absackte.

Dazu konnte mir der Pfleger aber auch nichts sagen und die Ärztin war im OP.

Ich hoffe so sehr , dass sie es schafft.

Danke nochmal fürs Daumen drücken und bitte drückt noch eine Weile.

@ Mrs Puschel:

also , ich weiss nicht was sie vorher bekam.. kann ich dir leider nicht sagen. Jedenfalls wurde mit dem ersten Aufwachversuch auf Propofol umgestellt.

Heute war der Propofol Perfusor auf Stand by.

Es lief noch insulin, sufantil ( oder so ähnlich), artrenol 4 ml/h, glucose und noch etwas , weiss aber nicht mehr genau.

Weisst du ob das mit dem blutdruck normal ist? Er ist teilweise auf 70/50 gesunken und ging dann wieder hoch.

Sie hat wie gesagt , die Augen aufgemacht, wollte etwas sagen , Tränen sind gelaufen und sie hat beim absaugen heftig gewürgt.

Die Sättigung lag zwischen 90-95, der Puls war ein wenig schnell ( das höchste war 90, vielleicht weil wir da waren)? Und die Maschine wird abwechselnd von Bipap asb auf Cpap asb eingestellt, sagte der Pfleger.

Das Asb ist so geblieben , O2 bekommt sie noch 50 % von dieser Maschine.

So, ich hoffe ich habe mir alles gemerkt.

Wenn man sie jetzt schon so wach lässt, dass sie die Augen aufmachen kann und reagiert, könnte es dann bald soweit sein , dass sie richtig wach werden darf?

Danke , danke , danke , danke , danke für deine Antworten

MLrs-.PuIschxel


Hi,

erstmal freue ich mich zu lesen das es Deiner Mama etwas besser geht. @:)

Sufenta ist ein starkes Scmerzmedikament ws gerne in der Anästhesie/ Intensivmedizin gegeben wird.

Arterenol ist ein sogenanntes Katecholamin welches kreislaufwirksam ist. ( erhöht den Blutdruck ohne den Puls dabei zu erhöhen )

Blutdruckschwankungen kommen vor, lass Dich aber dadurch nicht beirren.

Dafür hat sie ja noch das Arterenol laufen.

Das absaugen ist eine sehr unangenehme Sache für Patienten die teil/wach sind.

Sättigung ist mäßig aber nicht schlecht. ( kommt auch auf andere Parameter und Vorerkrankungen an )

Wechselnde Beatmungsformen ( CPAP auf BIPAP ) macht man bei Patienten wenn sie sich erschöpfen.Sozusagen als Erholung.

Ich bin guter Dinge.

:)*

m)uscheelpak*ext


Danke Mrs Puschel.

Ich kanns immer noch nicht glauben.

Aber sie ist doch jetzt schon wach oder? Also sicher wird sie noch wacher, aber sie reagiert ja.

Wie kann es jetzt weitergehen? Wird sie dann von selbst immer weiter wach und irgendwann extubiert man? Oder wie geht das?

Okay, dann lasse ich mich durch den blutdruck nicht beirren. Aber der steigt irgendwann auch wieder von alleine an oder?

Findest du den Zustand jetzt och lebensbedrohlich?

Ich kann den morgigen Tag gar nicht abwarten und hoffe es geht weiter so bergauf

Mnrs.P'usc_hel


Moin,

ich kann Dir da keine Prognose geben, schliesslich kenne ich sie nicht.

So aus der Ferne geht das nicht.

Wenn sie richtig wach ist und die Werte sich stabilisiert haben und sie ohne Unterstützung atmen kann, wird man sie sicherlich extubieren können.

:)* @:)

mtuscRheglpaxket


Ja, blöde Frage, ich weiss.

Natürlich kannst du keine Prognose abgeben.

Kannst du mir denn sagen , ob in der Phase der Entwöhnung etwas schlimmes passieren kann?

Und was kann sie in diesem Zustand mitbekommen?

Es hat mir das Herz zerissen sie so zu sehen , als die Tränen gelaufen sind und sie etwas sagen wollte.

mdusch^elfpaqkext


Hallo nochmal,

war gerade wieder bei meiner Mutter und kann einfach nur noch heulen.

Sie hat wieder die Augen aufgemacht und ich habe sie gefragt ob ich ihr die Lippen ein bisschen eincremen soll.

Daraufhin nickte sie.

Habe mit ihr gesprochen , sie ist immer wieder eingeschlafen.

Der Propofol Perfusor ist irgendwie weg , habe ihn nicht mehr gesehen.

Dafür sind da nun 2 andere Dinger ( weiss nicht ob das auch Perfusoren sind , sehen irgendwie anders aus) Da läuft nun einmal Arteronol 6ml/h und einmal 1ml/h ---- ist das viel?

Zumindest muss sich ja dann die Kreislaufsituation verschlechtert haben oder?

Konnte heute leider keinen Arzt sprechen , da dieser im OP war. Und die Schwester war sehr abweisend.

Den Tubus hat sie noch, die Maschine ist auch noch genauso eingestellt wie gestern.

Auf dem Blatt was dort hing, steht Morgen Tracheotomie ab 22 uhr nüchtern lassen.

Heisst das nun etwas schlimmes?

Habe meiner Mutter gesagt , dass ich sie liebe und sie wollte wieder etwas sagen, habe dann gesagt , ich weiss du liebst mich auch , das willst du mir sagen oder? Und sie nickte ganz heftig.

Später habe ich ihr dann gesagt , dass sie weiter kämpfen soll und ich mich freue , wenn sie wieder zu Hause ist , da hat sie die Augen zu gemacht und den kopf leicht weggedreht.

Ich kann gar nicht aufhören zu heulen.

Als ich sie fragte , ob sie Schmerzen hat , nickte sie auch.

Die Situation macht mich einfach nur noch fertig und das sieht alles so schlimm aus, ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben , aber manchmal frage ich mich , wie soll das denn wieder gut werden , su furchtbar wie das da alles aussieht und wie sie zu leiden scheint ??? ??? ??

m*usDche+lpakFet


Achja, nun bekommt sie auch etwas neues.

Inzolen 10 ml/h

Msr s.Pus[chwel


Hi,

antworte etwas spät aber habe derzeit Nachtdienst und war eben zum Fussball gucken.

Kannst du mir denn sagen , ob in der Phase der Entwöhnung etwas schlimmes passieren kann?

Etwas " schlimmes " kann immer passieren, aber sie ist sicherlich in guten Händen.Ein Risiko würde man sicherlich nicht eingehen.

Und was kann sie in diesem Zustand mitbekommen?

Natürlich kann sie das und das ist auch so gewollt.Anders könnte man nicht extubieren.

Der Propofol Perfusor ist irgendwie weg , habe ihn nicht mehr gesehen.

Das heißt sie wird nicht mehr sediert oder man ist auf ein anderes Medikament umgestiegen. ( Midazolam )

Da läuft nun einmal Arteronol 6ml/h und einmal 1ml/h ---- ist das viel?

Die Perfusoren werden in den Kliniken in unterschiedlichen Konzentrationen aufgezogen.( steht meist auf der Spritze, bzw es sollte da drauf stehen.

Auf 6 und 1 wäre ungewöhnlich.Eher auf 6 und 0,1ml/h.

Konnte heute leider keinen Arzt sprechen , da dieser im OP war. Und die Schwester war sehr abweisend.

Eine Intensivstation ist niemals ohne Arzt.Die dort eingeteilten Ärzte gehen nicht in den OP.

Inwiefern war die Schwester abweisend?

Auf dem Blatt was dort hing, steht Morgen Tracheotomie ab 22 uhr nüchtern lassen.

Oral intubierte sind immer nüchtern.

Ist die Tracheotomie mit dir abgeprochen ( oder mit einen anderen Angehörigen )Hat da wer für unterschrieben?

Heisst das nun etwas schlimmes?

Nein...Ist ein Luftröhrenschnitt.Das heißt nicht das es immer so bleiben wird.

Als ich sie fragte , ob sie Schmerzen hat , nickte sie auch

Das darf natürlich nicht sein.Das solltest du ansprechen.

Die Situation macht mich einfach nur noch fertig und das sieht alles so schlimm aus, ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben , aber manchmal frage ich mich , wie soll das denn wieder gut werden , su furchtbar wie das da alles aussieht und wie sie zu leiden scheint

Intensivstherapie sieht immer für Angehörige schlimm aus.Versuche die Geräte auszublenden.

Inzolen 10 ml/h

Das ist ein hochkonzentriertes Elektrolyt...Kalium.

Nix schlimmes ;-)

Alles Liebe Dir.

Bleibe stark :)*

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