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Anti-Hbc reaktiv bei Blutspende

cohrxisti_anYsxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe diese Frage schonmal in einem nicht med1 Forum gestellt, dort allerdings den Hinweis bekommen mich mit einem Hepatitis Spezialisten in Verbindung zu setzen. Daraufhin war ich bei meinem Hausarzt der genau wie das DRK meint, es sei alles in Ordnung und ich müsste mir deshalb keinerlei Sorgen machen, da definitiv keine Hep-B Infektion vor liegt. Trotzdem möchte ich mir noch eine dritte Meinung dazu einholen, nur um sicher zu gehen. Hier mein Text:

Ich bin regelmäßiger Blutspender, das heißt ich habe bisher 10 Blutspenden in folge abgegeben. Nun ist bei der 8. sowie der 10. Blutspende (bei der 9. nicht) der Test auf Anti-HBc reaktiv ausgefallen, wobei HBsAg sowie HBV-DNA jeweils negativ war. Nun bin ich laut DRK als Blutspender nicht mehr zu gebrauchen, da dies schon 2x vorgekommen ist und jede meiner Spenden daher ein langes kostspieliges Testprozedere mit sich bringen würde. Telefonisch wurde mir mitgeteilt, dass ich mir deshalb keine Sorge machen brauche. Da ich aber kein Experte auf dem Gebiet bin, hinterfrage ich dieses Ergebnis trotzdem. Ich habe daher bereits einige Informationen dazu im Netz gesammelt, die mir als Laien manchmal widersprüchlich erscheinen.

Meine Frage also an euch: Welche Bedeutung hat dieses Ergebnis für meine Gesundheit? Die meisten Seiten sprechen hier von einem falsch-negativen Ergebnis bei anderen ist dies nicht so klar herauszulesen. Brauche ich mir also überhaupt keine Gedanken mehr darum machen oder welche Gründe kann ein reaktiver Anti-HBc bei gleichzeitig negativem HBsAg und HBV-DNA haben? Alle anderen Tests bei der Blutspende wie TPHA, Parvo, Anti-HIV1/2, HIV1-RNA, Anti-HCV, HCV-RNA und HAV-RNA sind allesamt zum 10. mal in folge Negativ.

Dankeschön und frohe Festtage an alle!

Antworten
PTrin'zesxsin_


Hallo *:)

Ich bin zwar kein Experte auf dem Gebiet, aber da das HBc zweimal reakti war, kann es sein, dass du eine "stille" Hepatits B Infektion durchgemacht hast ohne dies zu bemerken.

Anti-HIV1/2, HIV1-RNA, Anti-HCV, HCV-RNA und HAV-RNA sind allesamt zum 10. mal in folge Negativ.

Das sind die Tests auf HIV&Hepatitis C.

Genaueres kann ich leider auch nicht sagen, aber das Forum ist auch definitiv der falsche Weg sich ne "3. Meinung" einzuholen.

Geh nochmal zu deinem Hausarzt und lass dich nochmals auf Hepatits B testen.

Sorry dass ich nicht mehr helfen kann. *:)

Lass das einfach n Arzt abklären.

ICh wünsche trotzdem schöne Festtage :-)

c@hr1isvtbiansxe


Danke für deine Antwort, allerdings steht unter diesem Link,

[[http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef3/lbef_hepatitis_b_tabelle.htm]]

dass folgende Szenarien bei positivem Anti-HBc und negativem HBsAG sowie HBV-DNA möglich sind:

selten: lange nach ausgeheilter Infektion (Anti-HBs unter Nachweisgrenze): HBV-DNA PCR ?

falsch positives Anti-HBc: HBV-DNA PCR negativ

Wenn dem so ist, dann wäre das Ergebnis klar: Falsch positiv. %:|

P+iefxfke


Hi!

Die serologische Konstellation, die Du beschreibst ist typisch für Menschen, die vor längerer Zeit eine Hepatitis B- Infektion hatten und die dann ausheilte. Es ist eine sog. "Seronarbe" und bedeutete normalerweise Immunität gegen Hepatitis B mit Ausnahme einiger weniger sehr seltener Virenstämme.

Da die Veränderung bei Dir während des Blutspendens aufgetreten ist, kann man eine zwischenzeitlich neu aufgetretene Infektion weitestgehend ausschließen, sofern nicht immer 1 Jahr oder so zwischen den Spenden lag, wo es hätte ausheilen können. Wenn Du geimpft sein solltest und einen ausrichenden Impftiter hast, ist eine Neuinfektion noch unwahrscheinlicher. Das kommt bei ausreichendem Impftiter nur in absoluten Sonderfällen vor.

Also bleibt nur die Schlußfolgerung, daß es sich um ein falsch positives Ergebnis handelt, was bei diesem Test nicht selten ist.

Das könnte folgende Gründe haben:

-Das Testsystem wurde gewechselt und das neue System ist einen Tacken empfindlicher und Du bist damit in die Grauzone für positive Ergbenisse gerutscht.

-Bei Dir hat sich irgendwas verändert, so daß Dein Ergebnis jetzt ein falsch positives Ergebnis verursacht (Kreuzreaktionen)

Theoretisch kann man klären ob es sich um falsch positives Ergebnis handelt, indem man sich ansieht, in welchem Bereich von positiv Dein Ergebnis liegt. Bei echt positiven Ergebnissen ist die Extinketion in einem ganz anderen Bereich als bei falsch positiven. Dann kann man ergänzend den Test auf einem anderen System wiederholen und gucken, ob es da eventuell weiter negativ ist. raktisch wird es schwierig sein jemanden zu finden, der das macht, weil das recht zeitaufwendig ist, kein Geld bringt und sich keinerlei therapeutische Konsequenzen daraus egeben.

Infektiös bist Du nicht.

Ich hoffe, das hilft weiter.

PDieffxke


Es heißt natürlich ausreichend und Extinktion. War spät gestern....

cbhriAstianxse


Das klingt mehr als einleuchtend, danke Pieffke. Ich nehme an du bist vom Fach?

cAhrQistianxse


Achso, um es komplett zu machen: Zwischen den Blutspenden lagen immer ca. 2 Monate. Ich habe also so gut wie jeden aufeinanderfolgenden Termin wahr genommen. Es war also nie mehr Zeit dazwischen in der eine Hep-B ausheilen hätte können.

c4hriPstianKsxe


Bzgl. der Kreuzreaktionen, kann man spezifizieren womit der Test kreuzreagieren könnte?

PVieff4kxe


Ne, in 2 Monaten heilt da nix aus. Das muß also falsch positiv sein bei Dir.

Jein, ich arbeite im Gesundheitsunwesen, bin aber weder Immunologe noch Infektologe. Ich habe selber auf einigen Systemen einen falsch positiven Test aufgrund einer Rheumatoiden Arthritis, die eine Kreuzreaktion verursacht.

Pniefxfke


Ne, das kann man in der Regel nicht wirklich spezifizieren. Das sind komplexe Immunphänomene, das ist nicht nachzuverfolgen. In aller Regel hat das aber auch keinerlei Krankheitswert und bedeutet auch nicht, daß man irgendeine Erkrankung ausgebrütet hat. Für die rheumatoide Arthritis ist beschrieben, daß es zu dieser Auffälligkeit kommen kann. Allerdings werden die allermeisten Rheumatiker keinen positiven A-HBc Test entwickeln. Bei mir traf es zufällig zeitlich zusammen und ist daher die wahrscheinlichste Ursache.

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