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Schutz vor Geschlechtskrankheiten bei Arbeit als Nutte

B|odLhraxn


für sexarbeiterinnen gibt es fachforen, vlt mal danach suchen. viel schlimmer finde ich es, wie abschätzig die te über sich selbst schreibt. sexarbeiterinnen kämpfen lange für gesellschaftliche anerkennung, haben ein gewerbe angemeldet und zahlen steuern und sozialversicherung. hier ein paar hintergründe, auch wenn off topic: [[http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2012/0126/thema_1.jsp]]

AJcrdania


Als Nutte in spe solltest du dir nicht nur um deine eigene Gesundheit, sondern auch um die Gesundheit der Kunden Gedanken machen: Du wirst wesentlich mehr Sexpartner haben, als deine Kunden. Eher wirst du sie anstecken als andersherum.

WNolf-g^ang


In grossen Städten gibt es Beratungsstellen für Prostituierte. Wende dich möglichst dorthin. Dort wirst du sicher fachgerecht und vorurteilsfrei beraten, z. B. bei

[[http://www.hydra-berlin.de/]]

E%leodnorxa


Da gibt es aber durchaus Regelungen. Soweit ich weiß müssen sich die Damen regelmäßigen Gesundheitschecks unterziehen, weil sie sonst (sonst) ihre Arbeitsgenehmigung verlieren. Oder so.

Wcol^fxgang


Seit längerer Zeit gibt es weder die Verpflichtung zu Gesundheitschecks noch zu Genehmigung mehr. Der Bockschein ist Vergangenheit.

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Siehe auch hier:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Bockschein]]

daraus:

Bockschein ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für das amtsärztliche Gesundheitszeugnis, das Personen mit häufig wechselndem Geschlechtsverkehr (frühere amtsdeutsche Bezeichnung für Prostituierte) vielerorts bis etwa zum Jahr 2000 in Deutschland regelmäßig vorweisen mussten.

...

Am 1. Januar 2001 trat das Gesetz zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten außer Kraft und wurde durch das Infektionsschutzgesetz (IfSG) ersetzt, das in Bezug auf die Bekämpfung von Infektionskrankheiten statt behördlicher Kontrolle und Zwangsmaßnahmen auf freiwillig wahrzunehmende Hilfsangebote der Gesundheitsämter setzt. Bedingt durch diese Gesetzesänderung war keine Ermächtigungsgrundlage für die verpflichtenden Gesundheitsuntersuchungen von Prostituierten mehr vorhanden, so dass diese bundesweit abgeschafft werden mussten.

...

Statistische Erhebungen hatten ergeben, dass "Prostituierte mit professionellen Verhaltensweisen" entgegen einer weit verbreiteten Meinung nicht häufiger unter sexuell übertragbaren Krankheiten leiden als der Schnitt der Bevölkerung. Durch die mit dem Wechsel vom GschlKrG zum IfSG abgeschafften vorgeschriebenen Routineuntersuchungen wurde "der Erfahrung Rechnung getragen, dass die Hauptgefahr einer Infektion nicht von den etablierten und durch Routineuntersuchungen zu erfassenden Prostituierten ausgeht, sondern von drogenabhängigen Frauen und Migrantinnen aus Hochrisikoländern, die sich staatlichen Kontrollversuchen weitgehend entziehen.

E;leoxnorxa


Oh, wusst' ich nicht. Sorry. |-o

Umso mehr ehrt es sie, dass sie sich Gedanken macht und sich informiert. ;-D

AgspFas/iaN92


Vielen Dank für eure Antworten. Die Frage ist damit beantwortet und kann geschlossen werden.

S>tuahlt}rägxer


Ich suche eine Auskunft darüber, welche Geschlechtskrankheiten es insgesammt gibt und wie man sich als Frau davor am besten schützen kann.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist für sexuell übertragbare Krankheiten meine erste Informationsanlaufstelle: [[http://www.bzga.de/infomaterialien/aidsaufklaerung/]]

Es gibt auch die [[http://www.aidshilfe.de]] .

Ich komme so grob auf 15 übertragbare Geschlechtskrankheiten, wobei HIV zwar besonders gefährlich, weil unheilbar ist und tödlich endet, aber zu den vergleichsweise seltenen und schwer übertragbaren Krankheiten gehört. Andere Krankheiten wie Tripper und Syphilis lassen sich behandeln, aber sind wesentlich häufiger und leichter übertragbar. Letztlich musst du dir klar sein, daß bei vielen Kundenkontakten irgendwann auch HIV-Positiver dabei ist, ist eine reine Frage der statistischen Wahrscheinlichkeit.

Und ja, der passive Partner beim OV hat ein – geringes, aber vorhandenes – Ansteckungsrisiko für HIV. Ich würde dir raten, dich ausgiebig über alle Krankheiten zu informieren. Wissen rettet Leben und Gesundheit und läßt ruhiger schlafen.

EYmilBiexA


der passive Partner beim OV

Aber bei dem, was sie beschreibt, wäre sie doch der aktive Part ":/

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