» »

Frage zu Hepatitis-B-Marker HbsAg

OHl#iv$er268x0


Wir haben jetzt eine umfassendere HBV Serologie für meine Freundin.

Sie hat nun einen geringeren HBsAG Wert als bei der ersten Messung einige Wochen zuvor.

HBsAG 144,74

Ferner wurde festgestellt:

HBeAg 0,40 (<1 nicht reaktiv, >=1 reaktiv)

Anti HBsAG 0,00

Anti HBcoreAg 0,050 (1,00-3,00 nicht reaktiv, <1 reaktiv)

DNA HBV quantitativ 2.894

Dass HBeAg im nicht reaktiven Bereich liegt, ist glaube ich gut, oder?

Die Tage werden wir die Ergebnisse von einem Arzt interpretieren lassen.

Wie ist die Tabelle von Wikipedia zum Thema Hepatitis B zu werten? Ich habe das so verstanden, dass aufgrund des fehlenden HBeAg wohl im vorliegenden Fall von einer angeborenen Infektion auszugehen ist. Oder sehe ich das falsch?

Bin mal gespannt, wie ihr die ganze Geschichte hier bewertet. Ich mache mir komischer Weise mehr Sorgen als meine Freundin, die absolut positiv und optimistisch ist (darum ist sie auch ein so guter Gegenpart zu mir.... mache mir oft zu viele Sorgen).

OAlxive$r268x0


[[http://gastroenterology.jwatch.org/cgi/content/full/2004/1026/1]]

Habe mich wohl getäuscht, dass es gut ist, kein HBeAg zu haben. :-(

OMlivesr2680


Der Wert bei HBcoreAG ist mit IgM / IgG bezeichnet. Habe eben noch in verschiedenen Internetquellen gelesen, dass es wohl ein Unterschied ist als HBcoreAG ohne Zusatzbezeichnung.

BNa|rt28x1


Ich habe das so verstanden, dass aufgrund des fehlenden HBeAg wohl im vorliegenden Fall von einer angeborenen Infektion auszugehen ist. Oder sehe ich das falsch?

Kann man nicht sicher sagen. Scheint eine niedrig replikative chronische HBV Infektion zu sein.

Ojlivevr268x0


Leider verspricht der HBV DNA Wert nichts Gutes, da er über 2000 liegt. Verschiedene Internetquellen sprechen ab einem solchen Wert von einer Behandlungsbedürftigkeit.

O.livedr268x0


Wir waren jetzt eben mal zusammen bei meinem Internisten mit den Ergebnissen. Er hat uns geraten, einen Hepatologen zu konsultieren.

Allein die Diagnose, die dort zu erstellen ist, wird allerdings bereits einen fünfstelligen Betrag kosten. Eine mögliche Behandlung geht in der Tat heftig ins Geld, wie ja bereits beschrieben.

Der Arzt meinte, es mache keinen Sinn, hier irgend etwas zu beginnen, bevor ein Versicherungsstatus etabliert wurde. Aber welche Versicherung versichert einen, wenn man diese Krankheit hat? Es ist schon eine schlimme Sache und eine scheinbar ausweglose Situation.

Er sagte dann noch, dass wir auf gemeinsame körperliche Kontakte trotz meines Impfstatus verzichten sollten, da Hepatitis B oft zusammen mit Hepatitis D auftaucht und dies nicht geprüft wurde.....

Jetzt wissen wir nicht mehr wirklich weiter. :-(

O^lixver2G68x0


EDIT:

Die Diagnose wird vierstellig von den Kosten her, nicht fünfstellig.... sorry für den Fehler.

OAlive#r2680


Heute sehen wir die Welt schon wieder positiver. Haben für den 11.4. einen Termin beim Hepatologen vereinbart. Hoffentlich wird alles gut.

B0artx81


Er sagte dann noch, dass wir auf gemeinsame körperliche Kontakte trotz meines Impfstatus verzichten sollten, da Hepatitis B oft zusammen mit Hepatitis D auftaucht und dies nicht geprüft wurde.....

Ist Unsinn, da eine Hepatitis-D Infektion nur in Verbindung mit einer HBV Infektion erfolgen kann. Deine HBV Impfung schützt Dich also implizit auch vor Hepatitis-D.

BLart8x1


Leider verspricht der HBV DNA Wert nichts Gutes, da er über 2000 liegt

Welche Einheit steht hinter den 2.894? Ich bin davon ausgegangen, dass es Kopien/ml sind? Das wäre dann niedrig.

O}livQer26x80


Da das Labor in Weißrussland ist (scheint allerdings ein deutscher Anbieter zu sein "Synlab"), bin ich nicht 100% sicher, was die Auslobung genau bedeutet.

Exakt steht hier:

DNA HBV (quantitative) 2 894 ME HBV/ml

Dieses ME sagt mir meine Freundin, sei wohl keine typische russische Abkürzung, so dass ihr das auch nichts sagt.

Diesen Link hier deute ich allerdings so, dass man ab 2000 / Milliliter therapieren sollte.... also wäre der Wert hier wohl so oder so zu hoch.

[[http://www.kliniken-wesermuende.de/fileadmin/user/buergerpark/innereii/ratgeber/Merkblatt_Hepatitis_B.pdf]]

B<argt8:1


Diesen Link hier deute ich allerdings so, dass man ab 2000 / Milliliter therapieren sollte...

Nur bei gleichzeitig erhöhten Transaminasen. Und die Leberwerte scheinen bei Deiner Freundin ja in Ordnung zu sein.

Die Einheit ME sagt mir spontan auch nichts. Ich kenne bei einer PCR nur internationale Einheiten (iU) bzw. Kopien je ml, was bei HBV einen Unterschied um ca. den Faktor 5 ausmacht. Im Zweifel könnt ihr direkt bei Synlab anrufen und nachfragen.

OHliTverY2x680


Bart, was müsste ich bei Synlab genau nachfragen?

Ob die Zahl 2894 in iu oder in ml ist?

doolo_mitxi


was müsste ich bei Synlab genau nachfragen?

Ich glaube nicht dass du da am Telefon eine Auskunft bekommst, noch dazu weil es nicht dich selbst betrifft. :-/

BYarat8x1


Ob die Zahl 2894 in iu oder in ml ist?

Nein, sondern wofür das ME in dem ME/ml steht und ob es das Gleiche wie international Unit ist.

Normalerweise solltest Du zum verantwortlichen Laborarzt weitergeleitet werden, der Dir das dann beantworten kann.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Infektionen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

EBV und Pfeiffer'sches Drüsen­fieber · HIV und Aids · HP-Viren und Feigwarzen · Blasenentzündung · Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH