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Seit Jahren leide ich unter Aphten. Wirklich geholfen hat mir die letzten Jahre eigentlich nur "Volon A Haftsalbe". Leider wurde dieses Präparat vom Markt genommen. Zur Zeit probiere ich das (...) >>>
OKlxav am 08.05.02 07:55
12.07.02 12:04
Von einem Professor an meiner Ausbildungsuniversität Charite Berlin habe ich die folgende Rezeptur erhalten.
- Oel. arachida ad 20,0 (Salbenbasis)
- OTC-hydrochlorid 0,4 (Antibotika gegen bakterielle Superinfektion)
- Prednisolon 0,2 (Kortikoid früher 0.4 nach BRD-Arzneimittelverordnung nur 0,2 empfohlen)
- Procainhydrochlorid 0,5 (Anästhesie)
- Vitadral 2,0 (Vitamin A oder auch Retinolpalmitat genannt)
- zum Betupfen
Den Patienten verschafft diese Rezeptur meistens Erleichterung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese vom Zahnarzt oder Hautarzt vordneten Rezeptur.
Ich hoffe ich konnte einigen von Ihnen mit diesem Hinweis helfen.
Dr. Rüdiger Kielmann
12.07.02 13:08
Ich habe seit mehreren Jahren Aphten. Es wird langsam ständig schlimmer. Seit etwa 2 Jahren habe ich praktisch keine vollkommen Aphten-freie Periode. Die Aphten entstehen bei mir spontan oder durch eine Läsion (beissen, harte Brotkruste). Zudem habe ich immer eine fleckige Zunge.
Anfangs Jahr hatte ich dann eine akute Aphten (Herpes-Virus)- Invasion mit Fieber. Der Arzt gab mir dann Famvir von Novartis.
Nun habe ich gelesen, dass Zink gegen Viren wirkt. Ich nehme es nun regelmässig ein und finde, dass die Aphten weniger gross werden und schneller verschwinden. Allerdings muss man es regelmässig nehmen. Nach einem Unterbruch von 3 Tagen habe ich jetzt etwa 10 Aphten im Mund verteilt und zudem noch eine Zahnfleischentzündung.
Manche Menschen sind offenbar diesem Virus mehr ausgeliefert als andere.
Boris
18.07.02 13:54
Hallo,
ich habe die Aphten genau zeitgleich mit dem Auftreten meiner Schilddrüsenprobleme bekommen. Besonders intensiv sind sie wohl immer dann, wenn ich meine Hormondosis zu hoch hab, also in einer künstlichen Überfunktionsphase stecke. Meine Mutter berichtet auch davon, daß sie die Aphten nur einmal im Monat hat. Wann, das könnt Ihr euch ja denken...
Also, habt Ihr auch den Eindruck, daß die Aphten mit Hormonschwankungen vergesellschaftet sind?
Wolfgang
20.07.02 12:37
Hallo Ihr lieben alle !!!
Ich bin sooooo froh, dass ich dieses Forum gefunden habe. Ich wusste nicht, das es so viele Menschen mit diesen Beschwerden gibt.
Ich leide seit 3 Jahren an den Aphten (und ich bin erst 25). Das ist der horror. Es fing an mit einer Nebenhölen Operation... Ist nicht nachweisbar, aber ich weiss, dass ich den Sch... dieser OP zu verdanken habe. Erst waren es nur 1 oder 2 "Bläschen". Wurde erfolgreich von mir verdrängt, bis, ja bis es dann losging.
Die gesamte Munschleimhaut und auch Teile vom Hals einschließlich der Zunge entzündeten sich dermaßen, das die Mundhöle nur noch weiß war. An Essen war nicht mehr zu denken. Reden auch nicht. Da das dann auch nicht besonders gut roch, verschanzte ich mich in unserer Wohnung und verbrachte meine Tage mit Arztbesuchen und einpinseln (Herviros ist wenigstens gegen die Schmerzen gut).
2 Tage vor unserem schon seit Monaten geplanten Mallorca Urlaub berichtete mir dann meine Hautärztin das es ein Herpes Virus wäre und man außer Aciclovir nix geben könnte und die Sache mit zuviel Stress zusammen hinge (Blödsinn...). Wir flogen also nach Mallorca, obwohl ich am liebsten zu hause geblieben wäre. Was sollte ich auch da.... Kein Essen, kein Reden und Küssen schon gar nicht.
ABER: Oh wunder, nach 3-4 Tagen Salzwasser (Schwimmen war ja das einzige was mir blieb) fing es an zu heilen und nach knapp 1 Woche Urlaub war ich beschwerdefrei. Überglücklich flog ich dann nach 2 Wochen zurück. Doch dann, nach ca. 1 Woche Rückkehr... Erneut Bläschen. Ich dachte mir passiert was. Seitdem, lebe ich mit den Aphten, und sie leider auch mit mir... Wenn ich glück habe, bin ich im Monat 2-4 Tage beschwerdefrei. Diese Zeit verbringe ich mit Küssen, Schokolade Essen und Party... Geht ja selten genug (besonders meine heißgeliebte Schokolade fehlt mir sehr, und Pizza, und Chipse. Wenn man das liest könnte man meinen ich wäre schnackefett...).
Gestern dann, hat mein Arzt mir dann zur Eigenblut Therapie geraten (der war Sauer, weil ich seit 1 Jahr mich nicht gemeldet sondern nur ertragen habe). Er möcht Mucosa comp. dabei verabreichen.
Wer hat Erfahrung damit und wer wäre so lieb mir zu schreiben
? Würde mich riesig über Eure Leidensgeschichten und Tipīs freuen. Es tut gut nicht mehr alleine zu sein....
Liebe Grüße und allen hier viele leidensfreie Tage, Eure
Steffi
30.07.02 03:23
Lasst Euch immunisieren!
Hausarzt fragen, 12 Spritzen, dann tritt es nur noch ganz selten auf!
Liebe Grüsse
Thomas
04.08.02 01:26
Da ich eure Erfahrungsberichte mit großem Interesse gelesen habe, ist vielleicht auch mein Leben mit den Aphten für euch interessant.
Ich weiß eigentlich erst seit heute, was ich da gelegentlich in meinem Mund habe. Im Fernsehen lief eine Werbung für irgendeine Salbe, die gegen Aphten helfen soll, bei der ich dank einer gelungenen Animation meine "Begleiter" eindeutig erkannt habe. Mit dem Begriff "Aphten" bin ich gleich in den Google gegangen und u.a. hier gelandet.
Aphten bekomme ich (33), solange ich denken kann, mein Vater hat sie auch und ich befürchte mein Sohn (8 Wochen) wird sie wohl auch bekommen... Dank eurer Berichte ist mir klar geworden, dass ich eine relativ harmlose Variante "pflege". Bei mir treten sie alle paar Wochen auf. Genau Buch geführt habe ich nie, aber manchmal habe ich eine Woche Ruhe, manchmal einen Monat und manchmal auch länger.
Der Verlauf ist immer gleich: eine Woche entsteht der "Krater" (kaum Schmerzen), eine Woche ist er in voller Blüte (schmerzhaft) und eine Woche heilt er ab (kaum Schmerzen). Entsteht ein neuer Krater während ein alter noch "aktiv" ist, heilt der alte schneller ab und der neue wird schnell zum "Hauptkrater". Die Dinger werden unterschiedlich groß und tief und nicht immer rund. Je größer, desto flacher.
Auslöser sind bei mir eindeutig meist mechanische Einflüsse. Wenn ich mit der Zahnbürste abrutsche oder mir beim Essen eine kleine Wunde am Zahnfleisch oder der Zunge zufüge, entsteht mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit ein schmerzhafter Krater. Wie schmerzhaft es wird, hängt von der Position im Mund ab. Kann ich das Essen und die Getränke irgendwie vom Krater fern halten (einseitig kauen), ist es kein Drama. Sonst kann so ein Ding das beste Essen versauen.
Was tue ich dagegen? Nichts. Ich habe keine Hilfe gefunden. Meine Zahnärzte hatten keine Ahnung, worum es sich bei den Dingern handelt. Meine Mutter hat mir immer Wattestäbchen mit Kamilosan getränkt. Der Ablauf der Erkrankung wird dadurch nicht verkürzt. Es entsteht aber beim Betupfen der Krater kurzzeitig ein starker Schmerz, so dass sich danach die Beeinträchtigung durch die Krater im "Normalzustand" relativert hat. Kamilostad betäubt kurzzeitig, bringt aber sonst bei mir nichts.
Das war meine Geschichte. So wie es aussieht werde ich einfach weiter mit den Aphten leben müssen und in meinem Fall gibt es Schlimmeres.
Wolfgang
05.08.02 16:21
Hallo alle Aphten-Geplagten!
Wie manch andere bin auch ich überrascht, welches Ausmaß die Aphten bei einigen annehmen! Ich gehöre zu denen, die von Zeit zu Zeit durch ein oder mehrere Bläschen geplagt sind. Bei mir ist der Auslöser immer größerer Schlafmangel oder eine Infektionskrankheit. Da die Beschwerden nicht allzu groß sind, behelfe ich mir mit kaltem Kamillentee (einfach Beutel + kochendes Wasser, dann abkühlen lassen): Ich belasse bei Bedarf (z.T. mehrmals pro Stunde) für ein paar Minuten etwas Tee im Mund, wodurch sich die Schmerzen legen. Auch wenn ich nachts aufwache, weil die Aphthen schmerzen, hilft mir Kamillentee weiter!
Da ich mich gerade eben ein wenig nach weiteren Behandlungsmethoden umgeschaut habe, bin ich auch auf ein homöopathisches Mittel gestoßen: Mercurius D30 (Aphten + Tendenz zum Zahnfleischschwund, 1x2 Globuli täglich bis Beschwerden abklingen). Ich werd's zusätzlich versuchen!
Viel Erfolg bei all Euren Versuchen, diese Bläschen in den Griff zu kriegen!
Nadiane
06.08.02 18:22
Hallo.
Auch ich habe das Aphten Problem seit ein paar Jahren. Es nervt mich ungemein, da es nix wirklich gutes gibt was Abhilfe verschafft. Vor 14 Tagen war ich beim Zahnarzt und machte ihn auf mein Problem aufmerksam. Er machte mir den Vorschlag das beim ersten "Kribbeln" (was ja meistens zu spüren ist) er mit einem schwachen Laser drübergeht. - Hilft das was ? Hat jemand Erfahrungen damit.
Allerdings gab er mir den Tip, meine Zähne und das Zahnfleisch mit Elmex Gel (Hat nix mit der Zahnpasta zu tun / Gibts in der Apotheke für ca. 6 Euro) einmal die Woche einzureiben. Da ich zu diesem Zeitpunkt gerade 2 Aphten hatte, ließ ich mir ein Rezept geben und habe mir das Elmex Gel geholt. Und kaum zu glauben. Einmal damit Zähne und Zahnfleisch geputzt ... und nach 2 Tagen waren die Aphten vollkommen weg. Und bis jetzt (immerhin schon 12 Tage her) hat sich noch keine wieder "angemeldet"...
Also ausprobieren. Erfahrungen von Euch würde mich interessieren.
Christian
07.08.02 11:09
Leider gibt es bei Aphten keine wirksamen Medikamente, es sei denn du hast vielleicht sehr gute Beziehungen zu einem Arzt, der dir Virostatika besorgt. Ich würde die sofort nehmen, wenn ich mal wieder Aphten habe.
Bei meinen Kindern haben hoöopathische Mittel relativ gute Wirkungen. Seitdem wir bei einer Kinderärztin sind, die nicht sofort bei ersten Anzeichen einer Infektion ein Antibiotikum verschreibt, sondern zuerst mal ausprobiert, ob homöop. Mittel anschlagen, haben wir kein (!!) einziges mal mehr eins bekommen. Trotzdem würde ich bei einer ernsthaften Erkrankung sofort auf normale Medikamente wechseln. Da sind mir meine Kinder zu lieb und teuer!
Also lass denen, die Homoöpathie ausprobieren wollen, doch wenigstens ihre Entscheidung. Deine Meinung zu Homoöpathie ist bei einer Herpes Infektion glaube ich nicht wirklich von Bedeutung <bezog sich auf einen zwischenzeitlich gelöschten polemischen Beitrag>.
Mit Gruß an alle Geplagten!
Carsten
11.08.02 17:31
Hallo Leidensgenossen,
meine Aphten treten gott-sei-dank nur relativ selten und auch nur vereinzelt auf, das reicht aber schon! Kamille hilft bei mir gar nicht. Was bei mir aber sehr gut wirkt ist Mhyrren-Tinktur aus der Apotheke (10 ml ca. 1-2 EUR). Einfach mit einem getränkten Wattestäbchen auf die Aphten tupfen. Wenn die Aphte schon zu groß ist, brennt es zwar höllisch, betäubt den Schmerz aber sehr gut und langanhaltend.
Bevor ich diesen Tipp bekam, habe ich Volon-A Haftsalbe von meinem Hausarzt verschrieben bekommen. Die hat mir auch sehr gut geholfen, enthält aber Kortison (verwende ich nur noch im absoluten Notfall). Mein Tipp also: Unbedingt mal Mhyrre ausprobieren!
Andrea
14.08.02 10:56
Hallo, ich, 31 Jahre, leide seit 1996 unter Apthen. Dazu kommen Müdigkeit, schwere Beine und vermehrter Harndrang. Ich weiß nicht, ob das alles zusammenhängt? Wer kann mir weiterhelfen? Vielleicht liegt eine Schleimhauterkrankung vor?
22.08.02 13:12
Hallo Leute,
ist echt ein ziemlicher Mist, ich glaube echt jeder zweite hat dann und wann damit zu tun!
Mir ist aufgefallen, daß ich die Dinger oft nach Zahnbehandlungen bekomme. Erst letztens wurden mir Kronen gesetzt, noch am selben Abend spürte ich, wie sich an der Kieferseite die Aphten gebildet haben.
Mein Zahnarzt meinte dazu, daß das wahrscheinlich von den Watteröllchen kommt, die während der Behandlung eingesetzt werden. Diese Dinger haften gerne an der Schleimhaut, und beim rausnehmen hinterlassen sie kleinste Verletzungen, da sie die oberste Schleimhautschicht abreißen.
Daher sollte man auch vorsichtig sein, wenn man mit Wattestäbchen die Haftsalben aufträgt!!!
Desweiteren ist mir aufgefallen, daß ich nach dem Verzehr von Vitamin B haltigen Lebensmitteln Aphten bilde: Daher Finger weg von Nutella, Kinder-Schokolade, etc.
Kann alles übrigens auch Akne auslösen!
Oben hat einer etwas von Immunisierung geschrieben: kann das jemand genauer erläutern?
vielen Dank,
Michi
23.08.02 00:03
Das mit dem Vitamin B kann man getrost weglassen, nehme ich an. Auslöser dürften wenn, dann die Nüsse sein in Nutella. Schokolade enthält auch Nüsse, bloß sind die nicht angegeben. Da muß man das Kleingedruckte lesen. Bei der Herstellung von Schokolade arbeitet man halt nicht ganz so sauber und es kommen aus anderen Produktionsvorgängen Verunreinigungen mit rein. Das sind Nüsse...
Hochallergiker dürfen deshalb keine Schokolade essen. Es kann nicht garantiert werden, daß die Schokolade garantiert frei von Nüssen ist.
ama
www.ariplex.com/ama/amarrsig.htm
(über Legenden)
23.08.02 02:08
Die anderen lese ich später. Danke für den Link.
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