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Keuchhusten auf dem Vormarsch?

.PXW. hat die Diskussion gestartet


In meinem Bekanntenkreis sind einige Fälle von Keuchhusten, also bei Erwachsenen, aufgetaucht. Keine bloßen Vermutungen, sondern klar diagnostiziert. Leider hielten die meisten – inklusive mehrerer Ärzte! – Keuchhusten für so abwegig, daß einige Wochen vergangen sind, bis man das erkannt hatte und eine Therapie beginnen konnte.

Mich hat es nicht erwischt – vielleicht weil ich als Kind geimpft wurde? Aber die anderen wurden angeblich auch geimpft!

Meines Wissens sind Infektionskrankheiten mit Epidemiepotential meldepflichtig. Aber wo erfährt man die Ergebnisse? Sollte man sich als Erwachsener eine Auffrischungsimpfung geben lassen? Kennt Ihr Fälle von Keuchhusten in Eurem Umkreis in den letzten Monaten?

Leider scheint es so zu sein, daß Keuchhusten auch ohne Behandlung nach etwa 10 Wochen ausheilt. Viele gehen daher möglicherweise gar nicht zum Arzt. Von den 10 Wochen ist man aber die ersten anderthalb hochansteckend...

Antworten
bQuddl#eia


Die durchgemachte Keuchhustenerkrankung oder auch die Imofung hinterläasst keine dauerhafte Immunität.

Da Keuchhusten eine sehr quälende Erkrankung sein kann und zudem infizierte Erwachsene ein Ansteckungsrisiko gerade für Säuglinge sind, wird die Auffrischungsimpfung für Erwachsene empfohlen.

Eine einzelne Impfung gegen Keuchhusten gibt es nicht mehr, in der Regel wird dies also mit angeboten, wenn gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) und Diphterie aufgefrischt wird, bei Erwachsenen alle 10 Jahre empfohlen.

Antibiotisch behandelbar ist Keuchhusten tatsächlich nur am Anfang, die dauerhaften Hustenanfälle werden dann durch die "Gifte" der Keuchhustenbakterien ausgelöst, dagegen helfen Antibiotika dann nicht mehr.

Die Meldepflicht für Keuchhusten ist geplant, so zumindest mein letzter Stand.

[[http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/IfSG/meldepflichten.html]]

H+a>nnam-M/aria


Bekanntenkreis oder Familie? Wenn der Kontakt nicht unmittelbar und über Stunden besteht, sehe ich kaum eine echte Gefahr. Lediglich bei geschwächtem Immunsystem könnte eine Impfung sinnvoll sein. Ansonsten reichen Mundschutz und Händedesinfektionsmittel. ;-)

K5r=ümelexmma


Erkundige Dich doch mal beim zuständigen Gesundheitsamt. :)z

k8leWiner_Gdrachendstern


Meine beste Freundin hatte vor ein paar Jahren Keuchhusten – wurde auch erst nach Wochen diagnostiziert. In dieser Zeit hat sie niemanden in ihrem Umfeld angesteckt. Auch ihren kleinen Sohn nicht, aber der ist geimpft.

SNti^chlxing


Meine Ärztin, ich bin neu in den Ort gezogen, empfahl mir dringend, mich gegen Keuchhusten impfen zu lassen. Auch sie hatte in ihrer Praxis bereits einige Erkrankungen bei Erwachsenen.

.9X.


Wenn der Kontakt nicht unmittelbar und über Stunden besteht, sehe ich kaum eine echte Gefahr.

Person x und Person y wurden krankgeschrieben (Person z mit selben Symptomen ist noch unklar), einfach weil sie bei ihrer Arbeit Publikumsverkehr hatten. Der wäre weder über Stunden (je Person) noch unmittelbar, aber anscheinend doch zu riskant. Übrigens krankgeschrieben vom Lungenspezialisten.

In dieser Zeit hat sie niemanden in ihrem Umfeld angesteckt. Auch ihren kleinen Sohn nicht, aber der ist geimpft.

Wir scheint es so, als wenn Erwachsene gefährdeter sind, auch weil der vermutlich "ursprüngliche" Überträger danach 1 Woche mit der Schulklasse weg war und es anscheinend keine Auswirkungen hatte.

.LX.


Stichling

Welche Gegend oder Bundesland?

S;tichgling


Schweinfurt

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