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Ebola-Virus in Deutschland?

E%hemalig}er NuItzer (#54x5421)


Haben wir ... der nächste Infizierte ist wohl schon auf dem Weg und soll in ein KH nach Leipzig gebracht werden ... wenn ich das bei N24 richtig gelesen habe...

EJheYmaliger ANutzJer d(#4671x93)


Ich hab das Buch auch gelesen, und gelinde gesagt, der Vergleich ist an den Haaren herbeigezogen. Hast du dir überhaupt die Links hier in diesem Faden durchgelesen? %-|

Zum Beispiel den Link von Shade_ der das R0 von Ebola erklärt? Der ist geringer als der von HIV.

Elhem5alig9er N\utzeLr (#v14918x7)


Haben wir ... der nächste Infizierte ist wohl schon auf dem Weg und soll in ein KH nach Leipzig gebracht werden ...

Unseren Gesundheitsgurus traue ich da um Einiges mehr zu als denen in den USA oder Spanien.

EThemaliPger N-utze}r (#545421)


Ich auch Kleiner Prinz... die spanische betroffene Hilfskrankenschwester soll sich, lt N24, beim Ausziehen des Schutzanzuges und der Handschuhe wohl im Gesicht berührt haben, evtl hat sich dann angesteckt... aber raus ist das nicht...

Enhem=aligeNr Nut[zer "(#467.193x)


@ Rübensüßchen:

Das habe ich auch gelesen, zumindest ist das ihre Aussage. Vom Prinzip her gibt es da ein Protoklll dafür und einen Ablauf, damit genau sowas nicht passiert. Da haben sie einfach ordentlich geschlampt.

Ebhemali[ger^ NuVtzer (%#545x421)


Ja Grognor... das scheint wohl so zu sein ... dass da im KH in Spanien grundlegende Hygienestandards vernachlässigt worden sind

gxo_\up


Hier mal kurz ein etwas aufgräumteres Bild der Sterberate:

Offiziell (Stand Anfang Oktober) haben sich ca. 7700 Leute infiziert und es sind ca. 3200 Leute gestorben: Dies sind 41 %.

Aber: Die Dunkelziffer der Infizierten ist liegt mind. bei 11000-12000 (z.B. nicht angegeben, verschwiegen aus untersch. Gründen). Die Todesrate hingegen dürfte vielleicht um ca. 200 Personen höher liegen (nicht registriert im Land).

Somit haben wir eine wahrscheinliche Todesrate in Afrika von ca. 3400/11500 ca. 30%.

In Europa dürfte diese Rate aufgrund der medizinischen, hygenischen und ernährungstechnischen Versorgung (ohne Hilfsmittel, Impfstoffe!!) auf etwa 20% sinken.

Von diesen 20% sind ca. 50% alte Menschen und Menschen mit Immunschwäsche.

daraus folgt: die Todesrate bei "Normalbürgern" in Europa dürfte bei ca. 10% liegen was immer noch schlimm ist. Aufgrund der Entwicklung werden wir wohl alle früher oder später mit dem Erreger in Berührung kommen,- außer der Flugverkehr/Flüchtlingsverkehr wird sofort eingestellt- was nicht passieren wird.

HSypochjondri`x


Die Sterblichkeit liegt beim aktuellen Ausbruch von EBOV Zaire zwischen 70 und 90 Prozent, nachzulesen in zahlreichen Interviews mit Experten.

Aufgrund der langen Inkubation sowie der anschließenden Dauer der Erkrankung bis zum wahrscheinlic hen Tod von im Mittel 13 + 10 Tagen sind die aktuellen Toten ins Verhältnis zu setzen zu den bekannten Erkrankten vor 23 Tagen. Nur dann kommt die richtige Quote raus.

Es gibt keine Präferenzen hinsichtlich des Alters. 40 jährige sterben mit gleicher Quote wie andere Altersgruppen. Nachzulesen in der von mir hier bereits ein paar Seiten vorher verlinkten Dr. Arbeit.

Was ich nicht verstehe: wieso wird nicht in grossem Stil Favipiravir (Avigan) eingesetzt? Rein wissenschaftlich gesehen erscheint mir dessen Wirkungsweise der RNA Hemmung und Unterdrückung der Polymerase von allen derzeitigen medizinischen Ansätzen der erfolgsversprechendste. Das Medikament wäre schnell und günstig herstellbar, hat in Japan eine Zulassung und kaum Nebenwirkungen, muss allerdings relativ bald nach Symptombeginn eingenommen werden, um die Virenvermehrung einzudämmen.

Statt dessen pushen die Medien zmapp und nicht erprobte Impfstoffe der US-amerikanischen Pharmaindustrie. Geht es vielleicht doch ums Geschäft und wäre Avigan bereits am Start, wenn die Amis die Patente hätten? Oder wartet die Industrie noch so lange bis ein paar hundert Tote in der westlichen Welt beklagt werden, um dann in den zahlungskräftigen Gesundheitssystemen so richtig abzukassieren.

Wenn ich könnte, würde ich mir sofort 6 x 40 Tabletten Avigan für mich und meine Familie bunkern, egal was das kostet. Leider keine Chance da ran zu kommen.

E6hemaligeri NutdzFer (#47x9013)


Wenn ich könnte, würde ich mir sofort 6 x 40 Tabletten Avigan für mich und meine Familie bunkern, egal was das kostet. Leider keine Chance da ran zu kommen.

Der Name ist Programm %-|

E:h/emal]iger NutSzere (#467193x)


Die Sterblichkeit liegt beim aktuellen Ausbruch von EBOV Zaire zwischen 70 und 90 Prozent, nachzulesen in zahlreichen Interviews mit Experten.

Bitte, Quelle? Ich hab jetzt per se nur mal schnell auf Wikipedia nachgesehen, weil das am leichtesten ist und ich da nicht extra die Suchmaschine dafür anwerfen muss. Da bewegt man sich in einem Rahmen von 60-70%. Mit Verlaub, 20% ist schon ein bisschen mehr als 'statistischer Spielraum'.

Oder wartet die Industrie noch so lange bis ein paar hundert Tote in der westlichen Welt beklagt werden, um dann in den zahlungskräftigen Gesundheitssystemen so richtig abzukassieren.

Was für ein Schwachsinn...

Bitte, hier nur ein paar Worte zu dem von dir präsentierten Medikament. Ja, es hat in Japan eine Zulassung – gegen Influenza. [[http://en.wikipedia.org/wiki/Favipiravir]]

Die Diskussion um ZMapp etc. ist ohnehin hinfällig, da der aktuelle ZMapp Vorrat schlicht aufgebracht ist. Nachzulesen z.B. hier: [[http://online.wsj.com/articles/maker-of-experimental-zmapp-ebola-drug-says-its-supply-is-exhausted-1407799150]]

Bevor du dich aber mit irgendwelchen Antiviralen Medikamenten eindeckst und diese eventuell noch Off-Label benutzt, sei dir bewusst dass es weder für ZMapp, noch Favipiravir, eine gesicherte Datenlage betreffend die Wirkung gibt. Nicht umsonst sind die Dinger immer noch experimentell.

HkyDpochonfdrixx


Quelle zu den Todesraten:

[[http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Es-wuerde-genuegen-die-Uebertragung-von-Ebola-zu-halbieren/story/20372625]]

Es gab dazu noch ein Interview von einem Mitarbeiter des Bernhard Nocht Instituts, aber das kann vielleicht der liebe Grognor googeln und mal was produktives oder neues beitragen, anstatt mit Vorliebe andere Beiträge zu zitieren und zu kritisieren.

Zu Avigon/Favipiravir:

[[http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/59876/Favipiravir-Grippe-Mittel-koennte-gegen-Ebola-wirken]]

[[http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0166354214000576]]

Mich überzeugt dieser Wirkungsmechanismus noch am ehesten und auf statistisch gesicherte Studien würde ich in der momentanen Situation nicht warten. Warum wird das nicht im großen Stil an Hunderten Erkrankten getestet bei 70% + x Letalität? Die Entwicklungshelferin, die jüngst in Paris geheilt wurde, würde mit Avigon erfolgreich therapiert. Bitte die Pressemitteilung der Pariser Klinik selber googeln.

Ach, und noch zum Thema Schwachsinn: ich arbeite in der freien Wirtschaft im Management und es ist natürlich bei allen Unternehmen inklusive der Pharmaindustrie so, daß es primär ums Geld verdienen geht. Arme Länder in Afrika sind kein interessanter gewinnbringender Absatzmarkt, die erste Welt hingegen schon. Klingt hart, ist traurig, aber die Wahrheit, die kaum ausgesprochen wird.

Immer schön das Corporate Image glauben: die Pharmaindustrie will natürlich nur helfen und gerne auch zahlungsschwachen Kunden ...

mNnef


Wahrheit, die kaum ausgesprochen wird.

Wird alle Nase lang ausgesprochen ":/

HGypocoho ndr2ix


Ach und das hier noch:

Name der Website nennt gleich die Zielgruppe:

[[http://www.firstwordpharma.com/node/1197906]]

H#yBpocNhoMndrix


Ich hab das Buch auch gelesen, und gelinde gesagt, der Vergleich ist an den Haaren herbeigezogen. Hast du dir überhaupt die Links hier in diesem Faden durchgelesen? %-|

Zum Beispiel den Link von Shade_ der das R0 von Ebola erklärt? Der ist geringer als der von HIV.

Ein HIV Positiver benötigt für im Mittel vier Ansteckungen anderer während seiner Erkrankung bis zu seinem Tod: 2 ... 10 ... 25 Jahre.

Bei Ebola geht man derzeit von 1,2 bis 8,2 Ansteckungen anderer pro Erkranktem aus, im Mittel von 2,2.

Quelle: [[http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/schweiz/schweizer-forscher-berechnen-ebola-epidemie-aus-gendaten-128439992]]

Der Ebola Erkrankte benötigt für im Mittel 2,2 Ansteckungen anderer ca. 10 Tage (Dauer seiner Erkrankung bis zum Tod oder der unwahrscheinlichen Genesung).

Muß ich da noch die Frage stellen, was weitaus ansteckender ist, oder ist das bei diesen Zahlen hier jedem klar?

E)heCmalgiger Nutizer (#46H7193)


Warum wird das nicht im großen Stil an Hunderten Erkrankten getestet bei 70% + x Letalität?

Weil es ethisch nicht vertretbar ist. Das bringst du durch keine Ethikkommission dieser Welt, da scheitern ganz andere, wesentlich harmlosere Projekte drann. Eine Patientin hat auch keine gesicherte Relevanz. Anfangs sind auch Patienten gesundet, die ZMapp erhalten haben – mittlerweile sind Patientin trotz ähnlicher/gleicher Behandlung verstorben. Tjoar, und nun?

Name der Website nennt gleich die Zielgruppe:

Ja, Influenza. Für Ebola gibt es Studien in Tiermodellen. Die Zielgruppe ist auch nur dann 'versorgt' wenn das vom Gesundheitsministerium freigegeben wird, was auch auf deiner Webseite steht. So, auch über das Gesundheitssystem selbst, ist das Medikament nicht beziehbar.

Klingt hart, ist traurig, aber die Wahrheit, die kaum ausgesprochen wird

Das ist denke ich jedem bekannt, der sich mal ein bisschen mit der Materie auseinandersetzt. Pharmafirmen sind Unternehmen wie jedes andere auch, bis es da zu einer Medikamentenzulassung kommt, Jahrzehnte und kosten durch den Aufwand ein Vermögen. Das ist kein Wohltätigkeitsverein, verständlicherweise.

Wobei an dieser Stelle vielleicht auch erwähnt werden sollte, dass der ZMapp-Hersteller seine Dosen kostenlos zur Verfügung gestellt hat – und zwar alle.

Muß ich da noch die Frage stellen, was weitaus ansteckender ist, oder ist das bei diesen Zahlen hier jedem klar?

Ja, das muss man in Frage stellen. Einfach schon weil die Übertragungswege unterschiedliche sind und sich nur teilweise überschneiden. Die Szenarien mit einem hohen Exponationsrisiko sind laut RKI an einer Hand abzuzählen, und auch sogar diese leicht zu verhindern sind.

Wenn man sich nicht an das Protokoll hält, wie die spanische Klinik bzw. die Hilfsschwester, da kann man dann nichts mehr zu sagen. Da hat nicht nur sie versagt, sondern auch die Klinik.

Es gibt klar beschriebene Handlungsabläufe und Protokolle für diese Fälle – nach denen das Personal trainiert werden sollte. Das wurde schlichtweg missachtet, sagt auch das Pflegepersonal. Genauso erfolgt die Überstellung der Patientin dann nicht nach Protokoll. Natürlich ist dann das Infektionsrisiko wesentlich größer, wenn man es da mit einem symptomatischen Patienten zu tun hat.

Dass die Leute aber zu dämlich sind, die einfachsten Maßmaßnahmen durchzuführen, ist dem Virus herzlich egal.

Bis dato gab es noch keinen bestätigten Erkrankungsfall unter den Menschen die Kontakt mit dem mittlerweile, in Amerika verstorbenen, Patienten hatten. Dafür drehen die ganzen Hypochonder fest am Rad %-|

[[http://www.forbes.com/sites/dandiamond/2014/10/08/since-ebola-was-diagnosed-in-dallas-5000-false-alarms-zero-new-ebola-cases/]]

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