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Ebola-Virus in Deutschland?

H<ypoPchond$rxix


Bis dato gab es noch keinen bestätigten Erkrankungsfall unter den Menschen die Kontakt mit dem mittlerweile, in Amerika verstorbenen, Patienten hatten. Dafür drehen die ganzen Hypochonder fest am Rad

So schnell ist bis dato überholt:

[[http://www.n-tv.de/panorama/Infektion-erfolgte-trotz-voller-Schutzmontur-article13768036.html]]

Und nur mal so zum Thema Viren im Abwasser: Einzelstrang RNA Viren wie z. B. Heptitis A fühlen sich in der Kanalisation sehr wohl und führen zu Erkrankungen bei Kanalarbeitern. Gleiches gilt auch für Rota Viren. Hier gibt es Datengrundlagen:

[[http://www.bgbau-medien.de/tr/trba220/anh1.htm]]

[[http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-13966-2011-10-05.html]]

Hier mal ein Beispiel einer von mir genannten Pilotanlage, die über UV Desinfektion Mikroorganismen eleminiert:

[[http://www.abwasserzv.de/index.php?id=114,22]]

Die Kanalisationen sind in D in desolatem Zustand: [[http://de.dwa.de/tl_files/_media/content/PDFs/Abteilung_AuG/Zustand-der-Kanalisation-in-Deutschland-2009.pdf]]

Dicht ist kein einziges kommunales Netz.

Sorry, aber beim Thema Abwasser bin ich leider kein Laie, sondern akademischer Experte.

Im übrigen verstehe ich das Statement der CDC so, daß die Entsorgung im Abwasser in Kombination mit Vorbehandlung unbedenklich ist (Additionally heißt: zusätzlich und nicht alternativ !).

Bei Medikamenten wird hier argumentiert, es müssen erst breite Feldstudien vorliegen, bevor sowas zum Einsatz kommt. Beim Abwasserkanal soll die Unbedenklichkeit ganz ohne Forschung "sicher" sein: EBOV geht da ganz schnell kaputt, bevor z. B. Ratten infiziert werden?

Frage mich so langsam, was der Sinn und Zweck dieses Forums ist: mir erscheint es so, als soll hier eher die breite und völlig unwissende Masse beruhigt werden, während eine kritische und sachliche Argumentation als störend empfunden wird.

Stellt jemand eine extrem absurde Frage, bekommt er eine beruhigende Antwort. Werden sachliche Diskussionen angeregt, wird versucht, jeglichen Anstoß teilweise beleidigend (Schwachsinn, Psychiater, etc.) abzuwürgen.

Sollte dieses Forum auch nur ansatzweise repräsentativ für die grundsätzliche Bereitschaft des kritischen Hinterfragens in unserer Gesellschaft sein, dann gute Nacht Deutschland. Aber wir haben ja auch Frau Merkel gewählt und alles ist gut und bleibt immer gut.

Das bringt hier wirklich niemanden weiter, aber wir werden ohnehin sehen wie Ebola sich entwickelt. Werde dann vielleicht mal wieder vorbei schauen, wenn es (hoffentlich k)eine gravierende Weiterentwicklung der Epidemie gibt.

Bis dahin viel Spaß beim virtuellen Valium verteilen ... und immer schön die Pharma-Industrie verteidigen, die in meinen Augen auf der gleichen Ebene steht, wie Waffenindustrie und Investmentbanken.

s>oma1%7mäxrz


Ich sehe das auch so @Hypochondrix

es ist hier nicht möglich sachlich über ein Thema (Ebola, HIV) zu diskutieren. Es gibt hier einige leute die wollen einen nur beruhigen. Aber das bringt uns nicht weiter....

Ich finde es bemerkenswert wie ihr auf solche Ideen gekommen seid. Abwasser mit Ebola verseucht. Das sollten die Behörden mal untersuchen. Ich kann mir nicht vorstellen dass man viel über das Virus Ebola weißt im Vergleich zu HIV ist Ebola selten. Jedoch ist dieses Jahr eine Epidemie ausgebrochen. Da müssen wir Menschen zusammenarbeiten und spenden nach Afrika damit die dort das Virus unter Kontrolle halten können. Sonst werden sehr viele Menschen sterben wie Pest im Mittelalter.

MWuf%f Po1tter


[[http://news.sky.com/story/1352857/sixty-days-to-beat-ebola-united-nations-warns The UN]] says the ebola outbreak must be controlled within 60 days or else the world faces an "unprecedented" situation for which there is no plan.

Die Rate liegt etwa bei einer Verdopplung der Infizierten alle 14-21 Tage.

HBypotchon0drixx


Grognor schrieb hier:

Bis dato gab es noch keinen bestätigten Erkrankungsfall unter den Menschen die Kontakt mit dem mittlerweile, in Amerika verstorbenen, Patienten hatten. Dafür drehen die ganzen Hypochonder fest am Rad

Ich schrieb daraufhin am 09.10.:

Hoffen wir, daß das so bleibt. Es ist aber derzeit noch zu früh für Entwarnung. Vom 28.09. müssen 12+4 Tage dazu, dann liegen wir beim 14.10. Passiert die nächsten 5 Tage nichts, dann scheint es realistisch, daß in USA nichts angebrannt ist.

Nun haben wir den 15.10. und wir haben den offiziell bestätigten Ansteckungsfall Nummer 2 in den USA:

[[http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/ebola-zweite-us-pflegekraft-positiv-getestet-a-997269.html]]

Damit haben wir beim ersten USA-Fall bereits jetzt ein R0 von 2,0. Das liegt jetzt also schon genauso hoch wie der Durchschnitt in Afrika und die 21 Tage nach Einäscherung von Patient USA-Nr. 0 sind noch nicht mal abgelaufen. Wenn man inzwischen davon ausgehen muß, daß das KH in Dallas nicht in der Lage war, seine Mitarbeiter effektiv zu schützen, müssen im Prinzip ab Tod von Patient USA-Nr. 0 um die 21 Tage vergangen sein, bevor klar ist, wer möglicherweise noch angesteckt wurde oder ob es sich auf die beiden Pflegerinnen beschränkt hat.

Aber die westlichen Systeme sind den Afrikanischen Verhältnissen ja so überlegen.

Mir gibt das zu denken.

Noch schlimmer:

[[http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/ebola-in-den-usa-132-flugpassagiere-sollen-sich-bei-behoerden-melden-a-997396.html]]

Zitat aus dem vorgenannten Artikel: "Normalerweise sind Ebola-Infizierte während der Inkubationszeit - also bis zum Ausbruch der Krankheit - nicht ansteckend. Wegen der kurzen Zeitspanne zwischen Flug und dem einsetzenden Fieber entschied sich die Gesundheitsbehörde jedoch für die Sicherheitsmaßnahme. Die Beschwerden durch eine Infektion mit Ebola-Viren entwickeln sich erst, wenn sich die Krankheitserreger im Körper ausreichend vermehrt haben. Von dieser sogenannten Viruslast hängt auch ab, wie ansteckend ein Patient ist."

Genau gelesen? Es kommt jetzt zum ersten Mal öffentlich zum Ausdruck, daß die Experten bei dem Thema "ab wann ist man denn nun genau ansteckend" auch nicht 100%ig klar und sicher sind.

Wie hoch ist die Viruslast denn nun 24 Std. vor dem ersten Fieber? Wie hoch muß die Viruslast denn überhaupt sein, um andere anstecken zu können? Keiner weiß es genau.

Warum ist das so? Weil alle diesbezüglichen Annahmen zu EBOV auf rein empirischen Analysen der Daten, bzw. Beobachtungen bisheriger Ausbrüche begründet sind.

Beobachten und Probieren, so tickt unsere moderne Medizin. Nicht umsonst wurden viele einschneidende Medikamente "zufällig" entdeckt.

Nochmal zum Thema Kanalisation: es waren gerade die Epidemien (durch offene Schwemmkanalisation verursacht), die am Ende des Mittelalters in Europa zum Bau von geschlossenen Kanalsystemen geführt haben. Allerdings sind diese in wesentlichen Teilen seit Ihrem Bau vor z. T. über 100 Jahren unverändert und vielfach in desolatem Zustand. Warum z. B. Krankenhäuser nicht grundsätzlich eine Mikrofiltration sowie Mikro-Organismus-Elemination vorgeschrieben bekommen, bevor deren Abwasser in die öffentliche Kanalisation gelangt ist nicht nachvollziehbar.

Leider war es in der Geschichte der Menschheit immer so, daß erst große Verluste an Leben passieren mußten, bis die Gesellschaft bereit zu grundlegenden Änderungen oder Neuerungen war. Hochmut kommt vor dem Fall. Es ist zu befürchten, daß es mit Ebola genauso sein wird.

Ich würde inzwischen für Personen aus Sierra Leone, Guinea und Liberia kein EU Visum mehr gewähren und alle bestehenden Visa widerrufen. Dann hätte sich das Thema Flugverkehr schon aus wirtschaftlichen Gründen für die Fluglinien relativ schnell erledigt. Im gleichen Zug sollten wir eine professionelle Luftbrücke dorthin aufbauen und die gerade mal knapp über 20 Mio. Einwohner der drei Länder ausreichend mit allen medizinischen Dingen sowie mit ausreichend Nahrung, Kleidung, Hygiene, etc. versorgen.

Nachdem es offensichtlich nicht gelingt, die Übertragung zu drücken, würde damit wenigstens die Chance steigen, die Epidemie lokal einzudämmen.

Eghemal]igewr Nutqzer (#39"391x0)


Im gleichen Zug sollten wir eine professionelle Luftbrücke dorthin aufbauen und die gerade mal knapp über 20 Mio. Einwohner der drei Länder ausreichend mit allen medizinischen Dingen sowie mit ausreichend Kleidung, Hygiene, etc. versorgen.

sehe ich nicht so, da sie ja Ebola verneinen. Also die Afrikaner

Warum sollen wir jemandem helfen, der garkeine Hilfe will?

[[http://www.med1.de/Forum/Cafe/690184/]]

SZhCojMo


Wenn man inzwischen davon ausgehen muß, daß das KH in Dallas nicht in der Lage war, seine Mitarbeiter effektiv zu schützen, müssen im Prinzip ab Tod von Patient USA-Nr. 0 um die 21 Tage vergangen sein, bevor klar ist, wer möglicherweise noch angesteckt wurde oder ob es sich auf die beiden Pflegerinnen beschränkt hat.

Nein. Es sind drei Wochen nach Gesundung oder Tod der beiden Angesteckten abzuwarten.

Genau gelesen? Es kommt jetzt zum ersten Mal öffentlich zum Ausdruck, daß die Experten bei dem Thema "ab wann ist man denn nun genau ansteckend" auch nicht 100%ig klar und sicher sind.

Da die Ansteckungsgefahr mit der Viruslast stufenlos ansteigt und nicht einfach ein Schalter umgelegt wird von "nicht ansteckend" zu "ansteckend", kann man da ja auch keine hundertprozentig verlässliche Grenze ziehen.

Hast Du eigentlich für Ärzte ohne Grenzen gespendet oder etwas anderes unternommen, was im Bereich Deiner Möglichkeiten liegt?

dnanaea87


Vorallem wurde unlängst klar das man in Dallas ohne Ende geschlmapt hat. Da war die SIcherheitsausrüstung nicht vollständig, eine Schulung des Personals gab es auch nicht und und und.

dAana^e87


[[http://www.usatoday.com/story/news/nation/2014/10/15/nurses-protest-ebola/17302987/ Sicherheit sieht anders aus]]

SMhojxo


Was ja aber auch ganz schön besorgniserregend ist. Bei voll ausgebrochener Krankheit ist das Zeug schon übel infektiös, und der Umgang damit ist hier und da wirklich nicht vertrauenerweckend.

Aber wie es halt so ist – wären alle total schlau und besonnen, wäre es nicht ansatzweise so weit gekommen, aber Menschen sind mitunter dumm, mit den Gedanken woanders, in Panik ...

Ich hoffe sehr, dass sie den Plan, bis Ende dieses Jahres wenigstens ansatzweise so etwas wie Kontrolle zu erlangen, umsetzen können.

dwaHnaex87


Klar ist das nicht unbedingt beruhigend, aber das menschliche Fehler imme rmöglich sind war doch klar und meine Meinung zum amerikanischen Gesundheitssystem war noch nie sonderlich positiv. Es entkräftet aber alls hier die Angst haben diese Infekte wären möglich weil man eben gar nicht genau wisse wie das Virus sich verbreitet.

So grauenhaft es für die Betroffenen ist, so beingt es hoffentlich doch endlich alle in Schwung sich mal wirklich reinzuhängen. Wenn es um den eigenen Arsch geht sind Menschen doch meist viel motivierter als wenn am anderen Ende der Welt so ein paar arme Schlucker krepieren...

SahoDjo


Ja, ich denke auch, dass diese Fälle in Spanien und Dallas indirekt das eine oder andere Leben retten werden.

s$porhty1x282


TV-Tipp für heut abend, für jeden, den es interessiert:

ARD 22:45 Ebola vor der Haustür – Gefahr oder Panikmache

LG Sporty @:)

Boahtexr W.


Und auf phoenix gibt es:

22:15 Uhr - phoenix Runde

"Angst vor Ansteckung - Ebola breitet sich aus."

Gesprächsteilnehmer u. a.: Prof. Kekulé, Virologe und Mikrobiologe

Sbhojxo


Ein lauschiger kleiner Ebola-Abend! :-D

Aannadaxw


Das CDC schließt eine Übertragung über Abwässer, sprich per Kanalisation, explizit aus. Solche Dinge hat man als Laie halt auch irgendwann mal zu akzeptieren, oder meinst du übersteigt deine "Expertise" auf diesem Fachgebiet, jener des CDCs? Das ist kein Amateurverein.

Ich will ja nicht unken, ich zähle mich persönlich nicht zu denen, die Paranoia schieben, ich fliege dieses Jahr sogar noch nach Westafrika und mach mir kaum Gedanken deshalb (Nigeria). Also nur insofern, dass man sich vernünftig verhalten und ehrlich Auskunft geben sollte, wenn man dort wissentlich Kontakt mit Erkrankten hatte, was in meinem Fall eher unwahrscheinlich ist.

Das mit dem Abwasser hatte mich nur interessiert, weil noch vor ein paar Wochen groß durch die Presse ging, wie die Ausscheidungen eines Patienten hier in D mit Polizeieskorte zur Sondermülldeponie gebracht wurden. Ich mag auch gerne glauben, dass die CDC Ahnung hat und beste Arbeit leistet. ABER was man jüngst so zu lesen bekommt, darf schon leise Zweifel an der Kompetenz aufkommen lassen, wie ich finde:

Neue Details zum zweiten Ebola-Fall in den USA werfen kein gutes Licht auf das Krisenmanagement der Gesundheitsbehörden: Die Seuchenbehörde CDC räumte ein, einer Krankenschwester die Erlaubnis für einen Inlandsflug gegeben zu haben, obwohl die 29-Jährige vor dem Start der zuständigen Behörde gemeldet hatte, sie habe leicht erhöhte Temperatur. Dennoch habe ihr der Beamte die Erlaubnis zum Flug erteilt, sagte CDC-Sprecher David Daigle.

Ja, es heißt:

Das Risiko, dass sich Mitreisende angesteckt hätten, sei aber "äußerst gering", sagte CDC-Direktor John Frieden. Das Flugzeug wurde nach der Landung in Dallas gründlich und den CDC-Regeln entsprechend gereinigt, hieß es in einer Erklärung der Fluggesellschaft.

Aber:

Die Behörden waren darüber informiert, dass die Krankenschwester – ebenso wie eine bereits erkrankte Kollegin – einen Liberianer versorgte, der das Virus aus Liberia eingeschleppt hatte und schließlich in einem Krankenhaus in Dallas im Bundesstaat Texas starb. Die Frau wurde aber erst isoliert, nachdem sie sich einen Tag nach ihrem Flug erneut mit Fieber gemeldet hatte

[[http://www.tagesschau.de/ausland/ebolausa-109.html]]

Mir stellt sich schon die Frage, geringes Risiko hin oder her: Was soll das? Die Zahl derer, die in den USA nachweislich Kontakt mit Erkrankten im Endstadium hatten, ist ja nun wirklich nicht sooo hoch. Wieso lässt man aber nicht mal da Vorsicht walten? ??? Muss man wirklich einer der Pflegerinnen, die dort arbeitete, wo sich bereits eine Kollegin infizierte, eine Flugerlaubnis erteilen, wenn sie schon erhöhte Temperatur hat? Ich finde schon, dass man sich angesichts solcher Meldungen Sorgen darüber machen darf, wie gut die CDC ihre Arbeit macht und ob man wirklich erfahren würde, wenn wie im Fall von Viren in der Kanalisation o.ä. eine Gefahr bestünde.

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