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Ebola-Virus in Deutschland?

sRofiea34:-39 Ljahre axlt


Das griechische Gesundheitsministerium hat am Freitag einen weiteren Ebola-Verdachtsfall gemeldet. Es soll sich um einen Architekten aus Griechenland handeln, der kürzlich aus Nigeria zurückgekehrt ist.

:-/

s+ofiwa34-339 jadhre xalt


diesen Artikel finde ich informativ dort steht eigentlich alles drin, wie man sich anstecken kann und wie nicht, wielange die inkubationszeit ist usw. hier seite 2 und man kann unten auch die seite 1 anklicken.

[[http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/reisemedizin/fuenf-fakten-zu-ebola-wie-wird-ebola-uebertragen_id_4039510.html]]

smofia3/4:-39 jaxhre alt


dieser artikel ist auch interessant:

[[http://www.tagesschau.de/ausland/ebola-201.html]]

S\u#nflowexr_73


Was ist denn "so viel" medizinisches Personal? Das Problem ist, dass die Standards dort schlecht sind, dass die Bevölkerung den westlichen Ärzten misstraut etc. Und während andere die Flucht ergreifen, geht dieses Personal auf die Kranken zu. Es gibt IMMER ein Risiko, in allen Lebenslagen.

Aber Fakt ist auch, dass Menschen mit besserer Ernährungslage etc. (= westliche Personen) eine bessere Überlebenschance haben.

In Hamburg ist übrigens weder der 1. geplante Patiente behandelt worden noch ein 2., für den eine Anfrage vorlag.

Und neben Ebola gibt es auch andere Tropenkrankheiten, wo jedes Jahr immer mal wieder ein paar Deutsche dran erkranken. Und spezialisierte Einrichtungen, die solche Fälle nun mal behandeln können. Und da liegt Hamburg nun mal mit an der Spitze.

m~ari4posa


Und neben Ebola gibt es auch andere Tropenkrankheiten, wo jedes Jahr immer mal wieder ein paar Deutsche dran erkranken.

Richtig! Und an diesen Krankheiten – z.B. Malaria – sterben pro Jahr auch wesentlich mehr Menschen als an Ebola, nämlich [[http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/1-2-millionen-opfer-pro-jahr-malaria-toetet-viel-mehr-menschen-als-angenommen-a-813012.html 1,2 Millionen pro Jahr]].

WIe geht es eigentlich dem TE? :[]

Kyandxa


Ich wohne direkt im Ebola-Gebiet, in unserer Community sind schon einige gestorben. Aber da man sich nur schwer anstecken kann beunruhigt mich die eigentliche Ansteckungsgefahr nicht. Schlimmer sind da schon die kommenden wirtschaftlichen Folgen, die sich nun zusehends bemerkbar machen. Und der ganze Schlammassel nur wegen Ignoranz und dem Festhalten an Traditionen und Lebensgewohnheiten. In ein paar Monaten wird der Spuk vorueber sein. Und eine Ausbreitung in Laendern, die ein funktionierendes Gesundheitswesen haben ist unmoeglich.

TZroi}lxus


Man sollte auch mal bedenken, dass der weltweit erste bekannte Ausbruch eines ebolaartigen Virus in Deutschland stattgefunden hat, 1967 in Marburg. Darum heißt das Virus auch Marburg-Virus. Es ist mit Ebola eng verwandt, hat die gleichen Ansteckungswege und ziemlich identische Symptome, und bei späteren Ausbrüchen in Afrika lag die Letalität bei bis zu 80 %. In Deutschland sind damals von 30 Infizierten sieben gestorben. Die ersten Infizierten waren alles Mitarbeiter in Pharmalaboren, die sich bei Versuchsaffen aus Uganda angesteckt hatten. Es gab auch ein paar Fälle von Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Obwohl solche Viren damals völlig unbekannt waren, es keine Standardquarantäne für importierte Tiere gab, das gesamte Gesundheitswesen weit weniger hoch als heute entwickelt war, hatte man die Situation innerhalb von Tagen unter Kontrolle.

Insofern sollte man Afrika alle Daumen drücken und sich nicht so sehr den Kopf darüber zerbrechen, wass passiert, wenn ein, zwei Fälle es nach Deutschland schaffen.

S*hofjo


Und der ganze Schlammassel nur wegen Ignoranz und dem Festhalten an Traditionen und Lebensgewohnheiten.

"Nur" ist so eine Sache. Man muss kranke Angehörige, die Symptome zeigen, die auch etwas anderes bedeuten können, in notdürftig errichtete Zeltlager bringen, wo sie unter anderen ansteckenden Erkrankten von Fremden mit furchterregender Montur behandelt werden, und man darf sie zum Abschied nicht umarmen, nicht küssen, eigentlich gar nicht berühren, und weiß nicht, ob man sie noch einmal lebend wiedersieht. Verstirbt ein Angehöriger, darf man ihn nicht mehr berühren, er wird verbrannt. Das empfinde ich schon als sehr, sehr schwer und entsetzlich, eigentlich als kaum vorstellbar, und ich bin mit weniger klaren Riten aufgewachsen, was den Abschied von einem Verstorbenen betrifft.

Ja, es wirkt sich jetzt fatal aus, und es sterben sehr viel mehr Menschen und werden noch mehr Leute von den indirekten, nämlich wirtschaftlichen Folgen des Ausbruchs betroffen, als in dem Sinne "nötig" wäre, wenn man mit maximaler Effizienz vorgehen könnte. Aber ich empfinde es als dringend notwendig, Abstand von Schuldzuweisungen zu nehmen. Die Situation ist verfahren und beschissen und entsetzlich für alle Betroffenen.

S|u;n|flowxer_73


@ Shojo:

:)z :)^

KHanEdxa


Shojo, ich gebe Dir natuerlich recht mit pauschalen Schuldzuweisungen!

Nur, warum wurde dann hier von allerhoechster Stelle (waehrend alle Fakten hinreichend bekannt waren bezgl. Ansteckungswege) ein "three days fast and pray for healing" ausgerufen, worauf die Menschen schnurstracks in die naechsten Kirchen gerannt sind und sich dort zu hunderten versammelt haben und sich intensivst betascht und (unbeabsichtigt natuerlich aber unvermeidlich) bespuckt haben?

sYofia34x-39 jKahre xalt


[[http://www.focus.de/gesundheit/news/rumaene-wegen-verdachts-auf-ebola-unter-quarantaene-gestellt-mann-kuerzlich-aus-nigeria-zurueckgekehrt_id_4050818.html]]

Snhxojo


Nur, warum wurde dann hier von allerhoechster Stelle (waehrend alle Fakten hinreichend bekannt waren bezgl. Ansteckungswege) ein "three days fast and pray for healing" ausgerufen, worauf die Menschen schnurstracks in die naechsten Kirchen gerannt sind und sich dort zu hunderten versammelt haben und sich intensivst betascht und (unbeabsichtigt natuerlich aber unvermeidlich) bespuckt haben?

Himmel hilf, das ist ja bestialisch dämlich, und dafür fehlt mir auch jedes Verständnis. Da sind dann ausgesprochen ungeeignete Leute in Positionen, die sie keinesfalls bekleiden sollten.

Sofia, in Deinem verlinkten Artikel geht es um einen Ebola-Verdacht, nicht um eine bestätigte Ebola-Infektion. Malaria, und das kann es auch sein, nehmen ziemlich viele Leute aus Afrika mit nach Hause, das ist ein erstaunlich beliebtes Souvenir. Natürlich geht man mit Patienten, die Symptome zeigen, die auf Ebola hindeuten könnten, jetzt besonders sorgsam um, und die Leute selbst sind auch sensibilisiert. Das ist in meinen Augen keinesfalls besorgniserregend, sondern im Gegenteil ein Hinweis auf ein Gesundheitssystem, das wie ein funktionierendes Immunsystem Krankheitserreger lokalisiert, isoliert und analysiert, um dann entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Wären die Leute besonnen und würden ihren Verstand benutzen, wäre diese Meldung also eher beruhigend als beunruhigend – es ist nämlich davon auszugehen, dass einige Reisende nach der Rückkehr abklärungsbedürftige Symptome haben, es wäre sehr eigenartig, wenn nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Ebola handelt, ist indes sehr gering. Und selbst wenn. Aber mal abwarten – beim Hamburger Verdachtsfall war es ja auch viel Lärm um nichts. Albernes Getröte.

WWode_houxse


Richtig. Als Thromobozytenspenderin in direkter Nachbarschaft des Gesundheitsamtes habe ich nun schon öfter erlebt, dass Menschen aus afrikanischen oder anderen fernen Ländern, die dort zur Untersuchung vorstellig wurden, unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in eine Klinik abtransportiert wurden – und kein Reporter weit und breit, niemand rauft sich die Haare oder wird hysterisch. Wir verfügen über eine Maschinerie, die beim Verdacht auf bestimmte Infektionskrankheiten ganz routiniert und unaufgeregt anläuft. Und funktioniert. Dass man für Ebola im Moment besonders sensibilisiert ist und von offizieller Seite kein Risiko eingehen möchte, ist das eine. Es nervt mich aber ganz gewaltig, dass jeder dieser Verdachtsfälle jetzt möglichst publikumswirksam inszeniert werden muss. Ich habe mir am Wochenende mal die "Berichterstattung", äh: gezielte Panikmache zum Hamburger Verdachtsfall auf b**d.de angesehen. Himmel, hilf.

Swhojxo


Es nervt mich aber ganz gewaltig, dass jeder dieser Verdachtsfälle jetzt möglichst publikumswirksam inszeniert werden muss.

Ich kann mit "gewaltig nerven" nicht annähernd die Dimensionen zum Ausdruck bringen, die mein Ekel vor dieser Art der "Berichterstattung" und ihren sämtlichen Multiplikatoren mittlerweile angenommen hat.

Wvode5ho3uZsxe


Ekel

Stimmt, das trifft es besser.

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